unterschiedliches Verhalten bei Babys und wie gehen wir damit um

28.01.09 07:37 #1
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unterschiedliches Verhalten bei Babys und wie gehen wir damit um

OoOMauOoO ist offline
Beiträge: 1.158
Seit: 02.01.09
Gucki kleines Hexchen ..

Also ich kann nur aus meiner erfahrung sprechen mein kleiner dustin war ein ganz schlaues baby *hihi* er hat geweint um geschaukelt zu werden habe in nartürlich nicht weinen lassen aber sie lernen als baby schon schnell finde ich .. Er wahr immer ruhig dan wenn ich in schlaf geschaukelt und gepustet habe *musste immer leicht in sein gesicht pusten das fand er klasse* also bett war nicht hat er immer geweint ..

LG

unterschiedliches Verhalten bei Babys und wie gehen wir damit um
fehlbesiedelung
Hallo,

im Grunde haben wir alle Recht, aber jeder in seiner Interpretation.

Natürlich müssen Babies schreien, weil sie es ja nicht anders können. Ist so ähnlich wie beim Hund, der nunmal nur 4 Pfoten, keine langen Finger und nur Bellen und lecken kann. Also ist es nicht ieeh wenn der Hund versucht einem die Lefzen (Mundwinkel) zu lecken, wenn er Zuneigung zeigen will.

Also kann das Babie nur schreien, wenn es etwas will. Wenn man aber das Wort Böse.. ins Spiel bringt, dann ist es auch richtig, dass das Babie kaum aus Bosheit heraus schreit, sondern entweder (da setzte ich mit meinem Post an) aus Grundbedürfnissen heraus (was auch die Zuneigung / Wärme beinhaltet) oder aus Berechnung (z.B. Langeweile).

Unabhängig davon schreit das eine mehr, das andere weniger, worin ich aber behaupte, dass man hierin frühzeitig erkennen kann, ob es ein anlehnungsbedürftiges Kind oder ein in sich frühzeitig ruhendes Kind wird.

Es stimmt, Zuneigung benötigen alle Kinder, insbesondere in den ersten 5 Jahren, was hier versaut wird, zeigt sich später unübersehbar. Die Vorbereitung auf das Leben erfolgt selbstredend später in der Erziehung

Herbert

unterschiedliches Verhalten bei Babys und wie gehen wir damit um

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Zusammen

Klar ist weinen und schreien meist ein Zeichen das dem Baby etwas fehlt bzw stört.

Möchte aber auf Herbert's Aussagen weitergehen.
Der Charakter des indes ist schon im Mutterleib da, also auch wenn es geboren ist. D.h das eine hat mehr oder andere Bedürfnisse als das andere. So gesehen ist es eine Charakterfrage. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass ein Baby durchaus wesentlicgh mehr Schreigründe haben kann als das andere. Als kleines Beispiel sei Bauchkräpfe erwähnt, die das eine stark das andere praktisch nicht haben kann.

Noch kurz zu böse:
Es ist eine Frage der Definition. In der hier zurecht auf Studien verweisen, indem Babys "testen", zeigt sich das auch Babys schon egoistisch sind, was sich auch später zeigt. Egoismus und sich in den Mittelpunkt stellen ist ja nicht gut, also kann man als "böse" bezeichnen, auch wenn der Ausdruck vieleicht unppassende Bilder erzeugt.
Wichtig ist mir dabei zu zeigen, dass jeder schhon als Baby nicht einfach nur gut ist und dann nur die Gesellschaft (die ja auch aus eben Menschen besteht, die nicht nur gut sind) schuld ist wenn er schlechets tut bzw schlecht wird.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo ,

dass das Babie kaum aus Bosheit heraus schreit, sondern entweder (da setzte ich mit meinem Post an) aus Grundbedürfnissen heraus (was auch die Zuneigung / Wärme beinhaltet) oder aus Berechnung (z.B. Langeweile).
Ich finde wenn ein Kind aus Langeweile schreit, dann auch weil ihm eben gerade danach ist etwas zu erleben. Das ist zwar kein Grundbedürftnis, aber schon ein Mangel den das Baby da verspürt. Da solch ein kleines Kind noch nicht weiss dass es ein Später gibt, kann es sich auch nicht auf später vertrösten, also kann es nicht abwarten. Es lebt jetzt, es fühlt jetzt.
Ich meine das nur im Bezug auf Säuglinge. Wer Kinder hat weiss ja wann sie beginnen die WElt besser und anders wahrzunehmen, wann sie auch mal ihre Bedürftnisse ein wenig aufschieben können, beziehungsweise wann man beginnen kann ihnen das zuzumuten. Ich denke bei Säuglingen sollte man das noch nicht tun.

Jedes Baby bringt schon gewisse Eigenarten mit auf diese Welt.
In der hier zurecht auf Studien verweisen, indem Babys "testen", zeigt sich das auch Babys schon egoistisch sind, was sich auch später zeigt. Egoismus und sich in den Mittelpunkt stellen ist ja nicht gut, also kann man als "böse" bezeichnen,
Ein egoistisches Baby würde ich nun nicht als böse bezeichnen, denn böse kann nur der sein der es besser weiss, in meinen Augen.
Es ist die Aufgabe der Eltern und Umwelt diesem Neuling aufzuzeigen wie wir gut und anständig miteinander leben können, was Menschsein bedeuten kann. Ein Baby kann nur fühlen und reagieren, spontan und ohne nachzudenken. Alles andere lernt es doch erst später.

liebe grüße von hexe

unterschiedliches Verhalten bei Babys und wie gehen wir damit um

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.698
Seit: 10.01.04
zeigt sich dass auch Babys schon egoistisch sind, was sich auch später zeigt. Egoismus und sich in den Mittelpunkt stellen ist ja nicht gut, also kann man als "böse" bezeichnen,
Da muss man doch erst einmal nachschauen, was "egoistisch" bedeutet.
Egoismus“ wird meistens abwertend als Synonym für rücksichtsloses Verhalten verwendet und als „unanständig“ beurteilt. Der Begriff beschreibt dann die Haltung, ausschließlich persönliche Interessen zu verfolgen ohne Rücksichtnahme auf die Belange oder sogar zu Lasten anderer. Egoismus wird in diesem Zusammenhang als Gegenteil von Altruismus und Solidarität kritisiert.
Umgekehrt existiert die Auffassung, dass Altruismus erst durch das Erlangen des eigenen Wohls möglich ist, etwa analog zu der Regel, die bei Rettungseinsätzen gilt, dass der Eigenschutz die erste Maßnahme der Ersten Hilfe ist, oder wie bei dem bekannten Bibelzitat: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“
Die negative Sicht auf den Egoismus als Egomanie steht im Kontrast zu einer positiven Wertung eines "gesunden" Egoismus, die im Ethischen Egoismus philosophisch ausgearbeitet ist. Eine wertungsfreie Auffassung ist die faktische Behauptung des Psychologischen Egoismus, dass alle Menschen de facto egoistisch handelten. Ebenfalls wertfrei ist das wirtschaftswissenschaftliche Modell des Homo oeconomicus.
Egoismus ? Wikipedia

Ich finde, diese Definition trifft nicht auf einen Säugling zu, der ja nur überleben kann, wenn er Hilfe findet. Er kann andere noch nicht übervorteilen, er kann auch noch nicht altruistisch sein, sonst würde er nicht überleben.

Wenn aber ein Wesen gar nicht anders handeln kann als es eben handelt, kann man doch nicht von böse oder "unanständig" sprechen?
Spricht man beim Löwen, der die Antilope jagt und frißt, von böse? Spricht man beim Löwenkind von böse, wenn es die Antilope mitfrißt?

Grüsse,
Uta

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo, einen Gruß an Alle,

aus meiner Sicht - da geht es mir so ähnlich wie Hexe - schreien Säuglinge, weil sie ein Bedürfnis mitteilen wollen. Ein Zeichen für Bosheit, oder gar der Beleg, dass der Mensch von Natur aus "böse" sei, ist das meiner Auffassung nach auf gar keinen Fall.
Auch hat das Schreiverhalten, meiner Meinung nach, noch überhaupt nichts mit einem "Machtkampf" zu tun (das kommt viel später, wenn die Eltern sich darauf einlassen ), sondern lediglich, dass die Aufmerksamkeit auf ein Bedürfnis gelenkt werden soll.

Herzliche Grüße von
Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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Weiblich KimS
Hallo Zusammen,

Ein Baby/Säugling ist einfach.

Es irgendwas zu "unterstellen" finde ich nicht nur für mich etwas was ich nicht mal verstehen kann und worin ich auch keinen Sinn sehe, sondern auch fraglich - denn mit dieser "Unterstellung" in Hinblick auf das kleine Lebewesen, ist zu Erwarten dass das Verhalten des Elternteils das sowas denkt, dadurch (durch das eigene Denken/die Projektion) beeinflüsst wird und sich sogar negativ und schädlig auswirken kann auf das Baby und dessen (emotionale) Entwicklung.

Ich sehe das so, ein Baby, Säugling ist ein kleines Bündel Leben, das Versorgung braucht, das heisst nicht nur mit Wärme und Nahrung, sondern auch und unbedingt mit BEDINGUNGSLOSE LIEBE.
Meines Erachtens lernt es vor allem und hauptsächlig auch so, genau im späteren Leben einfühlsam und liebevoll in den Umgang mit Andere zu sein. Jedenfalls schafft ein solches Vorgehen die besten Bedingungen für eine solche positive emotionale Entwicklung.

Ausserdem braucht das Baby gerade die Aufmerksamkeit um überhaupt Lernen zu können, und dies im Positivem Sinne, sich durch eine sichere Umgebung sich natürlich entwickeln zu können zu ein gleichgewichtiger und emotional gesunder Mensch.

Ignorieren ist im Grunde eine "Strafmassnahme" (wenn es überhaupt verstanden wird, es wird so erfahren), die Stress auslöst und verunsichert. Ausserdem könne, wie ich mal gelesen habe, ein Mangel an Aufmerksamkeit zu emotionalen Entwicklungsstörungen, sogar zu Autismus führen.

In der Deutung des Schreiens stimme ich dem was Hexe und Leòn dazu schrieben voll zu.

Herzliche Grüsse,
Kim

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo, einen Gruß an Alle ,

Uta hat sich ja schon kritisch mit dem Egoismus - Begriff auseinander gesetzt. Egoismus ist ein negativ besetzter Terminus. Allerdings stelle man sich mal ein rein altruistisches Lebewesen vor: es müsste zugrunde gehen. Ich vermute, dass sich Egoismus (Selbsterhaltung) und Altruismus (Selbstaufgabe) die Waage halten müssen, damit ein Individuum, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, sowohl physisch, psychisch und emotional, als auch sozial, existieren kann.
Allerdings kann sich ein Säugling noch keinen Altruismus leisten !

Das Streben nach Aufmerksamkeit des Säuglings dient, wie Uta ausgeführt hat, dem Überleben. Und zwar, meiner Meinung nach dem Überleben in allen Bereichen des kleinen Wesens: körperlich, gefühlsmäßig und sozial.

Ein paar Aspekte, die Kim angesprochen hat und die, wie ich finde, unglaublich wichtig sind, möchte ich besonders herausstellen:

Durch die Einstellung "mein Kind ist böse", "(negativ) selbstsüchtig" etc., kann man, wie Kim sagte, eine Projektion vornehmen, die zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung, oder genauso schlimm, zu einer ablehnenden Haltung gegenüber den berechtigten Gefühlen und Bedürfnissen des Säuglings, ja sogar der ganzen kleinen Person gegenüber, führen kann.

Ausserdem braucht das Baby gerade die Aufmerksamkeit um überhaupt Lernen zu können, und dies im Positivem Sinne, sich durch eine sichere Umgebung sich natürlich entwickeln zu können zu ein gleichgewichtiger und emotional gesunder Mensch.
Das ist, denke ich, ganz wichtig. Das, was von Erwachsenen manchmal als Langeweile bezeichnet wird, kennt der Säugling so nicht. Er folgt seinem "Trieb" nach Aufmerksamkeit, der neben der Funktion des physischen Erhaltes auch meiner Meinung nach kognitives, emotionales und soziales Lernen zum Ziel hat. Ebensowenig wie es meiner Meinung nach "dysfunktionalen Schmerz" gibt, verhält sich ein Säugling, meiner Meinung nach "dysfunktional" wenn er Aufmerksamkeit begehrt.
Das was als "Langeweile" bezeichnet wird, ist - auch im älteren Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, meiner Ansicht nach ein Gefühl, hinter dem der Wunsch nach Aufmerksamkeit steckt (und es mögen sich darin mangelnde Anregung oder Einsamkeit verbergen).

Mangelnde Aufmerksamkeit vom ersten Lebensmoment an, kann wie Kim es schon gesagt hat, zu schwerwiegenden Bindungs- und Entwicklungsstörungen führen, die Sozialisation negativ beeinträchtigen und die gesamte Gesundheitsentwicklung massiv gefährden.

Alle Lebewesen, auch Erwachsene, brauchen - so denke ich, bedingungslose Liebe. Nur Babies können darauf nicht warten, wenn es ihnen gut gehen soll.

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende an Alle, von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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whyskyhigh ist offline
Themenstarter Gesperrt
Beiträge: 329
Seit: 11.05.08
Da dies nun hier gelandet frage ich mal anders nach.
Warum werden die einen Babys so und die anderen Babys so? Ist es verwerflich, Mädchen Puppen zu geben, wie es in der Frauenzeitschrift steht, weil sie damit lernen, nur Andere zu bedienen?

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.698
Seit: 10.01.04
Frauenzeitschriften sind nicht immer das Maß aller Dinge .

Es ist bestimmt nicht verwerflich Mädchen (oder Jungen) Puppen zum Spielen zu geben. Wenn sie damit spielen wollen, werden sie es tun. Wenn nicht: auch gut. Gerade bei den Spielsachen habe ich die Erfahrung gemacht, daß sich Kinder sehr früh für oder gegen sie entscheiden. Da kann die Puppe oder der Technik-Baukasten oder die Brio-Eisenbahn den Eltern noch so gut gefallen: das Kind mag nicht mit ihnen spielen .

Außerdem: es gibt Mädchen, die mit ihren Puppen so einiges anrichten, was sie bestimmt nicht selbst erleben möchte - von wegen "b edienen": sie nehmen sie auseinander, reißen ihnen die Haare aus ....

Gruss,
Uta


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