Soziale Phobie?

13.11.15 15:22 #1
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AW: Soziale Phobie?

Magg ist offline
Beiträge: 1.783
Seit: 26.06.10
Ein Psychiater wäre sicherlich wichtig, es gibt Wirkstoffe wie das SSRI Escitalopram, das auch bei sozialen Störungen erprobt ist. Dann ist ein Ausscheiden aus dem Beruf vermutlich auch nicht mehr nötig.

AW: Soziale Phobie?

Brocken ist offline
Beiträge: 61
Seit: 24.08.15
Hallo Kayen,

folgendes Zitat verstehe ich nicht.

"Falls soetwas überhaupt in Frage käme, wäre ich vorsichtig, überhaupt einen Psychiater/Psychologen aufzusuchen, denn ab dem Zeitpunkt stellt er eine F-Diagnose (Psychische Diagnose) und dann sind die Umschulungsmöglichkeiten wiederum mehr als eingeschränkt, falls diese dann über eine Arbeitsagentur laufen sollte."

Warum sollte erstens die Agentur für Arbeit von einem psychischen Problem erfahren und zweitens warum sollte gerade wegen psychischer Probleme eine Umschulung gemacht werden, die wieder in einer Anstellung bei einem Arbeitgeber endet?

Als eine bessere Lösung für dauerhafte Erwerbstätigkeit sehe ich hier eine berufliche Tätigkeit, die selbstständig ausgeübt wird.

Bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente ist auch zu beachten, dass lebenslänglich bis zum Tod, dieses Geld bezogen wird und nichts dazuverdient werden kann, weil es der Gesetzgeber untersagt. Das bedeutet auch einen niedrigeren Lebenststandard und eine Beschränkung des weiteren Lebens in Sachen Lebensqualität.

Ich wünsche Alles Gute!
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Viele Grüße Brocken

Soziale Phobie?
WerniMD
Zitat von Brocken Beitrag anzeigen
Bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente ist auch zu beachten, dass lebenslänglich bis zum Tod, dieses Geld bezogen wird und nichts dazuverdient werden kann, weil es der Gesetzgeber untersagt. Das bedeutet auch einen niedrigeren Lebenststandard und eine Beschränkung des weiteren Lebens in Sachen Lebensqualität.
Erwerbsminderungsrente wird erst mal nur für 2 Jahre gezahlt. Dann wird erneut geschaut, ob die Bedingungen noch passen. Weiterhin darf man eine Nebentätigkeit annehmen. Diese wird jedoch auf die Rente angerechnet. In Summe ist eine Rente sicher weniger als das Entgelt bei einem Job. Dazu ist man heutzutage halt gezwungen, sich zusätzlich abzusichern.

Soziale Phobie?
Clematis
Zitat von Brocken Beitrag anzeigen
"denn ab dem Zeitpunkt stellt er eine F-Diagnose (Psychische Diagnose) und dann sind die Umschulungsmöglichkeiten wiederum mehr als eingeschränkt, falls diese dann über eine Arbeitsagentur laufen sollte."
Warum sollte erstens die Agentur für Arbeit von einem psychischen Problem erfahren... ?
Hallo Brocken,

besonders bei Langzeitarbeitslosen bekommt die Arbeitsagentur auch Einblick in Krankenakten, die für eine Berufswahl zur Umschulung wichtig sein können. Ja, sie veranlaßt sogar selbst solche Gutachten und fordert bereits vorhandene an. Der Arbeitslose wird quasi dazu gezwungen, sein Einverständnis zu geben, ansonsten versagt man ihm einfach eine Umschulung.

Ein Beruf, der in die Selbständigkeit führt, wird von der Arbeitsagentur normalerweise nicht gefördert, selbst Berufsgenossenschaften stellen sich da oft quer. Ob ein selbständiger Beruf dann finanziell ausreicht, um davon leben zu können ist sehr fraglich. Außerdem müssen Selbständige dann Kranken-, Rentenversicherung usw. zu hohen Privattarifen selbst bezahlen, eine hohe Hürde, denn das schafft zumindest in den ersten 2-3 Jahren kaum jemand. So lange braucht es für gewöhnlich, bis der Beruf genug einbringt. Viele müssen aus finanziellen Gründen aber schon im 1. oder 2. Jahr aufgeben.

Gruß,
Clematis

Soziale Phobie?

Kayen ist offline
Beiträge: 5.066
Seit: 14.03.07
Hi Brocken,

Clematis konnte Dir bereits vieles beantworten.
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Geändert von Kayen (20.12.15 um 09:18 Uhr) Grund: Beispiel aufgrund fremder Daten gelöscht

AW: Soziale Phobie?

Brocken ist offline
Beiträge: 61
Seit: 24.08.15
Hallo,
danke für die Antwort.
Eine Agentur für Arbeit benötigt immer die Zustimmung ihres Kunden, um in dessen Krankenakte einzusehen. Hier gilt die ärztliche Schweigepflicht.
Mir hat man damals die Vermittlung in eine Tätigkeit versagt, weil man mich aus persönlichen Gründen meiner Arbeitsvermittlerin für nicht arbeitsfährig hielt, was falsch war, denn ich stand im Berufleben und habe durchgehend gearbeitet. Die Arbeitsvermittlerin hat mich beschuldigt, ich sei wegen einer Schwerbehinderung nicht arbeitsfährig.

Damals habe ich noch geglaubt, ich müsse zum Amt, wenn ich mal arbeitslos werde.

Genau das sehe ich aber als falschen Weg, denn man begibt sich in Abhängigkeit von Fremden, die einem sonstwas einfach unterstellen können.

Es ist leider so, dass die meisten Leute glauben sie müssten ja zur Agentur für Arbeit gehen, weil sie sonst kein Geld hätten, um zu leben.

Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
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Viele Grüße Brocken

Soziale Phobie?

Kayen ist offline
Beiträge: 5.066
Seit: 14.03.07
Bezüglich der Abhängigkeit stimme ich Dir absolut zu, wenn es denn möglich ist; aber auch da gibt es noch ein paar individuelle Ausnahmen, die ich hier aufgrund fremder Daten nicht weiter erörtere.

Auf jeden Fall fühlt man sich sicherlich freier, "sein Ding" allein durchzuziehen.

Grüsse von Kayen
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Clematis
Zitat von Brocken Beitrag anzeigen
Es ist leider so, dass die meisten Leute glauben sie müssten ja zur Agentur für Arbeit gehen, weil sie sonst kein Geld hätten, um zu leben.
Hallo Brocken,

wenn jemand arbeitslos wird und bis zum letzten Arbeitstag keine neue Stelle gefunden hat - was heutzutage fast die Regel ist, wovon soll er/sie denn dann leben, wenn er/sie sich nicht bei der Arbeitsagentur anmeldet?

Gruß,
Clematis

Soziale Phobie?

Kayen ist offline
Beiträge: 5.066
Seit: 14.03.07
Man könnte schon, wenn man Geld zurücklegen konnte und mit Aushilfsjobs eine Zeit Arbeitslosigkeit überbrücken.
Bei einer Umschulung, die ja gesichert mindestens 2 Jahre dauert, könnte es schon schwieriger werden. Da kommen mit Miete, Krankenkasse, Umschulungsgebühren, Geld zum Leben schon sehr, sehr hohe Beträge zusammen, dies muss in der Tat erstmal einer allein wuppen.

Grüsse von Kayen
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Geändert von Kayen (21.12.15 um 14:34 Uhr)

AW: Soziale Phobie?

Brocken ist offline
Beiträge: 61
Seit: 24.08.15
Hallo Clematis,
sicher ist es eine berechtigte Frage, von welchem Geld ein Mensch denn leben soll.
In meinem Bekanntenkreis haben sich Leute selbstständig gemacht, auf kleinem Fuß, dennoch unabhängiger als Angestellte.
Nach meiner bisherigen beruflichen Laufbahn war ich selbst auch schon fast einmal soweit gewesen, denn viele Arbeitsverhältnisse sind nicht verlässlich.
Derzeit muss ich mich leider aufgrund meiner persönlichen Situation in ein Angestelltenverhältnis fügen. Ich schließe es dennoch nicht aus später die Selbstständigkeit zu wagen.
Das muss jeder selbst für sich entscheiden.
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Viele Grüße Brocken


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