Ich möchte leben

19.05.06 04:40 #1
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Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo blockflöten-monika,

kann ich was für, wenn ich nicht schlafen kann?
ich fine es allemal besser, in schlaflosen nächten was zu tun, statt mich mit schmerzen hin und her zu wältzen. da geht es nämlich gar nicht besser. da schlafe ich dann gar nicht mehr. wenn ich was tue in einer schlaflosen nacht, dann kann ich wenigstens iorgendwann schlafen, weil ich dann auch müde bin.

momentan habe ich keine zukunftsangst. ich bin gerade körperlich zu schwach dazu.
das mit den gutachtern ist keine zukunfstangst. das ist misshandlung, ehrverletzung, menschenrechtsdiebstahl und/oder was auch immer. ich übertreibe nicht. wem es gleich geht, der weiss, von was ich rede.

viele liebe grüsse und danke für die worte von shelley
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mikado ist offline
Beiträge: 174
Seit: 11.10.06
lass gut sein shelley, denn sie meint es zwar gut ,hat ja aber nicht den geringsten schimmer , dass wenn der darm verschlungen ist , das steissbein einige male um die achse und der ruecken mitgehen muss, dass man dann wach ist wenn der darm das will ,naemlich auf die andere seite , und das geht zu bestimmten zeiten, das kann man nicht trainieren , das trainiert uns wenn wir leben wollen.

ich hab schon mal gesagt: da hilft die prostrat-stellung besser als der herr jesus.

aber wie sag ich's meinem kinde?

geh mal in das forum wo ein physio innerliche manipulation macht.

wenigstens verstehen die um was es sich handelt!

verzag nicht. wann bekommst du das ergebnis vom gutachter?

l.g. deine wunderblume

p.s. meine e-mail bewegt sich nicht.

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
liebe mikado,

am 24. januar sollte ich zur gutachtungsbesprechung gehen. diese besprechungen sind oft noch grässlicher als das gutachten selbst. ich schaffe es nicht, ohne meine beiständin zu gehen. also vielleicht werde ich den temrin noch verschieben müssen. wie froh wäre ich, ich müsste nicht hin. weil diesen termin geben sie dann als argument, dass ich mit dem gutachten zufrieden sei. doch wenn ich dagegen was sagen will, dann lassen sie mich eh nicht ausreden oder hören nicht auf mich, sondern machen mich nur fertig.

vergiss alles! ich mag nicht daran denken. auf alle fälle rufe ich meinem beistand an und versuche, nicht daran zu denken, sondern die sache neutral und distanziert anzugehen.

danke, wegen dem tip von dem forum. hast du einen link zu?

viele liebe grüsse von shelley
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

ich bekam ein wunderbares weihnachtsgeschenk.

ich habe ja hier schon von meiner freundin geschrieben, welche mit einer tödlichen schleimhauterkrankung heim zum sterben geschickt wurde.
die geschichte ging also weiter.
ich habe die ganzen wochen sehr um sie gebangt.

als ich von der klinik nach hause kam, blieb sie ja noch eine weile dort.
es wurde immer schlimmer. sie erbrach fast täglich literweise blut, hatte fast jede nacht sehr hohes fieber, brauchte schon so viele transfusionen und infusionen, dass alle ihre venen durch waren.
sie sollte ins krankenhaus geschickt werden, damit man ihr einen port-à-cath legt. doch das krankenhaus schickte sie wieder heim, weil ihnen die operation zu gefährlich war. es wollte niemand mehr die verantwortung übernehmen.
als klar wurde, dass sie ohne port wirklich nur noch eine oder zwei wochen leben würde, bekam ein arzt es durch, dass sie die portoperation machen darf, um wenigstens noch etwa fünf wochen zu leben.

durch die operation sehr geschwächt und wegen der krankheit nur noch haut und knochen wurde ihr zu hause ein sterbezimmer mit sämtlichen geräten eingerichtet. rund um die uhr war jemand von der begleitenden sterbehilfe da. sie konnte nicht mehr aufstehen und fast nicht mehr sprechen.
da war also diese sterbehelferin, welche glücklicherweise die frau eines oberarztes war und fand, man könne so einen jungen menschen doch nicht sterben lassen. sie erzählte ihrem mann, was sie so in bruchstücken - jedesmal, wenn die freundin kraft zum reden hatte - erfahren konnte.

sie bat meine freundin, ein allerletztes mal vor dem sterben ins krankenhaus zu kommen. wiederwillig wegen den schlechten erfahrungen, entschloss sich die freundin, einen versuch zu wagen, unter der bedingung, dass man sie sofort wieder heim lässt, sobald sie wieder so schlecht behandelt wird von den ärzten.

sie hatte glück. endlich mal untersuchte man sie richtig, worum sie schon zu beginn ihrer krankheit vor 1,5 jahren bat. immer hiess es nur, es sei psychisch. sie täte die krankheit vortäuschen. und das, obwohl man in der magenspiegelung sah, wie das blut herauffloss.
nach vielen etlichen untersuchungen fand man endlich heraus:
sie habe gar keine schleimhauterkrankung, sondern eine angiologische störung.
im allerletzten moment wurde sie für 4 bis 5 stunden operiert und musste danach in den genuss der intensivstation kommen.

doch schon bald ging es wieder aufwärts. sie muss noch regelmässig ins krankenhaus für infusionen. sie nimmt endlich wieder zu und ist fleissig am aufbauen. sie lernt schon wieder für die schule und hat sogar schon wieder 4 prüfungen abgelegt.
sie hat das glück, dass sie keine krankheit hat, welche die gehirntätigkeit beeinflusst. so schafft sie es jeweils immer schon bald wieder, ihre ausbildung fort zu setzen.

die klagen gegen verschiedene krankenhäuser und ärzte sind am laufen. dank der patientenorganisation ist es möglich, diesen skandal zu begraben.

ich bin wirklich so froh, dass meine freundin wieder gesund werden kann! es ist zwar noch nicht sicher, ob die operation gut verlief und ob sie nicht noch eine weitere operation braucht. diese könnte dann zwar ziemlich gefährlich werden. es könnte sein, dass sie einen bypass braucht. doch das hoffen wir alle nicht.

auf alle fälle ist es wunderbar, dass ihr nun doch das leben geschenkt wurde, nachdem sie schon mit einem bein im tod steckte.

viele liebe grüsse von shelley
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blockflöte ist offline
Beiträge: 547
Seit: 09.09.06
liebe shelley,

dein bericht über deine freundin berührt mich sher, und ich freue mich sehr mit dir.

es ist direkt ein wunder,dass DIESE frau zu deiner freundin kommen musste und den richtigen "durchblick hatte.

diese begebenheit zeigt aber auch, dass wir kämpfen müssen, uns nicht abspeisen lassen dürfen von "wischi-waschi-diagnosen", die alles auf die psyche schieben.

dieser krankheitsweg hat deine freudin gewiss sher geprägt, sie reifen lassen.

so wünsche ich auch dir gottes kraft, um im neuen jahr weiter kämpfen zu können.

lg deine blockflöten-monika
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die wichtigste stunde ist immer die gegenwart, der bedeutendste mensch immer der, der dir gerade gegenüber steht.
aus dänemark

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soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi liebe Shelley,

Endlich schaffe ich es mal wieder ein bischen hier im forum zu schreiben.
Es gibt einfach mal zeiten das ich sosehr mit mich und mein innere beschäftigd bin,das ich nicht dazu komme.
Und voraus ,ja mir gehts gut.
Ich hab gesehen das du sehr viel geschrieben hast,und nimms mir nicht übel wenn ich das nicht alles nachlese,das wäre soviel.
wäre es schön wenn du mal ein buch schreiben solltest,weil du sehr schön und gefühlsbetont chreiben kannst.
Du würdest viele berühren und auch gleichzeitig helfen mit dein geschichte.
Ich versteh das es womöglich zu erschöpfend sein sollte,aber du musst es nicht morgen fertig haben.

Ich beschäftige mich ins moment mit vieles gleichzeitig,ich glaube ich bin in ein heftige lernfase.

Ich werde wenn ich das aussortiert hab dich darüber schreiben.


so süsse,vorerst ein gute rutsch,
und ich wünsche dich ein lichtes neues jahr.

Soul

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
liebe soullove,

ich freue mich sehr, dass du dich wieder mal gemeldet hast!
dankeschön!!

du bist doch mal umgezogen. magst du erzählen, wie und ob du dich eingelebt hast? wie ist es so am neuen ort?

ich freue mich auch ganz dolle, wenn du mir erzählst, was du gerade so lernst und so.

ich wünsche auch dir einen guten rutsch und grüsse ganz lieb.



deine shelley
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
Eine weiße Blume,
ganz klein und ganz zart,
wächst aus dem Schotter hervor,
aus dem Geröll
und streckt sich der Sonne entgegen.
Ich stehe davor, ganz ergriffen,
denk’ an mein Leben
und wünsche mir,
vor allen anderen Dingen,
dass mir das gleiche
wie dieser Blume möge gelingen.
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
liebe blockflöten-monika,

danke, dass du deine mitfreude zum erleben meiner freundin zum ausdruck gegeben hast!

ich dachte, weil du anselm grün magst, hast du vielleicht dietrich bonhoeffer auch gerne. aber ich habe noch nichts von ihm für dich gefunden.

viele liebe grüsse von deiner shelley
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