Wenn die eigenen Eltern alt werden

27.02.09 07:48 #1
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Wenn die eigenen Eltern alt werden

Gine ist offline
Beiträge: 162
Seit: 23.07.08
Hallo Uta,

danke für deine schnelle Antwort. Er ist ständig beim Arzt und es wurde vor kurzen eine Computertomographie(schreibt man das so )vom Kopf gemacht. Er hatte vor vielen Jahren einen schweren Arbeitsunfall mit großen Kopfverletzungen. Angeblich ist alles okay. Großes Blubild okay. Er geht regelmäßig ins Fitnesstudio.
Sollte ich mal mit seinem Arzt sprechen ? Ich darf gar nicht daran denken, dass mein Vater in ein Heim kommt. Ich habe gelesen, dass man auch mit Medikamenten viel machen kann.
Das Mittel hies Memantine.
LG Gine

Wenn die eigenen Eltern alt werden

Oregano ist offline
Beiträge: 63.697
Seit: 10.01.04
Das, was hier über Memantine steht, klingt sehr gut. Darüber würde ich auf jeden Fall mit dem Arzt sprechen, weil das ja sicher verschrieben werden muß.
MedizInfo®: Memantine und Glutamat

Natürlich ist es nicht schön, wenn ein Elternteil ins Heim zieht. Es hat so etwas Endgültiges an sich und das ist es ja auch so gut wie immer.
Trotzdem: manchmal ist es einfach nicht mehr möglich, einen Angehörigen zu Hause zu pflegen, weil damit das eigene Leben so gut wie verplant wäre.
Also ist es irgendwann doch nötig, sich wenigstens mit dem Thema "Heim" zu befassen, und wenn es nur darum geht, ein gutes Heim mit freundlichen Menschen und einer positiven Heim-Philosophie zu finden. Z.B. bei den Anthroposophen.

Galaktose könnte auch interessant für Deinen Vater sein: Angewandte Neurobiologie nach Dr. Klinghardt® - Behandlungserfolge - INK - Institut für Neurobiologie
Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (15.05.09 um 15:11 Uhr)

Wenn die eigenen Eltern alt werden

Gine ist offline
Beiträge: 162
Seit: 23.07.08
Vielen Dank Uta,

es ist für die Angehörigen ein schwerer Weg, aber ich kann und will mir diesen Schritt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorstellen. Es würde bedeuten das sich jemand um meine Mutter kümmern müsste. Ich glaube es nahen schwere Zeiten. Mir werden die intensiven, tiefgründigen Gespräche mit meinen Vater sehr fehlen. Ich merke jetzt schon, wie sehr ich darunter leide. Meine Schwestern sind da etwas anders, was natürlich sehr gut ist. Besonders ich, da ich die Jüngste bin kämpfe, ständig mit den Tränen, wenn wir bei meinen Eltern sind. Am We feiern wir ertsmal die goldene Hochzeit meiner Eltern und dann werde ich einen Termin bei dem Arzt meiner Eltern machen. Ich will nicht länger warten. Ganz im Inneren hoffe ich das ich Unrecht habe.

LG Gine

Wenn die eigenen Eltern alt werden

Oregano ist offline
Beiträge: 63.697
Seit: 10.01.04
Hallo Gine,

ja, die Erkenntnis, daß die Eltern nicht mehr so sind, wie es einstens war, ist traurig und muß erst einmal verarbeitet und vor allem akzeptiert werden. Auf der anderen Seite ist es der Lauf der Dinge und gehört zum Wandel im Leben dazu.
Ganz schlimm ist oft die Zeit, in der sich ein Elternteil selbst bewußt wird, daß er/sie sich verändert hat, daß das Gedächtnis massiv nachläßt, daß die Kraft wegbleibt usw. usw. DA ist es dann fast schon wieder erlösend, wenn man merkt, daß das Bewußtsein über diese "Mängel" nicht mehr da ist und es einfach so ist.
Das ist ein Entwicklungsprozess für alle Seiten, den man sich am besten - so schwer es fällt - mit einer gewissen Neugier ansieht.

Gruss,
Uta

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ADo ist gerade online
Weiblich ADo
Beiträge: 3.125
Seit: 06.09.04
Hallo,
trinkt er genug? Eine andere Sache ist das B12. Ältere Leute haben davon oft zu wenig!

LG
__________________
Niveau ist keine Hautcreme!

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Gine ist offline
Beiträge: 162
Seit: 23.07.08
Hallo,

er trinkt wirklich täglich viel Wasser, da er in der letzten Zeit oft Blasenentzündungen hatte.
Über B 12 habe ich mal was gelesen. Kann man das B 12 über die Nahrung aufnehmen oder gibt es das nur in Pillenform ? Klärt mich mal bitte auf.
Danke

LG Gine

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.697
Seit: 10.01.04
Im Prinzip nimmt man das B12 aus Fleisch auf. Aber manchmal funktioniert das nicht, weil im Magen die Voraussetzung für die Aufnahme des B12 (Intrinsic Factor) nicht vorhanden ist. Dann muß substituiert werden, am besten nicht nur mit B12 sondern auch mit den anderen B-Vitaminen. Da gibt es Kombi-Präparate in der Apotheke.
Zuerst würde ich aber das B12 im Blut bestimmen lassen, z.B. hier:
Mit dem „Holotranscobalamin“ steht uns ein sensitiver und spezifischer Marker zur Früherkennung des Vitamin B12-Mangels zur Verfügung.

Der Mangel an Vitamin B12 ist eine häufige Differenzialdiagnose im klinischen Alltag. Sie sollte frühzeitig gestellt werden, da sonst irreversible neurologische Schäden entstehen können. Das gesamte zirkulierende Vitamin B12 ist an Transcobalamin und Haptocorrin gebunden, jedoch nur das an Transcobalamin gebundene Vitamin B12 - das Holotranscobalamin - ist biologisch aktiv. Die derzeit übliche Bestimmung des Gesamt-Vitamin B12 reicht daher nicht aus, einen Mangel frühzeitig zu erkennen (Sicherheit lediglich ca. 55 %). Neuere Parameter wie Homocystein und Methylmalonsäure sind zwar sensitiver, nicht jedoch absolut spezifisch.
Endlich steht uns mit dem „Holotranscobalamin“ ein sensitiver und spezifischer Marker zur Früherkennung des Vitamin B12-Mangels zur Verfügung:
HoloTC (Serum-Monovette)
www.biolabor-hemer.de/fachinformation.php?id=21

Gruss,
Uta

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Gine ist offline
Beiträge: 162
Seit: 23.07.08
Hallo Uta,

danke, da mein Vater ständig Blut abgenommen wurde und er die Werte hoffentlich mit nachhause genommen hat, werde ich das mal prüfen.

LG Gine

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.697
Seit: 10.01.04
Da könnte es nur ein Problem geben. Das B12, das normalerweise im Blut bestimmt wird, muß nicht unbedingt das B12 in den Zellen wiedergeben.
Insofern halte ich mehr von z.B. der Bestimmung des Holotranscobalamin. Bei mir war im Blut das B12 in Ordnung, das Holot. zeigte dann einen hübschen Mangel.

Grüsse,
Uta

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Gine ist offline
Beiträge: 162
Seit: 23.07.08
Hallo,

ich bin echt am Ende. Mein Vater rennt ständig zum Arzt, ist sehr depressiv, nur noch am heulen und meine Mutter ist kurz davor auszurasten. Ich erreiche die Ärztin nicht und weis wirklich nicht, wie ich noch helfen kann. Es ist ein Teufelskreis. Wenn ich mal früher Feierabend habe, hat die Ärztin keine Sprechstunde oder ist im Urlaub. Mein Vater steigert sich in alles rein, hat Angstzustände und meine Mutter denkt er spinnt. Was soll ich blos machen ?
Ich habe zur Zeit kein Auto und kann nur telefonieren oder am We mal rüberfahren, wenn mein Mann da ist. Es nervt nur noch ! Meine Schwestern raffen auch nichts und denken das ich überreagiere. Warum sehen sie nicht was ich sehe ? Sie sind so mit sich selbst beschäftigt und reden nur immer, aber handeln nicht.
Die Ärztin hat meinem Dad schon Tabletten verschrieben, gegen seine Depressionen, hat ein großes Blutbild gemacht, aber mein Vater steigert sich einfach so in alles rein. Ich weis wirklich nicht, wie ich euch das beschreiben soll.
Gine


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