(schwieriges) Verhältnis zwischen Kindern und Eltern

17.04.11 13:24 #1
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Meine Kinder melden sich nicht

teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo Oregano, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, genau denke ich in der Zwischenzeit auch. Ich werde auch von jetzt den Rat des Therapeuten berücksichtigen und werde wohl oder übel loslassen müssen sonst gehe ich noch mehr kaputt.
Liebe Grüße Teufi

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nana ist offline
Beiträge: 1.424
Seit: 04.07.10
Hi Teufi,

noch eine ganz andere Überlegung...kam vielleicht ein Bruch zu stande, als der Vater deiner Kinder und du sich getrennt haben?Kann es ein, dass hier Probleme ausgelöst wurden, was das Verhältnis zwischen deinen Kindern und dir angeht?

Denke ein offenes Gespräch oder auch ein Brief könnte eine Möglichkeit sein...bevor du dich zurück ziehst...du kannst ja auch zunächst einen Brief schreiben, den du noch nicht abschickst (und ihn dann nochmal in ein paar Wochen liest und eventuell umschreiben kannst^^).

Egal wie das letztendlich ausgehen mag: Jedes Kind liebt seine Mutter.

Und trotzdem: Die Familie ist Verwandschaft- Freunde wählt man selbst...und davon wünsche ich dir ganz liebe die dir zur Seite stehen...

lg
nana
__________________
"Nichts lockt die Fröhlichkeit mehr an als die Lebenslust." (Ernst Ferstl)

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teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo Nana85, an den Brief habe ich auch schon gedacht und ihn immer wieder überarbeitet aber nie abgeschickt, weil ich auch keine versteckten Vorwürfe machen möchte. Ich habe nur über meine Liebe zu Ihnen geschrieben, nichts von Krankheiten usw. Meine Kinder sind erst seit der Pubertät so (am Tel. wenn ich anrufe sind sie immer ganz normal). Bei der Scheidung waren sie ja noch sehr klein und und ihr Vater durfte Sie ja auch immer besuchen und sie auch abholen wann er wollte. Das Verhältnis zu meinem ersten geschiedenen Mann war und ist nie schlecht (wir paßten eben nicht zusammen ich war zu jung).
Liebe Grüße Teufi

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Franca ist offline
Beiträge: 577
Seit: 12.01.04
Es muß nicht unbedingt bei Dir so sein, aber die Lage ist bei mir ähnlich. Meine Mutter hat 3 Kinder die sich so selten wie möglich melden.
Ich bin so weit wie möglich weggezogen, meine Schwester fühlt sich nur verpflichtet das Notwendiste zu tun und mein Bruder holt sich nur gelegentlich Geld. In unserem Fall ist das klammernde Verhalten meiner Mutter schuld.
Sie ist voll Selbstmitleid und unfähig, ihre Schuld daran zu sehen. Nur so eine Anregung. Loslassen, dann kommen sie wieder.

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Cherry ist offline
Beiträge: 682
Seit: 09.01.08
Zitat von teufi Beitrag anzeigen
Hallo Cherry ich möchte Dir nur sagen, dass ich nie auch nicht unbewußt eine Anspruchshaltung meinen Kindern gegenüber gestellt habe, wenn meine Jüngste, sehr selten kam, habe ich mir nie die Enttäuschung anmerken lassen. Ich habe nicht einmal zu ihnen gesagt, dass ich enttäuscht bin. Ich habe mir nichts anmerken lassen. Freilich in mir brodelt es aber ich habe ganz gutes schauspielerisches Talent und überspiele meine Enttäuschung sehr gut, ich bin dann wie immer lieb zu ihnen und mache niemals Vorwürfe.
Lb. Grüße Teufi

Es geht nicht darum, was du deinen Kindern SAGST. Es geht darum, was du DENKST. Und du denkst: "Ich bin enttäuscht, weil mein Kind nicht so ist, wie ich mir das wünsche". Und das ist offensichtlich so, sonst würdest du hier nicht schreiben. Deine Kinder bekommen das sehr wohl mit. (nicht unbedingt, dass du hier schreibst, sondern dass du negativ über sie denkst) Denkst du wirklich, sie seien so doof und emotionslos, dass sie deine negativen Schwingungen, die du in diesem Moment ausstrahlst nicht wahrnehmen? Das würde mich wundern.

Meine Oma sagt es den Kindern auch nie direkt. Aber jeder wusste es. Auch schon bevor sie sich dritten (in dem Fall uns Enkeln) mitteilte.


Dein Problem ist auch nicht, dass du die Kinder loslassen musst. Das sagt man bei Gluckenmüttern, die denken, sie seinen für jeden Aspekt im Leben der Kinder unverzichtbar wichtig. Das ist aber bei dir ja nicht der Fall. Du denkst ja nicht, du wärest wichtig für sie, sondern sie sind wichtig für dich.
Du solltest deine Anpruchshaltung den Kindern gegenüber überdenken. Du musst deine Erwartungen an sie loslassen. (Nicht die Kinder selber!) Eltern haben keine Ansprüche zu stellen an die Kinder. Eltern müssen sie uneingeschränkt akzeptieren ohne Wertung. Du bewertest deine Kinder nach dem wie oft sie mit dir zu tun haben wollen. Hör auf damit!


Ich möchte dir ganz gerne Byron Katie ans Herz legen. Hier ein Auszug von ihrer Webseite:

"In ihren Dreissigern wurde Byron Kathleen Reid von einer starken Depression heimgesucht. Über einen Zeitraum von zehn Jahren verstärkte sich ihre Depression und Katie (wie sie genannt wird) verbrachte beinahe zwei Jahren in einem Zustand, in dem sie selten fähig war, ihr Bett zu verlassen und Selbstmordgedanken sie dominierten. Eines Morgens, in ihrer tiefsten Verzweiflung, erlebte sie ein lebens-veränderndes Erwachen.

Katie entdeckte, dass sie litt, wenn sie glaubte etwas sollte anders sein, als es ist („Mein Ehemann sollte mich mehr lieben“, „Meine Kinder sollten mich schätzen“), und dass sie Frieden empfand, wenn sie diese Gedanken nicht glaubte. Sie erkannte, dass nicht die Welt um sie herum Ursache für ihre Depression war, sondern ihre Überzeugungen über die Welt. In einem Geistesblitz erkannte Katie, dass wir uns in unserer Suche nach Glück in die falsche Richtung begeben. Anstatt den hoffnungslosen Versuch zu starten, die Welt so verändern zu wollen, wie sie unseren Gedanken gemäss sein „sollte“, können wir diese Gedanken hinterfragen, und indem wir der Wirklichkeit so begegnen, wie sie ist, erfahren wir unvorstellbare Freiheit und Freude."

Du findest im Internet viele weitere Ausführungen ihrer Art der Problemlösung. Vorallem wenn du des Englischen mächtig bist, kannst du auf YouTube - Broadcast Yourself. viel finden.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.974
Seit: 10.01.04
Du musst deine Erwartungen an sie loslassen.
Dieser Satz ist für mich sehr stimmig.
Was ich nicht daran mag, ist das "musst". - Wenn man z.B. "musst" durch "könntest" ersetzt, wird er nicht so lehrerhaft für mich. Man hat immer die Wahl. Oft kann man auch "müssen" durch "wollen" ersetzen.

Grüsse,
Oregano

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christelchen ist offline
Beiträge: 234
Seit: 25.09.08
Hallo teufi,

mir geht es so ähnlich wie Dir,ich habe einen Sohn von 39 Jahren,er war mein ein
und alles,habe ihm jeden Wunsch erfüllt.Er ist nun seit sechs Jahren verheiratet
und hat zwei Kinder.Mein Mann und ich sehen ihn und seine Familie nicht so oft.
Manchmal hören wir wochenlang nichts von ihm.Wir wissen,dass er sich bei seinen Schwiegereltern sehr wohl fühlt,und sie oft mit seinen Kindern besucht,sogar den Urlaub verbringen sie mit ihnen.
Mein Sohn macht mir sehr große Vorwürfe,ich hätte ihn zu sehr bemuttert und bevormundet,er wäre unselbstständig gewesen.Dabei habe ich es doch immer nur gut gemeint.
Finanziell haben wir ihn immer großzügig unterstützt,haben dafür gesorgt, dass er ein abgeschlossenes Studium und jetzt einen guten Beruf hat.
Er konnte uns immer nur anrufen,wenn das große Geld floss.

Mein Mann und ich sind über diese Situation sehr traurig.

Liebe Grüße
Christelchen

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teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo liebe Christelchen ich kann mir gut vorstellen wie Du Dich fühlst. Es tut so weh vor allem wenn Du nicht weißt warum und ständig grübelst. Ich wurde bei einer Tochter so weit ausgeschlossen, dass ich sogar keine Einladung zur Konfirmation erhalten habe.
Liebe Grüße Teufi

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nana ist offline
Beiträge: 1.424
Seit: 04.07.10
hallo,

eine sendung zum thema:

wdr; menschen hautnah; donnerstag; 16. juni 2011; 22.30 uhr

Menschen hautnah - WDR Fernsehen

lg
nana
__________________
"Nichts lockt die Fröhlichkeit mehr an als die Lebenslust." (Ernst Ferstl)

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teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo Nana Danke für den Tip werde mir die Sendung auf alle Fälle ansehen.
Lb. Gr. Teufi


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