Existenzängste

30.12.14 19:14 #1
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Medifan
Ich glaube, ich leide an Existenzängsten.
Das bedeutet, dass ich Angst habe in Armut zu landen und dadurch nicht alleine überleben kann.

Ich habe einen massiven inneren Druck einen guten Job zu finden bzw. überhaupt Arbeit zu haben, von der man Leben kann und fühle mich momentan nicht gut, da ich für mein Alter immernoch zu wenig Einkommen habe.

Ich habe mich schon bei so vielen Stellen beworben und bis jetzt wollten mich nur pflegerische oder med. Arbeitgeber nehmen, aufgrund meiner Erfahrung.
Nun habe ich von meiner Mutter den Vorwurf bekommen, ich wöllte gar nichts anderes arbeiten.

Eine andere Stelle musste ich abweisen, weil ich als Aushilfe eine bettlägrige Patientin 24h pflegen sollte, mit kompletter Pfege.
Da ich für sowas nicht ausgebildet bin und ich zudem nur 20h im Monat arbeiten darf, da es sonst laut deutschem Recht keine geringfügige Tätigkeit mehr ist, musste ich die Stelle ablehnen.
Sie warf mir vor, ich wäre nur zu faul zum arbeiten und könnte ja Müll sammeln, dass wäre leichter.

Ich weiß nicht, was ich falsch mache.
Einige Stellen wollen mich nicht, weil ich nicht die nötige Berufserfahrung habe und andere muss ich aus rechtlichen Gründen wieder zurückweisen.

Ich glaube so langsam, ich bin wirklich zu blöd zum arbeiten.

Ich versuche jetzt noch bei der letzten Stelle mein Glück mit Sachen, die ich nie gelernt habe und irgendwie machen soll.
Wenn das nicht funktioniert, kram ich wieder den Zettel vom Escortservice aus (Ich habe schon mal dort gearbeitet, allerdings hinter den Kulissen, weil das Geld knapp war. Darum habe ich zumindest für die Fotos schon Erfahrung.) und geh, wie meine Mutter schon sagt, Müll sammeln.
(Pfandflaschen etc.)

Wenn ich so festen Fuß fassen kann, beruhigt das evtl. meine Existenzängste.

AW: Existenzängste

Oregano ist offline
Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
Hallo Medifan,

ich habe eigentlich von Dir gelesen, daß Du vor allem in die Schule gehst, um dort einen Abschluss zu machen, um dann zu studieren oder eine entsprechende Ausbildung machen zu können? Das ist doch eigentlich schon eine volle Arbeitsauslastung und fordert Dich doch sicher? - Ganz abgesehen davon, daß Du es mit Deinem Umfeld wirklich nicht einfach hast und da - so verstehe ich es - nicht wirklich unterstützt wirst sondern im Gegenteil immer wieder herunter gemacht wirst. Wahrscheinlich immer schon?
Deine Mutter scheint dabei eine ziemlich schlimme Rolle zu spielen und sich nicht wirklich für Dein Wohl und Deine Förderung zu interessieren!?

Ich glaube gar nicht, daß Du zu blöd zum Arbeiten bist. Ich glaube eher, daß Du schlimme "Programmierungen" hinter Dir hast in Form von total veralteten Sprüchen, Erwartungen und unmöglichen Haltungen Anderer.
Wie gesagt: ich finde, Du hättest mit der Schule genug zu tun. Wieso meinst Du, daß Du für Dein Alter nicht genügend Einkommen hast?
Schüler und Studenten haben meistens herzlich wenig eigenes Einkommen, und damit bist Du in guter Gesellschaft. Es ist Pech, daß Du anscheinend keine Möglichkeit zu einer staatlichen Unterstützung während der Schulzeit hast.

Ich empfinde es als Zumutung, daß Leute Deine Geldschwierigkeiten dazu ausnutzen wollen, Dich als billige Pflegekraft (und das auch noch ohne entsprechende Qualifikation) zu missbrauchen. Mach' das lieber nicht, denn das kostet doch viel Kraft und auch Zeit, die Du meiner Meinung nach gar nicht hast.

Siehst Du gar keine Möglichkeit, solche Glaubenssätze wie "ich muß viel verdienen" ........ los zu lassen?
Evtl. doch mit einer Psychotherapie mit genau diesem Ziel? Ich würde es Dir wünschen.

Ich fände es auch eine Überlegung wert, ob Dein Umfeld - allen voran Deine Mutter - nicht ihre eigenen Probleme und Verhaltensmuster gleich auf Dich übertragen haben. So, wie Du sie schilderst, hat sie Grund zu Ängsten aller Art, möchte sich aber nicht als ängstlich sondern eher dominierend sehen. Das ist menschlich, aber in Deinem Fall fatal - denke ich .

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (01.01.15 um 10:53 Uhr)

Existenzängste

Freesie ist offline
Moderatorin
Beiträge: 1.311
Seit: 22.07.09
Hallo Medifan,

ich finde auch, dass du mit Schule, geringfügigem Job und den pflichten im elterlichen Haushalt ausreichend ausgelastet bist. Du musst ja auch noch Zeit haben für die nächsten Stunden zu lernen, evtl. Referate vorzubereiten u.ä. Viel wichtiger als Geld zu verdienen fände ich es erst mal, dass du einen guten Schulabschluss machst um dann den entsprechenden Studiengang zu wählen bzw. eine Ausbildungsstelle zu bekommen.

Also was nutzt es dir, wenn du jetzt schon ordentlich Geld verdienst, dadurch aber deinen schulischen Abschluss versemmelst und dann evtl. nicht studieren kannst, im schlimmsten Fall nicht mal eine Ausbildungsstelle bekommst, weil deine Noten nicht den Anforderungen des Ausbildungszweigs entsprechen. Leider ist es ja heute noch immer so, dass die Arbeitgeber extrem auf die Noten schauen und sich zu wenig dafür interessieren, ob der junge Mensch vielleicht ein toller Praktiker ist, der sich für den gewählten Beruf bestens eigenen würde.

Vielleicht kannst du dahingehend nochmal mit deiner Mutter reden? Mach ihr verständlich, dass dir daran gelegen ist, einen möglichst guten Abschluss zu machen um dann einen Beruf zu wählen der dir ein gutes Auskommen ermöglicht.

Zitat von Medifan Beitrag anzeigen
Einige Stellen wollen mich nicht, weil ich nicht die nötige Berufserfahrung habe
Vielleicht suchst du auch nur in den verkehrten Branchen? Bäckereien, Cafe`s, Klamottenläden z. B. suchen eigentlich immer nach Schülern oder Studenten als Aushilfen. Auch in Fabriken könntest du es probieren, dort gibt es oftmals Ferienjobs die bevorzugt mit Schülern, Studenten besetzt werden.

Wobei es in Fabriken nicht ganz so einfach ist, die haben meist ihre "Stamm-Ferienjobber". Aber wenn du jemanden kennst, der in einer Fabrik arbeitet, dann sprich ihn mal an, vielleicht kann er dir helfen dort rein zu kommen?

Würde ich persönlich ehrlich gesagt bevorzugen, da du dort innerhalb von 4 - 6 Wochen das verdienen kannst, was du mit einem Job im Cafe, Bäcker, oder Klamottenladen das Jahr über verdienst. Also am besten in den Sommerferien in die Fabrik, und du kannst dich den Rest des Jahres voll auf die Schule konzentrieren, da du mit dem Verdienst in der Fabrik vermutlich über der zulässigen Verdienstgrenze/Jahr liegst



Grüssle
Freesie
__________________
Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. (indianische Weisheit)

Geändert von Freesie (01.01.15 um 10:43 Uhr) Grund: Ergänzung

AW: Existenzängste
Medifan
Themenstarter
Wahrscheinlich immer schon?
Ja, von meinem Vater früher noch schlimmer und im Hort und Schule war es nicht anderster. Ich kenne es nicht anderster. Entweder ich zeige Leistung oder ich werde nieder gemacht.

ich finde, Du hättest mit der Schule genug zu tun.
Hab ich eigentlich auch, aber ich habe immer Angst, das Geld (was ich allein habe) würde bald nicht mehr langen, weil es eben Zeiten gab, wo ich ganz schön blechen musste und eben als Notriegel diente.
(Z.B. als wir den Gerichtsvollzieher da hatten und der Kühlschrank leer war oder vor kurzem, als mein Opa gestorben ist und wir Geld für den Flug brauchten. War mir lieber, als meine Mutter psychisch am Boden zu sehen, weil sie nicht zu seiner Beerdigung könnte.)
Heißt, meine Psyche sagt mir, ich muss immer etwas da haben, falls etwas passiert und zusätzlich noch etwas, um mich zumindest ausreichend selbst versorgen können.
Das heißt, um mir im Monat einige Lebensmittel, Klamotten oder sonstige Bedarfsgüter kaufen zu können.

Ich empfinde es als Zumutung, daß Leute Deine Geldschwierigkeiten dazu ausnutzen wollen, Dich als billige Pflegekraft (und das auch noch ohne entsprechende Qualifikation) zu missbrauchen. Mach' das lieber nicht, denn das kostet doch viel Kraft und auch Zeit, die Du meiner Meinung nach gar nicht hast.
Richtig. Zudem ist es gesetzeswidrig und darum werde ich das auch nicht tun. Ausgenutzt wirst du überall. Das ist hier Gang und gebe im Land, aber trotzdem halte ich mich an die Gesetze, die für mich gelten.
Siehst Du gar keine Möglichkeit, solche Glaubenssätze wie "ich muß viel verdienen" ........ los zu lassen?
Nicht:"Ich muss viel verdienen", sondern "Ich muss etwas verdienen, um abgesichert zu sein, wenn die nächste Katastrophe kommt".
Ich fände es auch eine Überlegung wert, ob Dein Umfeld - allen voran Deine Mutter - nicht ihre eigenen Probleme und Verhaltensmuster gleich auf Dich übertragen haben. So, wie Du sie schilderst, hat sie Grund zu Ängsten aller Art, möchte sich aber nicht als ängstlich sondern eher dominierend sehen.
Sie hat viele Ängst, so viele dass ich sie nicht mehr aufzählen kann. Übertragen hat sie diese nicht auf mich, aber da ich mit ihr zusammenlebe und ein Mensch bin, der sich eher zurückzieht als die Konfrontation sucht stelle ich mich auf ihre Ängste ein, auch wenn ich weiß, dass es falsch ist.

Ich bin kein Mensch mit Keule, ich bin eher ein Affe der auf einen Baum flüchtet und von oben herunterbrüllt.

Du musst ja auch noch Zeit haben für die nächsten Stunden zu lernen, evtl. Referate vorzubereiten
Hab ich schon kaum noch, wenn ich Schule habe. Ich habe 38 Schulstunden in der Woche. Eigentlich wären es sogar 40, aber ich hab mich vom Sport befreien lassen. (Bin da eine faule Socke, hab ihn aber auch nicht so nötig. Hab da ein Problem mit der Leistungsforderung, die ich nicht erbringen kann, so viel ich auch noch trainiere.)

Heißt, ich komme meistens um 14 Uhr Heim. Von 16 - 19 Uhr würde ich arbeiten. Dazu noch die Zugfahrten. Kannst dir also ausrechnen, wie ich noch lernen soll etc. Ist ja nicht so, dass es bei Schülern heißt, sie hätten frei, wenn sie Zuhause sind. Man muss sich auch selbst etwas anspornen.

dass die Arbeitgeber extrem auf die Noten schauen und sich zu wenig dafür interessieren, ob der junge Mensch vielleicht ein toller Praktiker ist, der sich für den gewählten Beruf bestens eigenen würde.
Oh, bitte. Das kenn ich nur zu genüge. Ich sag nur Realschulzeugnis und eine 5 in Mathe. :-(

Vielleicht kannst du dahingehend nochmal mit deiner Mutter reden? Mach ihr verständlich, dass dir daran gelegen ist, einen möglichst guten Abschluss zu machen um dann einen Beruf zu wählen der dir ein gutes Auskommen ermöglicht.
Sie will ja gar nicht das ich arbeite. Aber auf der anderen Seite kann sie auch nicht mit Geld umgehen. Mein Vater verdient nichts. Also bin ich die einzige Stütze wenns wiedermal knapp wird. Wie gesagt, ich mach das um mich abzusichern, weil ich weiß, dass es hier finanziell öfters brennt.

Auch in Fabriken könntest du es probieren
Hab ich schon, die wollen meistens nur Studenten. Zudem habe ich nicht sehr viel Kraft und bin für die meisten Arbeiten in Fabriken daher ungeeignet.
Auch braucht man in Deutschland für viele Sachen bestimmte Scheine.
Z.B. Staplerschein, Sicherheitsscheine etc. Diese kosten Geld.

In Bäckereien sind Wespen. (Ich hasse diese Viecher.)
Und ich bin schlecht im Ausbalancieren, was Jobs als Kellnerin ausschließt, auch wenn Scherben bekanntlich Glück bringen mögen.
Ich kann ja nicht mal Fahrrad fahren.

Existenzängste
smart65
Zitat von Medifan Beitrag anzeigen
Ich glaube, ich leide an Existenzängsten.
da kann ich dir ein lied von singen, das ist nun ein momentanes tief, dass du hast, das gibt sich wieder.

Zitat von Medifan Beitrag anzeigen
Ich habe einen massiven inneren Druck einen guten Job zu finden bzw. überhaupt Arbeit zu haben, von der man Leben kann und fühle mich momentan nicht gut, da ich für mein Alter immernoch zu wenig Einkommen habe.
wie alt bist du, wo wohnst du, was stellst du dir als gehalt vor?

Zitat von Medifan Beitrag anzeigen
Nun habe ich von meiner Mutter den Vorwurf bekommen, ich wöllte gar nichts anderes arbeiten.
Sie warf mir vor, ich wäre nur zu faul zum arbeiten und könnte ja Müll sammeln, dass wäre leichter.
lebst du bei oder mit deiner muttre zusammen? meiner meinung nach ist deine mutter das problem

Zitat von Medifan Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, was ich falsch mache.
Ich glaube so langsam, ich bin wirklich zu blöd zum arbeiten.
Ich versuche jetzt noch bei der letzten Stelle mein Glück mit Sachen, die ich nie gelernt habe und irgendwie machen soll.
es schliessen sich türen vor deinen augen, aber immer, wnn sich eine tür schliesst øffnet sich eine andere für dich. ich war genau in solch situationen, war angekommen, ganz unten und da øffnete sich ganz unerhofft eine tür für mich und das blatt wendete sich für mich

Zitat von Medifan Beitrag anzeigen
und geh, wie meine Mutter schon sagt, Müll sammeln.
(Pfandflaschen etc.)
wie gesagt, deine mutter scheint dein grøsstes problem zu sein, sie setzt dich enorm unter druck und gibt dir negative zukunftsaussichten

AW: Existenzängste
Medifan
Themenstarter
da kann ich dir ein lied von singen, das ist nun ein momentanes tief, dass du hast, das gibt sich wieder.
Dann hab ich das tief durchgehend seit 2 Jahren. Das ist einfach das resultierende Verhalten, wenn Kinder früh lernen, wie viel Geld wirklich wert ist und vor allem was passiert, wenn man plötzlich ohne Job da steht.

wie alt bist du, wo wohnst du, was stellst du dir als gehalt vor?
Ich bin immernoch 24, lebe aufgrund meiner Situation immernoch Zuhause und möchte so viel verdienen, dass ich davon leben kann. Heißt etwas mehr als 1200 Euro Brutto, auch wenn dass mit meinen Qualifikationen momentan nicht möglich ist. (Dafür mach ich ja Abi momentan und dann seh ich weiter.)
Die meisten Leute haben hier 900 - 1000 Euro Brutto (z.B. vorwiegend in Handwerks- und Verkaufsbranchen, darum will da auch keiner mehr hin) und haben eben darum noch einen 2. Job.
(Grund dafür sind nicht die Tarifverträge, sondern die tollen Zeitarbeitsfirmen, durch die die Leute erstens keinen festen Job bekommen, sondern eben nur befristete und 2. weniger Gehalt, weil die Zeitarbeitsfirma ihren Teil von deren Lohn fordert.)
Von diesem müssen sie meistens noch Geld abgeben, weil sie Geld vom Amt bekommen und dies verrechnet wird. Heißt, wenn du 450 Euro verdienst, bekommst aber noch Geld vom Amt, hast du im Schnitt meist im Monat nur 100 Euro mehr.
Das Problem ist einfach, dass die Mieten in Deutschland ziemlich hoch sind. Heißt, die Leute verdienen zwar meist genug, aber wenn die Miete 600 - 700 Euro kostet, dann bleibt nicht viel vom Gehalt übrig.
Dann müssen die Leute Wohngeld beim Amt beantragen und sind wiederum abhängig (dienstverpflichtet, hier sagt man versklavt) von diesem. Heißt, du bekommst Geld zum wohnen, trotz das du arbeitest, musst aber zusätzliche Dienste manchmal verrichten, die dir das Amt "befehlt" (alle möglichen Jobs, wie Feldarbeit etc.) und bist gezwungernermaßen dazu gezwungen, weil du das Geld brauchst.
Dazu machst du zusätzlich noch einen 2. Job.
Ich sag dir, Deutschland ist nicht mehr das, was es mal war.
lebst du bei oder mit deiner muttre zusammen?
Wie meinst du das?
wie gesagt, deine mutter scheint dein grøsstes problem zu sein, sie setzt dich enorm unter druck und gibt dir negative zukunftsaussichten
Mag sein, aber da ich finanziell von ihr abhängig bin, ist das alles nicht so einfach. So ist es halt nun mal, wenn man ein armer Lurch ist.

AW: Existenzängste
smart65
ok, noch mal auf klartext.
was du brauchst ist eine eigene wohnung, wird dir von der agentur bezahlt!
genau wie die unterhaltkosten!
so hast du weniger stress und bist ohne den general und kannst in aller ruhe planen und dich bewerben.
werde selbstständig, dass heisst ohne deine mutter!
die deutschen mieten sind lala, hier bezahlst du gut 30% mehr
also nicht jammern sondern handeln.
such dir eine eigene wohnung und dann einen job
wünsch dir viel erfolg

AW: Existenzängste
Medifan
Themenstarter
smart65, ich schätze deine Worte, aber dein Tonfall ist nicht der eines Gentlemans.
Ich habe dir alles genau erklärt und finde diesen Frevel nicht gerecht.

was du brauchst ist eine eigene wohnung, wird dir von der agentur bezahlt!
genau wie die unterhaltkosten!
Wie oft muss ich das noch erklären. Es ist leider nicht so einfach, dass du einfach zum Amt gehen kannst und sagst, du willst ausziehen. Das braucht Gründe, da das Amt ja die Wohnung und alles bezahlen muss. So, nun bezahlt das Amt aber nun mal nicht gerne, wie viele Leute wissen.
Nochmals:
Um in Deutschland ausziehen zu können, muss man
- entweder 25 oder älter sein, damit die Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig sind
- oder es müssen gravierende Gründe vorliegen (z.B. Kindesmisshandlung, Vernachlässigung etc.)
Es reicht nicht, wenn sich Kind und Eltern nicht verstehen und ständig in die Wolle kriegen.
Und wie es eben in Deutschland mit allem so ist, müsste man solche Zustände nachweisen, dies kann ich nicht, also habe ich erst ab Oktober (weil ich da erst 25 bin) das Recht auf amtliche Unterstützung.
Wenn dir dieses System nicht passt, dann beschwer dich doch bei den deutschen Politikern.

werde selbstständig, dass heisst ohne deine mutter!
Gute Idee, sobald ich kann. Es geht nicht immer nach dem Kopf, es geht nach den Möglichkeiten die man hat.
die deutschen mieten sind lala, hier bezahlst du gut 30% mehr
also nicht jammern sondern handeln.
Erstmal kannst du das so nicht vergleichen, weil ihr in der Schweiz ganz anders verdient und somit die Mieten in einem ganz anderem Verhältnis stehen. Wenn du schon solche Zahlen nennst, musst du auch das Ganze nennen, was dies beeinflusst bzw. ermöglicht.
Ich glaube nämlich nicht, dass in der Schweiz alle Leute 30% mehr Miete zahlen müssen, aber das gleiche verdienen.
Das heißt nicht, dass sie unbedingt mehr haben, dass heißt nur, dass es andere Verhältnisse sind.

Was du mit handeln meinst, weiß ich auch nicht. Anscheinend hast du nicht gelesen, dass ich gerade das Abitur nachmache (höchster Abschluss Deutschlands, dauert 3 Jahre und beinhaltet 38 Schulstunden in der Woche) und zusätzlich gehe ich bald noch arbeiten für 450 Euro. (Mehr kann und darf ich nicht verdienen.)
Erklär mir mal, wo ich da noch was machen soll?

such dir eine eigene wohnung und dann einen job
Lies mal die Beiträge.
Such mal einen Job ohne Ausbildung, dann such mal eine wertige Ausbildung ohne Abitur in Deutschland. Dann können wir weiterreden.
Ich mache nicht mehr das "Liesschen Müller" für die Arbeitgeber. Ich will was von meiner Arbeit haben.
Mit einem mittleren Abschluss kaum Chancen zu haben auf einen halbwegs "guten" Job ist sowieso schon Schande genug und hat das Bildungssystem in einigen Bundesländern auf den Kopf gestellt.

Es lebe das Lohndumping. Es lebe die Ausnutzung jeglicher qualifizierter Arbeitskräfte.

Tolle Einstellung.

Ich werde dieses System nicht weiter fördern. Wenn die Arbeitgeber nicht richtig zahlen wollen und alles in den Ruin treiben müssen, bitte, aber ohne mich.
Dafür mache ich jetzt Abitur.

Geändert von Malve (02.01.15 um 23:15 Uhr) Grund: Netiquette

AW: Existenzängste
smart65
sorry, wenn du meine worte falsch verstanden oder dich dadurch angep.... fühlst.
ich habe dir nur meine gedanken dazu geschrieben. es sollte eine anregung sein,

was du daraus machst ist dein ding.

schweiz? ich wohne immer noch in dänemark und werde mit sicherheit nicht in die schweiz ziehen!

AW: Existenzängste
Medifan
Themenstarter
sorry, wenn du meine worte falsch verstanden oder dich dadurch angep.... fühlst.
Schon gut, aber bei uns sind solche Töne verpöhnt. Als ich das letzte mal im Kindesalter so sprach, bekam ich dafür eine Ohrfeige.

ich wohne immer noch in dänemark und werde mit sicherheit nicht in die schweiz ziehen!
Meinetwegen auch Dänemark. Ich ging hier zugegeben einfach von der Schweiz aus, weil viele User hier aus der Schweiz kommen. Ich seh das nicht auf anhieb und schau mir auch nicht jedes Profil an. Feststeht, dass du nicht die Preise eines Landes mit dem eines anderen vergleichen kannst. Du kannst nur vergleichen, wie viel man von seinem Verdienst im Bezug zu den Ausgaben in einem Land hat.

Wie meine Situation derzeit ist, habe ich dir erklärt. Ich kann nicht nach meinem Kopf gehen, ich muss nach meinen Möglichkeiten gehen.
Eine Prostituierte in Indien kann auch nicht einfach mit ihrer Arbeit aufhören, nur weil sie es will. Dann müsste sie die Möglichkeiten haben, die meisten haben diese aber leider nicht.
Das ist ein unschönes, aber realitätsnahes Beispiel.


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