Mutter und Tochter Beziehungen

18.09.08 15:36 #1
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Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo,

durch den Thread von Carrie kam ich auf die Idee meine "Mutter-Geschichte" hier zu erzählen.

Meine Mutter hat mich in meinem Leben schon oft enttäuscht. Und doch war ich immer für sie da, hatte immer Mitleid mit ihr. Sie hat zwei gescheiterte Ehen hinter sich und lebt heute in nicht gerade üppigen Verhältnissen, und das (leider) auf dem gleichen Grundstück.
Obwohl ich mich schon als Kind nicht auf sie verlassen konnte und sie nie für mich da war, wollte ich nicht glauben, was ich inzwischen weiß. Ich bekam seit ich ca. 10 J. war z.B. weder ein Mittagessen wenn ich von der Schule heimkam, noch ist sie morgens mit mir aufgestanden um mir Frühstück und Pausenbrot zu machen. Das waren aber weiß Gott nicht ihre einzigen "Fehlzeiten" als Mutter. Den Übergriffen von meinem Vater denen ich ausgesetzt war hat sie angeblich nie gemerkt, heute glaube ich ihr das nicht mehr.

Jahrelang habe ich und auch mein Mann immer wieder versucht sie etwas aus ihrer tristen Situation zu reißen. Da wir ihr halt am nächsten waren (ich habe noch drei Geschwister), waren wir logischerweise auch am meisten für sie da.
Gut, sie hat auch mal nach unseren Kindern gesehen als sie klein waren, jedoch haben wir ihr dafür mehr als ausreichend geholfen in sämtlichen Bereichen. Ob es eine kleine Reparatur war, oder den Fernseher programmieren, oder ein Schreiben an die Krankenkasse für sie zu schreiben - kein Problem, wir waren zur Stelle.
Von einem früheren Streit, vor ca. elf Jahren mal abgesehen, bei dem sie ausgetickt ist und meinen Mann angegriffen hat (ja, das stimmt echt...!) lief alles ganz gut und wir kamen miteinander aus. Über ihren Egoismus, ihre oft an den Tag gelegte Taktlosigkeit sahen wir großzügig hinweg, war die "arme" Frau doch meine Mutter.

Letztes Frühjahr dann versuchte sie mit dem Rauchen aufzuhören (da muss im Gehirn irgendein Schalter umgelegt worden sein) und war seitdem auch in Rente, also ganz zu hause. Innerhalb von ein paar Tagen entwickelte sich die Situation zu einem Alptraum!!! Sie stalkte mich regelrecht und rannte mir die Bude ein, ich kann es kaum anders nennen. Da ich sehr geduldig und gutmütig bin ließ ich ihr ein paar Tage die Möglichkeit meine ihr aufgezeigten Grenzen zu akzeptieren. Doch weit gefehlt, nun beschwerte sie sich bei den Nachbarn ich hätte keine Zeit mehr für sie .

Im August, sie rauchte inzwischen übrigens wieder, dann kam der erste Crash. Sie mischte sich von ihrem Fenster, an dem sie nun fast den ganzen Tag unsere Aktivitäten verfolgte, ganz unverschämt in eine Angelegenheit die sie überhaupt nichts anging und wurde dann regelrecht frech. Da ich inzwischen seit Wochen sehr genervt war und mich wirklich sehr aufgeregt habe und mein Mann das mitbekam sagte er ihr die Meinung.

Man sollte denken die Luft wäre nun wieder klar, sie hätte nun vielleicht verstanden, aber keine Chance. Nun rannte sie mir wieder ein paar Tage lang fast die Tür ein mit irgendwelchen bescheuerten Lappalien. Es kam soweit, dass ich total augerastet bin und sie regelrecht angeschrien habe sie soll sofort mein Haus verlassen und mich endlich in Ruhe lassen.
Ihr ahnt es wahrscheinlich schon, ich musste noch zweimal so ausflippen bis sie meine Tür endlich zu ließ.

Im Laufe der Wochen entspannte sich die Situation zwischen mir und ihr soweit, dass wir, wenn wir uns trafen, über alltägliche Dinge sprachen. Mein Mann beachtete sie nicht, er hatte bereits aufgegeben.
Da ihr aber nun nicht mehr die Beachtung geschenkt wurde die ihr ihrer Meinung nach gebührt kam der große Knall. Sie schimpfte bei Verwandten über meinen Mann in den übelsten Tönen (die Wortwahl lasse ich besser außer acht) und das idiotischerweise im beisein unseres Sohnes.
Könnt ihr Euch das vorstellen? Wie kann man sich denn so benehmen?

Unser Sohn hat uns natürlich fassungslos alles erzählt und seitdem ist zwar Ruhe, jedoch kommt uns immer wieder zu Ohren wie sie sich über uns beschwert. Wir hätten ihr z.B. verboten aus "ihrem" Fenster zu sehen und solche bekloppten Anschuldigungen. Ihrer Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt. Meinem Mann hat sie inzwischen sogar gesagt er sei hier nicht gerne gesehen , dabei gehört hier alles uns, sie darf das zweite Haus nur wegen Nießbrauch nutzen.
Dann hat sie auch schon versucht über unsere Kinder uns (vor allem natürlich meinem Mann) Seitenhiebe auszuteilen.

Inzwischen ist sie, glaube ich, ganz schön einsam. Meine Geschwister helfen ihr auch wenn was ist, ganz klar, jedoch wissen sie ganz genau was für eine egoistische Frau sie ist und haben für uns volles Verständnis. Immer schon war es ihr eine Freude zwischen uns Geschwistern Unruhe zu stiften, deshalb ist der Kontakt zu ihren anderen Kindern eben auch begrenzt. Und alle sind dankbar, dass sie nicht in unserer Lage sind.

Man sollte wenigstens meinen sie hätte aus dem ganzen Ärger etwas gelernt, aber nee! - sie nicht! Sie hätte sich heute noch bei meinem Mann zu entschuldigen, aber das würde sie nie, nie, nie tun, denn mit Sicherheit zieht sie nicht einmal in Erwägung an irgend etwas Schuld zu tragen.

Sie ist ein typisches Beispiel dafür, dass wirklich Jeder seines Glückes Schmied ist. Wer immer nur jammert und immer nur andere für sein Schicksal verantwortlich macht hat niemals eine Chance glücklich zu sein.

Habt Ihr auch so komplizierte Beziehungen zu Eurer Mutter?


Liebe Grüße .

Heather

__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Geändert von Heather (18.09.08 um 15:40 Uhr)

Mutter und Tochter Beziehungen

Heather ist offline
Themenstarter Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo,

was ich noch vergessen habe zu erwähnen:
Seit die Fronten "richtig" geklärt sind geht es mir viel besser, ich glaube das war für mich ebenfalls irgendwie ein Stück Kindheit welches ich erst auf diese Weise verarbeiten konnte.


Liebe Grüße.

Heather
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Mutter und Tochter Beziehungen

Cherry ist offline
Beiträge: 682
Seit: 09.01.08
Nein, meine Mutter ist toll, ich habe riesiges Glück gehabt!

Währende der Pupertät (meiner natürlich ) war es mal etwas angespannter. Aber davor und danach super.

Mutter und Tochter Beziehungen

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Heather,

die Beziehung zu meiner Mutter ist wohl auch kompliziert, aber solche Erfahrungen wie du musste ich nicht machen.

Meine Mutter war früher stets total überfordert, mein Vater ohne Arbeit, meine beiden Brüder und ich wollten versorgt sein, sie wurde mit 19 das erste mal Mutter, von zuhause ausgerissen, sie arbeitete nachts als Bedienung um tagsüber bei uns sein zu können............. ein hartes Leben.

Durch ihre Überforderung und den chronischen Geldmangel war sie empfindlich und reagiert oft über.
Als Kind und auch als Teenie konnte ich das gar nicht verstehen. Immer wenn sie sich (in meinen Augen) total gemein verhalten hat, da wollte ich dann richtig wütend auf sie sein. "Das vergesse ich aber nicht so schnell", das sagte ich mir dann. Kurz darauf kam sie, hat sich weinend bei mir entschuldigt, mich gebeten ihr zu verzeihen, sie würde es nie wieder tun....., und genau dafür habe ich sie in dem Moment gehasst. Weil ich nun wieder nicht wütend sein durfte ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Sie war die in dem Moment die Schwache - da tritt man nicht noch nach. Und kurz darauf war sie wieder Mutter, die das sagen hatte, überreagierte......

Sie gab uns was sie konnte - ob ich ihr Leben ausgehalten hätte, ich glaube nicht. Sie liebt uns, und noch heute kann sie nicht darüber reden wie es früher für uns war. Früher wollte ich sie darauf ansprechen, mich mit ihr ausprechen - es gab immer Krach und gegenseitige Vorwürfe.
Ich weiss heute warum. Sie kann sich das nicht anschauen, denn sonst plagen sie große Schuldgefühle. Obwohl sie die nicht haben bräuchte, denn sie konnte damals nicht anders.
Trotzdem hat sie sie, und das tut ihr weh. Darum sieht sie unsere gemeinsame Vergangenheit rosig und mag sich damit nicht auseinander setzen.Und fragt sich manchmal warum wir Kinder heute keine so intensive Beziehung zu ihr haben.
Ich rühre nicht mehr an dem Thema. Vergangen ist vergangen. Ich habe für mich mit ihr meinen Frieden geschlossen, ich bin ihr dankbar dass sie alles für sie mögliche getan hat um uns groß zu bekommen und ich versuche ihr soviel Zuneigung zu geben wie es mir möglich ist. Dabei spüre ich wie sie das dankbar annimmt (natürlich ohne Worte) und sich manche alten "Verkrustungen" in unserer Beziehung lösen.

Uff, ein unerschöpfliches Thema hast du da gewählt, Heather. Ich könnte stundenlang....... nee, ich lass es ja schon.

liebe Grüße von Hexe

Mutter und Tochter Beziehungen

Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
meine mutter war schon immer eine schwer gestörte frau. sie ist ein kriegsflüchtling aus schlesien und hat wohl das trauma der flucht nie wirklich überwunden/verarbeitet. aber schon vor der flucht war sie wohl nicht die hellste, ihren eigenen schilderungen nach.
was mir sehr geholfen hat war die erkenntnis, dass ich nicht die einzige auf der welt bin, die mit einer geisteskranken mutter aufwachsen musste. das dumme ist nur: ein kind will verzweifelt seine mutter lieben und tut vieles, um diese liebe zu erreichen. es weißt erst ab einem gewissen alter, dass etwas nicht stimmt. ich hätte mir eine mutter gewünscht, die mich mit liebe und zuversicht stärkt und nicht mit angst und schrecken "füttert". die nicht heute noch mit ihrem selbstmord droht, wenn ich nicht in ihrem sinne funktioniere. die nicht mit eifersucht reagiert hätte, als mein alkoholkranker vater mich befummelt hat. aber was nützt es, heute noch mit zorn zu reagieren? gar nichts. das einzige was hilft ist, seine grenzen zu finden und diese dann ganz gezielt abzustecken. nicht auf versuche der emotionalen erpressung zu reagieren (was voraus setzt, das man sich des vorgangs bewusst ist - und zwar auch bei kleinigkeiten). mein bruder hat übrigens jeden kontakt zu ihr abgebrochen, um sein kind davor zu schützen, dieselben erfahrungen zu erleiden, wie er sie machen musste. jeder halt auf seine art.
und wie eingangs schon gesagt, der austausch mit menschen, die ähnliches oder gar das gleiche erlebt haben, hilft auch sehr.

liebe grüße

Geändert von Alanis (18.09.08 um 17:55 Uhr)

Mutter und Tochter Beziehungen

Heather ist offline
Themenstarter Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Ihr Lieben,

ich danke Euch für Eure Offenheit und sehe schon, dass ist wirklich ein sehr interessantes Thema.

@Cherry: Das freut mich sehr für Dich! Knuddle Deine Mutter ganz fest und gib ihr einen dicken .

@Hexe: Es ist sehr schade, dass Deine Mutter eine solch schwere Zeit durchstehen musste, wahrscheinlich wäre sonst vieles anders gelaufen. Jedoch habe ich den Eindruck, Ihr habt einigermaßen Euren Frieden gefunden, jeder auf seine Weise. So könnt ihr wenigstens miteinander kommunizieren ohne jedes Mal ein Drama zu erleben.

@Alanis: Deine Mutter ist absolut realitätsfern, ich habe den Eindruck sie ist in ihrer eigenen Welt gefangen und sieht alles was ihr zu nahe kommt als Bedrohung an. Da sie wahrscheinlich unfähig ist jegliche Änderung / Neuerung akzeptieren zu können zog sie sich schon immer in sich selbst zurück, hat Euch Eurem Schicksal überlassen und droht sogar mit Selbstmord wenn ihr für sie "sicheres" Leben ins Wanken geraten könnte.
Es ist gut wenn Du damit abgeschlossen hast, ich bin aber letztendlich neugierig wie lange Du überhaupt Kontakt zu ihr zu halten kannst bzw. willst.


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Geändert von Heather (18.09.08 um 19:45 Uhr)

Mutter und Tochter Beziehungen

Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
Zitat von Heather Beitrag anzeigen
neugierig wie lange Du überhaupt Kontakt zu ihr zu halten kannst bzw. willst.
also, nach einer halben stunde krieg ich kopfschmerzen. das geht aber auch anderen so, nicht nur mir. sie ist extrem anstrengend, weil so ich-bezogen. übrigens kam die ehe meiner eltern durch eine erpressung ihrerseits zustande (wenn du mich verlässt, bring ich mich um). es konnte von anfang an nie funktionieren und am ende hieß es noch, sie könne sich ja wegen uns kindern nicht scheiden lassen. in ihrer welt sind immer die anderen schuld und es ist ganz wichtig, irgendwann aus dieser opferrolle auszusteigen. bei mir kommt es auf den momentanen gesundheitszustand an. wenn ich gute phasen hab, dann geh ich sie besuchen, ansonsten muss ein telefonat in der woche reichen. daran übe ich meinen egoismus.

liebe grüße

Mutter und Tochter Beziehungen

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
wenn ich gute phasen hab, dann geh ich sie besuchen, ansonsten muss ein telefonat in der woche reichen. daran übe ich meinen egoismus.

liebe grüße
ich finde nicht dass das Egoismus ist, es ist eine Überlebensstrategie.
Richtig und rechtzeitig abgrenzen kann nur der, der die Situation und seine eigenen Kräfte richtig einschätzt und sich nicht blauäugig überfordert.

lieben Gruß von Hexe

Mutter und Tochter Beziehungen

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
ansonsten muss ein telefonat in der woche reichen.
Wow, ich telefoniere mit meiner Mutter alle paar Monate mal. Merhr geht für mich auch echt nicht, und sie ruft ja auch nie an. Und dabei ist sie ja nicht mal so "schlimm" wie Alanis' Mutter wenn man das vergleichen kann (was man glaub ich nicht kann).
Die Beziehung zu meiner Mutter und meinem Vater hab ich ja auch in meinem Thread "Aufarbeitung psychischer Probleme" schonmal versucht zu erleuchten... da ist einfach ne menge schief gelaufen...
Das Problem iost einfach dass man sich Freunde aussuchen kann aber nicht seine Eltern.
Für mich ist das größte Problem dass ich genau weiß, dass sie (vor allem meine Mutter) auch nur Opfer sind. Ihrer Erziehung, ihrer Giftbelastung etc.
Das heißt für mich, dass ich ihnen "vergeben" kann, aber ich muss trotzdem echt Grenzen setzen, gerade weil ich selobst noch so viele Probleme habe.

Das Schöne für mich ist dass sich mittlerweile meine Großeltern zu Ersatzeltern entpuppt haben. Mit ihnen telefoniere ich einmal die Woche, sie interessieren sich für mich, meine Probleme, merken sich Dinge, die ich erzähle, geben Tips, Unterstützung etc. Familienbesuch ist bei uns sehr schizophren: Meine Großeltern wohnen in der einen Doppelhaushälfte, wo es heimelich und ordentlich und gemütlich ist, wo miteinander geredet wird, wo gekocht wird für einen etc., und meine Mutter wohnt in der anderen Hälfte, wo es Messie-mäßig ausschaut, keine Gespräche stattfinden, nur Probleme gewälzt werden. Ich weiß dass meine Mutter nicht anders kann dank der Gifte in ihrem Mund, aber das macht es nicht einfacher.
__________________
Liebe Grüße Carrie

Mutter und Tochter Beziehungen

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.709
Seit: 10.01.04
Du hast gerade einen Gedanken ausgesprochen, den ich vorhin hatte, als ich über die Töchter-Mütter-Beziehungen gelesen habe.

Ich habe meine Mutter oft als kalt und unsensibel empfunden und ihr das in den heftigen Jahren auch vorgeworfen, während ich meinen Vater immer geschont habe mit Kritik.

Mir ist aber später dann klar geworden, daß meine Mutter eben auch ein Kind ihrer Zeit und ihrer Biographie war: sie hatte selbst ihre Mutter als Kleinkind verloren, ist dann zeitweise von einer sehr strengen und überanstrengten Großmutter aufgezogen worden, und das noch in schwierigen Zeiten.

Sie hatte eigentlich gar keine Möglichkeit zu lernen, wie es ist, in einer richtigen Familie miteinander umzugehen. Sie mußte schauen, wie sie einigermaßen "normal" überleben konnte. - Ihr Vater hat dann noch zweimal geheiratet. Die erste Ehe ging bald schief, die zweite hielt, bis dann die Eltern bei einem Bombenangriff ums Leben kamen.
Überhaupt: der Krieg war sicher ein Trauma, das die Menschen dieser Generation sehr geprägt hat. Ich kann mich gut erinnern, wie immer von "vor dem Krieg...." und "nach dem Krieg" gesprochen wurde. "im Krieg" hieß es selten, und doch waren das 6 schwierige Jahre, in denen viel Tod, Angst, Trauer, Entsetzen und Schweigen verarbeitet werden mußten.

Grüsse,
Uta


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