Ich möchte leben

19.05.06 04:40 #1
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Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

ich bin noch so fertig irgendwie.
es macht mich alles so fertig.
ich habe gestern zwar noch beim nachtwächter vorgejammert und er sagte, ich müsse das melden alles.
ich habe auch geschlafen und dachte, dass ich danach wieder unbelastet bin.

ich würde so gerne mutti oder meine freundin nrufen und vorheulen, aber es ist noch zu früh.

also deswegen habe ich gerade dem rolli-geschäft geschrieben, dass sie wirklich kommen müssen und das wirklich auf kosten der klinik geht.
ich weiss ja nicht, was die von der klinik dem rolli-geschäft sagen werden.
wahrscheinlich, dass es nicht so dringend ist und so.
ich sagte ja den schwestern, sie müssten sich darum kümmern, weil mir das alles zu viel ist, aber am ende muss man ja immer alles alleine machen, obwohl man fast nicht mehr kann und am boden kriecht.

also ich bin echt fertig.

den port habe ich seit freitag.
die operation ging gut.
ich wusste nicht, dass es so gut gehen kann, weil es das letzte mal so schrecklich schlimm war.
ich habe gemerkt, dass der letzte chirurge die sache einfach dumm gelegt hat, so dass es wochenlang doch beim schlucken weh tat.
auch der anästhesist war klasse.
ich bekam einfach propofol, schlief ein, wachte auf und alles okay ohne nebenwirkungen.
das letzte mal war ja horror.
die reinste achterbahnfahrt.
egal.
ich mag nicht so viel tippen.

also auf alle fälle habe ich jetzt halt noch weh seit freitag.
und gestern ging ich eben nur rasch raus, um die eltern raus zu bringen.
da kam ich rein, die putzfrau wollte mir mit dem rollstuhl-lift helfen, was auch ganz gut ging, bis die schwester kam, mit wucht unnötiges am lift rumfingerte, bis ich vorne runter fiel mit dem rolli.

ich habe auch ein wenig angst, dass sie jetzt alles auf die putzfrau schieben werden.
ich weiss ganz genau, dass sie ihre sache gut gemacht hat und ohne sie wäre ich sogar auf den angestochenen port gefallen.

mist.
ich mag nimmer.

grüsse; shelley

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cassandra ist offline
Beiträge: 345
Seit: 16.06.06
hi shelley,
wenn die infusionen vorbei sind, kommt der port dann gleich wieder raus?
die frage liegt mir sehr am herzen wegen bakterien, oder werden die von den ab's gleich dort unschaedlich gemacht?
wird dein apergillus oder wie das ding heisst eigentlich therapiert, und dein blasenfix sitzt der besser als katheter vorher?
du sagst immer, du bist so fertig von allem.
versteh und tut mir leid.
bist du so fertig weil man dir einfach nicht richtig hilft oder von der eigentlichen therapie, oder von den sorgen wie es weiter gehen soll.
sicher, eins greift ins andere,da ist es beinah erstaunlich, dass du dich immer wieder aufrappelst. nicht mancher tut und kann das.
hoffentlich wird es ertraeglicher in den naechsten tagen
cassandra

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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

ich habe gerade grosse, grosse angst.

eigentlich habe ich nicht mehr nur angst.
sondern ich werde zur angst.

das einzige mal im leben, in dem ich nicht nur angst hatte, sondern zur angst wurde, war, als ich im sterben lag.

also und jetzt ist es wieder wie damals.

damals begann es auch mit eiter.
einfach an der portnadel.

nun sitzt er am cystofix.

ich habe angst, dass da eine resistentinfektion ist, welche sich ausbreitet und sich am port ansiedeln wird.

ich bin die angst gerade.

ich habe gleich meinem arzt eine dringend-mail geschrieben, dass er morgen sofort einen abstrich machen lässt.
ja gut; ich werde dann noch sagen müssen, dass er es dringend behandeln lässt.
aber das ist ja logisch.
nicht?

also ich habe morgen eben keinen arzttermin.
ich werde vielleicht auch noch anrufen und im sekretariat sagen, sie sollen ja schauen, dass er die mail schnell liest.
ich werde wohl auh noch den stationsarzt kommen lassen.
ich weiss nicht genau.

am liebsten würde ich alles jetzt machen mit abstrich und reinigen und so.
weil ich denke, dass bei so einer resistentinfektion jede minute zählt.

aber in der nacht kann man ja nix machen.
und der nachtwächter dünkt mich ein wenig faul.

ich werde aber gleich wieder nach vorne gehen und wenn er mal wieder zufällig dort ist, ihm schön was vorjammern.
extra dafür zu klingeln getraue ich auch nicht.
ich liess ihn ja schon kommen wegen der sache und weil es so weh tut.
er gab mir einfach schmerzmittel, aber es bringt ja nix, dass ich bei sowas einfach die schmerzen unterdrücke.
ich nahm die mittel dann doch nicht, weil ich möchte nicht wichtige zeichen übersehen, wenn ich sie unterdrücke.

die angst-shelley

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blockflöte ist offline
Beiträge: 547
Seit: 09.09.06
hallo shelley,

ich bin entsetzt, was du über die zustände in deinem krkhs. und an dir berichtest!

dass du angst hast, verstehe ich gut. nun ist es ganz besonders wichtig, dass dich gottes weisheit leitet, wie und wo du an höherer stelle monierst und mal "auf den Putz" haust.

ich verstehe nicht, wie all das passieren kann, und docs nciht nach dir sehen, oder dienstleitung nach dem rechten schaut, wie zB bei dem rolliunfall. ich glaube, das ist hier denn doch nciht möglich.

so wünsche ich dir von herzen ganz viel mut und courage, deine belange zu gehör bringen zu können, und auch die ausdauer, wenn das nciht gleich so klappt, wie es nötig wäre. und dass trotzdem die behandlungen dir ein wenig besserung verschaffen.

lg monika
__________________
die wichtigste stunde ist immer die gegenwart, der bedeutendste mensch immer der, der dir gerade gegenüber steht.
aus dänemark

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Ursu ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 27.06.08
morgen mädel,

mit schrecken lese ich deine nachricht,

bitte, bitte drann bleiben, die ärzte nerven, meinetwegen auch die schwestern, das gehört sicher angeschaut.

sag mal hast du schon darüber nachgedacht ein anderes krankenhaus aufzusuchen?!? ich mein gut achtgeben auf dich tun die ja nicht gerade, oder?

ich schick dir auf alle fälle ganz viel seelischen beistand, besuchen kann ich dich ja schlecht

ich hoff dir gehts bald besser und das du dir unnötige sorgen gemacht hast *daumendrück, alle beide*

deine an dich denkende ursu
__________________
Die Summe der konstanten Fehler nennt man Stil,
... aber ein Rest Unsicherheit bleibt immer.

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cassandra ist offline
Beiträge: 345
Seit: 16.06.06
shelley,wie man mit dir umgeht und dich mit deiner angst alleine laesst, da bleiben mir die worte im hals stecken.
kann nur hoffen ,wenn dein chefarzt davon erfaehrt, dass er einiges aussortiert.
nehme allerdings an, dass hier einige aus der klinik mitlesen und du noch mehr aerger bekommst wenn denen nicht passt was wir hier zu deiner behandlung sagen.
moechte mich da monika anschliessen:gut durchdacht gegen die unmoegliche behandlung vorgehen.
gruss
cassandra

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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo ihr lieben,

sorry; ich mag gerade nicht allen einzeln antworten und auf alles eingehen.
ich bin auch wieder mal in eile, weil ich gerade online bin.

ich will einfach allen dankeschön schreiben.
es ist lieb, dass ihr mir schreibt!

bei mir kam schon wieder eine neue angst.
vielleicht gehe ich noch zum nachtwächter, auch wen der nix macht.
einfach mal die sache loswerden...

also es ist ja so.
da ist die dusselige gestresste schwester, die immer die hälfte vergist, deswegen viel hin- und her rennen muss und deswegen dauernd damit kommt, sie hätte keine zeit und so.

also sie hat mir dann das kabel vom katheter nicht angeklebt.
da bat ich sie immer wieder darum.
irgendwann vergass ich es auch, dann sagte sie, ich soll es alleine machen und dann fand ich die klebestreife nicht mehr und so.

nun gut.
jetzt ist also der katheter ein wenig rausgezogen.

also etwa ab 16h hatte ich plötzlich harndrang und das dürfte ja nicht sein, wenn man katheter hat.
ja und dann beim duschen um 19h sah ich, dass er ein paar centimeter rausgekommen ist.

nun drehe ich also mal wieder die angst.
ich habe angst, dass er deswegen nicht mehr richtig funktioniert.
er fliesst schon noch und ich hoffe, dass er dafür nicht mehr so fest weh macht, doch ich habe auch angst, dass ich nun deswegen dauernd meine, ich muss auf toilette gehen.

ach so mist immer!

ich fühle mich mit der sache eh ein wenig alleine gelassen.
der urologe ist halt wirklich schon sehr alt und sitzt einfach noch seine restliche zeit ab irgendwie.
er ist ja voll nett, doch nach grossen versprechungen begleitet er mich gar nicht so wirklich.
er kam dann schon wegen dem eiter schauen, fand, es sei normal, wenn noch über eine woche nach dem eingriff die wunde wasser und blut verliert und das sei ja bestimmt kein eiter gewesen.
so als ob ich nicht wüsste, wie eiter aussieht.

aber das letzte mal war es ja auch so.
da hörten sie auch noch nicht, als ich fand, es würde weh machen und es würde eitern.
noch als ich 40° fieber hatte, fanden sie, das sei wegen meiner wärmekissen.
wenn dann nicht ein hämatologe aus seinem urlaub extra wegen mir gekommen wäre und sämtliche ärzte und schwestern mit meinen eltern als heimliche zeugen (das kommt davon, wenn der kühlschrank vor der schwesternküche steht und die türe zu dünn ist für eine laute stimme) zusammengeschissen hätte, dann wäre ich ja nicht mehr hier.

ja also und deswegen habe ich nun wegen allem so ziemlich schnell gerade ziemliche angst.

doch da im forum las ich mal, dass ängstliche patienten schneller zu ihren sachen kommen.
jetzt mache ich mal auf ängstlich - ich habe die angst ja wirklich - und werde morgen also einfach zum urologen gehen und an die türe klopfen.

dann kommen zwar wieder die schwestern und finden, das würde bös blut geben, wenn ich nicht sie frage, sondern alleine gehe, doch das ist mir egal.
ich habe angst und in der angst da mache ich eben so unsinn.

wie heute.
da ging ich auf die infusionsstation noch ein besseres pflaster holen, weil die schwester die sache nicht gut zuklebte.
ich getraute sie nicht fragen, weil sie es dann eh runtergespielt hätte.
auch wenn sie die operationsnarbe nicht unter sichtfolie tat und mich so geduscht hätte.

auf alle fälle war ich also auf infusion, sagte, ich verlang hier ein pflaster, weil ich angst habe, die schwester zu fragen und schon kurz darauf steht die schwester in meinem zimmer.
was das gesollt hätte.
das würde bös blut geben.
ich könne ja schon sie fragen.
und blabla.

ja ich habe ja schon viel gefragt und wurde abgeschoben, nur damit dann was schief geht.

meine freundin weiss schon, warum sie die ganze klinik und noch sämtliche ärzte angezeigt und vor gericht gezogen hat.
die lag ja noch sterbender als ich wegen denen.

auf alle fälle brauche ich die klinik eben noch.
es ist noch die einzige, welche überhaupt was bei mir macht.
bzw. ist es mein arzt hier, der sich für mich einsetzt.
er will jetzt viele teste machen, welche nicht bezahlt werden, stellt aber ein gesuch an die krankenkasse und versprach, der lulifrau sachen zu schreiben, damit sie stiftungen suchen kann, wenn die kasse die teste nicht zahlt.
ja und die teste brauche ich ja eh nur für die versicherungen.
mist alles.
die therapie würde ich schon ohne teste kriegen.

reicht sollte man sein.

blabla.
ich mag nimmer.

heute war noch unsinn passiert.
da lief die infusion zu ende.
es war noich flüssigkeit im schlauch.
da klingelte ich die schwester.
und während dem sie sehr lange nicht kam, sah ich plötzlich, dass schon im portschläuchlein luft drinnen ist.
ja und im port ist ja luft gefährlicher als im arm.

auf alle fälle war es mir unheimlich und ich verstehe nicht, wie das passieren konnte.
die schwester sagte auch, das kann nicht einfach so passieren, weil das herz a den druck zurück gibt.
also gut.
nun sagen sie bestimmt wieder, ich hätte mich umbringen wollen mit der luft im schlauch und ich hätte an der infusion rummanipuliert.
dabei habe ich wirklich nichts gemacht, ausser ruhig daliegend auf die schwester gewartet.
ich hatte ja selbst voll schiss und sagte extra, sie soll ja rückaspirieren, bevor sie spült.

ja und irgendwie habe ich so ein kollergefühl in der vene, wo der port liegt.
also so wie wenn die einem bei colonhydrotherapie luft in den bauch blasen.
da kollert es dann auch so.
und so kollert es also da bei der operation.
als der pfleger mir ein wenig luft reingemacht hat beim spülen, hat es auch so gekollert.
ja einfach.

blabla.
koller-koller.

ich bin aber echt froh und dankbar um den port.
nun habe ich nicht mehr die höllenqualen, wenn sie versuchen, mich in die arme zu stechen und es nicht so gut können.
und die operation war ja so voll spitze im gegensatz zu letztem mal.
es tut auch gar nicht so weh, weil die ja nun eine andere vene nahmen und überhaupt.
ich bin echt positiv überrascht.
ich will nur noch propofol für narkose, das ist ein spitze mittel.

also fertig jetzt.

ich habe auch angst, weil morgen der schwule pfleger meinen port anstechen wird.
und ihn hatte ich noch gar nie.
ich weiss auch nicht wirklich, wie grob oder fein er arbeitet.

den grobi-schimpansen-pfleger will ich ja schon zum vornherein nicht.
der türezuknaller soll mir am vormittag fern bleiben.
gegen abend ist mir ja wurscht, wenn er meine türe zuknallen will, weil die bleibt eh offen dann.

auf alle fälle ist der schwuli so eingebildet und denkt, er wisse sogar mehr als die ärzte.
doch dieser ruf ist auch im krankenhaus, wo ich die op machen liess, bekannt.
da hat er zuvor gearbeitet und seine ehemalige kollegin sagte mir das.

also heute musste ich ja schimpfen mit ihm, weil er nicht zugehört hat.
ich sagte ihm: "ich brauche die neue infusion. bring die mir bitte."
der will dann abstöpsel kommen und ich motzte ihn an: "ich habe gesagt, ich brauche die neue infusion! ich brauche noch zwei!"

und dann finden sie, die kommunikationsprobleme kämen von meiner seite?
wo sie es sind, die nicht zuhören können?

ja mit anderen patienten würde es auch nicht kommunikationsprobleme geben.

kunststück.
die kommunizieren eben nicht mehr.
entweder kommen sie eh zum sterben oder sind sonst ein wenig hulla drauf.

als ich ja mal hier im dorf war mit den eltern, wo ich noch nicht so fest krank war vor etwa 14 jahren, da sah ich dieses krankenhaus mit seinen patienten und fand:
"die leute, welche hier hin kommen, sind ja alle nicht ganz dicht. an diesem ort kann man ja nur krank werden. und das soll sein, um leute gesünder zu machen?"

ich denke, dass ich noch klarer sah, als mir noch besser ging.
heute im elend greiffe ich eben nach jedem strohhalm.
weil ich einfach gesundheit bekommen will.

die shelley

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hihi.

da kommt mir gerade noch was in das gedächtnis zurück.

das war so lustig beim hypnosearzt.
der machte mir quasi deutlich, wie unnütze er doch ist.

also es war etwa so:

er kam so mit jesus und dass da einer zu jesus ging und sagte: "bitte jesus, heile mich."
und jesus hat den mann geheilt.

da fand ich zu dem arzt:
ich denke, jesus hat ihn nicht direkt geheilt, in dem er ihm die krankheit weg nahm, sondern dadurch, dass er dem mann kraft gab, dass dieser sich selbst heilen kann.

da kamen wir zwar zum schluss, dass dies also interpretationssache sei, wie jesus es nun meinte oder nicht.

auf alle fälle fand ich dann, dass ich eben denke, man kann sich nur selbst heilen und dazu andere menschen um hilfe bitten.

dass ich also zu ihm gekommen sei, damit er mir hilft, dass ich mich selbst heilen kann.

da fand der arzt so in dem stil, ich wolle ja nur nicht die hilfe vom arzt annehmen und ich wolle gar nicht "heil" werden.
als ob ich das so gesagt hätte....
ich will ja "heil" werden, doch dies selbst und mit hilfe anderer schaffen, aber nicht einfach faul da liegen und nur die anderen machen lassen.

auf alle fälle fand ich, ich müsse mich ja nicht wiederholen und sagte deswegen:

"gut, herr doktor. ich bat sie darum, mir zu helfen, dass ich meine krankheit überwinden kann und gesund werde. nun aber komme ich zu ihnen und bitte sie, dass sie mich heilen."

und er?

ich muss so lachen, wenn ich daran denke.

er fand nur: "ich bin nicht jesus."

so in dem stil, er könne mich nicht heilen. (was ich ja eigentlich nicht von ihm erwartete, aber von dem er fand, ich wolle nicht gesund werden, wenn ich mich mit seiner hilfe selbst heilen will, statt mich vom arzt heilen zu lassen. so in dem stil.)

auf alle fälle fragte ich ihn dann nur so in die richtung: "dann muss ich also zu jesus gehen und nicht mehr zu ihnen kommen."

ja echt!

was habe ich bei dem noch verloren?

er scheint mir ja nicht zu helfen können.

oder wie soll das gehen, wenn er findet, man solle sich heilen lassen, er das aber anscheinen nicht kann und einem durch die blume zu jesus schickt?

*gggg*

ich musste schon so viel lachen wegen diesem arzt.
aber ich kann ja jetzt nicht alle unsere gespräche erzählen.
obwohl sie köstlich amüsant sind.

es grüsst die shelley

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
die letzte stunde plapperte der mann einfach plötzlich drauf los.

und ich merkte, dass der ja einfach ein auswendiggelerntes buch erzählte und gar nicht so sprach, wie er wirklich denkt.

da schaute ich ihn an und musste plötzlich fast losprusten.

ich hielt ihn an und fragte: "wissen sie, was ich gerade denke?"

er schaut mich mit grossen augen an.

"ich denke gerade, dass sie ja so obercoole tolle bücher gelesen und gelernt haben. und ich finde, dass sie ganz toll erzählen, was drinnen steht. vor allem die spitzemässigen fremdworte sind super!"

da war er schon fast beleidigt.
und ich redete mich raus:
"ja wissen sie. wie gesagt. ich dachte nur, wegen den fremdworten."

bffffff.

dabei meinte ich es eigentlich, weil ich eben fand, dass er mal selbst denken könnte, statt einfach nachzuplappern, was er mal gelesen hat.

*ggg*

ich bin echt gespannt, was die nächste sitzung bringen wird.

vielleicht wird er ja besser, wo wir nun in einem intensiven gespräch und hoffentlich ein wenig besser kennen gelernt haben.


Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
mir ist doch so elend immer mal wieder.

also das ist mir heute doch mein ganzer teller mit dem ganzen essen runter gefallen auf den fussboden.
weil ich ihn fast nicht mehr halten konnte und mir so voll mies war.

ich denke ja aber nicht, dass die checken, dass mir wirklich mies ist...



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