Was für eine Ironie!

17.04.09 15:14 #1
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Was für eine Ironie!

Batterie ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 17.04.09
ja, ich kenne mitleiden und mitfühlen, was möchtest du damit sagen?

Was für eine Ironie!

Batterie ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 17.04.09
ich hab mich hier ein bisschen im forum durchgelesen, weil so viele meinten, ich könnte adhs (oder wie man das auch immer schreibt) haben...und da hab ich mich mal ein wenig durchgelesen, auch auf andern seiten im internet. Und da bin ich auch eine vermutung gekommen, das ich irgendwie das asperger-syndrom haben könnte.

Die meisten sachen stimmen sogar überein. Ich konnte schon mit 2 jahren meine muttersprache einwandfrei sprechen, und musste mit 4 jahren eine neue sprache hinzulernen, und schließlich in der schule noch englisch. Alle drei sprachen beherrsche ich heute so gut wie perfekt.
Soziale kontakte sind auch nicht unbedingt meine stärke. Ich bin nie auf leute zugegangen, und ich kann die leute nicht einschätzen.
Ich bin perfektionistisch...und habe panik, wenn sich mein tagesablauf iregendwie ändert. Deshalb hab ich auch ständig angst, bevor ich zur arbeit fahre, was mich erwarten könnte, und was ich heute wieder "durchstehen" muss.

Dazu kommt noch eine schwerwiegend fehlerhafte erziehung meiner eltern. Ich kann und darf ihnen natürlich nicht die schuld geben, das ich heute ein wrack bin, aber so ist es nun mal leider verlaufen.

Auch habe ich als kind schon sehr früh eine art selbststimulierendes verhalten gehabt, ich hab schon in sehr frühem alter schlafprobleme gehabt, und probleme, die zeit in meinem tag einzuteilen. Ich hab schon sehr früh angefangen...naja, ihr wisst schon *selbstbefriedigung* gott ist mir das peinlich...aber alles trifft auf das asperger zu.

und was mach ich jetzt? ein neuer grund über etwas zu grübeln. Jetzt bin ich etwas durch einander..und frage mich immer mehr, ob ich wenn ich es geschafft habe, aus meinem elternhaus auszuziehen, einen psychologen aufzusuchen, und mich von ihm dann "durchchecken" zu lassen...ob ich überhaupt asperger hab, oder wie intelligent genau ich bin und das alles, alles was mich verunsichert, und was eigentlich irgendwie "verborgen" liegt...

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.688
Seit: 10.01.04
Eine korrekte Diagnose ist wichtig, um die betroffenen Menschen richtig zu verstehen und gezielte Hilfe leisten zu können.

Auffällige Verhaltensweisen können häufig verschiedenen Störungen zugeordnet werden. Manche Symptome zeigen Ähnlichkeiten. Daher gibt es eine medizinische Notwendigkeit der Diagnose, nämlich um damit Anderes ausschließen zu können, z. B. Stoffwechselstörungen, Allergien oder andere Krankheiten, die ein Verhalten ähnlich autistischem Verhalten hervorrufen können.

Sonst könnte es passieren, dass ein Kind die falschen "Hilfen" bekommt, die es gar nicht benötigt, oder die ihm nicht helfen, aber die Hilfen, die es wirklich bräuchte und haben könnte, die bekommt es nicht.

Und nur ein absoluter Facharzt kann eben diese anderen Möglichkeiten ausschließen.

Ansprechpartner sind u.a. Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Autismus-Therapiezentren des Verbandes "Hilfe für das autistische Kind"

Mit der Diagnose Autismus oder Asperger-Syndrom steht dem betroffenen Menschen ein Behinderten-Ausweis zu.
Früh-Erkennung und Diagnose

Das finde ich wichtig: daß die Diagnose so, wie hier beschrieben, so eindeutig wie möglich ist und andere Diagnose ausgeschlossen werden.

Am besten wendest Du Dich an eine der angegebenen Adressen.

Grüsse,
Uta

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Johanna ist offline
Beiträge: 885
Seit: 09.08.06
Zitat von Batterie Beitrag anzeigen
ich tue den ganzen verdammten tag nichts, ausser mir irgendwelche gedanken zu machen, wie es wäre wenn..ich z. b. schlank wäre, und mit besagter person zusammen wäre, oder wenn ich z. b. einen job hätte den ich liebe..oder z. b. irgendein fantasyheld den alle lieben..oder sonst irgendwelche dummen gedanken..
Träume sind gut, denn sie geben Energie und halten am Leben.
Ich bin auch grad verliebt und denke viel an ihn und wie es wäre mit ihm etc... Das ist auch gut so. Nur kommt man davon auch nicht weiter. Neben dem Träumen ist es auch gut sich ab und zu Gedanken zu machen, wie man denn diese Träume erreichen kann.

Was das Abnehmen betrifft gibt es ja viele Möglichkeiten. Du könntest zum Beispiel beginnen dich mehr zu bewegen, spazieren gehen. Falls du sehr viel und ungesund isst könntest du auch einfach weniger essen und vor allem viel Gemüse und Früchte essen. Die haben viele Vitamine drin und recht wenig Energie. Aber das weisst du bestimmt schon alles...

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Batterie ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 17.04.09
danke für die vielen tipps.

das mit der abnahme ist alles andere als leicht. Wenn man mal locker 5 oder 6 kilo abnehmen will, is das kein problem. Handelt es sich aber um 'innerhalb einer langen langen zeitspanne' gute 55 kg, dann is das kein scherz mehr. Ich glaube sogar seit heute zu wissen, warum ich mich so fett gefressen habe. Immerwieder sage ich mir selber: ..."so, das hast du jetzt davon, keiner will dich weil du so fett und hässlich bist..." . Ich strafe und peinige mich selber dafür, wie ich bin. Ich bin anders, als der "normale" typ, und das konnte ich lange zeit nicht akzeptieren.
Mir ist nur heute klar geworden, das meine eltern versucht haben, aus mir ein normales mädchen zu machen. Ich habe allerdings nie dazu gelegenheit, normal zu sein, da ich mittlerweile sehr überzeugt davon bin, asperger zu haben.
Und dank vieler internetangebote, bin ich auch davon überzeugt, das ich mich dem stellen muss, und ich finde es sogar gut, nicht "normal" zu sein. Langsam fange ich sogar an, es zu genießen, und ich fühle mich irgendwie leichter.

Wahrscheinlich habe ich keine freunde, weil sie mich nicht mögen, so wie ich bin, oder angst haben das sie in gesellschaft durch meine anwesenheit nicht mehr gemocht werden. Ich hatte bislang kein selbstvertrauen, keine selbstliebe oder irgendwas was mir selbst Halt gegeben hat. Oder irgendetwas was mir einfach sagt stopp! das kannst du mit dir nicht mehr vereinbaren!

doch jetzt, als ich durch eure hilfe, weil ihr ja so oft wegen ads oder adhs geschrieben habt, herausgefunden habe, das ich mehr oder weniger etwas besonderes bin, da ich "anders" bin, fühle ich mich total gut. Ich fühle mich sehr viel "Ich"-bezogener. Ich glaube sogar, das ich jetzt langsam anfange, selbstvertrauen zu entwickeln, nur und alleine nur aus dem glauben und der vermutung heraus, zu wissen zu wem ich mich einordnen kann.
ich fühle mich nicht mehr so "in der luft hängend".

Ich kann sogar sagen, ich hätte heute den anfang für mein leben gefunden!

meinen ersten, so richtig bewussten lebenstag. Es fühlt sich einfach herrlich an. Ich möchte einfach morgen zur "arbeit" gehen, es durchstehen, nach hause kommen und mich einem freizeitprogramm widmen. Ich versuche dann einfach die täglichen herabwürdigungen meiner familie, weil ich anders bin, zu überhören und nicht zu beachten, und widme mich einfach mal mir selbst.

ich werd dann schon sehen, was passiert. Vielleicht bekomme ich ja von selbst den allerwertesten hoch.

was solls...auch wenn ich schon 20 bin, und sich kein schwein mehr für irgendeine asperger, autismus oder sonst eine diagnose mehr an mir interessiert, ist es für mich einfach gut zu wissen, was ich mit mir selber anfangen kann.

ich glaube sogar, ein erstes "ziel" in "meinem" leben zu haben. Ich möchte erst einmal die restliche zeit meines 10-wöchigen praktikums beenden (noch 9 wochen)
und dann möchte ich ausziehen. Einfach um mich selbst entfalten zu können. Ich glaube langsam, das meine familie eigentlich nichts dafür kann, das sie so mit mir umgehen. Und ich finde auch nicht mehr, das es etwas bringt, wenn ich ihnen auftische, welche diagnosen ich mir selbst gestellt habe, und wie ich bin und sonst etwas. Ich muss einfach abstand zwischen mir und meiner familie herstellen, damit ich mich selbst finden kann. Und ich muss aufhören mich zu fragen, was dann aus meinem vater und meinem kleinen bruder wird, wenn ich nicht mehr da bin...eben aus gründen, weil ich mich um meinen vater wie eine ehefrau kümmern muss..z.b. frühstück machen zu krassen uhrzeiten, weil er am bau zur arbeit geht..morgen früh z. b. schon um 4.30 uhr...oder gleich wenn ich von der arbeit komme, muss ich abendessen machen, seine klamotten büglen, ihm zu trinken herrichten, seine müden knochen von der arbeit massieren (also rücken und beine, weil er sich behandlungen nicht leisten kann, schulden etc., die daraus rühren, das meine mutter psychisch krank ist und aus hass und verachtung meines vaters und seiner famile gegenüber nichts tun und nichts zahlen wollte und will, und mein vater finanziell alles alleine tragen musste für uns insgesamt vier kinder, mittlerweile drei erwachsene, und ein kleines kind von 13 jahren)

ausserdem muss ich die meiste zeit mit meinem kleinen bruder (13 jahre) zum arzt gehen, weil meine mutter nicht will, und essen muss ich ihm auch machen... usw.
generell hat meine mutter uns alle vernachlässigt, sie war mehr mit streiten und hass beschäftigt. natürlich hat mich das in meiner entwicklung sehr mitgenommen, und meine angst vor beziehungen rührt aus der geschichte hin.

meine zwei brüder, die mittlerweile beide 19 sind (zwillinge) haben mich in ihrer kindheit immer schikaniert, sie waren hyperaktiv, und mussten tabletten schlucken. Damals hab ich ihre hyperaktivität voll abbekommen, das hat mich psychisch sehr belastet, ich war auch sehr jung und unerfahren. meine eltern hatten das nur belächelt, es interessierte sie sogar überhaupt nicht, weil sie so sehr mit sich selbst (streit, arbeit, ständige scheidungsversuche) beschäftig waren, anstatt mit dem richtigen leben und uns kinder, als familie...

ich habe emotional eigentlich keine beziehung zu meinen eltern oder zu meinen brüdern. Zur zeit will ich einfach nur von ihnen weg. Irgendwo, wo ich "ich" sein kann, ohne das mich jemand schlecht machen will. Auch durch die ganze schlechtmachung meiner elter...nicht nur mein vater, der mir ständig einredet, ich wäre nichts, und würde es zu nichts bringen, da ich dumm und faul, unorganisiert und tollpatischig wäre...sondern auch meine mutter, z.b. weil sie nie mutter zu mir war, und mich in meiner vergangenheit, ich war sehr künsterlisch früher, immer runtergemacht hat: ..."mit kunst kann man kein geld verdienen, also hör sofort damit auf, du bist dumm...". sie hat mich damit angeekelt, und ich hab die kunst aufgegeben.

in letzter zeit, wenn ich so an mich und meine vergangenheit denke, fällt mir auch, wie sehr andere menschen einem das leben verpfuschen können. Vielleicht nicht einmal mit der absicht dazu, sondern aus unwissenheit und mangelnder interesse.
Das tut mir weh. Nun versuche ich stärker zu werden, und daraus zu lernen, es selber nicht nach zu machen. Es besser zu machen, als alle anderen.

ich gehe jetzt schlafen, aber endlich gehe ich mit etwas klareren gedanken ins bett. Es tut total gut, sich hier aus zu schreiben, und meine vergangenheit und alles kann ich somit sehr gut verarbeiten.

ich möchte euch danken, das ihr mir interesse bekundet, und versucht euch meiner probleme an zu nehmen, dadurch fühle ich mich in der gesellschaft etwas angenommener, als ich es vor meinem forumsbesuch war.

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Männlich Sternenstaub
Zitat von undjetzt Beitrag anzeigen
kennst du mitleiden und mitfühlen
Hallo UNDJETZT,
schön, dass Du dies kennst!

lg. Sternenstaub

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.688
Seit: 10.01.04
Hallo Batterie,

das klingt sehr, sehr gut, und ich drücke sicher mit vielen anderen Usern die Daumen, daß Deine Erkenntnisse und Vorsätze sich Schritt für Schritt realisieren! www.schildersmilies.de/schilder/dadr.gi

Am besten kopierst Du Dir Dein letztes Posting und trägst es für Tage mit nicht so viel Schwung mit Dir herum, um es dann anzuschauen und wieder neuen Schwung zu holen

Meinst Du nicht, Du solltest Dir wegen Deines kleinen Bruders Hilfe beim Jugendamt holen? Oder bei einer anderen Anlaufstelle?
Leon hat da ja schon Tipps gegeben.
Grüsse,
Uta

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Batterie,

das klingt wirklich toll!

Utas Vorschlag
Am besten kopierst Du Dir Dein letztes Posting und trägst es für Tage mit nicht so viel Schwung mit Dir herum, um es dann anzuschauen und wieder neuen Schwung zu holen
finde ich super, den würde ich beherzigen, wäre ich an deiner Stelle.
Denn es wrid Tage geben, da kannst du eine kleine Erinnerung gut gebrauchen.

Du hast richtig viele Ziele, und die sind keine Träumereien, sondern total gut realisierbar.
Schritt für Schritt. Plane kleine Schritte um möglichst wenig Enttäuschungen zu erleben. Wenn ich mir zu hohe Ziele stecke scheitere ich regelmäßig an der Umsetzung und gebe auf halber STrecke auf. Darum baue ich mir in meine Strecke zum Ziel viele kleine Etappenziele ein, die ich sicher erreichen kann. Das stärkt mich, ich freue mich diese Etappen zu meistern, ruhe mich ein klein wenig aus, und weiter gehts, zur nächsten, erreichbaren Zwischenetappe. Bei mir klappt das ganz gut.

Eine Liste mit deinen Etappenzielen wäre vielleicht ganz hilfreich (sofern du auf Listen und Häkchen zum abhaken stehst ).
Punkt für Punkt zum Nachlesen und Abhaken ist es immer für dich sichtbar und so eventuell eine stetige Motivation für dich wenn du es täglich anschaust.

Ich drück dir ganz fest die Daumen und ich fände es super wenn du hier ab und zu berichtest.

liebe Grüße von hexe

Was für eine Ironie!

undjetzt ist offline
Gesperrt
Beiträge: 88
Seit: 19.05.09
sternenstaub ??verstehe ich nicht

Was für eine Ironie!

undjetzt ist offline
Gesperrt
Beiträge: 88
Seit: 19.05.09
was ich damit ansprechen wollte ist das du mehr im aussen bist also leidest ,somit nur wenig dein wahres selbst leben tust ,also mit übungen und sich fragen wer und warum bin ich geht es sicher vor-an


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