Farben meiner Seele

24.08.12 22:04 #1
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Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
"Alle Weisen betonen, dass man in der Stille absichtslos verweilen sollte, um sein wahres Wesen finden zu können.

Wer sich nicht in die Stille begibt, hat kaum eine Chance, Ruhe, Zufriedenheit, Gelassenheit, Innerer Frieden, Seelenruhe, Seelenfrieden, Harmonie, Seligkeit in sich aufzudecken."
(ökosophie.de)

Und was ist mit den Gefühlen?
Mit der Gefühlswelt?
Positive Gefühle bekommen recht schnell ihre Wertigkeit
und was ist mit den anderen ....?




"Glashaus - Trost

Von Gefühlen getrieben,
die sonst keiner hat,
ist es schwierig zu lieben.
Das dünne Eis ist auch glatt,
ich kenn' diese Stelle,
ich war da selbst schon.
Du siehst deine Felle,
doch sie schwimmen davon,
vielleicht hilft es ein bißchen,
dort wo du gerade bist,
zu hören und zu wissen,
daß ich weiß wie es ist.
Ich spreche von Herzen,
glaub mir ich seh das Leid und die Schmerzen.

Allein und Verlassen vom Rest dieser Welt,
beginnt man zu hassen was die Seele entstellt.
Ich sing. diese Zeilen, um ein Trost zu sein.
Vielleicht helfen sie einem nicht loszuschreien,
vielleicht hilft es ein bißchen dort wo du gerade bist,
zu hören und zu wissen,
das ich weiß wie es ist.
Ich spreche von Herzen,
glaub mir das.
Ich seh das Leid und die Schmerzen.

Verdammt und verraten,
verloren und verkauft,
kann man lange drauf warten,
doch der Schmerz hört nicht auf.
Das von Kränkung durchbohrte Herz erstickt an der Last.
Vielleicht geben meine Worte einem ein wenig mehr Kraft,
vielleicht hilft es ein bißchen, dort wo du gerade bist,
zu hören und zu wissen,
das ich weiß wie es ist.
Ich spreche von Herzen,
glaub' mir ich seh,
das Leid und die Schmerzen.

Farben meiner Seele

Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Danke Flower sehr eindrücklicher Text


Leid und Schmerzen der anderen

---- sehen mit den Augen?

oder fühlen mit dem Herzen?

was macht es möglich Trost zu spenden, jemandem der leidet?


Mitgefühl ist sehen mit den Augen und Handeln aus dem Herzen

Einen schönen Tag wünsche ich Dir
LG KARDE
__________________
Alles was ich anschaue --- schaut zurück

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Hallo ihr Lieben

und nun ist alles ruhig und still.
Hab vier Stunden tief und fest geschlafen und bin nun wieder wach.
So langsam werd ich wieder und hoff, daß ich gleich
weiterschlafen kann.
Und vorhin hab ich erstmal was gegessen. Dafür hat es heut den Tag
über nicht so recht gereicht.

Beim Parken wurd die Parkzeit überschritten und nun darf gezahlt werden.
Mit 10,00 Euro bin ich dabei fürs Längerparken.
Hab die Parkzeitverlängerung während des ehrenamtlichen Arbeitens ganz vergessen. Und ein unentgeltlicher Parkplatz war nicht mehr da. Das ist schon manchmal recht ärgerlich.

Unsere Tochter ist da. Unser Sonnenschein.
Und auch sie braucht ihre Zeit mit uns, die wir ihr sehr gerne schenken.
Und so bin ich hier weniger vorbeigekommen.
Manchmal würd ich mich gerne aufteilen wollen
und zwei Sachen gleichzeitig erledigen.
Hab gemerkt, daß mir das fehlt, hier vorbeizuschauen und mich
ein weniglich mitzuteilen.
Und es gibt noch andere Threads, die ich recht gerne besuche und an allem teilhaben möchte, was dort erzählt wird, so z.B. bei der lieben inchi oder der lieben Karde oder der lieben LiebTee.
Und wenn unsere Tochter hier ist, reicht meine Zeit nicht für alles.

Herr Flower packte heute altes Holz auf den Hänger.
Das Holz kommt von einem kleinen Gartenhäuschen. Dieses schenkte unsere Tochter ihm. Sie ist damals mit ihrem Ex-Freund extra nach Köln gefahren, um es zu holen. Sie wollte ihrem Papa damit eine ganz große Freude machen.
Nun liegt das Holz auf dem Hänger.
Es ist nicht gut, wenn es hierbleibt.
Es würde immer die Geschichte der Freundschaft unserer Tochter zu ihrem Freund erzählen und was wäre echt nicht gut. Es weckt soviele Erinnerungen.
Ein junger Mann, ..... der irgendwie keine Lust hatte, zu arbeiten...
aber doch gearbeitet hat,
der nach Feierabend Stunden vor seinem Pc hing,
dessen Vater an MS erkrankte; seine Mutter ging dann ganztags arbeiten, irgendwie muß Geld verdient werden; seine Mutter bat ihn um ein wenig Mithilfe im Haushalt...... es kam recht wenig von ihm;
Und ich hab mir damals solche Sorgen gemacht um sie.
Und sie war so verliebt.
Sie hat mit ihm darüber gesprochen, wie sie sein Leben wahrnimmt und was sie anders machen würde.
Und das Ergebnis von dem Ganzen: er wollte sie nicht mehr.
Sie waren so gegensätzlich.
Sie so fleißig, tüchtig, motivierend baut sie ihre berufliche Zukunft auf,
sie gestaltet ihr Leben und kümmert sich
und
er
keine Lust was zu gestalten und das war es dann in seinem Leben,
keine Lust, seiner Mutter zu helfen, die ganztags arbeiten war, als ihr Mann krank wurde und Rente bekam; irgendwo muß das Geld ja herkommen.

Und ich wollte nicht, daß dieses Holz sie an ihn erinnert.
Und Herr Flower wollte das auch nicht mehr.
Anfangs viel es ihm schwer, das zu sehen und irgendwann war es für ihn auch so.

Und es ist nicht gut, eine Erinnerung präsent zu halten, wenn es der Seele
nicht guttut.

Herr Flower läuft jeden abend durch die Küche und redet laut mit mir über Absprachen und denkt laut darüber nach, ob er alles eingehalten hat.

Und das kleine Büchlein, es liegt immer noch in der Schublade.

Und morgen Mittag fährt sie wieder zurück zu ihrem Studienort.
Ob sie wohl alles schaffen wird, was sie sich vorgenommen hat?
Ich wünsche es ihr und hoffe, daß es nicht eine Überforderung wird für
sie.
Sie sieht müde aus und wenn ich sie darauf anspreche, verneint sie s.

Sie ist so liebevoll und wir haben sie so lieb.
Ich hoffe, sie hat sich hier gut erholen können.

Anfang Oktober kommt sie für drei Wochen wieder.

Heute kaufte sie Kuchen und wir haben schön gemütlich in der Küche
zusammengesessen und uns gemütlich unterhalten.
Das war sooooooooooo schön.

gute Nacht und schlaft recht schön

und morgen einen liebevollen Tag
frei von Sorgen
und wenn die dann wiederkommen, werden sie einfach weggeschickt
auf Sorgenseelenreise

ganzliebeGrüße
flower4O

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Heute habe ich sehr, sehr trauriges von einer Frau
gehört.
Und ich denk gerade wieder daran.
Und ich werd ein Weilchen brauchen, um das zu verarbeiten.

So einfach kann ich traurige Situationen nicht an mir vorüberziehen
lassen.

Konnte das Herrn Flower nicht erzählen, hab ihm nur eine Andeutung
gemacht. Ich wollte nicht, daß unsere Tochter das mitbekommt.
Will ihm halt nicht immer alles sofort erzählen, was mir auf der Seele
oder auf dem Herzen liegt, wenn unsere Tochter hier ist.
Manches ist nicht für sie bestimmt.
Und so soll es auch bleiben.

Und wenn man sehr trauriges hört, braucht man auch Zeit, um
das zu verarbeiten. Ich bin schließlich keine Maschine und auch
keine Mülltüte....
Tüte auf... Kummer rein, Sorgen rein, Traurigkeit rein... Tüte wieder
zumachen und in die Ecke stellen

hoff, daß ich schlafen kann

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
konnt nur zuhören und nicht weiterhelfen....
und manchmal, da würd ich gerne die ganze Welt bewegen,
um helfen zu können....

aber ich habe nur zwei Hände.

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
wertvoll zu wissen, daß die Seelenfarben farbigst,
samtig, flauschig bleiben;
sie verlieren ihre Farbenkraft bei Traurigkeit
aber nicht ihre Tragenskraft
und sie werden langsamer, behutsamer, fürsorglicher,
wärmender, geborgenheitsschenkender in ihrer Struktur
und sich stützenden Einheit


und die Erde ist so groß
und wenn ich auf meine Hände schaue, sie sind so klein.....
gegen die Größe der Erde

und manchmal ist es sehr schwer für mich zu wissen, ich kann nur zuhören und nichts tun....

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Was wäre das Leben ohne vertrauensvolle Momente?
Und manches ist einfach nur Schicksal....
Und jedem Schicksal liegt ein Zauber inne...
Schick - sal
und ist das dann so schick das Schicksal mitgeteilter vertrauensvoller Momente

So trägt jeder Mensch sein/ihr Päckchen,
einer mehr, die andere weniger...



Geändert von flower4O (19.09.12 um 02:38 Uhr)

Farben meiner Seele
LieberTee
Zitat von flower4O Beitrag anzeigen
Was wäre das Leben ohne vertrauensvolle Momente?
Und manches ist einfach nur Schicksal....
Und jedem Schicksal liegt ein Zauber inne...
Schick - sal
und ist das dann so schick das Schicksal mitgeteilter vertrauensvoller Momente

So trägt jeder Mensch sein/ihr Päckchen,
einer mehr, die andere weniger...


Leonard Bernstein / L.v.Beethoven - Symphonie Nr 5, 1.Satz: Allegro - YouTube
Das hat Deine Stimmung gestern. liebe flower40, wiedergegeben. Es ist ein schönes Video. Ich mag zwar Beethoven nicht so ganz gerne, aber "Lenny" Bernstein dafür um so mehr.


Schön, dass Deine Stimmung heute eine andere andere ist. Das Video von heute ist wunderschön, Musik, Farben und Text...

Danke dafür.

LieberGruß und gute Nacht Dir.
LieberTee

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Nun rasselten er und ich oder ich und er
wieder heftigst aneinander.
Bevor er die Küche verließ, kam die Bemerkung, er habe keine Lust mehr auf all das.
Es ging nicht so, wie er es wollte und sich das vorgestellt hat.
Er hat gar nicht mitbekommen, wie müde sie ist/war. Sie ist froh, wenn
sie endlich alles hinter sich hat und drei Wochen Urlaub hat.
Sie sah/sieht müde aus, recht müde und erzählte mir, daß sie müde aufsteht, auch wenn sie viel geschlafen hat.
Rücksichtnahme ist nicht gerade seine Stärke.
Er will das so machen, wie er sich das vorgestellt hat bzw. vorstellt.
Und wenn mir bei seiner Vorstellung/seinem Handeln die Fürsorge für die ohnehin schon arg lädierte Beziehung fehlt oder es daran mangel, mach ich mich halt bemerkbar und das nach all den Jahren nicht immer nettigst und freundlich.
So langsam aber sicher geht mir da der Geduldsfaden flöten..... und
tönt so hurtigst polternd vor sich hin. Da soll ich noch die Flötentöne
einhalten können? Die verschieben sich dann auch schon mal in
Schräglage. Und so hab ich sie dann flöten lassen die Töne meines Fadens
der Geduld. Und schon mal Töne an/auf einem Faden sitzen oder hängen sehen? Zappeln die so schrill vor sich hin, dann zieht der Faden sich wie ein Gummiband lang und spring auch mal zurück... peng macht es und es wird deutlich, was da so danebenging.
Wenn nicht genügend Fürsorge eingebracht wird ins menschliche Dasein
mag ich das überhaupt nicht. Da flötet die Flöte auch schon mal kräftiger.
Und es gibt doch so wunderbare harmonische Flötentöne.
Und nun ist er wieder weiter weg. Er wird wohl schon im Wohnwagen
schlafen.
Es gibt bei ihm anscheinend ein Zuweniggen an Fürsorge. Wo immer das auch hängengeblieben sein mag. Vielleicht ist das runtergewandert zu seinen Ohren und er kann deswegen so schlecht hören.
Fürsorge hat doch mit sozialer Einstellung zu tun und sozialem Denken.
Und das wird doch nach Untersuchungen der Neurowissenschaften über
das ein bestimmtes Gehirnzentrum gesteuert. Und nach deren Er-
kenntnissen funktioniert das bei einem Mann anders wie bei einer Frau.

Er kommt mir manchmal vor wie eine Maschine. Noch einen Gang einlegen und "dann muß man da einfach nochmal durch und dann ist es auch vorbei"
(seine Worte) Zähne zusammenbeißen, egal wie der Erholungsbedarf ist
oder anderweitig seelisches zu verarbeiten ist...... darauf nimmt er keine Rücksicht.

Oder ist es sein Ego?
So, wie er sich das vorgestellt hat, muß es dann auch gelebt werden und er wird nichts anderes leben lassen.
Gelebte menschliche Entscheidungen im menschlichen Dasein sind nun auch eingebunden und verwebt in fürsorgliche Entscheidungen, einer
fürsorglichen Aufmerksamkeit einer Gemeinschaft (sei es nun Ehe,
Lebenspartnerschaft, Freundschaft etc.) und dem darauf gerichteten Zusammenhängen menschlichen Zusammenlebens.
Ohne das gehts wirklich nicht.
Was wäre der Mensch ohne fürsorgliches Handeln?
Von ihm aus handelnd für sich selber und für seine Mitmenschen.
Was wäre eine Gemeinschaft ohne fürsorgliches Handeln?
Wäre sie ohne, würde mir was sehr menschliches fehlen und ich würd mich erschrecken und es käme mir weniger geborgen und heimisch vor.

Für mich gehört das zum Leben dazu und darauf verzichten mag ich nicht.

Und wenn er nun meint, es nicht berücksichtigen zu wollen und weniger bereit ist, diesem Anteil des Zusammenlebens mehr Bedeutung beizumessen und sie einfach mit offenem Herzen zu leben, so werd ichs nicht verhindern können und er wird seinen Platz am Wohnwagen finden.

Und eine Chance gibt es nach Stand der Flötentöne nur der dürftig. Eine Chance für ihn, die Grenzen seiner Fürsorge zu spüren und sie zu erweitern.
Eine Chance für mich, neue erweiterte Fürsorge mit ihm zu teilen.

Und wenns hier rappelt im Karton (Redewendung), der Karton kann manchmal riesenriesengroß sein mit einem Riesenrappel drin, hört es mir mir auf mit Lustigsein und ich werd verdammt ernst bei dem Thema Fürsorge für die Ehe und Fürsorge für die Familie.
Jeder Mensch hat nun mal seine/ihre Grenze/n. Was nicht mehr geht, das geht nicht mehr. Was sich nicht hat bewährt, sollte aus der
Bewährungsvergangenheit und der Bewährungsgegenwart absolut nicht
in die Bewährungszukunft gelegt werden. Das wäre ein Bewährungsüberschuss. Und Überschüsse gilt es abzubauen. Sie bergen
überschüssige Energie in sich. Sucht überschüssige Energie sich ein Ventil,
sind die Folgen übel.

Reden ist mit ihm nicht möglich, wenn seine angestaute Energie sich ein Ventil sucht. Und es ist seine Aufgabe und liegt in seiner Verantwortung und ebenso in seiner fürsorglichen Haltung sich selber gegenüber und ebenso mir gegenüber und seiner Familie gegenüber. Und es ist nicht meine Aufgabe
ihm das abzunehmen und er kann dann so weiterleben, wie es sein Ego gerade wünscht.

Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein....


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