Ich möchte leben

19.05.06 04:40 #1
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Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
liebe renate,

ich freue mich ganz, ganz fest doll, dass du mir schreibst und ich freue mich auch über deinen schönen text!

ich habe dir auch noch einen, welcher in meinen augen ganz gut zu deinem passt:


Gott ist kein Gedanke.
Gott ist kein Prinzip.
Gott ist ja dein Vater.
Vater hat dich lieb.

Du bist Gottes Liebe auf den ersten Blick.
Er hält dir die Treue. Was hält dich zurück?
Du bist Gottes Wunschkind. Schön, dass es dich gibt.
Herrlich, wie der Herr dich über alles liebt.



viele liebe grüsse von deiner shelley

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

ich habe wieder den film "freundinnen" gesehen.

da habe ich mir ernsthaft überlegt, wo es schöner ist zu sterben.

am strand bei sonnenuntergang mit einer lieben freundin an der seite oder in einem öden altersheim mit so schnöden verwandten im raum.

ich würde wahrscheinlich ziemlich sicher den strand vorziehen.
also ich weiss ja nicht...
aber ich möchte glaub nicht sterben, wenn alle komischen verwandten dabei sind.
nö.
ich möchte alleine sterben.
sonst schäme ich mich beim sterben, wenn mir jemand zukuckt.
oder ein ganz lieber mensch dürfte mir händchen halten.
diesen menschen müsste ich mir noch aussuchen.
und draussen an einem strand wäre wirklich sehr schön.

ich war erst einmal im leben am strand.
das war schön.
sehr schön sogar.
ich würde gerne viel mehr dort sein.

also wenn nicht am strand, dann muss ich mir noch überlegen, wo und wie ich sterben möchte.

viele grüsse von sinnierender shelley

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

was bedeutet dieses zitat?


Wer nicht stirbt, eh er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt.
so soll doch ein theaterstück geheissen haben, welches 1997 in zürich uraufgeführt worden war.
es ist von hannes glarner.
oder?

viele grüsse von shelley

Ich möchte leben

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo shelley

Zum Spuren im Sand: das 2. gefällt mir noch besser.

Zur Gebetserhöhung:
wenn man nicht sofort etwas praktisches feststellt, kann das verschiedene Ursachen haben:
1. Es gibt jemand, der versucht alles Göttliche zu stören
2. Es bewegt sich etwas, aber man sieht/spürt noch nichts, ähnlich einem langen Schlauch, wenn man den hahnen auftut, vergeht eine gewisse zeit bis man das resultat sieht
3. Es gibt einen anderen besseren Weg, der zwar Gott, aber wir nicht kennen.
4......

Du kannst immer anrufen.
Du wirst leben und es wird Dir schon bald besser gehen

Liebe grüsse
Beat
Wegen dem Engel im Traum: Kann verschiedene Gründe haben, dass er Dich nicht zu Christus liess:
1. Der Christus war gar nicht der Christus (er hat dich beschützt), oder der engel kein Engel, einer hatte eine "Maske" und Dir den Zugang deshalb verwehrt.
2. Du warst damals noch nicht wirklich bereit zu Christus zu gehen.
3. ....
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

in einem anderen kapitel nahm gestern jemand anstoss an meiner person.
dies animierte mich, mit einer freundin über die sache zu diskutieren.
so kamen wir zu einer erkenntnis, welche ich hier loswerden möchte.
ich freue mich, dass ich dadurch wieder etwas gefunden habe, um an meiner seele zu arbeiten.



wenn ich etwas schönes erlebe und das geht nur fünf minuten, dann erlebe ich das sehr intensiv und freue mich gewaltig darüber.
wenn ich von diesen fünf wunderbaren minuten schreibe, dann schreibe ich so, als wären es drei wunderbare stunden gewesen.
in der tat waren es nur fünf minuten.
der leser denkt aber, es seien drei stunden gewesen.
so entsteht vielleicht ein widerspruch, der eigentlich keiner ist.

ein beispiel:
ich schreibe, dass ich versuchte, klavier zu spielen.
ich spiele faktisch 110 sekunden.
doch diese 110 sekunden erlebe ich so intensiv und freue mich so fest, dass ich alles so genau schreibe, bis man denken könnte, ich hätte 2,5 stunden gepspielt.

so schreibt mir also jemand, ich hätte geschrieben, ich würde noch klavier spielen, weil 2,5 stunden sind klavier spielen.
ich schreibe dann aber, dass ich nicht mehr klavier spielen kann, weil faktische 110 sekunden sind ja eigentlich nicht mehr wirklich klavier spielen.

wenn es also einen widerspruch in meinen aussagen gibt, liegt er darin begründet, dass ich nicht mehr relativieren kann.
ich verdränge auch den ernst der lage.
ich rede mir das leben schön, um nicht im unglück zu versumpfen.

die schönen momente rede ich mir lang und gross.
wenn ich aber mit früher und mit meinen kollegen vergleiche, dann realisiere ich, dass diese schönen momenten faktisch eigentlich gar nicht so lang und gross waren.
dann kommt die ernüchterung.
und dann tu ich diese schönen momente ab, weil ich sie mir schöner rede, als sie wirklich sind.

ich habe erkannt, dass ich völlig mein zeitgefühl (und vielleicht auch andere relationen) verloren habe.
einmal denke ich, eine zeitspanne wäre sehr lange gewesen - wenn ich ihre schönen aspekte betrachte,
und einmal denke ich, diese zeitspanne sei ganz kurz gewesen - wenn ich deren unschönen aspekte betrachte.
gleiches könnte zu anderen relationen passen.
einmal denke ich, ich sei weit weg fort gewesen, einmal denke ich, dass es gar nicht so weit war.

einmal sagte mir zum beispiel eine physiotherapeutin, ich solle 100 meter gehen und dann ausruhen.
ich ging also los und spatzierte, bis ich fast zusammenbrach.
sie schaute mich bedenklich an, weil ich sie strahlend anschaute und fand, dass ich ihr ja gesagt habe, das ich 100 meter schaffe.
faktisch waren es aber nur 10 meter gewesen.
das, was ich als 500 meter empfand, wären die 100 meter gewesen.

das also zu meinem relationsgefühl.

nur weil ich glücklich bin, eine gewisse strecke geschafft zu haben, rede ich sie mir länger als sie ist.
ich kann es nicht akzeptieren, dass sie so kurz ist.
das würde mich traurig machen.

es ist wirklich nicht einfach, wenn man selbst nicht mehr weiss, woran man ist.

ich habe heute mit der sozialhelferin der Lungenliga auch darüber geredet.
es war ein sehr schönes gespräch für beide.

es gibt tage, da kann ich nicht aufstehen, da müssen mir die eltern das essen ins bett bringen.
dann gibt es tage, an denen ich sogar mit stöcken vor das haus gehen kann und dann sogar ein bisschen ohne stöcke gehen kann.

mein leben ist wie eine achterbahnfahrt.

viele liebe grüsse von immer lernender shelley

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
lieber beat,

ich freue mich sehr, dass du mir schreibst.
ich finde die zweite version auch schöner.



war es die, welche du schon kanntest?

ich wollte mich bei euch noch für gestern abend bedanken.
das telephongespräch war sehr schön!



meinen traum interpretiere ich eher so:
ich habe ja im schlafen nicht mehr geatmet.
(hab die apnoen...)
ich denke, dass mein engel wollte, dass ich erwache, damit ich wieder atme und mich deswegen stolpern liess.

viele liebe grüsse auch an deine liebe frau von eurer shelley

Ich möchte leben

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Shelley

Ja, es war die 2. Version die ich kannte.

Es hat uns beide gefreut, Dich noch besser kennenzulernen.

Deine Interpretation wegen dem stolpern könnte auch gut stimmen. Wünsche Dir eine gaaaanz gute Nacht, oder wenn Du es erst morgen liesst einen gaaanz guten Tag.

Im Gebet mit Dir verbunden...
Beat
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
lieber beat,

es ist schön, dass es dich - euch - gibt!

viele liebe grüsse von eurer shelley

Ich möchte leben

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

ich habe so angst in die klinik zu gehen, weil ich habe angst, dass ich nie mehr heim kommen werde.
das letzte mal kam ich auch beinahe zur hintertüre heraus.
krankenhaus ist gefährlich.
aber so zu hause bleiben geht für mich auch nicht mehr.
meine ärzte wollen mich schon lange hospitalisieren.
es ging nun halt länger wegen kostengutschriften und so.

ich hatte früher nie so angst.
ich weiss nicht, was mit mir passiert ist.
meine ärztin sagt, dass es seit einem jahr so ist.
als mein körper zusammenbrach.

aber ich denke eher, dass es meine seele ist.
ich fühle mich so ungeschützt.
ich ertrage alles immer weniger.
die sonne, düfte, geräusche, etc.

wie wenn mein körper eine ganze wunde wäre, in die meine seele nicht mehr hineinfindet.

ich habe zwar mit meiner ärztin darüber gesprochen, dass es vielleicht gerade gut ist, dass ich wieder in die gleiche klinik gehe.
dort werde ich mein trauma vielleicht am besten verarbeiten können.
trotzdem ist mir angst zu mute.

ich freue mich auf meine physiotherapeuten in der klinik und auf die schwestern der infusionsstation.
auf die pfleger freue ich mich nicht so.
und auf die räumlichkeiten auch nicht.
das schönste zimmer ist neben der ventilation und geht nicht auf den see hinaus, sondern hat berge vorne dran, welche einem den horizont verkleinern.

na, ja.
wenigstens kann ich jetzt vielleicht manchmal ein wenig raus gehen, weil ich ja jetzt den motor am rolli habe und weil ich meine skijacke mit der kaputze haben werde.
da kann ich dann abhauen, ohne dass ich touristen im dorf anhalten muss, dass sie mich wieder in die klinik zurückbringen, wenn ich es vor schwäche nicht mehr schaffe.

heute waren alle meine bahnhofhelfer sehr nett.
zwar war mein pralinenkollege nicht darunter.
doch gerade den einen finde ich sehr speziell.
am anfang war er ganz verschlossen und ich erlebe es, wie er sich immer mehr öffnet.
das ist so schön, mit anzusehen, wenn er freude hat!



viele liebe grüsse von shelley

Ich möchte leben

cassandra ist offline
Beiträge: 345
Seit: 16.06.06
hallo shelley,
was brauchst du einen hellseher wenn du mich hast?-lach-

deine angst wieder in die klinik zu gehen verstehe ich sehr gut!
vor zwei jahren warst du zwar auch schon krank,hattest aber noch die kraft an kruecken zu gehen, deine musik zu machen und wolltest leben.

was hat man dir angetan ueber die zwei jahre?

die versicherung hat befohlen und deine aerzte mussten klein beigeben?

warum? wenn ein arzt ,der dich schon laenger kennt nicht versteht,dass du spaetschaeden hast , die man nicht mehr ganz einfach mit meds gerade biegen kann, dann hab ich allergroesste bedenken, dass du wieder in dieselbe klinik gehen moechtest.
bei jedem deiner letzten versuche hab ich mir die naegel abgebissen , aber gehofft , dass deine aerzte es besser wissen .

shelley, wann gehst du in die klinik?bitte setz dich vorher mit "hypermobilitaet "auseinander. wie verdreht ist dein steissbein, dein atlass, dein kreuz,deine darmverdrehung?

du weisst genau wovon ich spreche.ich verstehe , dass du wuschelig im kopf bist , keine kraft mehr hast ,nicht mehr kannst.

lass dich nicht wieder in eine klinik abschieben wo man nur mehr tests und infusionen macht.

nimm deinen verstand zusammen, ueberlege gut.
auf mehr einzelheiten moechte ich nicht eingehen , da ich nicht weiss ,ob dir das recht ist.

noch etwas shelley: hoer auf deine mutti! wenn du beter geschickt bekommst,die du und nicht einmal derjenige der sie schickt kennt, dann lass sie nicht rein .nachdem du naemlich mit einem gebetet hast ,ist der andere mit dem neuen taeschchen weg

ich meine damit nicht,dass beten nicht hilft, nur bitte aufpassen ,wo und wann!!

alles alles liebe und gute wuenscht dir deine wunderblume


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