Der "Lobe-Blick" : Loben statt Kritisieren

02.04.16 08:54 #1
Neues Thema erstellen

Oregano ist offline
Beiträge: 60.525
Seit: 10.01.04
...
Es ist im Grunde ganz einfach:
Loben Sie statt zu kritisieren, betrachten Sie sich und Ihre Mitmenschen täglich mit dem „Lobe-Blick“ und schenken Sie ein, zwei oder viele Lobs! Davon können Sie nie zuviel brauchen und geben. Führen Sie eine Lobe-Kultur ein! Ich kann Ihnen versprechen: Die Wirkung ist phänomenal und macht richtig Spaß. Sie erzeugen bei sich, Ihren Nächsten und Kollegen einen Lobe-Effekt, der sich wellenartig ausbreitet wie ein Stein, den Sie ins Wasser werfen. Natürlich funktioniert das nur mit echtem Lob. Alles andere wäre ein gefährliches Spiel und kontraproduktiv.

Locker und offen
Die zweite Bedeutung des LOBE-Prinzips ist nicht weniger bedeutsam für eine erfolgreiche und glückliche Zukunft. LOBE steht auch für L = Locker, O = Oeffnen, B = Bewegen, E= Entdecken. Wenn Sie diese „Zutaten“ beherzigen, legen Sie den Grundstein für neue Handlungsmöglichkeiten und eine bessere Zukunft. Die Voraussetzung dafür ist, mental und körperlich locker, offen und in Bewegung zu sein. Der weitere Entwicklungs- und Wachstumsprozess geschieht dann automatisch. Kein Mensch kann sich erfolgreich entwickeln, wenn er verkrampft, verschlossen und erstarrt ist. Deshalb ist das LOBE-Prinzip ein wesentliches Wachstumsprinzip.

Loben statt kritisieren kann richtig Spaß machen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
Loben statt kritisieren kann richtig Spaß machen | WAZ.de
Mir gefällt dieser Ansatz sehr, und trotzdem fällt es manchmal ganz schrecklich schwer zu loben statt zu meckern. Wahrscheinlich ist uns kritisches Verhalten vertrauter als lobendes, weil wir es schon früh kennen gelernt haben?
Aber es kann ja nicht schaden, die "Lob-Brille" mal aufzusetzen und den Fokus auf Positives zu richten statt zu kritisieren? Eigentlich möchte doch ein Jeder lieber gelobt und anerkannt statt "bemeckert" werden....

Und ich denke, daß auch hier gilt: besser in kleinen Schritten vorgehen als mit zu großen Schritten. Sonst wirkt das ganze nicht ehrlich und überzeugend sondern verunsichert eher und bewirkt eher Zurückzug statt Offenheit und Freude.

Beispiele:
...
habe ich mir angewöhnt, alles Schöne und Gelungene zu loben. Dafür gibt es täglich hundert Gelegenheiten. Einer Supermarktkassiererin sage ich: "Unglaublich, wie schnell Sie sind", einer Frau im Café, was für tolle Schuhe sie trägt, einem Mann im Vorgarten, wie schön seine Rosen sind. Viele reagieren verunsichert, einige fühlen sich fast belästigt, aber die Mehrheit freut sich einfach, so wie ich. Denn erst mit freundlichem Blick auf die Welt stellt man fest, wie großartig sie ist, wie viel täglich klappt, wie schön das Leben in all seinen Kleinigkeiten ist. Das bedeutet nicht, dass ich ständig mit seligem Lächeln durch die Straßen hüpfe. Bitte! Ich bin Norddeutsche! Wir hüpfen aus Prinzip nicht. Aber das genaue Hinschauen (und das tollkühne Aussprechen, wenn man sich über etwas freut) sorgt für ein flauschiges Gefühl der Zufriedenheit, das sonst auf legalem Weg nur schwer zu erreichen ist. Müssen Sie mal probieren.
...
http://www.myself.de/myself-menschen...ein-plaedoyer/

https://books.google.de/books?id=uLU...ben%3F&f=false

Grüsse,
Oregano

__________________
Interessieren Sie sich für die Gedanken und Meinungen Ihres Gegenübers ohne sie zu bewerten.

Geändert von Oregano (02.04.16 um 09:11 Uhr)

Der "Lobe-Blick" : Loben statt Kritisieren

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.075
Seit: 07.04.10
Liebe Oregano,

dieser Ansatz sollte ja überall beherzigt werden - das wissen "Heilmitterbringer" schon lange.

In den Ausbildungen wird gelehrt, dass Kinder nur lernen können, wenn sie gelobt werden. Kritik dagegen hemmt, blockiert etc....

...vergessen wird oft, dass Erwachsene Lob genauso benötigen - jede/r von uns freut sich über Anerkennung....aber diese zu formulieren fällt leider oft schwer; man könnte meinen schwerer als jemandem das Negative aufzuzeigen....da muss ich mich leider auch an der eigenen Nase fassen...

...danke für den Fingerzeig...movo
__________________
"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

AW: Der "Lobe-Blick" : Loben statt Kritisieren

rightnow ist offline
Beiträge: 44
Seit: 21.02.13
Hui - aber auch extrem schwer umzusetzen im realen Leben, oder? Oder kommt nur mir das so vor, aber oft ists auch so dass man selbst so sauer ist dass man nur kritisieren kann, klar man versucht sich immer zu reduzieren wird oft aber auch an die Grenzen gebracht.
Aber danke, nehme mir das jetzt auch wieder vor mehr zu loben!

AW: Der "Lobe-Blick" : Loben statt Kritisieren

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 60.525
Seit: 10.01.04
Hallo rightnow,

Du hast Recht: es ist nicht immer leicht, statt zu kritisieren zu loben. Aber das ist auch eine Sache der Einstellung zu sich und anderen Menschen:
Wenn ich immer zuerst oder vielleicht ausschließlich abtaste und abfrage, ob evtl. für mich Verletzliches in einer Aussage oder in einem Verhalten liegt, dann bleibe ich immer in meinem "Verletzt/Unsicher/Ängstlich/Ich muß aufpassen und mich schützen"-Bereich. Von dort aus ist es mir nicht möglich, einfach mal Aussagen und Verhalten anderer Menschen so zu belassen wie sie sind und vor allem zu sehen, was diese Menschen mit dem meinen und beabsichtigen, was sie tun. "Tun" und nicht "mir antun"!
Wenn es einem Menschen gegeben ist, in sich zu ruhen und recht souverän in die Welt zu schauen, dann wird dieser Mensch auch loben können und so anderen gönnen, daß sie - wie er es sich ja auch wünscht - akzeptiert und anerkannt ist, so wie er ist.

Aller Anfang ist schwer.
Aber ohne einen ersten Schritt wird sich nie etwas ändern.

Grüsse,
Oregano
__________________
Interessieren Sie sich für die Gedanken und Meinungen Ihres Gegenübers ohne sie zu bewerten.

Geändert von Oregano (26.04.16 um 16:53 Uhr)

Der "Lobe-Blick" : Loben statt Kritisieren
Clematis
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Aller Anfang ist schwer.
Aber ohne einen ersten Schritt wird sich nie etwas ändern.
Anfangs vielleicht einfacher:

Loben ohne Worte: Anlächeln!
Einfach einen Wildfremden auf dem Bürgersteig, die Verkäuferin, den Nachbarn - immer kommt ein Lächeln zurück!

Gruß,
Clematis

AW: Der "Lobe-Blick" : Loben statt Kritisieren

MariaK2016 ist offline
Beiträge: 14
Seit: 21.08.16
Alle Kinder brauchen Anerkennung, dass ist den meisten Eltern bekannt. Aber es sollte hier um motivierendes Lob gehen sowie um aufbauende Kritik. Übermäßig gelobte Kinder fühlen sich unter Druck gesetzt und fürchteten, Eltern zu enttäuschen.


Optionen Suchen


Themenübersicht