Freunde vom Kind zu Gast

28.02.09 16:08 #1
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Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Kennt ihr das auch? Man ist froh, dass die Tischsitten einigermaßen erträglich sind und das Kind inzwischen wenigstens halbwegs ordentlich isst.
Dann bringt er aber mal einen Freund mit, der auch zum Frühstücken bleibt und der Knabe isst auf eine Art und Weise, dass selbst mein Sohn uns nur staunend anschaut und darauf wartet, dass ich nun anfange zu meckern. Schmatzen und schlurfen ist da nur das Geringste, Brötchen in alle Einzelteile zerkrümeln das nächste, erst ein Ei haben wollen und dann halb angegessen stehen lassen das Nächste.
In dem Fall war es so, dass das Kind eine französische Mutter hat und mir eine Kollegin erklärte, dass schmatzen und schlurfen dort angeblich durchaus Normalität sind und eher ein Zeichen dass es schmeckt.? Und dort ein anderer Bezug zu Nahrungsmitteln herrscht, so dass das nicht gar so ungewöhnlich ist. Das vermag ich nicht zu beurteilen.

Was macht ihr in so einer Situation? Respektieren, dass dieses Kind eben anders ist und isst und dem eigenen Kind danach erklären, dass der andere Knabe anders erzogen ist? Oder versucht ihr fremde Kinder zu erziehen? "Wir essen hier aber anders!!!" Aber ist das nicht ein Eingriff in die Intimsphäre des Kindes?

Ich habe das dann so gelöst, dass ich die Kinder immer allein essen lies und dann lediglich das Chaos beräumte, um nicht in diese Zwickmühle zu kommen. Das war für mich ein erträglicher Kompromiss.


Freunde vom Kind zu Gast

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Anne.
Ich denke, das braucht ein wenig Fingerspitzengefühl.
Da ich die Freunde meiner Kinder gerne kennenlerne, essen wir gemeinsam, wenn Besuch da ist. Das ist eine gute Möglichkeit, unverkrampft ins Gespräch zu kommen.
Ich lege die Latte nicht all zu hoch an, aber gewisse Grenzen sollten da sein, ansonsten ist es unfair den eigenen Kindern gegenüber.
Sollte so ein Fall eintreffen, bringe ich das Thema humorvoll zur Sprache.
Ich erzähle, dass ich so ein Verhalten bei meinen Kindern nicht dulde und dass dies eine bestimmte Konsequenz zur Folge habe.
Nur, damit ich es gesagt hätte, für ein nächstes Mal..
Das hat immer gut geklappt.
Unterdessen sind meine Kinder Teenager und das Problem taucht immer weniger oft auf.
( Dafür wird vielleicht bis tief in die Nacht gekichert, was weder mich noch meine Nachbarin erfreut, das Haus ist sehr hellhörig. Da klappt diese Methode natürlich auch.)
Liebe Grüsse, Sine

Freunde vom Kind zu Gast

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Anne,

es käme, was mich betrifft, sehr auf die Art und Weise des Verhaltens an. Gegebenenfalls würde ich persönlich mich nicht scheuen, das Kind mittels einer Ich-Botschaft auf das (gewünschte) Verhalten hinzuweisen.
http://www.symptome.ch/vbboard/famil...ikation-4.html
Herzliche Grüße von
Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)


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