Viele Grosseltern müssen nochmals Erziehungsarbeit leisten

27.02.09 13:54 #1
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Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Das Thema von Kindern, die mehr oder weniger bei den Grosseltern aufwachsen, hat Mike kürzlich in einem anderen Thread angeschnitten.
Ich denke, das ist einen eigenen Thread wert.
Teenagerschwangerschaften sind im immer öfter Tatsache.
Oft springen dann die Grosseltern ein, um dem jungen Elternteil zu ermöglichen, eine Ausbildung abschliessen zu können.
( Ich stelle mir gerade vor, eine meiner Töchter wäre schwanger... )
Alleinerziehende Eltern gibt es immer mehr.
Wenn sie berufstätig sind, müssen oft die Grosseltern einspringen und die Kinderbetreuung übernehmen.
Bestimmt freuen sich die meisten Grosseltern über ihre Enkel. Aber eigentlich hatten sie sich das doch anders vorgestellt...
Ich denke, hier wird ganz selbverständlich und leise eine immense Arbeit geleistet, die im Lebensplan eigentlich gar nicht vorgesehen war.
ich weiss auch von einem Fall, wo zwei Jungs vorwiegend von den Grosseltern aufgezogen werden, wegen Suchtproblemen der Eltern.
Ich befürchte, dass sich solche Belastungen von älteren Menschen irgendwann zum Nachteil der Kinder auswirken können.
Vielleicht kennt ihr selber Beispiele, wo solche Konstellationen wunderbar funktionieren, oder vielleicht halt auch welche, wo sich Probleme daraus ergeben.
Liebe Grüsse, Sine


Viele Grosseltern müssen nochmals Erziehungsarbeit leisten

Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Ich habe den Fall in der Verwandschaft: die Großeletern hochbetagt (um die 80 Jahre herum). Die Kinder kamen damals relativ spät und haben jetzt selbst erst spät beschlossen, doch noch Kinder zu haben. Ergebnis: die Tochter hat jetzt - mit gerade 42 ihr zweites Kind bekommen, ist sehr gestresst, läßt den Beruf sausen, in dem sie noch gar nicht Fuß gefaßt hatte und fährt sehr häufig mal so "kurz" für 2 Wochen mit Kind und Kegel und ohne Mann zu den lieben Eltern.
Dort wird sie dann geschont,w eil sie ja so arm und hilfsbedürftig ist, und die Eltern werden dafür am Ende oder nach so einem Aufenthalt regelmäßig krank, weil es zu viel für sie ist.

In einem anderen Fall war es so: der Opa starb unerwartet. Ein Sohn - 4 Kinder - erwartete nun selbstverständlich von seiner Mutter, daß sie regelmäßig, freiwillig und jeweils unerwartet für seine Kinder da sein sollte. Als sie eines Tages meinte, das ginge so nicht, kam die Antwort: aber Du kannst doch froh sein, wenn wir Dich so in die Familie integrieren. Das sah sie anders, zog sich zurück. Die Beziehung war lange Zeit sehr bröselig, und so richtig heil geworden in gegenseitiger Achtung ist sie nicht mehr.

Eigentlich ist das doch langsam eher die Normalität als die Ausnahme, und Lösungen sehe ich nicht so recht, zumal ein Teil der Lösung auch vom Geld abhängt.
Das müssen die Familien jeweils selbst auf die Reihe kriegen.

Gruss,
Uta

Viele Grosseltern müssen nochmals Erziehungsarbeit leisten

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Sine,

das was Du beschreibst, erlebe ich auch, ganz häufig.
Zwar scheint insgesamt die Anzahl von Minderjährigen - Schwangerschaften abgenommen zu haben www.symptome.ch/vbboard/familie-erziehung/42329-juengste-papa-nation-seit-13-jaehriger-vater-geworden-sueddeutsche-de.html .
Aber durch zunehmende zahlen an Eineltern-Familien, scheint ein immer höher werdender Bedarf an Hilfestellungen aus der Herkunftsfamilie zu entstehen.

Was ich dabei beobachte ist, dass die Großeltern häufig nicht zur Verfügung stehen, entweder weil sie selbst keine Zeit aufbringen, weil sie eben selbst noch recht jung sind und zum Beispiel noch im Berufsleben stehen oder "andere Interessen" haben, oder dass andere Gründe vorliegen, wie zum Beispiel "zerrüttete" Beziehungen.
Wohl dem/der, wo Großeltern hilfreich zur Seite stehen!

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Viele Grosseltern müssen nochmals Erziehungsarbeit leisten

Rota ist offline
Beiträge: 2.638
Seit: 22.07.08
Zitat von Leòn Beitrag anzeigen
Hallo Sine,

das was Du beschreibst, erlebe ich auch, ganz häufig.
Zwar scheint insgesamt die Anzahl von Minderjährigen - Schwangerschaften abgenommen zu haben www.symptome.ch/vbboard/familie-erziehung/42329-juengste-papa-nation-seit-13-jaehriger-vater-geworden-sueddeutsche-de.html .
Aber durch zunehmende zahlen an Eineltern-Familien, scheint ein immer höher werdender Bedarf an Hilfestellungen aus der Herkunftsfamilie zu entstehen.

Was ich dabei beobachte ist, dass die Großeltern häufig nicht zur Verfügung stehen, entweder weil sie selbst keine Zeit aufbringen, weil sie eben selbst noch recht jung sind und zum Beispiel noch im Berufsleben stehen oder "andere Interessen" haben, oder dass andere Gründe vorliegen, wie zum Beispiel "zerrüttete" Beziehungen.
Wohl dem/der, wo Großeltern hilfreich zur Seite stehen!

Herzliche Grüße von
Leòn
Hallo Leon,

der 13 jährige Junge war aber dann doch nicht der Vater, was ich so gelesen habe. Was die Anzahl der zuständigen Großeltern ja nun etwas reduziert. Ob das Mädchen den richtigen Vater angeben kann, das wurde nicht berichtet.

Wahrnehmerin

Viele Grosseltern müssen nochmals Erziehungsarbeit leisten
Weiblich Christiane22
Zwar schon etwas älter, aber ich schreibe doch mal ein paar Zeilen.

Alleinerziehende Eltern gibt es immer mehr.
Wenn sie berufstätig sind, müssen oft die Grosseltern einspringen und die Kinderbetreuung übernehmen.
Bestimmt freuen sich die meisten Grosseltern über ihre Enkel. Aber eigentlich hatten sie sich das doch anders vorgestellt...
Ich denke, hier wird ganz selbverständlich und leise eine immense Arbeit geleistet, die im Lebensplan eigentlich gar nicht vorgesehen war.
Der Lebensplan des Gemeinschaftstieres Mensch sieht meines Erachtens sogar natürlicherweise besonders vor, dass eine Gruppe von Menschen, im Spezielleren eine Gruppe verwandter Menschen, gemeinsam für den Nachwuchs sorgt. Hingegen hat der natürliche Lebensplan bei keiner (?) Säugetier-Art vorgesehen, dass ein Männchen und ein Weibchen die Jungen aufziehen. Bei den Vögeln wiederum passiert das oft und ist sogar die Norm - wo hier der Unterschied liegen mag kann ja mal andiskutiert werden.

Zitat von Leòn Beitrag anzeigen
Aber durch zunehmende zahlen an Eineltern-Familien, scheint ein immer höher werdender Bedarf an Hilfestellungen aus der Herkunftsfamilie zu entstehen.

Was ich dabei beobachte ist, dass die Großeltern häufig nicht zur Verfügung stehen, entweder weil sie selbst keine Zeit aufbringen, weil sie eben selbst noch recht jung sind und zum Beispiel noch im Berufsleben stehen oder "andere Interessen" haben, oder dass andere Gründe vorliegen, wie zum Beispiel "zerrüttete" Beziehungen.
Wohl dem/der, wo Großeltern hilfreich zur Seite stehen!

Herzliche Grüße von
Leòn
Ja, wohl dem.

Ich kenne in der jetzigen Grosselterngeneration wohl auch eher die Variante: Ich bin mir selbst der Nächste, was scheren mich die Enkel oder wie die Kinder zurechtkommen. Oder diese: Wenn ich als Grosseltern/ Tante mal auf die Kleinen aufpasse, spiele ich aber meine Macht voll aus und lasse die Herablassung auch ganz genau wissen. Schließlich soll die auf keinen Fall mal Entlastung haben, wenn wir aber die Kinder mal nehmen, aber zumindest doch bitte sehr, ein schlechtes Gewissen. Habe das leider in meiner Familie so erlebt, und nach einigem Erstaunen mich liebend gerne aus dieser Art von familiären "Bindungen" zurückgezogen, mache sämtliche Arbeit lieber selber, habe die Kinder alle Zeit am Hals, mittolerweile ja auch gut selbstständig, und hoffe, dass ich niemals ins KH muss. Nun gut, daraus wird man dann auch anders gesundheitsbewusst als wenn man im Zweifelsfall jemanden hätte der unter die Arme greifen könnte.

Dafür hat sich meine Tochter bereits bei mir rückversichert ob ich später dann auch mal auf die Enkel aufpasse. Klar mach ich das - es braucht nämlich ein ganzes Dorf, um Kinder grosszuziehen, ein Einzelner kann das (fast) überhaupt nicht schaffen, auch wenn es vielen Alleinerziehenden heute so aufgebürdet ist (dafür zum "Ausgleich" werden sie ja auch allgemein beschimpft und stigmatisiert). Es kostet nicht viel ab und an immer mal wieder eine hilfreiche Hand zu reichen oder ein stützendes Wort zu geben, in einem Augenblick an dem es mal gebraucht ist. Und Kinder machen auch durch sich selbst Freude, vor allem wenn man sie nicht durchgehend haben muss .

Vielleicht sehe ich es ja zu subjektiv, aber ich habe den Eindruck dass es noch nie eine so egoistische Grosselterngeneration gab wie die gerade amtierende. Ich hoffe zumindest, dass alle etwas draus lernen, spätestens wenn SIE dann eben alleine und ohne Hilfe dastehen wenn sie es brauchen!

Gruss
Christiane

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Ich hatte oben schon so einen Fall beschrieben:
Beim ersten Enkelkind sind die Großeltern bereits hochbetagt. Wenn sie dann auch noch krank sind oder auf jeden Fall relativ ausgelaugt, dann sind Kleinkinder und Säuglinge für sie wirklich eine Belastung.

Oft ist es ja auch so, daß dazu noch räumliche Probleme auftreten. Manchmal sind die Großeltern aus einem Haus oder einer großen Wohung aus Kinderzeiten her inzwischen in eine kleinere Wohnung umgezogen. Und da werden dann manchmal Enkelkinder erst recht nicht gerade einfach zu handhaben.

Die Zeiten der Großfamilie sind leider vorbei, außer vielleicht teilweise auf dem Lande.
Aber ich finde, das kann man nun nicht den Großeltern vorwerfen.
Ich sehe eher hier den Staat in der Pflicht, mehr Möglichkeiten zur Kinderbetreuung zu schaffen und nutzbar zu machen - auch in finanzieller Hinsicht.

Daß junge Frauen weiter über Jahre zu Hause bleiben, weil kein Kindergartenplatz ganztags zur Verfügung steht bzw. weil es keinen Krippenplatz gibt und auch die Umgebung findet, daß die Frau doch zu Hause bleiben könnte, finde ich keine gute Lösung.
Bei der hohen Zahl an Trennungen und sowieso allein Erziehenden kommt sonst eine große Zahl von Abhängigen in Bezug auf staatliche Unterstützung auf die Gesellschaft zu.

Gruss,
Uta

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Rota ist offline
Beiträge: 2.638
Seit: 22.07.08
Zitat von Christiane22 Beitrag anzeigen
Zwar schon etwas älter, aber ich schreibe doch mal ein paar Zeilen.

Der Lebensplan des Gemeinschaftstieres Mensch sieht meines Erachtens sogar natürlicherweise besonders vor, dass eine Gruppe von Menschen, im Spezielleren eine Gruppe verwandter Menschen, gemeinsam für den Nachwuchs sorgt. Hingegen hat der natürliche Lebensplan bei keiner (?) Säugetier-Art vorgesehen, dass ein Männchen und ein Weibchen die Jungen aufziehen. Bei den Vögeln wiederum passiert das oft und ist sogar die Norm - wo hier der Unterschied liegen mag kann ja mal andiskutiert werden.

Ja, wohl dem.

Ich kenne in der jetzigen Grosselterngeneration wohl auch eher die Variante: Ich bin mir selbst der Nächste, was scheren mich die Enkel oder wie die Kinder zurechtkommen. Oder diese: Wenn ich als Grosseltern/ Tante mal auf die Kleinen aufpasse, spiele ich aber meine Macht voll aus und lasse die Herablassung auch ganz genau wissen. Schließlich soll die auf keinen Fall mal Entlastung haben, wenn wir aber die Kinder mal nehmen, aber zumindest doch bitte sehr, ein schlechtes Gewissen. Habe das leider in meiner Familie so erlebt, und nach einigem Erstaunen mich liebend gerne aus dieser Art von familiären "Bindungen" zurückgezogen, mache sämtliche Arbeit lieber selber, habe die Kinder alle Zeit am Hals, mittolerweile ja auch gut selbstständig, und hoffe, dass ich niemals ins KH muss. Nun gut, daraus wird man dann auch anders gesundheitsbewusst als wenn man im Zweifelsfall jemanden hätte der unter die Arme greifen könnte.

Dafür hat sich meine Tochter bereits bei mir rückversichert ob ich später dann auch mal auf die Enkel aufpasse. Klar mach ich das - es braucht nämlich ein ganzes Dorf, um Kinder grosszuziehen, ein Einzelner kann das (fast) überhaupt nicht schaffen, auch wenn es vielen Alleinerziehenden heute so aufgebürdet ist (dafür zum "Ausgleich" werden sie ja auch allgemein beschimpft und stigmatisiert). Es kostet nicht viel ab und an immer mal wieder eine hilfreiche Hand zu reichen oder ein stützendes Wort zu geben, in einem Augenblick an dem es mal gebraucht ist. Und Kinder machen auch durch sich selbst Freude, vor allem wenn man sie nicht durchgehend haben muss .

Vielleicht sehe ich es ja zu subjektiv, aber ich habe den Eindruck dass es noch nie eine so egoistische Grosselterngeneration gab wie die gerade amtierende. Ich hoffe zumindest, dass alle etwas draus lernen, spätestens wenn SIE dann eben alleine und ohne Hilfe dastehen wenn sie es brauchen!

Gruss
Christiane


Hallo Christiane,

es schmerzt mich, daß ich aus Deinen Zeilen so große Bitterkeit lese.

Wie viele wirkliche Großeltern sind denn von Deiner Kritik betroffen?
Gibt es denn überhaupt keine Person in der Familie, an die Du dich wenden würdest, wenn Du tatsächlich einmal ins KH müßtest?

Aus Deinem Profil geht leider nicht hervor, wie alt Du bist und wie alt Deine Kinder sind, ich kann mir deshalb noch kein richtiges Bild davon machen, wie es zu Deiner Enttäuschung über die Großelterngeneration gekommen ist. Du klagst einfach die ganze Generation an und da fühle ich mich als Urgroßmutter mit betroffen.

Ich hatte mir vorgestellt, diesen Strang in einer Art Diskussion vorzufinden, Kann aber mit Anklagen nicht so recht umgehen.

Magst Du mit mir in eine Diskussion einsteigen, oder reicht es Dir bereits, einmal Dampf abgelassen zu haben.

Ich könnte das verstehen, wenn Deine Enttäuschung viele Jahre besteht, ohne daß sich irgend etwas zum positiven hin verändert hat.

Wahrnehmerin

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Weiblich Christiane22
Hi Uta,

mein posting bezieht sich auch nicht auf Dauerbetreuung, sondern ab und an mal aushelfen. Klar gibt es auch heute Grosseltern, die ihren Kindern mit den Enkeln wirklich unter die Arme greifen, und klar gibt es welche, die auch selbst krank, zu alt oder sonstwie zu überlastet sind um sich selbst noch die Kleinen dazu anzutun.

Es gibt aber auch die Seite, die ausschließlich auf sich selbst schaut, dick Reisen macht (wovon die nächsten Generationen nur träumen können werden), und ja nichts mit irgendeiner Form des Gebens zu tun haben will.

Gemeinschaft ist immer Geben UND Nehmen, jeder wie er´s eben gerade kann und braucht. Und funktioniert eben nicht mit nur-Nehmern und nur-Gebern, weil hierbei kein Ausgleich stattfindet.

LG
Christiane

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Weiblich Christiane22
Hallo Wahrnehmerin,

Verbitterung stimmt nicht, nur angemessene Realitätswahrnehmung. Meine Kinder sind übers Gröbste, aber die Zeit als sie klein waren war hart.

Gibt es denn überhaupt keine Person in der Familie, an die Du dich wenden würdest, wenn Du tatsächlich einmal ins KH müßtest?
Nein, es gibt keine. Als ich mal ins KH musste als die Kinder noch kleiner waren, da hat mir die Familie zur Genüge gezeigt was es bedeutet, von ihnen abhängig zu sein. Kniefälle hätte ich danach machen sollen dafür, dass mein Bruder einmal eine Stunde Autofahrt gemacht hat und meine (Stief-)Mutter die Kleinen für ein paar Tage genommen hat. Für diesen Preis bin ich nicht mehr gewillt, um Hilfe zu bitten.

Aus Deinem Profil geht leider nicht hervor, wie alt Du bist und wie alt Deine Kinder sind, ich kann mir deshalb noch kein richtiges Bild davon machen, wie es zu Deiner Enttäuschung über die Großelterngeneration gekommen ist. Du klagst einfach die ganze Generation an und da fühle ich mich als Urgroßmutter mit betroffen.
Als Urgrossmutter bist du ja eben nicht betroffen. Die Urgrossmutter meiner Kinder würde auch anpacken, aknn es aber nicht. Sie hat aber schon ihre Enkel, also meinen Bruder und mich, aufgenommen gehabt so lange sie es damals konnte.

Tatsächlich aber bin ich der Meinung, und wenn man genau hinschaut und Tabus durchbricht wird man es auch gut erkennen können, dass in der Zeit der 70er bis 90er Jahre so ziemlich alles aufgebraucht und durchgebracht wurde, einschließlich aller essentiellen Lebensgrundlagen. Wer das in jener Zeit nicht getan hat: Gut. Wer aber daran beteiligt war, den klage ich auch dafür an. Ist ja meine persönliche Anklage, und kein weltliches Gericht muss sich damit beschäftigen.

Gruss
Christiane

Viele Grosseltern müssen nochmals Erziehungsarbeit leisten

Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Hallo Christiane,

ich war auch so ein Fall: meine Eltern und Schwiegereltern waren beide ziemlich weit weg; Tanten und Onkel ebenfalls. Also war es gar nicht möglich, daß sie mir irgendwie helfen konnten.
Abgesehen davon fand ich, daß meine Eltern nach dem Grossziehen von drei Kindern auch wirklich verdient hatten, daß sie nun Reisen machten und endlich unabhängig von Kindern waren. Ich habe mich für sie gefreut, daß sie nun endlich eigene Interessen verwirklichen konnten.

Ich habe dann Hilfe gefunden bei Freundinnen, die ich über eine Krabbelgruppe und ähnliche Einrichtungen kennen gelernt hatte. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, und das hat einschließlich Krankenhausaufenthalt ganz gut funktioniert. - Zum Glück!

Gruss,
Uta


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