Ich möchte leben

19.05.06 04:40 #1
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Ich möchte leben
Lukas
Zitat von Shelley Beitrag anzeigen
bei mir ist es nicht nur so eine laune.
Es war keine bestimmte Person damit gemeint.



@ Marcel:

Wenn Du zum Überleben (und ich schreibe bewusst Überleben und nicht Leben) monatlich etwa 2.500 Euro benötigst, Du sie aber nicht (mehr) hast und nicht (mehr) bekommst, was bleibt dann noch anderes übrig, wenn man ein menschenunwürdiges Dahinsiechen nicht möchte?

Wenn überlebenswichtige Therapien nur von Privatärzten (teilweise auch noch im Ausland) durchgeführt werden, keine Krankenkasse die Kosten übernimmt...
wenn mehrere Gerichtsprozesse gegen Krankenkasse, Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Versorgungsamt, Sozialamt bereits laufen, teilweise seit über vier Jahren, und Du nicht auf den Kopf gefallen bist und das dahinter steckende System längst durchschaut hast, worauf willst Du da noch bauen?
Und wenn Du eben keinen Beistand hast, der das alles für Dich regelt, und keine Familie und keinen Partner, und Du selber in diesem Zustand aber schon mehr leistest, als irgendeine gesunde Person je tun würde, und Du aber eben auch irgendwann mal an Grenzen stößt und nicht noch einen sechsten und einen siebten Gerichtsprozess gleichzeitig durchstehen kannst oder willst, nicht weiterhin Dich Monat für Monat von verlogenen und bestochenen "Gutachtern" schikanieren und demütigen lassen möchtest...
wenn auch Ärztekammern, Patientenbeauftragte, Patientenschutzverbände etc. allesamt als Anlaufstelle bereits versagt haben bzw. sich nicht zuständig fühlen oder eben keine Lösung wissen?

Wenn Du das alles nicht aus Sicht eines körperlich gesunden Menschen mit vorhandener Kraft und Energie und erfreulichen Tätigkeiten und Erlebnissen als Kompensation für Unerfreuliches betrachten darfst, sondern aus der Sicht eines Schwerstkranken, der im monotonen, einsamen Alltag und bei jeder Tätigkeit stark eingeschränkt ist, dessen Skelettsystem und einige Organe ohnehin schon schwer und irreparabel geschädigt sind, und der von daher keine wirkliche und dauerhafte Besserung des Zustandes erwarten kann und darf...

Welche Hilfe sollte es da geben?

Ich möchte leben

admin ist offline
Administrator
Beiträge: 20.282
Seit: 01.01.04
Hallo Lukas

Das hört sich wirklich sehr aussichtslos, kräftezehrend und überaus entmutigend an.
Ich muss sogar sagen, dass ich mich aufgrund meiner Erfahrungen und meines Zustandes nicht genügend in Dich hinein versetzen kann und somit nicht ansatzweise für ein Gespräch eigne, wo Du Dich verstanden fühlen kannst. Vielleicht aus der Theorie ... aber das würdest Du durchschauen.
Da eignen sich wohl tatsächlich viel eher genau die Leute, welchen es gleichermassen schlecht geht, welche Dich bestens verstehen und wo Du Dich auch verstanden fühlst, wenn Du Dich öffnest.

So ist es denn wohl auch zu diesem Gespräch mit Shelley gekommen. Ihr könnt Euch dahingehend sicherlich vieles geben. Das ist auch wirklich begrüssenswert. Aber bitte stoppt spätestens vor dem ultimativ letzten Schritt.

Vielleicht könnt Ihr nicht grundsätzlich die Probleme lösen, welche Euer Leben nicht lebenswert machen. Aber vielleich könnt Ihr innerhalb dieser engen Grenzen trotzdem ein klein wenig die Zeit aufhellen.
Wahrscheinlich sind es nur ganz kleine Dinge, welche Euch trösten können. Aber wenn die Möglichkeit besteht, dass solche Situationen entstehen ... und wenn das Forum eine solche Situation erzeugen kann ... ist das wunderbar.

Gruss, Marcel

Geändert von admin (08.05.07 um 22:17 Uhr)

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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
Und wenn Du eben keinen Beistand hast, der das alles für Dich regelt, und keine Familie und keinen Partner, [...]

lieber lukas,

du hast ja vielleicht schon mitbekommen, dass ich trotz beistand und sozialarbeiter noch genug ärger habe.
doch ich habe auch schon gedacht; wäre es für dich nicht ein wenig eine möglichkeit, um noch lebenszeit zu schinden? oder wie sagt man dem? aufschieben? ich finde gerade das deutsche wort dazu nicht.

bei mir war es ja so, dass ich nach 6 jahren vergeblichem kampf, aufgab,
die ganzen stapel an unterlagen brachten mir nix.
ich fand doch einen anwalt, welcherr fand: sie brauchen dringendst das geld. das ist das erste, was sie brauchen. egal, auf welche art und weise. egal, wenn es mit unrecht zugeht. sie brauchen es.
und da liess ich mich ja fehldiagnostizieren und *schwupp* bekam ich endlich ein wenig geld. es ist natürlich nur das minimalste und wegen der fehldiagnose habe ich ja nun neue probleme.
wie gesagt; es ist jetzt auch nicht viel besser. es ist anders. aber ich habe ein bisschen was zum leben. das ist halt schon auch wichtig auf dieser s***is*welt.

also lukas; weisst du; meinst du, es wäre für dich nicht eine allererste minimale erleichterung, wenn du halt über eine gelogene fehldiagnose geld bekommst?

manchmal denke ich: auf dieser welt kommen eh nur gauner an die spitze. mit wahrheit kann man kein geld verdienen.
warum sollte ich also nicht auch lügen um zu überleben?
es ist mir zwar sehr zuwieder, das lügen.
ich bin ein mensch, welcher immer nach wahrheit strebt. welcher immer für das recht einstellen wollte und welcher schon jung voll den weltenkummer bekam wegen den ganzen lügereien auf dieser welt.

nun bin ich so abgestumpft, dass ich mich fehldiagnostizieren lasse, um an geld zu kommen.
das macht mich halt auch fertig.
die ganzen lügen.

seither höre ich oft meine innere stimme nicht mehr.
ich weiss bald nicht mehr, was stimmt. die lüge, dank der ich irgendwie überlegen kann, oder die wahrheit, welche mein leben ist.

weisst du; fest in mir drinnen denke ich, dass die wahrheit irgendwann eh raus kommt. wenn nicht in 20 jahren, dann in 500.
das ist das, was mich dann doch noch am leben hält.

also lukas, wenn du es durch lüge schaffst, monatlich 2550 euro zu bekommen, dann hast du noch monatlich die 50 euro für deinen süsseen liebling. dann kannst du es ihm ganz gut gehen lassen.
denkst du nicht manchmal, dass das verlockend ist?
eine kleine fehldiagnose und du bekommst geld.

geld ist schon schlimm.
das verführt einem zum lügen.

das ist doch alles wie pferdeäpfel!

also ich muss mal pause machen.
es ist alles so ein elend.

nur noch was wegen der familie:
das ist neben den freunden noch das einzige, was ich jetzt gerade habe.
und nun wollen sie mir das auch noch nehmen.
die sind doch nur neidisch, weil sie keine familie haben!
das sind doch alles die gleichen gangster!

wegen partner: ich dachte schon, ich gehe zu ner vermittlung: "krüppel zu vermieten". *gg* die machen mit mir eh schon alle, was sie wollen. da kommt es nicht mehr darauf an, ob ich mich vermieten lasse oder nicht... das ist jetzt markaber, aber das hält mich jetzt grad noch ein wenig bei lächeln.

also wie gesagt; mit fehldiagnose ist das leben auch nicht unbedingt einfacher. doch du hättest ein wneig mehr geld; lukas.

aber eigentlich bewundere ich dich, weil du noch nicht geknickt bist. bei mir ging es schneller...

viele liebe knuddelküsschen von deiner dem system resigniert unterlegenen shelley
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admin ist offline
Administrator
Beiträge: 20.282
Seit: 01.01.04
Shelley & Lukas,

Ihr habt Ärzte konsultiert ... Krankenkassen, Versicherungen, Sozial- und Versorgungsamt, Gutachter, Ärztekammern, Patientenbeauftragte, Patientenschutzverbände ...

War irgendwo unter all diesen Leuten auch eine ausgebildete Fachkraft, welche sich in der Betreuung von Menschen versteht, welche gar keinen Ausweg mehr sehen, als den einen?
Jemand der sich nicht mit Diagnosen, Gutachten, mit Kosten und Leistungen rumschlägt ... sondern einfach mit Eurem (massgeblich) seelischen Befinden und möglichen Auswegen? Jemand der wirklich dafür ausgebildet ist, um selbst auswegloseste Situationen zu überstehen?

Gruss, Marcel

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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo admin,

ich war mal bei einem sprachrohr.
und bei so einem elektromedizin-heilmann.
bei diesem mann war mal seine frau. sie ist heilerin und machte an mir rum.
dann war ich noch bei einer kinesiologin. das sind doch auch so heiler.
und bei einer feldenkraistherapeutin, welche sich austherapierter leute annimmt.
ich war bei einem alten weisen masseur.
dann war ich bei einer sozialarbeiterin.
und bei einer psychiaterin.
und da beginnt es schon langsam wieder, dass die leute einem fertig machen, statt wirklich was gutes zu tun.
ich gehe gerne zu meinem priester. er ist der allerbeste von allem. der einzige, der einem sagen kann, wo es grundsätzlich, mal abgesehen von dem materiellen, lang geht.
des weiteren war phil bei mir. er ist ein genialer mann. so wie er hat mir auch noch fast niemand geholfen.
misterx hat mir lange, lange sehr fest geholfen.
mikado ist eine geniale frau. ohne sie wäre vieles auch viel schlimmer.
und mike war auch voll oberspitze. er hat auch sehr viel potential.

also die, welche eigentlich wirklich dafür ausgebildet sind, um selbst auswegloseste situationen zu überstehen sind grundsätzlich die schlimmsten von allen...
gemäss meinen erfahrungen.

ich war noch an vielen orten, bei vielen menschen.
ich weiss langsam auch nicht mehr alles...

viele liebe grüsse von shelley
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
Zitat von mikado Beitrag anzeigen
und wenn man dich nicht kennt und dann liest was du so innerhalb kurzer zeit alles zusammenfaseln kannst, dann ist es kein wunder wenn man dich in die psychiatrie stecken will

liebe mikado,


ist ein pflegeheim eine psychiatrie?
oha!
ich will eh nicht hin. es ist mir zu krank.


Zitat von mikado Beitrag anzeigen
hat man dir schon mal antivert verschrieben? (gegen drehschwindel)

ich fand den wirkstoff davon nicht. aber ich denke nicht, dass ich es bekommen habe.


Zitat von mikado Beitrag anzeigen
anstelle des stuetzteils was du besorgen willst,solltest du vielleicht mal schaun ,fuer den arm,der sich allein nicht hochhaelt . da geht man mit dem arm so aehnlich wie in einen kurzen aermel und zwei weitere breite baender starkes material mit velcro verschluss wird unter der anderen achsel fest gemacht. dadurch wird die schlimme hypermobilitaet etwas unterbunden.

kannst du mir das bitte mal zeigen?
ich verstehe nicht ganz...


danke vielmals für alles!

viele liebe grüsse von shelley
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

vor fünf jahren war ich bei meinem priester für ein gespräch.
was ich dabei geradet habe, hatte ich vergessen.

nach drei jahren ging ich wieder zu ihm hin und erzählte ihm, dass ich nicht weiss, ob ich meine therapie abbrechen soll und so.
da erzählte mir mein priester, dass ich beim ersten gespräch gesagt habe, ich würde die therapie fünf jahre durchziehen und dann kucken, ob ich damit schluss mache oder meinem spezialisten treu bleibe.

nun sind also die fünf jahre um und ich habe es fünf jahre durchgezogen.
nun ist der zeitpunkt der entscheidung. wenn ich nicht schon zu lethargisch bin, um überhaupt noch was zu entscheiden.

doch wie admin fand; ich muss in mich reinhören.

soll ich einfach aufhören damit?
aber das habe ich ja schon oft versucht. und ohne therapie ging es nicht.

also ich brauche ein neues konzept.
was ich jetzt habe, ist zwar noch nicht so ein konzept.
schliesslich habe ich schon so ziemlich alles durchgekonzeptelt.
damals noch.

meine konzepte damals gingen in die richtung:
- schwermetallausleitung
- antibakterien-viren-pilz-sache
- organe stärken
- entgiftung allgemein
- nährstoffaufbau
- zellaufbau
- körpertherapien (physio und so)
- gesund leben

na, ja.
es hat nicht geklappt.
etwas muss schief gelaufen sein...

jetzt möchte ich es mal ganz anders angehen.

einfach so auf verdacht.

ich will es wie bei einem pferd machen. oder bei einer katze oder einem hund.

meine schwester und ich haben früher oft rohes fleisch gegessen, bevor es vati in die pfanne schmiss.
als kleinkind ass ich schon sehr gerne sand aus dem sandkasten und dachte mir nix dabei.
ich hatte einmal nachgewiesene würmer.

also;
jetzt frage ich mich:
warum machen wir mit unseren haustieren alle paar monate eine entwurmung, mit uns selbst aber nicht?

so.
das will ich also versuchen.

alle medis absetzen, alle diagnosen vergessen und davon ausgehen, dass es mir von würmern mies geht.
dann so eine entwurmung voll intensiv.
danach organe stärken, zellaufbau mit physiotherapie und gesund sein.

so einfach das tönt.

was bleibt mir sonst noch gross übrig?
ich muss mal was auf verdacht versuchen, das ich noch nicht versucht habe.

wenn mit würmern nix ist...

na, ja.
schwermetalle habe ich ja schon mal weg gemacht.

das mächste wäre vielleicht dmsa mit a-l-a und baseninfusionen.

wobei mir das mit den würmern bei mir eher noch logisch erscheint. gerade, weil ich als kind ein krankheitsbild hatte, welches einer malaria ähnelte. (alle vier wochen fieber-krankheit.)

beibehalten werde ich:
diät, physiosachen, psychiaterin

danach zellaufbau mit bio-flex, evt. noch ein bis zwei sitzungen unter eichotherm.

viele liebe grüsse von shelley
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
ich hab echt genug von ärzten!

aber ich will gesund werden!

und tumor oder hirnschlag: so ne scheisse. echt mal!

jetzt muss ich morgen extra wieder ins krankenhaus. notfall wäre es. da machen die so ein volles obertheater, statt dass sie mich einfach in ruhe lassen! ich wollte versuchen, morgen an die hochschule zu gehen.
die werden eh nix finden!
mir ging schon so viel schlechter und da machten sie auch nix, weil sie sich nicht entscheiden konnten wegen ihrer uneinigkeit.
schlafapnoe - nö! tagapnoe! - heimventilation nötig - ach warum? s'ist ja am tag - nö! in der nacht! - die patientin ist noch zu jung - das könnte sie belasten, eine therapie machen zu müssen - aber mit diesen werten braucht es therapie - pfefft drauf! - lassen wir die frau
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Lukas
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War irgendwo unter all diesen Leuten auch eine ausgebildete Fachkraft, welche sich in der Betreuung von Menschen versteht, welche gar keinen Ausweg mehr sehen, als den einen?
Zitat von admin Beitrag anzeigen
Jemand der sich nicht mit Diagnosen, Gutachten, mit Kosten und Leistungen rumschlägt ... sondern einfach mit Eurem (massgeblich) seelischen Befinden und möglichen Auswegen? Jemand der wirklich dafür ausgebildet ist, um selbst auswegloseste Situationen zu überstehen?

Es gibt bestimmt Personen (Psychologen, Sozialarbeiter etc.), die in gewissem Rahmen anderen Personen irgendwie behilflich sein können. Und zwar Personen, die irgendein "beliebiges" Problem haben. Wenn jemand nach einem Jobverlust in eine Depression verfällt... oder nach einem Partnerverlust, einer Trennung, bei Familienstreitigkeiten... oder wenn jemand in finanzielle Not geraten ist und selber keinen Ausweg mehr sieht... ...

Das sind Einzelprobleme, mit denen die meisten bereits schon völlig überfordert sind und sich daher Hilfe suchen... und bei solchen Einzelproblemen mögen auch irgendwelche Psychologen eine Hilfestellung leisten können, da sie evtl. ein solches Problem auch selber schon einmal kennen gelernt haben und nachempfinden können, oder da es eben wirklich ganz simple Auswege gibt, die man der betreffenden Person aufzeigen kann (Antragstellung auf Schuldenerlass als ein Beispiel).

In wirklich aussichtslosen Situationen kann aber eben keiner helfen. Sonst wäre die Situation ja nicht aussichtslos. Und ich bin sicher keine Person, die mögliche Auswege nicht erkennen würde, die sich voreilig beklagt. Ich habe noch nie den Kopf in den Sand gesteckt oder mich vor irgendwelchen schwierigen Situationen zu verstecken versucht. Ich habe von ganz klein auf immer nur kämpfen müssen, und habe darüber nie geklagt. Ich habe Gewalt eingesteckt, und selbst als ich in Tötungsabsicht krankenhausreif geschlagen wurde, habe ich mich nicht beklagt. Mir wurde sexuelle Gewalt angetan, und ich habe mich nicht beklagt. Ich habe bis heute nur Verzicht und Schmerz kennen gelernt, und ich gebe zu, dass es mir weh tut, aber wirklich beklagt habe ich mich darüber nie.
Meine Suizidversuche waren ernsthafte Vorhaben nach reiflicher Überlegung und Abwägung. Es gäbe auch keinen Menschen, der um mich trauern würde, von daher würde ich mich nicht einmal schuldig machen, jemanden unglücklich zu hinterlassen.
Es hat nicht funktioniert, es hat bislang nicht sollen sein. Vielleicht sollte ich noch mehr Schmerz und Leid ertragen. Und ich habe ja auch noch mehr davon ertragen.
Wenn man mir aber nun auch noch die für mich verträgliche Wohnung nehmen will, die ich nach langem Kampf endlich habe, mich dadurch erneut wieder gezielt noch weiteren gesundheitlichen Verschlechterungen aussetzen möchte, dann ist einfach Schluss.

So viel zu aussichtslosen Situationen…
Na ja... in meinem Fall wäre eine monatliche Geldzuwendung von 2500 Euro schon hilfreich in gewisser Weise. Ich könnte mir die Medikamente kaufen, die ich zum Leben brauche, die zumindest eine weitere Verschlechterung des körperlichen Zustandes verlangsamen würden. Ich würde nicht die Wohnung verlieren, und weder ich noch mein Kater müssten hungern. Alle anderen Probleme blieben nach wie vor vorhanden. Also weiterhin tägliche Schmerzen, die ein Sozialleben unmöglich machen, weiterhin Behinderung, die Aktivitäten und für Gesunde ganz alltägliche Tätigkeiten nicht oder nur unter großen Schmerzen zulassen, weiterhin Einsamkeit und keinerlei positiven Lebenserfahrungen und fehlende Lebensfreude... Eigene Familie, eigene Kinder? Allenfalls im Traum, und ausgeträumt hat man wohl längst.
Natürlich... viele Sorgen wären mit Geld zumindest wesentlich gemindert.

Aber es ist unsinnig, Zeit mit Gedanken über solche unrealistischen "Auswege" zu verbringen. Denn es wird ja nie der Fall sein, dass irgendwer in dieser Weise würde helfen wollen und es auch können, oder können und es auch wollen.


Jemand der wirklich dafür ausgebildet ist, um selbst auswegloseste Situationen zu überstehen?


Die gibt es nicht. Allenfalls im Film, Hollywood machts möglich.


Meine Erfahrungen sind da durchaus ähnliche wie die von Shelley.
Es ist nur noch zusätzliche Belastung, sich mit dem Geschwätz von so genannten Psychiatern herumzuschlagen, die derart realitätsfern leben, dass man sich nur wundern kann, wie solche Personen überhaupt bis zu einem Beruf ausübenden Alter in dieser Welt haben überleben können.
Ich denke, ich muss jetzt nicht noch deren tollen Sprüche zitieren... es ist unter aller Würde, was da größtenteils abgeht. Und dafür verdienen sich diese Menschen dumm und dämlich und bilden sich dann noch sonst was auf ihr "Können" ein!


Jemand der sich nicht mit Diagnosen, Gutachten, mit Kosten und Leistungen rumschlägt



Das wäre ja zumindest einmal ein Anfang. Aber nicht einmal so jemanden gibt es in diesem Land!
Ich kann nur staunen, wenn ich lese, wie viele Ärzte (in Kliniken oder Praxen), wie viele sonstige Personen sich um Shelley und ihr Wohl bemühen. Auch, wenn sie alle nicht wirklich weiter kommen, aber sie bemühen sich zumindest. Ich bin bislang noch auf nicht einen einzigen Arzt gestoßen, auf keinen Gutachter, keinen Anwalt, der sich wirklich einmal bemüht hätte. Ich musste mich um ALLES immer selber kümmern, und bekam von besagten Personen allenfalls noch weitere Knüppel zwischen die Beine geworfen. Selbst von meinen eigenen Anwälten. Von nicht nur einem Arzt wurde ich bislang in Dritte Reich-Manier zum Sterben weggeschickt.


Ich weiß auch nicht mehr, wo ich noch um Hilfe betteln soll. Wenn selbst Personen wie der ach so menschliche Prof. Grönemeyer (http://www.amazon.de/Mensch-bleiben-Dietrich-H-Gr%C3%B6nemeyer/dp/3451057123/ref=sr_1_1/028-2488254-2875721?ie=UTF8&s=books&qid=1178668375&sr=8-1) einen nur mit Worten abspeisen, man sei körperlich viel zu krank, als dass es sich lohne, Zeit und Geld zu verschwenden (wörtlich). Das Engelsgetue dieser Leute dient doch allesamt lediglich kommerziellen Gründen! Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich über den betreffenden Schriftverkehr lachen!


@ Shelley:
Es ist eben nicht damit getan, mal eben kurz eine kleine Falschdiagnose und damit Geld zum Überleben zu erhalten.
Nicht nur, dass ich mich nicht psychiatrisieren lassen möchte, eine Psychiatrisierung würde mir auch nichts nutzen, denn ich würde damit auch nicht das Geld für die für meine Erkrankungen benötigten Medikamente bzw. sie selber erhalten. Eine Psychiatrisierung würde mir eher noch durch die dann folgenden Zwangsmaßnahmen weiteren Schaden zufügen.
Geld hätte ich dadurch aber auch nicht mehr.

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

weiss jemand, woher ich für einen tag eine vollverwurmte katze oder einen vollverwurmten hund bekomme, damit ich sie oder ihn zu einem tierarzt schleppen kann und er mir antiwurmmittel verschreibt?

oder wie komme ich sonst an das zeugs?

ich will endlich schmerzmittel weglassen können und wenn die schmerzen von würmern kommen, dann ist es wirklich besser, rasch eine entwurmung zu machen und dann nie mehr schmerzmeds brauchen.

vom kortison bin ich schon ganz blutig gekratzt, weil es mich überall so fest juckt. ich komm mir auch vor wie spongebob. voll aufgeschwemmt.

nimmt mich ja wunder, wie das morgen wird.
ich werde wieder sagen: vergessen sie's! da ist nix! mir ging es schon viel schlechter! ist doch normal, was ich da habe.

wenn ich das sagen werde, werden sie krumm kucken und finden, da sei aber was. ich würde unsinn erzählen.
wenn ich aber sage, welche symptome ich habe, dann werden sie sagen, ich hab einen an der klappse.

also; wie verhält man sich da?

viele liebe grüsse von shelley
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