Aufarbeitung psychischer Probleme

07.02.07 06:43 #1
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Aufarbeitung psychischer Probleme

Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo carrie,

ich rate dir, dem gott nix zu versprechen, weil du es eh nicht halten wirst. dann kommen die langen entschuldigungen und noch mehr neue versprechungen. ich kenne das. also ich habe gott nie was versprochen, aber meinem schutzengel. weil für belangloses gehe ich zuerst zu meinem schutzengel. wenn es schlimmer ist, gehen wir zusammen zu gott und wenn es ganz schlimm ist, dann darf ich schon auch alleine zu gott gehen.

ich würde gott auch nie bitten, mich gesund zu machen.
ich bitte ihn nur, mir kraft zu geben, damit ich es schaffe, mit seiner hilfe mich selbst gesund zu machen.
aber über dieses thema habe ich schon viel geschrieben. es war glaub in so einem bete-kapitel. oder in meinem tagebuch oder an beiden orten.
kurzgefasst:
ich denke, gesund wird man erst durch überwindung. "heilung durch überwindung". wenn mir gott einfach meine krankheit weg nimmt, dann habe ich sie nicht überwunden. das, was mir die krankheit gab, wird immer noch eine aufgabe von mir sein, welche ich dann halt einfach statt durch eine krankheit mit was anderem lösen muss. wenn ich die krankheit aber selbst überwinde, dann habe ich die aufgabe gelöst und werde auch nach der krankheit nicht noch eine grosse aufgabe zu lösen haben.
das so meine theorien...

viele liebe grüsse zum sonntag von shelley
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Aufarbeitung psychischer Probleme

Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
also mein beitrag kommt glaub ein wenig destruktiv rüber, wenn ich ihn jetzt nochmals so lese. aber das wollte ich gar nicht. ich wollte damit helfen. also wie könnte ich das jetzt besser erklären?

ich finde es schon gut, wenn man das da:

Ich habe Gott jetzt gesagt dass ich mich bemühen werde, ein guter Mensch zu sein und dass ich bereit bin gesund und glücklich zu werden. Und sollte ich dann einmal vergessen, dankbar zu sein, dann ist das auch nicht schlimm, weil es nur zeigt dass ich das von Gott geschenkte Glück so genieße.
aber ich finde, man soll gott nicht sagen, dass man sich darum bemühen wird.
und man sollte ihm auch nicht das da:

Ich verspreche Gott, mein Leben zu genießen.
also das tönt schon wieder so belehrerisch und besserwisserisch. aber eben das will ich nicht.

ich will einfach sagen, es ist besser, wenn man ein guter mensch ist, wenn man bereit ist, gesund zu sein und wenn man glücklich ist. es ist auch das beste, was man machen kann, wenn man das leben geniesst.
aber ich finde, man soll dem gott nicht so sagen, dass man so und so sein wird und ihm die dinge gross versprechen.
wie gesagt: wenn man dann mal nicht glücklich sein kann, weil wirklich was schlimmes passiert, dann hat man vor dem gott ein schlechtes gewissen und das ist das dümmste, was man haben kann. ein schlechtes gewissen vor gott.
dann entschuldigt man sich und sagt, man würde sich bessern und mehr darauf achten und blabla.
das ist alles schlecht.
man kann diese sachen da in den zitaten nicht halten. so fest sie auch versprochen sind. weil so einfach ist das nicht.
dass man bestrebt ist, so zu sein und so zu werden ist aber eine verständlichkeit.

also carrie. vielleicht sollte ich es so schreiben:
wenn du dem gott diese sachen da sagen willst, dann sage weniger: ich "bemühe mich so und so" oder "ich verspreche dir", sondern: "ich bin offen dafür so und so zu werden", "hilf mir, damit ich schaffe, so und so zu sein", "ich würde gerne so und so. steh mir bei, dass ich es schaffe! sei mir nicht böse, wenn ich es nicht schaffe, ich bin daran, es zu lernen" und blabla so eher.
ich denke, so wird es dann nicht plötzlich kommen, dass du was nicht schaffst, was du gesagt hast, du würdest es tun. dann kommt auch dein schlechtes gewissen nicht. dann kommen auch die entschuldigungen nicht.

blabla. viel geschrieben und wenig sagen gewollt.

ich hoffe, dass jetzt klarer ist, was ich eigentlich sagen will.

viele liebe grüsse von shelley
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Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Hallo Ihr Zwei,
danke für Eure lieben Worte!!
Shelley, ich versteh wie Du es meinst, es kam nicht dekonstruktiv rüber. Du hast recht,versprechen kann man nicht. Aber letztendloch geht es weniger um die Formulierung als um das was ich mir denke und das kommt schon in etwa so hin mit dem was Du sagst. Ich weiß dass auch wieder schlechte Phasen kommen aber ich möchte auch dann jeden MOrgen aufwachen und Gott danken können für das Gute was in meinem Leben ist/war. Und wenn ich es mal nicht schaffe dann ist es auch okay.
Ich fühle mich auch noch etwas komisch, wenn ich Gott darum bitte mich gesund zu machen. Ich hab ja nie so richtig ernsthaft gebetet und an Gott geglaubt in meinem Leben, so dass ich das Gefühl hatte, dass ich es nicht veriden um etwas zu bitten. Aber ich weiß dass ich doch immer unbewusst an Gott geglaubt hab und dass er auch immer da war. Ich habe vor einiger Zeit ganz doll mal zu Gott gebetet, dass er einem Freund von mir helfen solle, dem es schlecht geht. Das war für mich ok, ich hab ja nicht für mich was erbeten.
Was soll ich sagen, dem freund geht es mittlerweile besser....und ich frage mich warum ich nicht auch was für mich erbitten darf?
Aber ich habe schon immer noch ein schlechtes Gewissen, weil da dieses "Ich hab mich nicht lieb und darf gar nichts von Gott verlangen" Gefühl so stark ist. Aber Gott liebt und gibt selbstlos. Und ich bemühe mich ein einigermaßen guter Mensch zu sein so weit ich kann. Ich glaube jeder Mensch hat das Recht Gott um etwas zu bitten...
War da nicht jetzt erst diese Schwester, die zum verstorbenen Papst gebetet hat, er möge Sie von Parkinson heilen? Das Wunder ist geschehen.
Ich versuche dieses böse, selbstvernichtende Gefühl in mir abzuschalten, denn das ist ja auch eine Sünde gegen Gott, wenn man sich selbst nicht liebt und sich selbst nichts GUtes wünscht.
Liebe Grüße an Euch Carrie

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blockflöte ist offline
Beiträge: 547
Seit: 09.09.06
hallo carrie,

ich las deine gedanken sehr aufmerksam. du hast gebetserhörung bereits erlebt, und wirst erfahren, je mehr du auf IHN horchst, wirst du IHn zu dir sprechen hören, gott spricht wirklich (lavater) denn das gebet ist ja auch ein hinhören,
wir sind allzu kopflastig geworden - beim lesen fiel mir der aussspruch des kl. prinzen ein >man sieht nur mit dem herzen gut> und so "hören" wir auch nur mit dem herzen gott.

dass du das erleben mögest, wünsche ich dir von herzen.


lg monika
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die wichtigste stunde ist immer die gegenwart, der bedeutendste mensch immer der, der dir gerade gegenüber steht.
aus dänemark

Aufarbeitung psychischer Probleme

Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Dankeschön, Monika,
ich hoffe auch dass ich so aufmerksam und offen bleibe wie im MOment, aber ich weiß auch dass mein kleiner unruhiger Geist bald wieder abdriften wird. Aber ich bemühe mich ihn ein wenig zu lenken, indem ich mir sogar ins Notizbuch schreibe "Gebet".
Liebe Grüße Carrie

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blockflöte ist offline
Beiträge: 547
Seit: 09.09.06
hallo carrie,

wir durchschreiten alle im laufe unseres lebens höhen und tiefen, zeiten intensiveren erlebens mti gott in denen wir reifen.

bonhoeffer sagte " das gebet in der früh entscehidet über den tag", und ich kann nur aus meiner erfahrung sagen, dass eine meditat. zäsur am morgen, zu der man sich zuerst einmal zwingen muss, die dann aber gewohnheit wird, eine kraftquelle wird, die zu neuer sichtweise verhilft.

möge dir das gelingen.

lg monika
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aus dänemark

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Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Es ist schon komisch...auf die guten Tage kommen immer die tiefsten Tief. Bin gerade wieder in einer abgrundlosen Depri-Phase mit ich nenne es immer meinen leichten Anflug von wahnsinn oder Schizophrenie. Wenn ich an solchen Tagen Tests auf Borderline oder sonstige Störungenn ausfülle, krieg ich immer hohe Punktzahlen...
Ich weiß nicht wieso. Vielleicht ist es hormonell weil ich jetzt den Nuvaring abgesetzt hab, vielleicht ist es ZUfall, was weiß ich. Ich weiß nur, da muss ich durch und mittlerweile wehre ich mich auch nicht mehr gegen solche Phasen, ich lasse sie zu, gebe den anderen Seiten meiner Persönlichkeit Namen...meine vier Schwestern.
Na ja, heute weiß ich was mich gerad besonders runterzieht. Das Gefühl niemandem wichtig zu sein. Ich hab gestern meine Mutter zu Ostern angerufen (sie selbst ruft ja so gut wie nie an), haben nur kurz geredet, weil sie gerad Essen gemacht hat. Dann hat sie gesdagt, sie ruft nachher oder morgen nochmal zurück. Ja ja...
Und dann der Freund...ich weiß nicht...wir kennen uns ewig, waren lange nur Freunde, dann auch mal ein bißchen mehr, aber er hat psychische Probs, ich hab so meine Probs, und jetzt hab ich gerad ein Foto im Internet gesehen, wo er mit seiner angeblichen Ex drauf ist, und das war, nachdem aus uns ein bißchen mehr geworden ist. Allerdings kann ich ihm keinen Vorwurf machen, ich war ja diejenige die gesagt hat, sie will keine Beziehung. Aber das Foto stammt genau aus der Zeit wo er zu mir immer gesagt hat, es geht ihm so schlecht, er kann sich nicht treffen. Ja ja...
Dann hat mein Vater heute gemailt..frohe Ostern und endlich Antworten auf meine mails die ich vor Wochen abgeschickt hab. Hab ihm ein bißchen gesagt dass es mich sehr runterzieht wegen den Zukunfstaussichten und Berufssuche und so... Vielleicht seh nich gerad alles eingeschränkt mit meiner Depri-Stimmung, aber ich fand seine Antwort nicht aufbauend. Ich hab sowieso das Gefühl es interessiert keinen wie es mir geht.
Ich sage am Telefon zu meinen Großeltern dass ich mir so Sorgen mache wegen der ZUkunft, aber es kommt nichts zurück... Okay, am Telefon ist das immer schlecht, aber es kommen auch sonst wenig Fragen. Okay, ich erzähle auch nicht so wahnsinnig viel immer (meistens weil ich gesehen hab wie die Reaktionen sind, z. B. auf meine Amalgam-Ausleitung)... ach ich weiß auch nicht.
Wahrscheinlich seh ich wieder alles zu schwarz. Wahrscheinlich würde ich es auch nicht merken, wenn es ihnen so schlecht geht und wenn doch, dann wüsste ich wohl auch nicht was man da machenn kann. Letztendlich muss ich da sowieso alleine durch.
Aber ich sehe die Leute um mich herum, die einen freundeskreis haben, Hobbies, Party machen und ich habe nichts. Dasa ist keine Übertreibung, ich habe weder Talente, noch Hobbies, noch richtig enge Freunde, noch irgendeine berufliche Zukunft.
Zum Beispiel der Freund... der hat im Moment zwar schwere Depressionen und muss auch Pillen nehmen und ich glaube ihm auch dass es ihm nicht gut geht. Aber er hat Talente, er spielt in ner wirklich guten Band, er kann zeichnen und entwerfen, er hat einen Freundeskreis, Jobs, ein Leben.
Bei mir herrscht Leere. Mein Leben ist so leer, dass ich wirklich in meiner Wohnung sterben könnte und man würde es erst nach zwei Wochen am Geruch merken. Es würde einfach niemandem auffallen.

Ich weiß dass ich auch an vielem selbst Schuld bin. Ich halte mich von menschen fern, treffe mich nur selten mit Freunden. Man merkt mir an, dass ich Menschen nicht sonderlich mag. Ich fühle mich manchmal wie der Prof aus A beautiful mind... Meine Tage bestehen aus Magisterarbeit, im Internet surfen, einkaufen, Spaziergänge. Und träumen. Dass es irgendwann mal besser wird und ich eines Tages sage, das Studium war die schlimmste Zeit meines Lebens.

Das klingt jetzt alles sehr unten und ich weiß dass es sich auch wieder bessern wird. Ich wollte es nur mal rauslassen.
Ich fühle mich so im Stich gelassen. Vor allem von meiner Familie. Da fragt keiner nach wie es denn vorangeht mit der Ausleitung. Weil sie es für Quatsch halten.
Ich hör jetzt besser auf, das wird zu schwarz jetzt, ich weiß auch dass ich sicher auch übertreibe was einiges angeht.

Und auch meine Mutter gestern noch. Da fing sie am Telefon wieder an zu erzählen dass es ihr wieder schlecht geht, sie muss um Arzt, sie hat ständig so nen schweiß auf der Haut und ihre Neur ist wieder schlimmer geworden ... und ich hab sie gefragt ob sie denn schon mal in das Amalgam-Buch geschaut hat, das ich ihr geschickt hab... Nö, nur so ein bißchen... Das kotzt mich auch massivst an. Ich sage ihr, ihre Probleme kommen von ihren Amalgamfüllungen und sie ignoriert es. Und wundert sich woher die ganzen Beschwerden kommen. Jetzt zittern ihr auch ab und zu die Hände...es ist so ein eindeutiger Fall... und ich hab wenig Lust irgendwann eine Mutter mit Alzheimer zu haben...
Und dann waren auch wieder alle sauer weil ich Ostern nicht nach Hause gefahren bin. Ich hab ihnen gesagt, dass ich mit 7 Euro auf dem KOnto nicht mehr weit komme... Oh, wo geht denn das ganze Geld immer hin? --- Ja wohin wohl? Ich kaufe jetzt halt mehr Gemüse und Obst, was teurer ist als ne Packung Nudeln, und ich kaufe Chlorella und all das zeug...
ach menno ich bin hier am rumjammern und rummotzen und weiß dass ich es nicht so meine. Ich hoffe diese Phase dauert nicht allzu lange. Obwohl es vorher auch nicht gerade sooo supergut war. Seit der Magisterarbeit lebe ich in einem Zustand der konstanten Unzufriedenheit...nein, eigentlich seit 10 Jahren...

Geändert von Carrie (09.04.07 um 18:53 Uhr) Grund: Was vergessen

Aufarbeitung psychischer Probleme

Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo carrie,

Zitat von Carrie Beitrag anzeigen
Aber ich sehe die Leute um mich herum, die einen freundeskreis haben, Hobbies, Party machen und ich habe nichts. Dasa ist keine Übertreibung, ich habe weder Talente, noch Hobbies, noch richtig enge Freunde, noch irgendeine berufliche Zukunft.
ich denke, wenn du das so sagst, muss es ja auch so sein. oder?
also ich meine; ich sage mir das nie und deswegen habe ich auch nie das gefühl, dass es so ist...

Zitat von Carrie Beitrag anzeigen
Ich halte mich von menschen fern, treffe mich nur selten mit Freunden. Man merkt mir an, dass ich Menschen nicht sonderlich mag.
warum machst du das?
ich meine; wenn du keine freunde haben willst, dann ist es ja gut, wenn du das so machst. aber oben schriebst du so, als hättest du schon gerne freunde.
freundschaften muss man pflegen.
aber das weisst du ja...

Zitat von Carrie Beitrag anzeigen
Meine Tage bestehen aus Magisterarbeit, im Internet surfen, einkaufen, Spaziergänge. Und träumen. Dass es irgendwann mal besser wird und ich eines Tages sage, das Studium war die schlimmste Zeit meines Lebens.
warum machst du dir das studium zur schlimmsten zeit des lebens?
macht dir deine magisterarbeit keinen spass? hast du so ein doofes thema gewählt?
gehst du nie mit freunden spazieren? gehst du nicht an schöne orte spazieren? oder warum sind diese spaziergänge so schlimm?
träumst du keine schönen dinge?

viele liebe grüsse von shelley
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IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Aufarbeitung psychischer Probleme

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Hallo Carrie,

ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber warum versuchst du nicht zu analysieren woran es liegt, was deiner Meinung nach die Zukunft so hoffnungslos macht.
Denke doch daran, dass es so vielen Menschen so entsetzlich schlecht geht.
Sie hungern, frieren, kämpfen, sind sehr krank oder sterben.
Wenn mir zum jammern zu mute ist, sag ich mir immer es ist nicht gerecht und richtig zu jammern, ich habe Familie, ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, bin zwar nicht ganz gesund aber was will ich eigentlich mehr.
Irgend etwas ist doch immer im Leben mit dem man nicht zufrieden ist.

Sei nicht traurig, dass deine Mutter noch nicht das Amalgambuch gelesen hat.
Akzeptiere einfach,dass viele Menschen den Zusammenhang nicht verstehen.
Es muss eben erst ein Bewußtseinswandel vorgehen. Heute bin ich auch davon überzeugt, dass viele Beschwerden meiner Mutter vom ehemaligen Amalgam und Gold kommen. Sie versteht es heute aber auch nicht mehr und ich muss es akzeptieren.
Aber aus Fehlern die in der Vergangenheit passiert sind kann man lernen um sie nicht zu wiederholen.

Liebe Grüße
Anne S.

Aufarbeitung psychischer Probleme

Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Hallo,
nee, das mit dem "eigentlich müsste ich glücklich sein, weil ich hab zu essen und ein Dach über den Kopf" sage ich mir nicht mehr. Klingt jetzt vielleicht egoistisch oder dekadent, aber ich habe ein Recht darauf schlechte Laune zu haben und depressiv zu sein. Je mehr ich mich dagegen wehre und mir versuche einzureden es sei doch alles supi, umso schlimmer wird es.
Zudem hängt Glück und ZUfriedenheit nicht vom Materiellen ab. Viele arme Leute in Indien und Afrika sind zufriedener als wir in den Industriestaaten. Einfach WEIL sie wenig haben. Sie haben wenig, können wenig verlieren und haben dafür Liebe, Familie, Kontakte.
Ich weiß, shelley, ich sollte mir nicht sagen dass ich so schlecht bin. Hatte mir Uta ja auch geraten, diese Gedanken zu verscheuchen. Und ich bin mal wieder gescheitert.
Warum ich mich von Menschen fernhalte...weil ich leicht soziophob bzw. autistisch veranlagt bin. Ich habe Probleme mit Menschen. Aber natürlich hätte ich auch gern feste Freunde. Ist natürlich schwer zu vereinbaren. Ich brauche einfach sehr lange bis ich mich einem Menschen öffnen kann, und selbst dann bleibe ich immer misstrauisch (Folge des zerstörten Vertrauen meiner Kindheit?)... Ich kann nur versuchen weiter daran zu arbeiten. Oder als Zyniker allein zu bleiben. Wenn es mir gut geht, kann ich auch sehr gut alleine sein, dann genieße ich es auch.
Das Studium war einfach eine falsche Entscheidung, es hat mir nie Spaß gemacht. Ich war nur zu feige abzubrechen und jetzt hab ich es durchgezogen und erkenne, dass mir das DUrchhalten nichts gebracht hat, im Gegenteil. Die Spaziergänge sind nicht schlimm, sie sind nur langweilig.
Die letzten Wochen habe ich fast jede Nacht vom reisen geträumt. Ich war ständig auf Achse, irgendwohin. Seltsamerweise fast nie allein. Na ja, ich brauch keinen Traumdeuter, um das zu verstehen. Ich hab so ein RIESEN-Fernweh. Davon träume ich die ganze Zeit und ich hoffe ich habe nach dem Studium Mut zu meiner Reise.


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