Aufarbeitung psychischer Probleme

07.02.07 06:43 #1
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Aufarbeitung psychischer Probleme

SkyGirl ist offline
Beiträge: 1.793
Seit: 28.10.05
Liebe Sanne,

genau, werd erst mal wütend, lass Deinen Frust raus, d.h. Du reagierst schon auf etwas.

Es mag alles für Dich provozierend rüberkommen. Klar, die jenigen die es geschafft haben, können leicht reden.

Darf ich einen Vergleich machen? Nehmen wir einmal die Führerschein-Prüfung! (Fast) jeder spricht erst nach bestandener Prüfung darüber, vorher wird es, wenn überhaupt, nur ganz kurz erwähnt. Diejenigen, die bestanden haben, laufen dann schreiend durch die Gegend, und freuen sich. Einige "werten" ihr Können und Wissen auf, indem sie sagen: "Mensch, war doch pipifax, habe ich mit links geschafft" Andere widerum formulieren das etwas anders: "Oh Mann, war das schwer, aber ich habe es geschafft!" Genauso verhält es sich sehr oft mit Geburtserlebnissen, wichtigen Terminen oder anderen Prüfungen jeglicher Art.

Jeder von uns erfährt diesen Prozess des Werdens individuell. Bei den Gefühlen, die dabei aufkommen, assoziiert jeder was anderes!

Liebe Sanne, auch DU wirst es schaffen! Du hast Zeit....

Liebe Grüße
Sema
__________________
... aus Wunden werden Wunder!

Geändert von SkyGirl (02.03.07 um 11:17 Uhr)

Aufarbeitung psychischer Probleme

SkyGirl ist offline
Beiträge: 1.793
Seit: 28.10.05
Zusatz

Liebe Carrie ,

das gilt natürlich auch für Dich... Es wird die Zeit kommen, dann bist auch Du plötzlich in Stufe 3! (manchmal ist es ein sog. "Schlüsselerlebnis", es macht "Klick" und Du ist frei)

Liebe Grüße
Sema
__________________
... aus Wunden werden Wunder!

Geändert von SkyGirl (02.03.07 um 11:14 Uhr)

Aufarbeitung psychischer Probleme

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Sehr schön, nun sind Worte aus den Herzen spürbar.

Sanne und Carrie, wenn ich schreibe: "Ich weiss, dass ihr da auch durch kommt", leite ich das natürlich aus meiner eigenen Erfahrung und der Erfahrung von begleiteten Menschen ab.
Setzt euch nicht unter (Verstandes) Druck, spürt in eure Herzen. Dort sind sehr viele Gefühle unterschiedlichster couleur eingelagert, aber ganz sicher auch die LIEBE. Erlaubt sie euch zu fühlen, denn diese Liebe kann euch letztlich niemend nehmen, ausser ihr lasst sie euch nehmen.
Das wünsche ich dir Carrie, Sanne sowie auch Chiara, Shelley und weiteren, die es betrifft von Herzen.
Und wenn ich das euch so schreibe, fühle ich ein schönes Gefühl der Liebe in meinem Herzen.
Meine Unterstützung und Vertrauen, dass ihr da auch "durch kommt" habt ihr jedenfalls
Pius
__________________
Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

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Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Angeregt von dem Energie-Thema von Phil möchte ich heute mal wieder versuchen weiter auszuarbeiten...
Ich habe letztens wieder das Gefühl gehabt, dass andere Menschen mich nicht mögen. Weil ich wenig rede und oft so ernst bin und einfach eine negative Ausstrahlung habe. Ich fühle mich blockiert, weil ich vor Panik erstarrt bin. Ich habe Angst Fehler zu machen. Wenn ich in einer Gruppe von Leuten bin, die ich nicht so gut kenne, bin ich einfach wie das erstarrte Eichhörnchen. Ich beobachte nur, antowrte knapp auf Fragen, strahle bestimmt eine tiefe Unsicherheit und Abwehrhaltung aus.
Grund dafür ist diese tiefe Angst vor Menschen und was sie tun. Grund dafür ist sicher zum teil meine Mutter...deren Grund liegt sicher in ihrer leiblichen Mutter die sie nie kennen gelernt hat.
Ich möchte anderen keine Energie rauben, ich möchte dass andere sich wohl fühlen in meiner Nähe. Aber ich fühle mich einfach nicht wohl in der Nähe von anderen, und das merken sie.
Also wo ansetzen? Ich will mich nicht verstellen und jetzt so tun als wär ich offen und kommunikativ. Erstmal würde ich mich dadurch noch unwohler fühlen und zweitens merkt man dass es nur gespielt ist.
Ich bewundere diese tiefe Gelassenheit in so vielen Menschen die ich treffe. Die sind zufrieden mit dem was sie machen und strahlen das auch aus. Während ich immer der Trauerkloß bin. Und keiner mag den Trauerkloß. Was mich wiederum noch trauroger amcht. Ein Teufelskreis.
Wenn dann Leute mir helfen wollen, lasse ich das nicht zu, weil ich sie nicht mit meinen Problemen belasten will. Das erezugt dann wieder ein negatives Bild im Anderen, "die will sich ja nicht helfen lassen". Erzähle ich aber von meinen Problemen und Sorgen kann es heißen "Jetzt belastet die mich mit ihren Problemen, anstatt selbst was zu ändern"...
Schwierig, also was soll ich lernen? Ich merke nur dass ich mich wirklich tief zurückgezogen hab und im Moment am liebsten alleine bin. Icvh kann mich auch auf keine Beziehung einlassen weil ich mich für unzumutbar halte im Moment. Lustigerweise (nein lsutig ist das eigentliczh nicth) hab ich zur zeit einen besten Freund/Affaire, dem es genauso geht. Er ist schwer depressiv und wir sehen uns nur selten, wenn es ihm einigermaßen geht. Den rest der Zeit zieht er sich auch von der Außenwelt zurück. Aber eine Lösung kann das nicht sein, es macht eigentlich alles nur schlimmer. Man wird immer angespannter und nervöse r wenn man dann in der Außenwelt ist und auf andere Menschen trifft. Eine geeignete Therapie wäre wohl jeden Tag mit möglichst vielen Menschen in KOntakt zu kommen, anzunehmen, dass es böse und gute Menschen gibt und es zu akzeptieren. Lernen dass man Fehler macht und dass man nie von allen Menschen gemocht werden kann.
Es ist nicht fair, dass für andere Menschen das so normal ist. Sie haben so ein gesundes Selbstbewusstsein und sind mit sich im Reinen und gelassen. Ich muss kämpfen und spiele die Unnahbare um nicht verletzt zu werden, um niemanden an mich ehran zu lassen.
Weil ich von meinen Eltern so enttäuscht wurde. Sie haben mir mein Sicherheitsgefühl geraubt.
Ich hab letztens wieder in meinen Tagbeüchern geblättert. Vor zehn Jahren hatte ich einen Zahnarzttermin, wo auch gebohrt wurde, aber Kunststoff eingesetzt wurde. Ich hatte nur eine Amalgamplombe in einem Milchzahn der war zu dem Zeitpunkt wohl schon draußen. Jedenfalls hab ich einen Tag später herausgefunden dass mein Vater eine Affaire hat und wenig später, dass meine Mutter mein Tagebuch gelesen hat und somit von der Affaire erfahren hat. Und nur wenige Tage nach dem zahnarztbesuch hab ich wieder ne tierische Erkältung mit Mandelewntzündung bekommen, die ich so häufig hatte wegen Amalgam. Es hängt alles zusammen.
Aber wie werde ich das los? Wie kann ich mich frei machen von den Erfahrungen die ich gemacht hab? Vielleicht leite ich deshalb so schlecht das Quecksilber aus, weil Quecksilber Erfahrungen konsserviert und ich vielleicht noch etwas aus ihnen lernen muss? Vielleicht krallt mein Körper das Hg fest weil meine Psyche es noch braucht...als Schutz, denn wenn es sich löst, werden vielleicht all die schlimmen gefühle wieder frei und vielleicht bin ich noch nicht bereit damit umzugehen.
Manchmal denke ich, ich kann es, ich bin jetzt erwachsen, ich habe mich von meiner Familie gelöst, ich lebe jetzt mein Leben. Aber anscheinend ist da immer noch was blockiert.
Vielleicht bessert es sich nach Entfernung der Weisheitszähne, vielleicht kann dann die Energie besser fließen.

Also was ist besser? Sich von anderen fernzuhalten um sie nicht mit meiner negativen Energie zu belasten? Oder sich anderen zuzuwenden damit sie einem helfen negative Energie abzubauen?

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.707
Seit: 10.01.04
Hallo Carrie,
das Leben ist eines der schwierigsten - blöder Spruch, aber doch sehr wahr...
Und Deines ist sicher wirklich schwierig, weil alles, was es Dir bisher so gegeben hat, nicht gerade einfache Kost ist.

Nur ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind:
- Du bewertest Dich hauptsächlich negativ. Und Du wiederholst das hier
immer wieder und sicher in Gedanken noch viel öfters.
Vorschlag: Wann immer solche abwertenden Gedanken über Dich in Dir aufkommen: schick' sie weg, klopf sie weg, sag ihnen, daß sie ausgedient haben und Du gerade dabei bist, andere Gedanken zu üben. Du könntest diese abwertenden Gedanken nicht mehr brauchen und wolltest sie auch nicht mehr.
Das ist schwierig, weil total ungewohnt, aber Du könntest es rein mechanisch machen: negative Gedanken kommen > werden sofort durch "ich bin ok, ich bin ok" ersetzt. Irgendwann bleibt da etwas hängen.

- Du hast das Gefühl, daß Dich in einer Gesellschaft keiner mag, weil .... Während alle anderen so "gelassen und selbstsicher " sind. - Wenn man mit Menschen spricht, die so wirken, dann kommt oft heraus, daß auch sie durchaus unsichere Stellen haben, daß sie sie aber überspielen. Ein Bekannter sagte mal: "Früher war ich total unsicher und habe nie gewagt, mit Menschen zu sprechen. Bis ich dann gemerkt habe, daß alle Menschen das Bedürfnis haben zu kommunizieren. Also frage ich sie, wie es ihnen geht, rede erstmal einfach nur oberflächlich Nettes mit ihnen. Später können dann auch tiefere Gespräche, die mir wichtiger sind, kommen. Aber erst einmal muss ich einen Anfang machen." Wenn ich hier in unserem Ort unterwegs bin, treffe ich diesen einstens so zurückgezogenen Mann immer in angeregter Unterhaltung mit irgendjemand, und auch ich schätze ihn sehr als Gesprächspartner .
Vorschlag: Diesen ersten kleinen Schritt lächelnd (das kann man zunächst mal spielen, bis es echt wird) und in die Augen schauend zu sagen: "Hallo, wie geht es Dir/Ihnen? Meistens ist damit schon ein Kontakt hergestellt. Und daraus kann sich mehr entwickeln. Läuft dieser Kontakt dann zur Zufriedenheit, spornt das wiederum an. Läuft er nicht, muss weiter geübt werden .

Deine Eltern/Ahnen haben Dir ein schwieriges Erbe übergeben, was soziales Leben angeht. Bedauerlich, daß sie es nicht besser konnten. Aber Du bist darauf aufmerksam geworden, daß es anders sein kann und bist dabei, Dich von diesen überlieferten Verhaltensweisen freizumachen. Das ist eine riesengroße Aufgabe und Leistung und braucht viel Kraft.
Vorschlag: Suche Dir mindestens einmal in der Woche eine Gelegenheit, wo Du Dich wohl fühlst, wo Du Kraft tanken kannst, wo Du ganz still für Dich zufrieden sein kannst. Das mag ein Spaziergang in der Natur sein, eine Fahrradfahrt, eine Massage, ein Bad im See im Sommer usw.
Vielleicht ist es auch so ab und zu eine Sitzung mit einem TherapeutIn Deiner Wahl?
Also was ist besser? Sich von anderen fernzuhalten um sie nicht mit meiner negativen Energie zu belasten? Oder sich anderen zuzuwenden damit sie einem helfen negative Energie abzubauen?
Es liegt an Dir, diese gefühlte "negative Energie" zu ändern. Und vor allem liegt es an Dir, sie (wenn sie sich denn wieder zeigt) anderen vorzuenthalten und mutig lächelnd sich anderen zuzuwenden. Ich bin überzeugt davon, daß man Deinen energetischen Zustand nur dann bemerkt, wenn Du ihn auch zeigst. Vielleicht wäre ein bisschen Schauspielern durchaus legitim, um zu erreichen, daß Du selbst immer weiter von den inneren Verhinderern wegkommst?

Grüsse,
Uta

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Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Danke, Uta, für die aufbauenden Sätze.
Manchmal kriege ich es auch hin, wahrscheinlich bin ich nur gerade wieder in einer absoluten Down-Phase.Zum Beispiel auch weil meine kleinen Erfolge nicht anerkannt werden, sie keiner bemerkt. Meine HP hatte bei mir auch "mangelnde Anerkennung" als psychisches Problem erkannt.
Ich selbst merke schon dass ich offener geworden bin und im Vergleich zu früher bin ich schon sehr viel kommunikativer. Aber halt immer noch weit unter dem Niveau von anderen so dass es keiner merkt.
Und wenn dann unglücklicherweise wie letzten Mittwoch alles zusammenkommt... ich hab versucht ein Gespräch anzufangen mit jemadne, der schlecht drauf war und nciht drauf einging, dann kam ein anderer und sagte "Erzähl mal was", weil er nwusste dass ich nicht viel rede und so KLeinigkeiten, dass ich wieder voll überfordert war. Hinzu kam dass der Candida mal wieder voll zugeschlagen hatte, ich zugenommen hab usw.

Was ich versuchen werde ist Dein Tipp mit dem Ich bin ok-Satz. Es stimmt, es fällt verdammt schwer, wenn man sein Leben lang anders dachte. Und es auch nie oder nur selten von anderen gehört hat.
Und morgen morgen hab ich mal wieder beim Einkaufen philosophiert... ich muss akzeptieren dass ich krank bin. Wie Buddha. Ich muss akzeptieren dass es Leid gibt.
Ich warte immer auf das Morgen, um dann anfangen zu leben, aber das ist Blödsinn. Ich denke, wenn ich erst gesund bin, wenn ich erst so bin ich sein möchte, dann kannst Du auch richtig leben und glücklich sein.
Aber Buddha hat doch gezeigt, dass das nicht stimmt. Wenn ich gesund bin, werde ich leiden weil ich Angst habe die Gesundheit wieder zu verlieren. Es hilft nur zu akzeptieren. Mein Leben in die Hände höherer Mächte zu geben.
Das Schwierige ist gleichzeitig zu akzeptieren und etwas zu ändern. Aber vielleicht ändert sich ja automatisch etwas wenn ich aufhöre zu kämpfen. Wenn man etwas hinterjagt dann entzieht es sich einem.
Manchmal glaube ich ich denke zu viel. Ich muss auch mal versuchen den Kasten da oben abzustellen. Du hast recht, mit einem schönen Spaziergang und ich werde nicht an mich oder meine Krankheiten denken, sondern nur die Dinge um mich sehen und in diesem Mometn leben. Das versuch ich mal heute Nachmittag.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.707
Seit: 10.01.04
Das ist gut, Carrie. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, und es macht Spass, draußen zu sein !

Vielleicht ist übrigens der Schritt, sich zu akzeptieren, schon die Änderung? Das scheint mir sehr plausibel, und damit geht es also tatsächlich um die kleinen Schritte vorwärts. Daß man dabei immer mal wieder auch rückwärts rutscht, ist eben so. Aber das bedeutet keinen Absturz sondern nur einen kleinen Rückschritt, den man wieder wettmachen wird.

Den "Kasten" abstellen ist schwierig. Es gibt mehrere Bachblüten , die dabei unterstützen können. Wenn Du niemand kennst, der Dir da behilflich sein kann (Apotheke z.B.), kannst Du hier mal nachlesen, was Dich am meisten anspricht und Dir dann die entsprechenden Blüten besorgen:
bachblueten-repertorium-Zu

Es gibt übrigens Übungen aus der TCM, die die verschiedenen Organkreise und damit auch die entsprechenden gedanklichen Muster ansprechen. Hier sind sie:
www.zeitgeist-online.de/special1.html
Wenn man solche Übungen macht, sollte das regelmäßig sein wie Zähneputzen, und man kann sich selbst dabei helfen, indem man sich einen Wunschsatz bastelt, den man bei diesen Übungen im Kopf kreisen läßt.
Beispiel Nierenmeridian: Da steht doch sicher einiges in den Gefühlen und Gedankenmustern drin, die Dir gefallen:
Deutlichkeit, Eindeutigkeit, Selbstsicherheit, Standfestigkeit, ein Rückgrat haben, aufrecht - aufrichtig sein, Urvertrauen, Gelassenheit, aktiv-gelassene Wachheit, mutig sein
Wenn Du also diese Übungen machst, könntest Du Dir dazu sagen (aber die Formulierung liegt bei Dir):
"Ich drücke mich deutlich und eindeutig ist. Meine Gedanken sind klar. Ich bin sicher in mir selbst, ich ruhe in mir. Ich bin aufrichtig und gelassen zugleich. Ich bin wach mir und anderen gegenüber, ich bin mutig!"
Solche Sätze prägen sich ein und mit der Zeit sind sie wahr. Man kann solche Sätze auch mental "ausmalen", indem man sich Situationen vorstellt, die man auf diese Weise bewältigt.

Grüsse,
Uta

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Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Ich habe wieder angefangen zu beten. Ich hab es mir ja schon einmal vorgenommen, und wie so oft, habe ich es dann wieder fallen gelassen.. Gestern Abend hatte ich ein langes Gespräch mit Gott und ich habe ihn gebeten, mich gesund zu machen und mir einen Weg zu zeigen, den ich in meinem weiteren Leben gehen soll, weil ich mich so orientierungslos fühle zur Zeit.
Es fällt mir immer noch wahnsinnig schwer, um etwas zu bitten, ich habe dieses Ich-bin-das-nicht-wert-Gefühl so tief in mir verankert, dass es mich daran hindert, gesund zu werden. Ich glaube ich gefalle mir in der Rolle der Märtyrerin so gut, dass ich nicht gesund werden will, weil ich Angst habe dadurch ein schlechter Mensch zu werden, der vergisst dass es das Leiden gibt und nur noch dem Hedonismus frönt.
Ziemlich blöd eigentlich. Ich habe Gott jetzt gesagt dass ich mich bemühen werde, ein guter Mensch zu sein und dass ich bereit bin gesund und glücklich zu werden. Und sollte ich dann einmal vergessen, dankbar zu sein, dann ist das auch nicht schlimm, weil es nur zeigt dass ich das von Gott geschenkte Glück so genieße.
Ich glaube es dauert noch ein bißchen bis ich das verinnerlicht habe: Ich darf gesund und glücklich sein. Aber ich vertraue da auf Gott. Ich bemühe mich.
Und auch was mein Problem "mangelnde Anerkennung" betrifft. Ich bekomme alle Anerkennung, die ich benötige von Gott. Gott liebt mich.
Es fühlt sich komisch und seltsam an, das so zu sagen. Aber wahrscheinlich hat mir Gott Amalgam und Candida geschickt um mich zu lehren mich selbst zu lieben.
Und ich muss jetzt endlich damit anfangen das umzusetzen.
So...der ist von mir an mich, auf dass ich endlich wieder mein Leben so leben kann:

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Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Ich verspreche Gott, mein Leben zu genießen. Das ist der beste Dank den ich ihm geben kann. Und wenn ich mich mal schlecht fühle, dann werde ich mich daran erinnern und Gott danken für alles GUte was er mir bisher gegeben hat. Und damit kann ich auch jetzt schon anfangen. Denn bei allem, was mich zur Zeit so oft traurig und depressiv macht, hat Gott mir doch auch so viel geschenkt und gegeben. Dafür bin ich dankbar.

Hihi, das Wort zum Sonntag. Dies ist kein Aprilscherz!

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Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Liebe Carrie

wenn ich so die Zeit betrachte, wo du die letzten Beiträge geschrieben hast kann ich nur sagen: "Durch die Dunkelheit zum Licht"...

BRAVO Carrie, deine Worte kommen bei mir sehr gut an!

Hier auch noch einer von mir.
Da du dir selbst ja schon einen gegeben konntest, wirst du nun von meinem nicht abhängig und deshalb kann ich ihn dir von Herzen geben.
__________________
Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius


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