Gedanken

01.06.09 22:30 #1
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Tobi104 ist offline
Beiträge: 37
Seit: 05.10.08
Seine Gedanken, kann man nicht beeinflussen, auch nicht sein Gewissen. Man, kann nicht sagen, das denke ich jetzt nicht, oder, ich habe kein schlechtes Gewissen. Die Gedanken, kommen in den Kopf, ob man das will oder nicht. Jede Entscheidung im Leben, geht ein Gedanke hervor, ob man das tun soll oder nicht. Bevor man aus dem Haus geht, schaut man nach, ob man den Herd ausgestellt hat, oder ob man den Stecker vom Bügeleisen herausgezogen hat, als Beispiel. Aber, man wird in dem Moment durch einen Gedanken, daran erinnert, das zu tun. Wenn man sich über jemanden ärgert, kommen einem schlimme Schimpfwörter in den Kopf, die oft auch grenzwertig sind. Geht mir mal so.

Kann man für seine Gedanken was. Wie gesagt, mir, kommen oft schlechte, absurde und böse Gedanken in den Kopf, und will das gar nicht denken, und schäme mich dafür, und bin sehr traurig, dass zu denken, auch in total unpassenden Situationen, geliebten Menschen gegenüber, die mir immer stets geholfen haben, wenn was ist. Da kommt dann mein schlechtes Gewissen auch zum Zuge. Liebt man diese Menschen wirklich so sehr, oder macht man sich nur was vor. Wenn man diese Menschen wirklich liebt, wieso dann diese Gedanken. Ist, man ein schlechter Mensch, wenn man böse, schlechte und absurde Gedanken hat, aber gleichzeitig aufpasst, dass diese Gedanken Gedanken bleiben, und nicht in böse Worte bzw. böse Taten ausarten? Wer, ist dafür verantwortlich, dass man oft absurde, schlechte und böse Gedanken hat, und wieso hat man diese Gedanken. Ich denke, entscheidend ist dass Herz. Alleine das Herz passt auf, dass man Mensch bleibt, und Gedanken nicht in böse Worte und Taten ausarten. Ist, man ein schlechter Mensch, wenn man sich an Aktionen beteiligt, anderen, die in Not sind, zu helfen, nur um seine Schuld zu begleichen? Hat man wirklich, damit, etwas gutes getan?

Es gibt natürlich auch gute Gedanken, die einem vor Fehler und vor Unheil beschützen. Was kann man gegen sein schlechtes Gewissen machen. Besteht, ein schlechtes Gewissen, nicht auch, nur aus Gedanken?

Wann, ist man ein schlechter Mensch, wann ein guter? Wann, ist man ein Versager. Gibt es überhaupt Versager?

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pita ist offline
Beiträge: 3.128
Seit: 08.04.07
Hallo Tobi

Da kommt mir doch spontan der Gedanke an diese Geschichte hier .

Liebe Grüsse
pita

Gedanken

Tobi104 ist offline
Themenstarter Beiträge: 37
Seit: 05.10.08
Hallo pita !

Das hört sich sehr interessant sein ,werde mich da mal anmelden. Vielen Dank für den Tipp bzw. den Link zu der Geschichte!

Liebe Grüße
Tobi

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Weiblich KimS
Hallo Tobi,

Seine Gedanken, kann man nicht beeinflussen, auch nicht sein Gewissen
Nah, ich sehe das eher so "Gedanken, kann man... usw" (also ohne das "Seine).

Bildlich ausgedrückt: Gedanken rollen auf einem zu, wie Murmeln, (die bunte Glaskugeln womit Kinder spielen, meine ich, ich weiss nicht ob "Murmeln" das korrekte Wort ist, da ich nicht aus Deutschland bin) in allerlei Sorten und Farben. Das man sie wahrnimmt, macht sie noch nicht zu den eigenen...

In dem Sinne hat man also sehr wohl die Kontrolle über seine Gedanken, welche mag man, und macht man sich "eigen" (sich evt. später äussernd in/als Worte und Tate), welche interessieren einen nicht, findet man nicht passend, für sich oder in Bezug auf ..., oder ekeln einen sogar an... die macht man sich dann nicht den eigenen, lässt man an sich vorbei rollen...

So sehe ich das allerdings, und ich glaube sehr fest daran dass man ganz wohl die kontrolle über seine Gedanken haben kann, es braucht dazu aber auch einen bewussten Umgang, und Übung (da bringt das Leben an sich ja immer genügend Übungsmaterial). Ich finde die Geschichte im Link von Pita passt ja ganz gut dazu, da wird das "sich eigen machen", bezeichnet als das "Futtern". Tolle Kurzgeschichte.

Dass man also ein "schlechter" Gedanke "hat", im Grunde eigentlich nur erstmal wahrnimmt, bedeutet an Sich also wenig, meiner Meinung nach.

Ich finde es sinnvoll dass man sich darüber mal Gedanken macht - Denn ich denke dies öffnet der weg zum sich bewusst sein/werden vom Prinzip des "Annehmens" oder "Futterns", welches wieder bestimmt wie man sein "Selbst" entwickelt.

Herzliche Grüsse,
Kim

PS: Das "Gewissen" habe ich jetzt ganz vergessen zu erwähnen, ich denke der Schlüssel liegt im Wort selbst: GeWissen - Ich denke unser "Selbst" hat natürlicherweise/normalerweise ein sehr tiefes Wissen, über dem was "Gut/Passend" ist, und was nicht, für Sich und genauso in Bezug auf seinem Handeln in Beziehung zu Andere (Lebewesen). Man kann es, das Wissen, vergessen (unter allerlei Einflüsse und Erfahrungen),oder auch ignorieren, aber hier denke ich: Es ist - und es ist nicht manipulierbar im Grunde. In dem Sinne hast Du, m.E. recht.

Ich finde es nur nicht sinnvoll aus einem "Schuldgefühl" zu handeln, denn ich betracht die Schuld(zuweisung) als etwas negatives, ich betrachte es eher so, dass es gut is, freiwillig aus dem Wissen was Passend ist heraus zu handeln, bzw, im Einklang mit seinem GeWissen zu handeln.

Gedanken

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Tobi,

Gedanken kann man beeinflussen, es braucht nur ein wenig Übung.

Es gibt da einige Techniken. Vielleicht wäre dieses Büchlein etwas für Dich?


Bücher von Amazon
ISBN: 3878681666


Kurzbeschreibung
"Das lasse ich mir doch nicht einreden!" Von anderen wollen wir uns nichts einreden lassen. Aber vielfach reden wir uns selbst in Lustlosigkeit, depressive Stimmungen und Ängste hinein. Anselm Grün macht das uralte Wissen der Wüstenväter zugänglich: So, wie wir uns mit negativen Einreden selbst im Weg stehen, können wir mit positiven Einreden zu einer optimistischen Lebenshaltung kommen.
Grüsse von Juliette

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Maus7 ist offline
Beiträge: 318
Seit: 24.04.09
Wie ist es mit der Idee, dass man vielleicht den Gedanken des anderen spürt? Man denkt vielleicht, oh, ist der blöde. Aber es ist der Gedanke des anderen, den man spürt?

Gedanken

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Maus, das ist etwas, wovon ich denke das das ganz normal ist.

Ich habe vor kurzem mit einer Kommunikationstrainerin gesprochen, die mir das auch so bestätigt hat.

Man spürt den Gedanken des anderen, über die Körpersprache und durch das was er ausstrahlt.

Das kann jeder Mensch, manche bewusst, manche unbewusst.

Grüsse von Juliette

Gedanken

Tobi104 ist offline
Themenstarter Beiträge: 37
Seit: 05.10.08
Ich denke, den spontanen Gedanken, kann man nicht beeinflussen. Man kann nicht vorher sagen, das denke ich jetzt nicht. Aber, man kann den spontanen Gedanken, direkt danach, korregieren, durch einen neuen Gedanken. Dazu ein Beispiel aus der Praxis, wie es mir vor paar Tagen passiert ist. Ich bin im Internet, über die Frage gestolpert, wer ist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Der erste direkte Gedanke, war eine Kollegin. Dann kam der nächste Gedanke, der aussagte, schämste Du Dich nicht für Deinen ersten Gedanken und in mir Schuldgefühle weckte und mich mit Vorwürfen quälte, daß der wichtigste Mensch im Leben doch die Eltern sein sollten und man niemanden davor stellen sollte. Mein zweiter Gedanke hat Recht, denn meine Eltern sind spitze, die besten, immer für mich da und ich hatte auch eine schöne Kindheit. Wie Ihr seht, kommt jetzt dann das schlechte Gewissen für den ersten Gedanken ins Spiel und ich rechtfertige mich jetzt, für meinen ersten Gedanken, um kein schlechter Mensch zu sein.

Den Gedanken des anderen spüren, denke ich auch, kan man ohne Zweifel bejahen. Man spürt ja auch sofort, bei einem Gespräch, man ist sich sympathisch oder nicht, ohne das dem anderen so mitzuteilen.

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Maus7 ist offline
Beiträge: 318
Seit: 24.04.09
Was ist, wenn man nicht so eine glückliche Kindheit hatte? Meine Eltern habe zwar auch getan, was sie konnten, aber das war nicht so viel.
Und andere wurden sogar geschlagen!

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Tobi104 ist offline
Themenstarter Beiträge: 37
Seit: 05.10.08
Gibt natürlich auch Momente, wo ich mich auch über meine Eltern ärgere. Aber, das ist ja umgekehrt genauso und denke ich, normal. Die Liebe und der Zusammenhalt sind auf jeden Fall auf beiden Seiten da :-).

Ich habe im Beruf sehr oft direkten Kundenkontakt und muss mir auch öfters mal blöde Sprüche anhören. Ich merke aber sofort, ohne daß der Kunde schon was gesagt hat, jetzt kommt wieder ein blöder Spruch oder auch umgekehrt, dieser Kunde ist nett und OK. Man spürt den Gedanken des anderen schon, man kann Gedanken lesen ;-).

Jeder verarbeitet ja auch irgendwie sein erlebtes, Erfahrungen, Frust, Trauer, Wut, Freude anders. Ich z.B. bin jetzt kein Typ, der aus Freude jemanden um den Hals fallen kann, sondern freue mich lieber innerlich, auch tue ich mich schwer, bei Trauer zu weinen. Ich habe dann ein schlechtes Gewissen, diesen Menschen dann doch nicht so geliebt zu haben, weil ich ja sonst weinen würde.

Man hat das Gefühl, sich immer vor seinem schlechten Gewissen rechtfertigen zu müssen.

Viele Menschen sind schadenfroh, wenn anderen was schlechtes widerfährt bzw. ein Schicksal oder Unglück passiert oder einfach Pech haben. Aber ist schadenfreude nicht eigentlich auch was spontanes? Einer ist schneller bzw. mehr schadenfroh, als andere. Aber sind die trotzdem schlechtere Menschen?


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