Es waren alles Irrwege ...,

26.07.12 17:48 #1
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Es waren alles Irrwege ...,
LieberTee
Zitat von Darkness Beitrag anzeigen
Ich meine jene Menschen, deren Geist - aus gesundheitlichen oder Alters-Gründen - so eingeschränkt ist, daß Denkschwächen kein Grübeln aufkommen lassen.
Liebe Darkness,

Du sprichst hier Demenz an, aber ich kann aus Erfahrung im Freundeskreis sagen, dass der Weg in die geistige Dunkelheit ein schmerzlicher und verzweifelter ist. Was sich wirklich im Seelenleben eines Menschen abspielt, der unter Demenz leidet (im fortgeschrittenen Stadium) können wir kaum noch erfahren, da die Möglichkeiten, sich zu reflektieren und nach außen kund zu tun, dann sehr eingeschränkt sind.

Wünsche es Dir nicht und wünsche es niemand!

Ich bin für meinen Teil sehr dankbar, dass dieses "Werkzeug" bis auf einige Ausfälle wie Unkonzentriertheit, mir dient und hoffe, dass es auch noch lange der Fall sein wird. Nichts stelle ich mir schlimmer vor, als in die geistige Dumpfheit sehenden Auges zu versinken.

Manche tun das allerdings ohne an Demenz zu leiden und auch noch freiwillig, da sie vor der Wirklichkeit flüchten, die ihnen unerträglich erscheint.

Ich habe vor, im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte einst dem Tod in Auge blicken zu können. Ich bin nämlich unersättlich neugierig. Und im Moment erstreckt sich diese Neugier noch immer auf das Leben. Es hat jeden Tag neue Farben, die ich entdecken will. Solange ich lebe!

Lieben Gruß
LieberTee

Es waren alles Irrwege ...,
Nyota
Themenstarter
Ich wiederhole:

"Wohl dem, der aufgrund eines eingeschränkten Geistes-Zustandes nicht ... grübeln - und Freudlosigkeit nicht als Blockade und als körperlichen Schmerz empfinden muß."

Ich habe hierbei nicht ausschließlich an Demenz gedacht.
Aber mir fehlt es an Selbstbewußtsein, mich darüber explizierter zu äußern.

Es waren alles Irrwege ...,
LieberTee
Liebe Darkness,

Dein neues Benutzerbild gefällt mir. Zwar sind Wolken zu sehen, aber auch ein kleines bißchen blauer Himmel.

Warum hast Du zu wenig Selbstbewußtsein?

Lieben Gruß
LieberTee

Es waren alles Irrwege ...,

Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Liebe Darkness
ich weis im Moment nicht was ich Dir schreiben kann, aber ich sah das neue Bild von Dir, und möchte sagen, es gefällt mir sehr.

Wolken sind sehr faszinierend.

Sie können eine Mauer bilden,
Sie können wie Inseln sein
Sie treiben mit dem Wind in ferne Länder
Sie können sich auflösen ins Nichts
Sie können es Regnen lassen
Sie können die Sonne verdecken
etc.
aber irgendwie verändern sie sich immer

wünsche Dir.... das was Du Dir wünschst

LG KARDE

Es waren alles Irrwege ...,
Nyota
Themenstarter
Zitat von Karde Beitrag anzeigen
... ich sah das neue Bild von Dir, und möchte sagen, es gefällt mir sehr.
...
LG KARDE
Dieses Foto heißt auf meinem Notebook "Bedrohung".

Ich fotografierte vor einem Gewitter.
Vor und bei Gewittern habe ich Zeit meines Lebens Angst gehabt.

Es waren alles Irrwege ...,
LieberTee
Zitat von Darkness Beitrag anzeigen
[FONT="Comic Sans MS"]
Vor und bei Gewittern habe ich Zeit meines Lebens Angst gehabt.
Nicht das Gewitter ist gefährlich, sondern der Blitzschlag. Im übertragenen Sinne kann er Dich sowohl verbrennen als auch "erleuchten". Zumindest habe ich vor kurzem etwas über den Zusammenhang von blitzartig und "Erleuchtung" gelesen.

Vor allem hat ein Gewitter etwas reinigendes. Vielleicht musst Du Deiner Wut mal Ausdruck verleihen?


LieberTee

Es waren alles Irrwege ...,

Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Zitat von Darkness Beitrag anzeigen
Dieses Foto heißt auf meinem Notebook "Bedrohung".

Ich fotografierte vor einem Gewitter.
Vor und bei Gewittern habe ich Zeit meines Lebens Angst gehabt.
Liebe Darkness

Die drohende Bedrohung die sich da in den Wolken anbahnt --- geht vorbei, nach jedem Gewitter wird die Luft irgendwann besser.
Auch meine Grossmutter hatte sehr sehr Angst vor Gewittern, und lies immer eine Kerze brennen... und betete.
Ich bekam Respekt vor den Urgewalten der Natur.
Ich hatte selten Angst, bete einfach dass die Gewalt sich an Orten auslebt wo wenig Schaden an der Natur, Mensch und Tier gemacht wird.
... vor allem wenn hier der Hagel kommt, dann kommen mir die Tränen, und ich bin traurig, wie es danach aussieht. Aber ich lernte an der Natur erkennen, wie sie sich wieder regenieren kann von Naturgewalten.
Von Gewalt die ihr die Menschen antun mit Gift etc. kann sie sich nur sehr schwer erholen.

Früher schaute ich mit einer Sonnenbrille gebannt am Fenster den Blitzen zu, das faszinierte mich sehr, was da am Himmel geschah, vor allem Nachts.
Freue mich wenn Du wieder Fotos zeigst, die Du machst.

Liebe Grüsse
KARDE

Es waren alles Irrwege ...,
Nyota
Themenstarter
Zitat von Karde Beitrag anzeigen
...
Freue mich wenn Du wieder Fotos zeigst, die Du machst. ...KARDE
Ich muß mich von selbst-zerstörerischen Gedanken ablenken.

Heute geht es mir wieder besonders "sinnlos".

Es waren alles Irrwege ...,

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.131
Seit: 07.04.10
hallo Darkness,

ich kann nur schreiben, dass mich der ganze thread tief bewegt - zu Tränen rührt....wahrscheinlich, weil ich diese (oder ähnliche) Gefühle gut kenne...

Was mir gut in Erinnerung blieb, ist, dass Du beklagst, deine Kreativität (bezüglich des Schreibens) verloren zu haben...das ist wirklich schrecklich; leider geht es mir ganz ähnlich. Bis vor ein paar Monaten fand ich mich auch in Maßen "kreativ" - und im Moment bin ich froh, wenn ich mit dem Alltäglichen zurecht komme.

Ich denke, das ist Teil der "Depression" - die zehrt und verbraucht sehr viel Kraft - die man doch so nötig bräuchte....

Dies war jetzt wirklich keine "Hilfe" - wollte mich "nur" mitteilen...

Ganz liebe Grüße...mb
__________________
"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Geändert von mondvogel (07.08.12 um 16:58 Uhr)

Es waren alles Irrwege ...,
Nyota
Themenstarter
Zitat von monsterbird Beitrag anzeigen
hallo Darkness,

ich kann nur schreiben, dass mich der ganze thread tief bewegt - zu Tränen rührt....wahrscheinlich, weil ich diese (oder ähnliche) Gefühle gut kenne...

Was mir gut in Erinnerung blieb, ist, dass Du beklagst, deine Kreativität (bezüglich des Schreibens) verloren zu haben...das ist wirklich schrecklich; leider geht es mir ganz ähnlich. Bis vor ein paar Monaten fand ich mich auch in Maßen "kreativ" - und im Moment bin ich froh, wen ich mit dem Alltäglichen zurecht komme.

Ich denke, das ist Teil der "Depression" - die zehrt und verbraucht sehr viel Kraft - die man doch so nötig bräuchte....

Dies war jetzt wirklich keine "Hilfe" - wollte mich "nur" mitteilen...

Ganz liebe Grüße...mb

Danke - monsterbird, Du hast eine sehr schöne Anteilnahme formuliert.

Manchmal frage ich mich, ob ich zu anspruchsvoll bin, mir unberechtigt zu viel Zuwendung und Verständnis wünsche. Zufrieden sein sollte - mit dem, was mir gegönnt ist.
Vielleicht bin ich gar nicht depressiv, -- sondern nur egozentrisch, anspruchsvoll , - gefallsüchtig ...

Stehe ich mir selbst im Wege?
Und wie finde ich da heraus?

Selbsterkenntnis sei der erste Weg ..., - heißt es.
Doch wie sich erkennen, wenn einen Verzweiflung am Denken hindert -, wenn alles so de-real ist?


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