Umfrageergebnis anzeigen: Einschulung von Kindern bereits mit fünf Jahren?
Ja, ich bin uneingeschränkt dafür! 0 0%
Nein, das lehne ich vollkommen ab! 5 33,33%
Ja, wenn altersgerechtes Lernen möglich ist (Klassenstärke, Lehrerausbildung etc.)! 5 33,33%
Nur in begründeten Einzelfällen, bei sogenannter Hochbegabung! 0 0%
Eltern sollten darüber frei entscheiden können! 4 26,67%
Ich habe dazu noch eine ganz andere Idee und erläutere sie unten! 1 6,67%
Ich habe mir noch keine Gedanken dazu gemacht! 0 0%
Teilnehmer: 15. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Einschulung mit fünf Jahren

09.03.09 18:06 #1
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Einschulung mit fünf Jahren

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo anne

Es sollte Normalität sein, interessierten Kindern im Kindergarten schon das Lesen beizubringen oder auch zu Hause.
Das sehe ich auch so
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Einschulung mit fünf Jahren

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Beat,

ich halte Deine Bedenken teilweise für berechtigt. Jedoch glaube ich nicht, dass es in dieser Hinsicht ein sehr großer Unterschied ist ob das Kind fünf oder sechs Jahre alt ist.
Meiner Meinung nach ist es viel wichtiger, dass sich die Eltern mit den Kindern ausreichend beschäftigen. Damit meine ich, wenn zu Mama und Papa eine gute Bindung besteht kann ein "miserabler Pädagoge", von denen es leider viel zu viele gibt (ist momentan bei uns eine aktuelle Situation ), nicht einfach das Weltbild des Kindes zerstören.

Deshalb wollen alle totalitären Staaten den Eltern möglichst früh die kinder "wegnehmen", dh in Horte, Kindergarten, Schule etc schicken.
Dies sehe ich aber ganz genauso! Heute hört man nur noch von Kinderbetreuung, am besten auch gleich noch am Arbeitsplatz... Manchmal frage ich mich wo all die Mütter arbeiten wollen wenn die vielen Betreuungsplätze besetzt sein sollen .
Ich verurteile keinesfalls wenn jemand arbeiten gehen möchte und auf diese Weise für das Wohl seines Kindes sorgt - keine Frage! Jedoch empfinde ich es als absolute Frechheit wenn eine Frau schräg angesehen wird und insgeheim zum Dummchen degradiert wird nur weil sie daheim bleibt um ihre Kinder selbst zu erziehen.
Sorry, bin jetzt ein bisschen vom Thema abgekommen, aber da rege ich mich immer so auf... !

@Pinball, hast Du denn selbst Kinder ?

@Anne: Diese Möglichkeit sollte es auf alle Fälle geben. Also her mit den Förder-Angeboten im KiGa !


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Einschulung mit fünf Jahren

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Heather

Natürlich spielt es nicht so eine Rolle ob mit 5 oder 6 ein Kind so was antrifft. Aber wenn er es erst mit sechs antrifft, dann hat er ein Jahr mehr in der wichtigen prägenden Zeit es gut gehabt und ist besser vorbereitet.

Der Pädagoge kann das Weltbild des Kindes von Dir zwar schon nicht zerstören, aber er wird das Kind gehörig beeinflussen und das Kind kann in diesem Alter nicht mit 2 Weltbildern umgehen, das ist pädagogisch erwiesen. Mit in der schule gilt A als richtig (zB es gibt keine Gott, alles Einbildung) und zu Hause B (Gott ist allmächtig) zerreisst das Kind innerlich.

Betreffend Kinderbetreuung sehe ich es genau so wie Du!!!!
Das Dummchen hat übrigens auch noch eine Managementaufgabe nebst Persönlichkeitsausbildung. Da verblassen daneben die meisten Anforderungen vieler angeblich richtiger Berufe/Arbeitsstellen.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Einschulung mit fünf Jahren

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Beat,

Das Dummchen hat übrigens auch noch eine Managementaufgabe nebst Persönlichkeitsausbildung. Da verblassen daneben die meisten Anforderungen vieler angeblich richtiger Berufe/Arbeitsstellen.
Das hast Du jetzt aber nett geschrieben , ich danke Dir .


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Einschulung mit fünf Jahren

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Ups gleich rot werde...
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Zum Beispiel Mittelalter

Leòn ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo, einen Gruß an Alle;

ich habe "andere Idee" angekreuzt und möchte beschreiben, was ich meine.

Grundsätzlich erlebe ich es so, dass viele Kinder, die ausreichend, gut oder sehr gut Zuhause gefördert werden, das heißt deren Intelligenz-, Sprach- und Lernentwicklung "normal" verlaufen ist, mit vier bis fünf Jahren eine ideale Disposition erreicht haben um - behutsam, ohne Druck und Leistungsüberforderung, durchaus in der Lage sind, Lesen und Schreiben zu lernen. - Das sind nicht alle Kinder, aber recht viele. Sie brauchen, in dem Alter dann, eine entsprechende, behutsame und entwicklungsadäquate Anregung und Förderung.

Im Hochmittelalter war es vielfach üblich, dass Kinder zur Ausbildung entweder mit vier Jahren an einen anderen Hof gegeben wurden oder in ein Kloster. An den Höfen stand eine Ausbildung zum Pagen für die Jungen und zur "Edelfrau" für die Mädchen im Vordergrund. Letzteres enthielt in der Regel immer eine Unterweisung im Lesen des Psalters, meist auch im Schreiben.

Die Ausbildung in den Klöstern diente längst nicht immer der Vorbereitung auf eine geistliche Laufbahn. Hier ging es schwerpunktmäßig darum, geistliche Bildung zu erwerben, die dann im Laien-Leben wieder gebraucht werden sollte. Neben Medizin, Musik, Latein, war dies vor allem Mathematik, Lesen und Schreiben.

Dies nur am Rande.

Entscheidend ist, meiner Meinung nach, dass man damals wusste, dass Kinder in diesem Alter besonders gut und leicht lernen, dass dies aber auch besondere Bedingungen benötigte. So wurden die Kinder nicht in großen, überfüllten Klassen sondern in kleinsten Gruppen oder Einzeln "unterrichtet". Ein Beispiel: am Anfang saß der vierzjährige Schüler neben einem Scriptor, beobachtete ihn und malte die Buchstaben, die der kunstfertig auf Pergament oder Payrus schrieb, nach.
Es wurde der "Nachahmungstrieb" und die Neugierde "ausgenutzt".
Übrigens: Kinder, die noch keine Eignung zeigten, Lesen und Schreiben zu lernen, wurden anderweitig beschäftigt.

Aus diesem Beispiel können wir, nach meinem Verständnis, drei wesentliche Anregungen entnehmen: 1. die Lerngruppe muss klein sein und 2. die SchülerInnen müssen nach ihrem Einwicklungsstand altersgemäß "angesprochen" werden. 3.: Nicht jedes Kind ist in dem Alter schon dazu in der Lage!


Um es noch mal anders zu formulieren: ich bin dafür, dass Kinder bereits mit Fünf solch ein Lernangebot bekommen, wenn

a) die individuelle Eignung vorliegt.
Das hieße, dass eine qualifizierte Schuleignungsuntersuchung stattfinden müsste. Das ist in Deutschland nicht mehr in allen Bundesländern die Regel.

b) die Lerngruppe angemessen klein ist.
Die heutigen Grundschulklassen in Deutschland, sind meiner Meinung nach dafür zu groß.

c) die Methodik und das Ziel des "Unterrichts" altersgemäß und individuell passend gestaltet werden kann.
Das heißt, dass meiner Meinung nach nicht zu viel Unterrichtsstoff vermittelt werden soll, die Lernzeiten nicht zu lang ausgedehnt werden dürfen, die Art des Lernens spielerisch und ohne Leistungsdruck erfolgt, und so weiter.

Da diese Bedingungen zur Zeit in Deutschland nicht gegeben sind, bin ich gegen eine Regeleinschulung mit fünf Jahren!

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Geändert von Leòn (11.03.09 um 13:38 Uhr) Grund: Ein ganz peinlicher Tippfehler!

Einschulung mit fünf Jahren

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Leon

Die Ausbildung in den Klöstern diente längst nicht immer der Vorbereitung auf eine geistliche Laufbahn. Hier ging es schwerpunktmäßig darum, geistliche Bildung zu erwerben, die dann im Laien-Leben wieder gebraucht werden sollte. Neben Medizin, Musik, Latein, war dies vor allem Mathematik, Lesen und Schreiben.
Exakt. Die ganze Bildung war einmal praktisch vollkommen in der Hand der Kirche. Alel Unis wurden damals von der Kirche gegründet. Unser genzes Schulsystem hat also einen christlichen Ursprung. Gerade deshalb kommen bis heute fast alle grossen Wissensnchaftler aus dem jüdisch-christlichen Kultur.
Mit der übernahme der Schule durch die Welt, ging die ganzheitliche Lernsicht nach und nach verloren.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Zum Beispiel Mittelalter
Männlich Bodo
Ich halte eine Einschulung mit 5 Jahren generell für zu früh.

Auch abstimmen wollte ich nicht, da der Punkt, den ich am ehesten wählen würde,
nämlich Nur in begründeten Einzelfällen, bei sogenannter Hochbegabung!,
nicht die Reife eines Kindes dieses Alters wie auch notwendige soziale Kompetenzen,
die immanent wichtig sind für Schule, berücksichtigt.

Daher habe ich mich für den Punkt Ja, wenn altersgerechtes Lernen möglich ist
(Klassenstärke, Lehrerausbildung etc.)!
entschieden, wobei wir hier
zwangsläufig die Bereiche Sonderförderung und Elite(n) tangieren,
die gesondert, kontextbezogen, betrachtet werden sollten.








LGB

Einschulung mit fünf Jahren

pinball ist offline
Beiträge: 98
Seit: 10.11.08
Hallo,
@Heather: ja ich habe Kinder und zwar 4 davon.

Die große wurde mit 6 Jahren eingeschult und war ziemlich unglücklich mit ihrer Lehrerin und hatte dementsprechend "Gute" Noten ( Beurteilung) was sich aber, nachdem die Lehrerin in den Ruhestand ging im 2. halbjahr, ins positive geändert hat.

Die Zweite wurde mit 5 eingeschult, da sie den Kindergarten hasste! Zu langweilig!
Sie war und ist eine von den Besten. Mittlerweile macht sie eine Ausbildung zur Konditorin und Bäckerin und will anschließend ihren Meister machen. ( Vorausgesetzt es kommt nichts dazwischen!)

Auch meine Zwillinge wurden vorzeitig eingeschult, obwohl die Kindergärtnerinnen dagegen waren;
jetzt weiß ich auch warum, sie hatten nicht allzu viele Neuanmeldungen und viele freie Plätze;
Sie sind keine Gymn. Kinder doch haben sie immer gute Noten.

Nochmal zum Thema: ich bin trotzdem dafür das Kinder auch mit 5 eingeschult werden können. Es gibt in jeder Lebensituation immer jemanden der dich beeinflussen und auf seine Seite ziehen will, aber Kinder haben ein sehr gutes Bauchgefühl und wissen sehr wohl was gut für sie ist.

Wenn ich von mir ausgehe kann ich sagen, daß wenn ich jemanden sehe, ich sofort sagen kann den mag ich oder nicht. und versuche dieser Person aus dem Weg zugehen ( das war schon als Kleinkind so)

Auch Eltern haben nicht immer einen guten Einfluss auf ihre Kinder und sind manchmal Im Hort, Tagesstätte oder sonstwo besser aufgehoben als zu Hause.

Pinball

Einschulung mit fünf Jahren

Ursu ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 27.06.08
morgen,

Prinzipiell ist die Frage immer strittig, da ja jedes Kind sich von anderen unterscheidet.

Sicher gibt es diejenigen die mehr gefördert werden sollten da sie einfach schneller lernen aber es gibt auch viele mit Defiziten je nach dem wie das Kind von zu Hause aus gefördert und gefordert wird. Vielen Eltern fehlt heute oft die Zeit oder Geduld um sich mit dem Sprössling neben dem Beruf auch noch intensiv zu Beschäftigen.

Bei uns in meinem Heimatort ist es so das die Kinder im Letzten Kindergartenjahr eine so genannte Vorschule durchmachen, spielerisch werden hier Lehrinhalte der verschiedenen Fächer vermittelt und das Kind auf den Unterricht in der Schule vorbereitet. So kommt das Kind schon mit einem gewissen Vorwissen in die Schule und findet sich auch leichter zu Recht.

Die These nach der die Kinder in der Schule mittlerweile vermehrt auf kreative Gestaltung wie Mahlen wert gelegt werden kann ich so nicht ganz Teilen denn bei uns wird sehr wohl auch das Schreiben, Rechnen und Lesen vermittelt, aber halt nicht mehr so streng wie zu meiner Einschulung.


lg,
ursu
__________________
Die Summe der konstanten Fehler nennt man Stil,
... aber ein Rest Unsicherheit bleibt immer.


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