Schuldgefühle

01.05.13 11:09 #1
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Schuldgefühle

Wildaster ist offline
Beiträge: 5.642
Seit: 18.03.12
Liebe Carrie

ich wünsche dir viel Kraft für deine Entscheidungen.

Liebe Grüße von Wildaster
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Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück,Hoffnung und Liebe.( Vincent van Gogh)

Schuldgefühle

Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
Hallo Carrie,

konntest Du, bei Deinem Besuch, mit Deiner Mutter darüber sprechen, dass Du die Chance hast, nach Malaysia zu gehen; Du jedoch Schuldgefühle (wegen ihr) deswegen hast, sie allein zu lassen?

Weißt Du ganz genau, wie sie darüber denkt?

Wie wird es DIR wohl ergehen, wenn Du diese Chance nicht wahrnimmst?
Wie würde es Dir bei Deiner Mutter physisch/psychisch gehen?
Würde es Deine Mutter verändern?
Was sagt Dir Deine Seele dazu, welche Gefühle kommen da genau hoch? Nehme sie nur wahr.

Liebe Carrie, Du brauchst hier nix öffentlich zu beantworten, aber vielleicht hilft es Dir ein wenig bei einer Entscheidung.

Wünsche Dir alles Liebe, dass Du für Dich die richtige Entscheidung triffst.

Herzlichst
Kayen
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Entwickel das Heilsame in Dir - Vermeide das Unheilsame

Schuldgefühle

Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Ich habe die letzten Tage noch viel über alles nachgedacht. Ist ja auch einfacher mit mehreren hundert Kilometern Distanz.
Ich glaube, ich brauche mir wirklich keine Schuldgefühle zu machen.
Meine Mutter ist krank, das ist furchtbar und tut weh, aber es ist nicht meine Schuld. Es ist auch nicht ihre Schuld. Aber es ist auch nicht meine Aufgabe, sie zu retten. Zumal ich selbst genug gelitten habe in der Vergangenheit, wenn man als Kind mit einer depressiven Mutter aufwächst. Ich bin das Kind, ich sollte UNterstützung erhalten. Das kann sie natürlich nicht und das erwarte ich auch nicht (mehr). Aber ich glaube, ich habe dann auch das Recht, mein eigenes Leben so zu leben und mich nicht schuldig zu fühlen, dass ich nicht mehr Zeit bei ihr verbringe. Zumal sie Möglichkeiten hatte und hat, sich professionell helfen zu lassen. Wenn sie diese ablehnt, kann ich ja auch nichts ausrichten.
Dass das alles trotzdem weh tut, ist klar. Die Mutter leidet und man kann nichts tun. Natürlich könnte ich jetzt in ihre Nähe ziehen,sie jede Woche besuchen und bei Arztbesuchen begleiten. Das würde ihr wahrscheinlich sogar helfen. Aber ich möchte nicht.
Das ist eine egoistische Entscheidung, aber ich glaube, man muss das einfach irgendwann machen, wenn man nicht selbst mit hineingezogen werden will in die Krankheit (und ich war selbst schon depressiv in der Vergangenheit - was es natürlich nicht einfacher macht, denn ich habe dadurch einen ungefähren Eindruck, wie sie sich fühlen muss).
Problematisch wird es, wenn es noch schlimmer mit ihr wird, sie irgendwann keine Rechnungen mehr bezahlt, weil sie es nicht schafft - wie jetzt erst passiert. Meine Schwester und ich haben die Summe bezahlt (was nicht wenig war), aber selbst das hat bei ihr nichts ausgelöst. Auf der einen Seite denke ich, vielleicht hätten wir sie einfach auflaufen lassen sollen, so dass es wirklich mal zum Notfall (in diesem Fall Pfändung?) kommen würde. Aber wie sol man das machen bei der eigenen Muter??
Und trotzdem. Und deswegen. Ich vergebe mir, dass ich meinen Abstand brauche und nehme. Ich mache was ich machen kann in meinem Rahmen. Aber ich lasse mich nicht mehr reinziehen.

Schuldgefühle meiner Schwester gegenüber sind natürlich trotzdem da, weil sie halt vor Ort ist. Aber sie sagt selbst auch, ich soll mir kein schlechtes Gewissen machen. Natürlich fehlt sie mir auch, das ist traurig.
Und auch meine Großeltern.
Aber das große Bild ist, dass ich jetzt besser mit meiner Entscheidung umgehen kann. Auch wenn es trotzdem weh tut.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!
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Liebe Grüße Carrie


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