Umfrageergebnis anzeigen: Einschulung von Kindern bereits mit fünf Jahren?
Ja, ich bin uneingeschränkt dafür! 0 0%
Nein, das lehne ich vollkommen ab! 5 33,33%
Ja, wenn altersgerechtes Lernen möglich ist (Klassenstärke, Lehrerausbildung etc.)! 5 33,33%
Nur in begründeten Einzelfällen, bei sogenannter Hochbegabung! 0 0%
Eltern sollten darüber frei entscheiden können! 4 26,67%
Ich habe dazu noch eine ganz andere Idee und erläutere sie unten! 1 6,67%
Ich habe mir noch keine Gedanken dazu gemacht! 0 0%
Teilnehmer: 15. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Einschulung mit fünf Jahren

09.03.09 18:06 #1
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo, einen Gruß an Alle;

wie an anderer Stelle schon erwähnt, wird in einigen Bundesländern, schon seit längerer Zeit, über eine Einschulung in die Grundschule ab fünf Jahren nachgedacht. Nicht freiwillig, wie es in Einzelfällen ja heute schon möglich ist, sondern als Regel.

Es gibt natürlich Argumente die dafür sprechen (Kinder lernen, wegen der großen Neugierde und des Nachahmungsbedürfnisses, mit 4/5 Jahren besonders gut, die Hochschulabsolventen sollen jünger werden und so weiter) und welche, die dagegen gehalten werden können (jüngere Kinder sind im heutigen Regelschulsystem überfordert, die Klassen sind zu groß, die Lehrkräfte nicht darauf eingestellt, Kinder brauchen mehr Zeit, sich "spielerisch" zu entwickeln usw.) .

http://www.familienhandbuch.de/cmain...ule/s_608.html
http://www.uni-bielefeld.de/psycholo...a%20Schule.pdf
www.ggg-nrw.de/Aktuell/LSV.2005-06-15.Pressemitteilung.html
http://www.wer-weiss-was.de/theme76/article2485355.html


Wie seht Ihr das?

Herzliche Grüße von
Leòn

__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Geändert von Leòn (09.03.09 um 18:21 Uhr)

Einschulung mit fünf Jahren

Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Ich finde es erschreckend, wie wenig in den ersten beiden Schuljahren passiert im Vergleich zu meiner Schulzeit.
Die ersten beiden Schuljahre wird fast nur geschnippelt und gebastelt und für das Lernen der Buchstaben vergeht inzwischen ein Jahr, an manchen Schulen sogar noch mehr. Das ist für interessierte Kinder, die endlich lesen können wollen, der totale Frust.
Deshalb finde ich den Gedanken, durchaus auch früher mit der Schule anzufangen, nicht so abwegig. Ich würde es so sehen, dass die Schule, wie sie jetzt meist ist mit der ewiglangen Anfangsgewöhnungs- und -bastelphase, problemlos schon mit 5 losgehen könnte. Man könnte ja einzelnen Kindern freistellen, notfalls erst mit 6 anzufangen, wenn sie wirklich noch nicht so weit sind.
Sollte die Schule aber irgendwann mal wieder so konzentriert losgehen wir früher, wo so ziemlich ab dem ersten Tag an schon gerechnet und geschrieben wurde, wäre ich für das 6. Lebensjahr.
Vielleicht hängt es aber doch sehr extrem von Schultyp und speziellen Kind ab.

Einschulung mit fünf Jahren

Cherry ist offline
Beiträge: 682
Seit: 09.01.08
Prinzipiell bin ich dafür. Aus dem oben genannten Grund mit der Neugier in dem Alter. Ausserdem kenne ich dieses System aus den USA, wo es meines Erachtens sehr erfolgreich praktiziert wird. Es nennt sich dort 'Kindergarten' und ist eine Mischung zwischen unserem Kindergarten und unserer ersten Klasse.
Leider gibt es dieses Angebot in unserem Schulsystem noch nicht.

Ich persönlich würde mir eine zweijährige Anfangszeit in der Grundschule wünschen. Jedes halbe Jahr werden neue Kinder eingeschult (ab 5 Jahren) und bleiben dann so lange in diesem Anfangskurs bis sie lesen, schreiben und rechnen können. Das kann bei manchen 1 Jahr dauern, bei anderen 2,5 Jahre. Jeder wird da gefördert wo er es braucht.

Erst danach kommen sie dann in die reguläre Grundschule mit dem üblichen Leistungsdenken.

Einschulung mit fünf Jahren

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo,

ich habe jetzt nicht abgestimmt, möchte aber folgendes dazu bemerken:
Es sollte meiner Meinung nach im Prinzip so bleiben wie es jetzt auch ist, d.h. das Einschulungsalter ist sechs Jahre.
Aber, wenn ein Kind von der Entwicklung her reif genug ist sollte die Möglichkeit bestehen es auch etwas früher einzuschulen (vielleicht so von 3-6 Monate).

Ich selbst kam auch mit fünf in die Schule da ich fit war, wurde aber ein paar Wochen später sechs. Mir hat das (so hoffe ich doch ) nicht geschadet.
Wenn ein Kind vom Wesen her jedoch "grenzwertig" bzw. einfach noch nicht reif genug ist sollte man ihm noch ein Jahr Zeit geben. Ansonsten entstehen vielleicht schulische Defizite die dem kleinen Menschlein auf die Seele schlagen. Und das sollte natürlich auf jeden Fall vermieden werden.


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Einschulung mit fünf Jahren

Leòn ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Heather,

nur ganz kurz zur Erläuterung: bei der angedachten "Einschulung mit Fünf" geht es darum, den Einschulungstermin ein volles Jahr vorzuziehen. Anders als bei den heutigen "Kann - Kindern", die dann kurz nach der Einschulung sechs Jahre alt werden!

Herzliche Grüße von
Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Einschulung mit fünf Jahren

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Leon,

ja, ja, das ist schon klar .

Aber wie ich vorher schon geschrieben habe sollte es so bleiben wie es jetzt ist! Ich denke meine Kinder wären mit ca. 5,5 Jahren (nur als Beispiel) auch reif gewesen. Jedoch schon kurz nach ihrem 5. Geburtstag... .


Liebe Grüße .

Heather
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aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Einschulung mit fünf Jahren

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Bin erstaunt über die Ablehnende Haltung hier. In der CH wird gegenwärtig in einzelnen kantonen abgestimmt, da genug Unterschriften zusammenkamen. Die Tendenz ist beim Volk leider eher dafür! Ich lehne es nicht ab, finde es u.U. sogar gut, wenn die Eltern den freien Entscheid haben!!! Das ist das Problem im vorgesehenen Gesetz in der CH. Deshalb bekämpfe ich es in der CH.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Einschulung mit fünf Jahren

pinball ist offline
Beiträge: 98
Seit: 10.11.08
Hallo,
ich bin dafür das Kinder schon mit 5 eingeschult werden, da sie in so jungen jahren viel leichter lernen und noch nicht soviele Hobbys oder Interessen ( Musik, Sport, PC usw.) haben und besser überzeugt und gefördert werden können.

LG
pinball

Einschulung mit fünf Jahren

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Habe den Eindruck, das hier eine ganz andere Ebene nicht angesprochen wird.
Wissensvermittlung kann nicht wertfrei geschehen, dh ist immer vom Weltbild des Unterrichtenden abhängig!! Deshalb wollen alle totalitären Staaten den Eltern möglichst früh die kinder "wegnehmen", dh in Horte, Kindergarten, Schule etc schicken.
Durch eine frühe Einschulung im prägenden Alter gehen die Eltern (und das Kind) die Gefahr ein, dass ihm ein Weltbild vermittelt wird, dass demjenigen der Eltren völlig widerspricht. Kinder können in diesem Alter auch nocht nicht switchen, dh hier ist schule und da sagt man A sei gut und daheim halt B sei gut. Kinder sind in dem Alter mit solchen Differenzen überfordert.
Deshalb wehret den Anfängen, dh gegen die obligatorische Einschulung in jungen Jahren, den keiner weiss, was für Lehrer im Sinne des weltbildes auf das kind losgelassen werden. Es kann dem kind erheblich schaden und durch das obligatorium wären wir die Eltern machtlos.
So etwas ist nicht weither geholt, man schaue erstens nur gewisse lehrer an und zweitens schaue man mal den ganzen Medizinbereich und die Steuerung der entsprechenden Ausbildung zu unserem Leidwesen an.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Einschulung mit fünf Jahren

Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Nich ein anderer Aspekt.
Ich würde es sinnvoll finden, wenn die Kinder endlich die Möglichkeit bekommen würden, früher lesen zu lernen. Jetzt werden sie geradezu hingehalten, damit sie sich dann irgendwann in der Schule nicht langweilen. Die Zeit bis dahin wird dann deshalb lieber mit PC-spielen gefüllt, damit die armen Leherer nicht ihres Sinns beraubt werden und die Kinder nicht etwa schon lesen können. Ich bin mir sicher, dass die Kinder langfristig viel lesewilliger wären, wenn sie wirklich genau dann lesen lernen würden, wenn sie sich dafür interessieren und nicht erst 2 Jahre später. Die Welt der Bücher sich allein zu erschließen ist für ein Kind total aufregend und wäre durchaus eine echte Alternative zu gar zu frühzeitigen PC-genuss. Mit 6 ist dann das größte Interesse aber oft schon erloschen, wenn es nicht beizeiten Futter bekam. Man hat sich mit anderen Freizeitbeschäftigungen eingerichtet.

Wenn die Schule wirklich erst so spät wie bisher losgehen soll (und noch dazu mit so ausgiebigen Malprogrammen), sollte es aber eher Normalität sein, dass natürlich etliche Kinder schon lesend in die Schule kommen. Bisher ist das echt verpönt. Es sollte Normalität sein, interessierten Kindern im Kindergarten schon das Lesen beizubringen oder auch zu Hause.


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