EHEC und Bio-Lebensmittel - Diskussion

23.05.11 12:45 #1

Wie unsere Essgewohnheiten und unsere Lebensmittel die Gesundheit beeinflussen
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Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.130
Seit: 12.04.10
Die Hygienehinweise, die die da grad überall abgeben, sind doch generell selbstverständlich.

Wenn man ein verunreingtes Lebensmittel irgendwo im Restaurant, Kantine oder auch vorgefertigt im Supermarkt kauft und zu sich nimmt, kann man eben nicht unbedingt steuern, wie sauber der Kram ist.

Und da ist es auch Quatsch zu sagen, wascht euch exzessiv die Hände. Man sollte eher sagen: kauft keinen Salat, esst nicht im Restaurant o.ä. , bis das vorbei ist.
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Bergeversetzer

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Juppy ist offline
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Seit: 07.11.09
Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Hallo Juppy,

Escherichia coli in seinem Ursprungszustand ist ein Bakterium das in unserem Darm zahlreiche NÜTZLICHE Funktionen bei der Nahrungsaufspaltung erfüllt und mit dem wir seit Jahrtausenden in friedlicher Symbiose leben. Weil dieses Bakterium sehr einfach aufgebaut und sehr gut erforscht ist haben sich die Genforscher genau dieses für zahlreiche Experimente erwählt und so diverse gefährliche genetisch manipulierte Varianten gezüchtet. Diese
Bei der Panikmache wird auf keine dieser Fragen eine Antwort geliefert!
Ähnliches geschah bei der Schweingrippe...


Gruß,
Clematis23
Hallo Clematis23,
nun ich glaub dehnen kein Wort.
Es klingt zwar einleuchtent was Du schreibst aber ich bin da vorbelastet von SARS, Vogelgrippe, Schweinegrippe.
Das sehen viele vieleicht anders, ist ja auch ok.
Aber für mich sind das alles Lügen die da verbreitet werden.
Klar das Colibaktereien was bewirken und auch andere, aber die Panikmache ist haus gemacht.
Vieleicht wurde auch eine neues Insektizit ausprobiert und festgestellt das es bei den Verbrauchern Probleme im Darm macht, bei dehnen die die Küchenhygene nicht so ernst nehmen.
So sagt man, es ist eine Bakterium und ist von Schadenforderungen sicher.
Fakten bekommst Du ja nicht.
Brauchen die ja auch nicht, der Michel glaubt ja sowieso alles was aus der verblödungs Kiste kommt.
Gruss
Juppy

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Bergeversetzer ist offline
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.536
Seit: 18.11.09
Wenn man nun mal nach Escherichia coli +Lebensmittel recherchiert, dann findet man für die Zeit von 1960 bis 2005 gerade mal einen Artikel aus 2002, der besagt
Durch die Entwicklung und Standardisierung von Nachweismethoden wurden sowohl im mikrobiologischen als auch im Bereich der Rückstände und Kontaminanten wichtige Beiträge auf dem Gebiet der Analytik geleistet. Dies gilt für "neue", durch Lebensmittel übertragene Infektionserreger wie Campylobacter oder verotoxinbildende E. coli ebenso, wie für die Acrylamid-Problematik, deren gesundheitliche Bedeutung für den Verbraucher erst im April dieses Jahres deutlich wurde. Die Arbeiten des BgVV ermöglichten eine zügige Umsetzung erster Maßnahmen zur Minimierung der Belastung der Verbraucher.
Für die Zeit von 1.1.2005-1.1.2010 einige wenige. Unter anderem 3 Artikel über ein entsprechendes Impfpflaster aus 2008, einige über Katastrophen im Ausland und einen über Lebensmittelsicherheit. Bis 1.1.2011 sind es dann nur einige wenige mehr.
Darunter vwd group: excellence in financial solutions
Für EHEC +Lebensmittel ist es zwischen 1960 und 1.1.2011 gerade mal einer zu Milch.

Aber aktuell sind es für diese beiden Suchanfragen tausende Nachrichten!
Und wer mir erzählen will, dass dafür Erdbeeren verantwortlich sind, dem glaube ich keine Sekunde.
Aktuell haben sie gesagt es könnte u.a. Salat, Tomaten und Gurken betreffen. Aus Treibhäusern? Wer weiss wie behandelt? Wer weiss das wirklich?
Und wieso sind dann vorrangig Frauen betroffen? Nicht logisch. Auch Kinder lieben Gurkensalat. Und vom Gurkenwaschen wird man sicher nicht krank.

Gehen wir noch einmal zurück zu der Tatsache, dass EHEC-Infektionen erst seit den 80er-Jahren auftreten finde ich das insbesondere in Verbindung mit nachfolgender Meldung interessant.
Das Wissen um die Zusammensetzung des Erbguts aus Nukleinsäuren - den Grundbausteinen des Lebens - hat gentechnische Methoden überhaupt erst möglich gemacht. 1973 übertrugen Forscher schließlich erstmals DNS von einer Lebensform in eine andere: Die US-amerikanischen Forscher Stanley Cohen und Annie Chang an der Stanford University und Herbert Boyer an der University of California in San Francisco integrierten virale DNS ins Erbgut des Bakteriums Escherichia coli - der erste sogenannte rekombinante Organismus war geschaffen: die Geburtsstunde der Gentechnik. BMBF › Forschung › Runder Tisch zur Pflanzengenetik
Es ist nicht so, dass Antibiotika bei diesem EHEC nicht greifen. Das Problem sind die Gifte, die das Bakterium grundsätzlich abgibt. Diese sind bereits gefährlich. Wenn es vom Antibiotikum abgetötet wird, setzt es noch mehr Gifte frei, und diese greifen insbesondere die Nieren, aber auch die Blutgefässe an und hinterlassen u.U. dauerhafte Schäden.
Dazu muss ich noch was schreiben.
Das Problem ist, dass EHEC unter antibiotischer Behandlung besonders viele Gifte abgibt. Das lgl.bayern.de schreibt
Eine antibiotische Behandlung von EHEC-Infektionen ist problematisch. Es wurde beobachtet, dass die Abtötung oder Schädigung der Erreger durch Antibiotika verstärkt EHEC-Giftstoffe freisetzt und das Krankheitsbild verschlimmern kann.EHEC - enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterien - Internetangebot Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
.
Aber das ist nichts Neues, denn dazu konnte man bereit 1999 beim Antibiotikamonitor.at lesen
Therapie
Die bakterielle Ursache der EHEC-Enterokolitis als zugrundeliegender Faktor eines EHEC-assoziierten HUS legt den frühzeitigen Einsatz von Antibiotika nahe. Jedoch zeigten Untersuchungen an hospitalisierten Patienten eher einen ungünstigen Effekt, wenn Antibiotika in der frühen Phase einer E. coli O157-assoziierten Enterokolitis eingesetzt wurden (erhöhte Inzidenz und Letalität von HUS) [16]. Wenn auch in manchen Studien kein negativer Einfluß einer antibiotischen Therapie auf die Progression der EHEC-Enterokolitis zu HUS beobachtet wurde, sind positive Auswirkungen einer antibiotischen Therapie selten beschrieben. Die Interpretation solcher Studienergebnisse ist schwierig, da sie retrospektiv erhoben, die Patientenkollektive heterogen und die eingesetzten antibiotischen Regimes vielfältig sind. Zudem ist denkbar, daß eher Patienten mit schweren Krankheitsverläufen einer antibiotischen Therapie zugeführt werden. Die einzige vorliegende prospektive Studie an 47 Kindern mit kulturell nachgewiesener E. coli O157-Enteritis zeigte keinen positiven Effekt einer Antibiotikatherapie auf den klinischen Verlauf [17]. Die ungünstige Antibiotikawirkung kommt möglicherweise durch verstärkte Freisetzung von Shiga-Toxinen durch Bakterienlyse zustande. Außerdem können subinhibitorische Konzentrationen diverser Antibiotika die Produktion von Stx in vitra beeinflussen [18]. Generell sind Antibiotika in der Therapie von EHEC-Erkrankungen oder EHEC-assoziiertem HUS nach dem jetzigen wissenschaftlichen Stand nicht indiziert. ANTIBIOTIKA MONITOR - 5/99 - Enterohämorrhagische Escherichia coli und hämolytisch-urmisches Syndrom
Heisst mit AB vergiftet man sich dann erst richtig.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (25.05.11 um 20:57 Uhr)

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Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
Zitat von Bergeversetzer Beitrag anzeigen
das ist dieselbe Quelle wie bei meinem Link, dpa, recht verlässlich in jedem Fall.

Es bleibt ein Bakterium, dass nicht mit Antibiotika bekämpfbar aufgrund der Toxine, die es beim Zerfall freisetzt.
Bekannt zwar schon länger, aber in dieser aggressiven Form neu.

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Dora ist offline
Beiträge: 2.822
Seit: 05.07.09
Zitat von Therakk Beitrag anzeigen
Gut Käse: aber warum trifft es überwiegend Frauen?

Überwiegend jungen Frauen, man geht davon aus, dass die eher auf die vorbereitete Salate zurück greifen.


Experten: Erreger sitzt auf Salaten - RTL.de



Die Situation ist äußerst schlimm!

Schlimmer Verdacht: Wurden die Bakterien gezielt ausgebracht?


Wer bereits ein schlechtes Immunsystem hat und sich diese Bakterien auch noch einfängt, hat doch kaum noch eine Chance.

Es gab ja schon immer irgendwelche Lebensmittelskandale,

doch Bakterien können sich auch verändern und was kommt dann?
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Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!

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Clematis ist offline
Beiträge: 3.012
Seit: 29.01.10
Zitat von Bergeversetzer Beitrag anzeigen
sag, hast du hierfür eine Quellenangabe?
Rein aus Neugier.
Hallo Bergversetzer,

das habe ich vor längerer Zeit in einem Fachartikel gelesen, ich glaube es war Spektrum der Wissenschaft. Bei YouTube finden sich auch Filme, die die Genforschung kritisch unter die Lupe nehmen - da wurde das u.a. ebenfalls erwähnt. Leider kann ich das nicht wieder finden.

Fand folgenden Kurzfilm: Anleitung, um der DNA von e. coli eine Resistenz einzubauen: "E.coli DNA Transformation Lab" für Schüler:

Hier wurde e. coli gegen das Antibiotikum Ampicillin resistent gemacht:
Hier ist leider nicht viel zu sehen. Scheint aber kein Sicherheitslabor zu sein.

Bild der Wissenschaft - e. coli als Deo:
wissenschaft.de - Imprägnierte Bakterien in "lebender Kleidung" töten Schweißgeruch

Im Folgenden wird Escherichia coli-Bakterien das Leuchtgen einer Meeresqualle eingebaut:
Illumina :: Genetische Manipulation von Escherichia coli

E. coli zur Herstellung von Liponsäure:
Zellen zur fermentativen Herstellung von R-alpha-Liponsure - Dokument DE10245993A1

Aus den vorgenannten Texten und Verfahrensbeschreibungen geht hervor, daß diese Manipulationen sozusagen in der "eigenen Küche" vorgenommen werden können und teils auch werden, wenn man sich die Materialien dazu beschafft - selbst für Schüler.

Inzwischen wird e. coli zur Herstellung von Insulin eingesetzt, auch für das berüchtigte Hormon Prosilac, das Kühen gespritzt wurde und für vieles mehr. Kein Mensch scheint sich zu fragen, was geschieht wenn einige dieser Varianten in unserem Darm heimisch werden. Würde der Darm ihn als Fremd erkennen und eine Immunantwort geben? Was würde der kleine Insulin-Produzent da anrichten?

Gruß,
Clematis23
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Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.130
Seit: 12.04.10
Ich habe auch schon ein Gerücht über womöglich absichtliche Kontamination gelesen.

Mal sehen was die nächsten Tage an Erkenntnissen bringen.
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Nette Grüße
Bergeversetzer

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alibiorangerl ist offline
Moderatorin
Beiträge: 7.451
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von julisa Beitrag anzeigen
Hallo,
diese Seite von Schrot und Korn ist mir gerade begegnet als ich ein wenig zum Thema EHEC Bakterien (Mysteriöser Durchfall: Zahl der EHEC-Kranken steigt auf 80 Fälle - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - WELT ONLINE) recherchiert habe.
Zurechtgerückt: "Tödliche Erkrankungen durch Mist als Gemüsedünger" (Schrot&Korn)
[...]
Bin mal gespannt, welches Lebensmittel für die vielen Erkankungen im Norden verantwortlich sein soll. Es sollen überwiegend Frauen sein, daher wird vermutet, dass es sich um Gemüse handelt.
[...]
Aber auch hier sehen wir jedenfalls wieder, dass der Eingriff des Menschen in die Natur - nämlich Fütterung von Getreide statt Gras/Heu nichts Gutes hervorbringt. Es ist doch klar, dass sich bei diesen Tieren eine andere Darmflora bildet und dabei auch schädliche Keime sein können und dies wieder Auswirkungen auf uns haben wird.
es muss nicht unbedingt der "Natur-Dünger" auf den Pflanzen sein - es kann auch im Schlachthof verunreinigtes Fleisch sein: http://www.symptome.ch/vbboard/video...-wirklich.html - ich weiß nicht genau, in welchem der Teile es zur Sprache kommt, aber diese Todesfälle durch "angepasste Verdauungs-Bakterien" sind in den VSA an der Tagesordnung, die Mutter eines ihrer daran gestorbenen Kinder kämpft seit mehreren Jahren (!) für strengere Kontrollen samt Konsequenzen; Aber diesen Film muss man sich ohnehin komplett "antun" (auch, wenn einem schlecht dabei wird) - diese "VSA-Zustände" sind nun auch in Europa angekommen...
__________________
♥liche Grüße, Alibi ORANGERL
{gerechtfertigtes Apfelsinchen}

Hinweis: Moderatoren sorgen für die Rahmenorganisation im Board. Beteiligen sie sich inhaltlich, sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.536
Seit: 18.11.09
Nur mal so.
2009 sind in D laut gbe 33 Menschen an Escherichia coli (ohne HUS) gestorben.
2008 waren es 35,
2005 waren es 22,
2004 waren es 9,
2003 waren es 29,
2000 waren es 2,
1998 waren es 6.
In den Jahren 97 bis 80 sind insgesamt 3 Menschen als Todesfälle eingetragen.

PS: Da passt mein Beitrag ja hervorragend zu deinem Video. Ich finde die Todesrate aber sehr verwirrend in Anbetracht der wenigen Infektionen in D. Das steht ja in gar keinem Vergleich zu den 73.000 Erkrankungen und 61 Todesfälle bei 330 Millionen Menschen in den USA.

An HUS alleine sind in manchen Jahren schon 65 Menschen in D gestorben.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (26.05.11 um 11:15 Uhr)

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