(schwieriges) Verhältnis zwischen Kindern und Eltern

17.04.11 13:24 #1
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Meine Kinder melden sich nicht

teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo Frank, danke für Deine Ratschläge, aber ich habe schon alles versucht. Du hast recht ich muss versuchen loszulassen auch wenn es weh tut. Die Psychologen haben mir ja auch schon dazu geraten.
Danke und viele Grüße teufi

Meine Kinder melden sich nicht

Isa83 ist offline
Beiträge: 78
Seit: 01.04.11
Liebe Teufi,

wissen Deine Kinder von Deiner schlimmen Vergangenheit und dass Du geschlagen worden bist?

Vielleicht verstehen sie dann besser, warum Du Dich entschieden hast sie so zu erziehen.

Ich verstehe Dich vollkommen, dass Du Deinen eigenen Kindern dies hast ersparen wollen.

Doch eine antiautoritäre Erziehung kann eine innere Verwahrlosung und Haltlosigkeit in den Kindern hervor rufen. (wissen nicht wo sie lang sollen)

Vielleicht werfen sie Dir dies nun unbewusst oder bewusst vor.

Dies soll AUF KEINEN FALL eine Schuldzuweisung sein!

Ich hatte - ehrlich gesagt - Tränen in den Augen, als ich Deine weiteren Beiträge gelesen habe.

Doch vielleicht wäre dies eine mögliche Erklärung.

Ich habe meinen Eltern verzeihen können, nachdem ich mich mit ihrer Vergangenheit befasst hatte.
Sie hatten es beide echt nicht leicht gehabt und müssen selbst noch geheilt werden.

Ich wünsche Dir alles Liebe, Teufi, und dass Ihr Euch alle bald wieder vertragen werdet.

LG Isa.

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teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo liebe Isa (Amazone)
Du hast ja so recht aber ich kann meinen Kindern nichts von den Schlägen erzählen, sie vergötterten meine Mutter sie ist leider gestorben.
Als ich 13 war habe ich schon Tanzstunde machen sollen weil ich für damalige Verhältnissese schon sehr groß war 171 cm. Mein Tanzpartner ein Polizist hat mich, früher mußte man noch nach Hause gebracht werden, im Keller vergewaltigt und aus lauter Scham und weil meine Mutter und meine Oma von von mir verlangten, dass ich weiter von ihm nach Haus gebracht werden sollte und er mich heiraten soll wenn ich schwanger von der Vergewaltigung sein sollte.Ich machte daraufhin meinen erste
n Suizidversuch. Meine Mutter zeigte ihn nicht an´weil er sie auch noch erpresste (sie arbeiteten auf derselben Polizeistation sie als Sekretärin er als höheres Tier bei der Polizei.
Ich hätte meinen Kindern dies niemals angetan.
Viele liebe Grüße teufi

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Isa83 ist offline
Beiträge: 78
Seit: 01.04.11
Liebe Teufi,

das ist ja grausam!!!

Warst Du selbst schon einmal in Therapie der grausamen Dinge wegen, die Du erleben musstest?

Oder meinst Du, Du hast sie überwunden?

Konntest Du Dich in Deinem vergangenen Leben jemals um DEINE EIGENE (psychische) Gesundheit kümmern oder hast Du Dich stets nur für andere aufgeopfert?

Wenn ja wird es doch mal "höchste Zeit" Dich um Dein eigenes Wohl zu kümmern und "los zu lassen."

Das ist nicht egoistisch.
Aber: nur wer Segen hat kann auch Segen geben.

Man kann nicht immer nur anderen helfen und dabei selbst "zugrunde gehen."
Damit ist dann letzten Endes niemandem geholfen.

Zu Deiner Mutter / ihrer Oma:

letzten Endes muss so oder so die Wahrheit ans Licht kommen.

Vielleicht ist jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt dazu.
Und vielleicht bist es auch nicht Du, die die Aufgabe dazu hat.

Aber irgendwann werden sie es erfahren / wie oder von wem auch immer.

Denn: die Wahrheit kommt früher oder später immer ans Licht.

Und dann werden sie auch Deine ganzen Mühen und Deine Liebe zu schätzen wissen.


Kopf hoch.


Es wird sich alles aufklären und lösen.
Anders kann es gar nicht sein.

LG Isa.

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teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo Isa
ich möchte mich ganz herzlich für Deine Mail bedanken. Ich war schon in Behandlung sogar lange Zeit stat. Nur meine mittlere hat mich 4 mal besucht
die ältere hat mich bloß besucht während ich im Koma lag und die Ärzte alle Kinder herbeordert hatten. Mein Sohn hatte keine Zeit er war mit seinem Haus beschäftigt. Ich war vor 2 Jahren 5 Mon. in der Klinik weil sich plötzlich zusätzlich zu den anderen Krankheiten eine Epilepsie entwickelt hatte. Ich habe eben 2 mal hiergeschriehen als Krankheiten verteilt wurden. Meine Kinder habe ich aber nie damit belastet, ich glaube es hätte sie auch nicht interessiert.
Liebe Grüße Teufi

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Isa83 ist offline
Beiträge: 78
Seit: 01.04.11
Liebe Teufi,

ich glaube, dass Du ein sehr rücksichtsvoller Mensch bist und niemanden mit Deinen Krankheiten belastest und belasten willst.

Vielleicht bist Du manchmal sogar "zu gut" und befasst Dich zu sehr mit den Problemen anderer Menschen, nimmst sie Dir zu sehr zu Herzen - kann das sein?

Hast Du Hobbies, die Du - trotz Deiner Erkrankung - ausüben kannst?


*fühl Dich sanft umarmt*

Isa

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Veronika Lederer ist offline
Beiträge: 74
Seit: 02.04.11
Liebe Teufi!

Habe ebenfalls mit schwerem Herzen diese Konversation verfolgt und kann nur sagen: "Wir können weder Liebe und Dankbarkeit noch Hilfsbereitschaft herbeizwingen."

Mir geht es ähnlich mit meiner Tochter. Sie wohnt noch zu Hause, aber sie ist berechnend und egoistisch, nur wenn es um ihren Vorteil geht, bemüht sie sich ein wenig um Höflichkeit. Sonst bin ich für sie paranoid und schizophren. Und soll ich dir etwas sagen: "Ich wollte ihr immer nur Gutes und versuchte, ihr das Leben so leicht wie möglich zu machen".
Ich habe schon aufgehört, mir eine Zuwendung erkaufen zu wollen. So ist es auch mit meiner Mutter gewesen. Ich wollte ihr Verständnis und ihre Zuneigung, wollte ihr gerne helfen, doch ich wurde von ihr verstoßen.

So wurde ich immer unglücklicher und depressiver. Doch ich habe beschlossen, mein eigenes Leben zu leben! Das ist mit viel Kampf und viel Härte verbunden, doch ich will mich auch nicht mehr verletzen lassen.

Ich rede offen über mich, meine Gedanken, meine Vergangenheit, meine Weltanschauungen, einfach über alles. Entweder es fruchtet, oder ich suche weiter. Suche einfach nach dem "Ich".

Lass los und du wirst deinen Frieden finden. Aber vergiß nicht, deinen Kindern aus deinem Leben zu erzählen! Das solltest du unbedingt. Dann werden sie dich vielleicht verstehen oder akzeptieren.

Alles Liebe - Vroni

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Cherry ist offline
Beiträge: 682
Seit: 09.01.08
Was ich aus deinen Beiträgen herauslese ist eine Vorwurfshaltung deinen Kindern gegenüber. Du hast Ansprüche an sie, die sie nicht erfüllen können oder wollen.

Und wenn du ehrlich bist, schau dir doch mal das Päckchen an, das du mit dir rumschleppst. Du kommst damit selber nicht klar obwohl du einen deutlichen Wissensvorsprung vor deinen Kindern hast. Warum willst du ihnen diese Last aufbürden?

Das Problem mit dem nicht Melden der Kinder und dem Gedankenkreisen der Mutter kenne ich von meiner Oma auch. Meiner Mutter und auch ihren Geschwistern wird auch regelmäßig unterstellt, sie hätten etwas gegen meine Oma, wenn sie sich nicht regelmäßig melden. Dem ist nicht so.
Oft ist sehr viel zu tun, dann vergisst man das Anrufen, dann fällt es einem zu Unzeiten ein, spätestens jetzt hat man ein schlechtes Gewissen und wenn dem nicht so ist graust einem vor dem Anruf, weil man ja eines gemacht bekommen könnte. Oder es graust einem vor den schlechten Nachrichten , die man wieder hören wird.
Manchmal sind die beiden Eltern-Kind Parteien so unterschiedlich, dass ein Treffen oder Telefongespräch nicht auf Gemeinsamkeiten aufbauen kann, sondern mühevoll eine Verbindung zueinander hergestellt werden muss. Dies ist dann im wahrsten Sinne des Wortes Arbeit und kann nicht einfach mal so in einem Anruf erledigt werden sondern man muss "gut drauf" sein. Von diesen Zeitpunkten gibt es dann halt nicht so viele.


Offensichtlich bist du von deinen Kindern enttäuscht. Du hast erwartet, dass sie sich um dich kümmern, wenn du Hilfe brauchst oder eben nur etwas Gesellschaft. Aber das tun sie nicht so, wie du das gerne hättest. Sie können aus irgendwelchen Gründen deinen Anforderungen nicht gerecht werden.
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sich deine Kinder darüber bewusst sind, dass sie in deinen Augen nicht gut genug sind, etwas falsch machen, bzw. dass es für dich ein Problem ist, dass sie nicht perfekt sind.

Mein Rat an dich ist deine Anforderungen an deine Kinder zu überdenken. Akzeptiere sie so, wie sie sind. Sie sind dir nichts schuldig, sie müssen dir nicht dankbar sein. Auch nicht, wenn sie von deiner schweren Vergangenheit erfahren.

Ich vermute, dass wenn der Druck, den du (wahrscheinlich unbewusst) auf deine Kinder ausübst wegfällt, sie gerne und vorallem freiwillig zu dir kommen werden. Du willst ja sicher nicht, dass sie nur kommen, weil sie ein schlechtes Gewissen haben, oder?

Wegen deiner körperlichen Leiden schau dich doch mal hier im Forum um. Ich bin mir sicher, dass dir hier wenigstens linderungsweise geholfen werden kann.

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teufi ist offline
Themenstarter Beiträge: 43
Seit: 27.01.11
Hallo Cherry ich möchte Dir nur sagen, dass ich nie auch nicht unbewußt eine Anspruchshaltung meinen Kindern gegenüber gestellt habe, wenn meine Jüngste, sehr selten kam, habe ich mir nie die Enttäuschung anmerken lassen. Ich habe nicht einmal zu ihnen gesagt, dass ich enttäuscht bin. Ich habe mir nichts anmerken lassen. Freilich in mir brodelt es aber ich habe ganz gutes schauspielerisches Talent und überspiele meine Enttäuschung sehr gut, ich bin dann wie immer lieb zu ihnen und mache niemals Vorwürfe.
Lb. Grüße Teufi

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.056
Seit: 10.01.04
Hallo teufi,

wenn man nur immer wüßte, was richtig ist im Verhalten der Familie gegenüber .
Vielleicht haben Deine Kinder auch nie wirklich gemerkt, wie sehr sie Dich verletzt haben, weil Du immer so zurückhaltend warst und auch mit "kleinen Brocken" zufrieden zu sein schienst?

Ich wünsche Dir inneren Frieden - mit oder ohne Kinder.

Grüsse,
Oregano


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