Ketogene Ernährung

07.07.08 18:34 #1

Wie unsere Essgewohnheiten und unsere Lebensmittel die Gesundheit beeinflussen
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Ketogene Ernährung

oli ist offline
Männlich oli
Beiträge: 1.933
Seit: 13.08.05
Also ich, wie gesagt, habe festgestellt, dass ich mit weniger Kohlehydraten, ohne Kaffee und ohne Milchprodukte besser hinkomme. Ich fühle mich besser, körperlich und psychisch. Allerdings passieren mir auch öfter sozusagen Ausrutscher und ich denke auch nicht, dass ich mich zu 100% gut ernähre. Aber wer tut das schon ?

Viele Ernährungsformen werden nicht unter dem Aspekt der Gesundheitspflege, sondern tatsächlich zum Gewicht abnehmen, gesehen. Das finde ich recht schade, weil in ersterer Sichtweise viel mehr Potential bei der Bewertung stecken würde.

Wichtig ist, denke ich, dass man verschiedenes ausprobiert und dann auch recht konsequent ist. Das wichtigste scheint aber ein verändertes Bewusstsein zu sein, denn seit dem ich auf die Ernährung mehr achte, esse ich nicht nur gesünder, mir schmecken viele Sachen einfach auch nicht mehr.

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Männlich Bodo
Zitat von oli Beitrag anzeigen
denn seit dem ich auf die Ernährung mehr achte, esse ich nicht nur gesünder, mir schmecken viele Sachen einfach auch nicht mehr.
Dafür die "Gesunden" (Sachen) umso mehr ?!? Wäre ja praktisch . . .




Grüße, Bodo

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oli ist offline
Männlich oli
Beiträge: 1.933
Seit: 13.08.05
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Dafür die "Gesunden" (Sachen) umso mehr ?!? Wäre ja praktisch . . .
Ok, ist zwar offtopic, aber: JA.

Ich esse momentan:

- grünen Salat (sogar ohne Dressing, ganz pur)
- mind 70%-ige Schokolade (hat weniger Zucker, die andere ist mir sogar zu süß)
- immer was Frisches zum Essen in großen Mengen dazu (Obst, Salat, Gemüse)

Auch der Kaffee schmeckt nach einer Entwöhnungszeit nicht mehr so gut. Milch ersetze ich durch Soyamilch und mag die sogar lieber.
Käse vermisse ich nicht, kann ja von Ziege oder Schaf gelegentlich welchen essen.

Ein paar Mal experimentierte ich auch, wie mir Sachen wie Käsekuchen, Pizza oder sahniger Kartoffel-Gemüseauflauf mit Käse schmecken. War alles nicht mehr so berauschend, irgendwie bin ich Purist geworden.

Ok, Brot vermisse ich ein wenig und auch die leckeren Kartoffelchips

Aber einen kleinen Teil KH einzubauen ist ja nicht schlimm, mir tut es nur gut, mich nicht zu reichlich davon zu ernähren, vielleicht sind es auch die Kuhmilchprodukte. Wer weiss, aber beides so gut es geht zu verringern, ist momentan wohl ganz gut für mich.

Geändert von oli (13.07.08 um 19:32 Uhr)

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Carrie ist offline
Beiträge: 3.705
Seit: 21.05.06
There are some instances, however, where a food has a low glycemic value but a high insulin index value. This applies to dairy foods and to some highly palatable energy-dense "indulgence foods." Some foods (such as meat, fish, and eggs) that contain no carbohydrate, just protein and fat (and essentially have a GI value of zero), still stimulate significant rises in blood insulin.
Insulin Index

Das war mir gar nicht bewusst, dass es auch einen Insulin-Index gibt. Das heißt, dass auch Proteinhaltige Nahrungsmittel die Insulinausschüttung stark anregen können, vor allem Milchprodukte und stark Fetthaltiges (Fleisch, Fisch, Eier).
Es wäre also falsch, um seinen Blutzuckerspiegel konstant halten zu wollen, nur die KH zu reduzieren und viel Milchprodukte oder fettes Fleisch zu essen zum Beispiel.
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Liebe Grüße Carrie

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ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Im Zusammenhang mit der von Dr. Kuklinski empfohlenen Ernährung denke ich an eine ketogene Ernährung.


Das ist eine ERnährungsform, bei der man keine oder fast keine Kohlenhydrate zu sich nimmt. Damit erreicht man die Ketose.
Mangels KH verbraucht der Körper Fette , um aus ihnen mittels Essigsäure Ketonkörper herzustellen, die nun Energiequelle sind.

Die Verfechter der ketogenen Ernährung wie Atkins, Sears, Eades oder Mauro DiPasquale sind der Meinung, dass die Menschen früher hauptsächlich Fett und Proteine zu sich genommen haben. KH gab er es nur in kleinen Mengen in Form von Früchten und einigen Knollen. Erst als die Menschen anfingen, seßhaft zu werden und Getreide anzupflanzen, verzehrten sie auch mehr KH. Atkins & Co. gehen davon aus, daß erst dann Krankheiten wie Diabetes und anderen Krankheiten auftraten, wie wir sie heute kennen.
Hauptproblem war damals wie heute, daß durch viele KH die Bauchspeicheldrüse auch viel Insulin ausschüttet, was zu einer Gewöhnung der Zellen führt, die durch das Insulin zur Versorgung mit Glukose geöffnet werden.
Es entstand ein Hyperinsulinismus mit allen Folgen und die Bauchspeicheldrüse war oft überfordert, so daß letzten Endes zu wenig Insulin produziert werden konnte.
KH werden im Körper in Glukose umgewandelt. Wenn eine bestimmte Menge Glukose im Blut ist, wird Insulin ausgeschüttet, damit die Glukose in die Zellen, in die Skelettmuskulatur und auch in die Fettzellen eingelagert wird (die Glukose wird vorher enzymatisch verändert und als Glykogen eingelagert, u.a. auch in der Leber).
So lange der Körper also KH bekommt, wird die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschütten und entsprechend wird auch Glykogen u.a. in den Fettzellen gelagert.

Das Insulin hat einen Gegenspieler - das Glukagon. Ist das Insulin hoch, ist das Glukagon niedrig.
Ist Insulin niedrig, wird das Glukagon aktiv: Es aktiviert Enzyme, die Glycogen aus Leber und Muskeln oder auch Lipide aus Fettzellen heraus transportieren. Auf diese Weise wird dann der Blutzuckerspiegel aufrechterhalten.

Das Gehirn benötigt unbedingt Glukose. Wird nun keine Glukose aus KH zur Verfügung gestellt, muß der Körper einen anderen Weg finden, um u.a. das Gehirn mit Zucker zu versorgen. Er wird anfangen aus Lipiden, mit Hilfe von Essigsäure, Ketonkörper zu bauen.


Ketokörper – Wikipedia

Die Verfechter der ketogenen Diät sagen, daß der Körper keine KH braucht. Die Umstellung auf ketogene Kost dauert ein paar Tage, dann aber soll sie optimal sein.



Die Frage, ob denn durch das viele Fett nicht der Cholesterinspiegel dramatisch ansteigt, wird mit "nein" beantwortet. Eher das Gegenteil sei der Fall: Bewiesen sei sogar eine Cholesterinsenkung (bzw Senkung des schlechten Cholesterins und Steigerung des Guten). Der Körper wird durch die Umstellung auch mehr Cholesterin verbrauchen um z.B. vermehrt Testosteron herzustellen.

Die anabole Diät / ketogene Ernährung Forum

Es gibt natürlich auch Gegenmeinungen, z.B. diese hier:

Die Ditseiten

Für und Wider in Bezug auf die Atkins-Diät: TK - Atkins -Diät

Gruss,
Uta
Uta,das Fazit ist mit Sicherheit ein Fehlschluss.Cholesterin hat nichts mit Ablagerungen zu tun,das ist inzwischen allgemeiner Consensus.Arthereossklerose (heisst das so?) kommt von einer Entzuendung der Gefässe her und hat mit falscher Nahrung zu tun.Mit Lchf werden beweisslich alle Blutwerte besser (habe das selbst erfahren) und Verstopfung ist ein Mythos. Cholesterin ist nuetzlich und unschuldig.Guck mal an The International Network of Cholesterol Skeptics Gruss Ulf

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.070
Seit: 19.03.06
Hallo Uta,

Die Verfechter der ketogenen Ernährung wie Atkins, Sears, Eades oder Mauro DiPasquale sind der Meinung, dass die Menschen früher hauptsächlich Fett und Proteine zu sich genommen haben. KH gab er es nur in kleinen Mengen in Form von Früchten und einigen Knollen.
Das halte ich für eine sehr stark verkürzte Version eines Teils der Wahrheit.

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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Salima ist offline
Beiträge: 1.062
Seit: 10.02.08
Darf ich mal ganz blöd fragen, was der Unterschied zwischen der ketogenen Ernährung und lchf ist? Was ich jetzt so überlesen habe, ist das doch ziemlich ähnlich, oder?

Ich hatte bis jetzt immer Problem damit eine "Diät" nach Anweisung durchzuführen, weil immer irgendwas für mich nicht paßt, oder für meine Familie. Ich habe immer etwas rumprobiert und war nie richtig zufrieden.
Meine Meinung ist, dass sich jeder seine eigene Ernährungsform individuell "erforschen" muss.

Bei uns sieht das Ergebnis ungefähr so aus.
- Regelmäßig aber eher wenig Obst. Wenn Obst, dann immer Eiweiß dazu, wegen der langsameren Aufnahme (abends kein Obst).
- viel Gemüse, knackig gedünsted und roh... am abend aber kein rohes (kein Salat z.B.)
- relativ viel Eiweiß, aber wenig Milchprodukte. Hauptsächlich Käse, ab und zu Sahne, Joghurt eher selten. Fleisch und Fisch... gute Qualität. Hülsenfrüchte, viel Eier, Thunfisch, Quinoa, etc.
- so wenig wie möglich Zucker und Kohlehydrate... und die, die wir essen sind Vollkorn. Wenn geht keine industrielle Ware, sondern z.B. Dinkelbrot aus Sauerteig vom Biobauern, Pfannkuchen aus Buchweizenmehl etc.
- zu jedem Essen wo es paßt gutes Fett: z.b. 1 EL Kürbiskernöl über das Gemüseomlette, oder 1 EL Olivenöl über die Karottenrohkost, Erdnüsse in die Asia-Pfanne, oder einen Avocado-Mango Salat (ganz lecker).
Keine Fertignahrung mit Zusätzen wie Zucker, Farbstoffen, Aromen, etc.
Eier, Fleisch, Obst, Gemüse, Mehl und Nudel kaufen wir beim Bio-Bauern.

So sieht unsere perönliche Ernährungsform aus.
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lg, Salima

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ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Hallo Salima.Lchf gehört zu der Gruppe "Ketone Ernährung".Um mit Lchf zu gluecken muss man zuerst mal in die Ketose.Höchstens 2 Wochen muss man einigermassen diszipliniert sein damit der Körper "kapiert" was zukuenftig erhältlich ist und sich deswegen umstellt.Danach hält das nicht mehr so genau nach eigener und anderer Erfahrung.Nach meinen Erfahrungen funktioniert Alles dann weit besser als zuvor sowohl im Körper als auch im Gehirn.Und das wichtigste:Keinerlei Unruhen mehr an irgendwelchen Zivilisationskrankheiten zu leiden oder vorzeitig zu sterben.Gleichzeitig wird man rasch seine ueberschuessigen Kg los.Probleme mit Angehörigen und Bekannten sind normal bis auch die verstanden haben.Die Macht der Gewohnheit ist eben tief verwurzelt und schwer zu beeinflussen solange man sich doch gesund fuehlt.Wie gesund man sich fuehlen kann weiss man eben noch nicht. Mach so weiter wie vorher und suche ev.aktiv Kontakt mit Gleichgesinnten-den Rat gibt man in Schweden.Ich selbst blogge u.a.deswegen.Du hast sicher www.LCHF.de gesehen,wenn nicht,tu das. Gruesse Ulf Pohl

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Binnie
Ich halte nicht viel von einseitiger Meidung von Kohlenhydraten, vielmehr brauche ich sie ab und an einfach. Danach geht´s mir wieder besser und ich habe dann auch eine Weile kein Verlangen mehr danach. Gerade auch die Gehirnzellen (zumindest meine ) sind auf eine relativ hohe Zufuhr davon angewiesen. Wichtig ist, dass den Zellen alle Stoffe zur Verfügung stehen, damit sie die Kohlenhydrate zur ATP-Gewinnung verwenden können, und damit sich mangels dieser Stoffe keine "Stoffwechselschlacken" bilden. Eine ganz zentrale Rolle scheint hierbei auch ALA zu spielen.

Zuviel tierisches Eiweiß scheint indes viel gefährlicher zu sein aufgrund der hohen Ammoniakbildung und der starken Belastung der Nieren. Außerdem scheint zuviel Eiweiß auch in Glucose ("glucogene Aminosäuren") umgebaut zu werden.

Gute Fette halte ich hingegen auch für sehr wichtig. Besonders auch Omega3 aus hochwertigem Fischöl und Leinöl und auch in Maßen tierische Fette aus Butter und Sahne.

Im folgenden, ernährungstheoretisch meiner Meinung nach sehr guten Artikel, wird u.a. auch näher auf die ketogene Ernährung und die Atkins-Diät eingegangen:
Die ketogene Diät, Atkins-Diät und Fett-Eiweiß-Kost
Bei der Ernährung sind es immer die Übertreibungen, die schaden und den Stoffwechsel überlasten. So lieben Tumorzellen zwar Zucker, können aber auch ohne direkte Glucosezufuhr durchaus glücklich weiterleben. Denn Krebszellen vergären nicht nur Glucose zu Laktat, sondern bauen auch im hohem Umfang Glutamin zu Ammoniak und Milchsäure (Glutaminolyse) ab, um die Aminosäure als Kohlenstoffquelle zu nutzen. Zudem werden überschüssige Proteine im Stoffwechsel unter Energieaufwand und Ammoniakbelastung zu Glucose umgebaut. Die hohe Laktatbelastung wird um die noch gefährlichere Ammoniakbelastung erweitert (40). Eine Vielzahl von Daten belegt, dass Tumorzellen Glukosetransporter überexprimieren, die ihre halbmaximale Aktivität bereits im niedrigen Glukosebereich um und unter 2mM (18 mg/dl) erreichen (GLUT1, GLUT3). Es ist deshalb gut möglich, dass eine Glukoseabsenkung unter physiologischen Bedingungen nicht ausreicht, um die Glukoseversorgung maligner Zellen zu gefährden (41)(42)(43)(44)(45).

Es wäre naiv zu denken, man könne mit Antibiotika alle pathogenen Bakterien ausrotten oder mit Chemotherapie Krebsstammzellen abtöten. Tatsächlich werden durch beide Maßnahmen gerade die Widerstandsfähigsten selektiert. Ähnliches gilt für jede einseitige Ernährungsmaßnahme. Denn jede Abweichung vom gesunden Gleichgewicht des Stoffwechsels schafft nicht Gesundheit, sondern neue Imbalance. In zahlreichen epidemiologischen Studie hat sich eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst, Ballaststoffen und komplexen, langsam verwertbaren Kohlenhydraten als Basis sowie gesunden Fetten und Proteinen (insbesondere Eiweiß-Leinöl-Komplex nach Budwig oder Hochseefisch) als gesund erwiesen. Dies wundert auch nicht, denn die „artgemäße Ernährung des Menschen“ ist nach allgemeiner ernährungswissenschaftlicher Ansicht (vgl. Elmadfa/Leitzmann, Ernährung des Menschen) „eine gemischte, jedoch stark überwiegend pflanzliche Kost“. Dies zeigt sich u. a. an der Anatomie des Gebisses, der Enzymausstattung (z. B. keine eigene Vitamin-C-Synthese wie bei Pflanzenfressern, schlechter Harnsäureabbau), der Darmlänge und der Entwicklungsgeschichte.

Eine radikale Ernährungsumstellung auf Eiweiß und Fett hungert auf Dauer weniger den Tumor als den Patienten aus, senkt die Lebensqualität und Stimmung (verminderte Serotoninproduktion) und führt nur zu neuen Problemen im Stoffwechsel. Denn der Kohlenhydratentzug führt häufig zu Heißhunger- und unkontrollierten Essattacken, bei denen wahllos besonders einfache Kohlenhydrate konsumiert werden, die zu hohen Blutzuckerspitzen führen und damit eine regelrechte Tumormast darstellen. Diese maßlose Kompensation und nicht die bewusst genossene Praline füttert den Tumor!

Die ketogene Diät, wie sie ursprünglich zu Beginn der 20-er Jahre zur Therapie medikamentös schwer einstellbarer Epilepsie in der Pädiatrie entwickelt wurde, ist per Definitionem eine fettreiche, kohlenhydrat- und relativ proteinarme, isokalorische Ernährungsform, die nur unter erfahrener Aufsicht erfolgen sollte (45)(46). Bei dieser Diät wird bewusst eine Ketose, bei der die Energiegewinnung über Ketonkörper erfolgt, angestrebt. Dies gelingt nur unter strenger Kohlenhydrat- und auch Eiweißrestriktion, denn die meisten Aminosäuren sind glucogen und können nach Transaminierung zu den entsprechenden Ketosäuren zur Gluconeogenese genutzt werden.

Ob eine solche Diät einen hemmenden Einfluß auf die Tumorprogression hat, ist weder erwiesen noch von der Hand zu weisen. Wenn jedoch unter einer ketogenen Diät falscherweise verstanden wird, ballaststoffreiche oder vitalstoffreiche Kohlenhyrate zu meiden und sich durch Fett und Fleisch zu ersetzen, erfolgt mehr Schaden als Nutzen. Bei einer eiweißreichen Diät oder als „Low-Carb“-Diät zum Abnehmen liegt in Wirklichkeit keine ketogene Stoffwechsellage vor. Vielmehr entsteht bei der Verstoffwechselung von großen Mengen glucogener Aminosäuren zu Glucose eine beachtlichen Ammoniak-Belastung von Leberstoffwechsel und Nieren.

Die Ammoniakfixierung und -entgiftung ist in hohem Maße energieaufwändig: So werden bei der Aminierung von -Ketoglutarat zu Glutamat 1 Reduktionsäquivalent NADH und bei der Reaktion zu Glutamin, wie auch bei der Transaminierung von Aspartat zu Asparagin, jeweils 1 Mol ATP benötigt. Der Harnstoffzyklus verbraucht pro Mol Ammoniak 3 Mol ATP.

Dies mag die anfänglich rasche Gewichtsabnahme bei proteinreichen Diäten wie der Atkins-Diät erklären – ein kurzfristiger Erfolg, der mittel- und vor allem langfristig mit Störungen des Energie- und Säure-Basen-Haushaltes, Nieren- und Leberbelastung, Nierensteinen, Gelenkbeschwerden, proentzündlicher Stoffwechsellage, mangelnder Belastbarkeit, metabolischem Syndrom und einem erhöhten Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkauft wird. Denn die Lähmung der mitochondrialen Energiegewinnung durch andauernde Ammoniaküberlastung führt nach einer initialen Überhitzung des Stoffwechsels auf Dauer zum mitochondrialen Burnout.

Diese Zusammenhänge, die z. B. im Ayurveda seit Jahrtausenden bekannt sind, erklären auch die scheinbar widersprüchlichen Studienergebnisse. Studien mit kurzer Laufzeit bescheinigen der proteinreichen Diät Abnehmerfolge und wenig Nebenwirkungen, denn kurzfristig kann auch eine sehr proteinreiche Diät vom gesunden Organismus kompensiert werden.
Quelle: Dr Jacobs Institut - RegEnergetik/Säure-Basen

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ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Binnie,was Du glaubst oder nicht glaubst zählt nur fuer Dich,Deine Erfahrungen dagegen sind auch fuer Andere interessant.Was mich treibt und weswegen ich schreibe ist meine und anderer Erfahrungen zu verbreiten. Ich habe jetzt ca 9 Monate nach der Lchf-methode gelebt,Statine und Aspirin weggestellt und den Herzartzt weitgehend vermieden.(Bin coronaroperiert 98 aufgrund Angina Pectoris).Ich habe jetzt bedeutend bessere Blutwerte als vor dem Fruejahr 08 wo ich mit Lchf anfing (und die Medizinen wegtat).Cholesterin ist höher jetzt und das werte ich als positiv.Das verspricht mir statistisch ein längeres und gesuenderes Leben. Cholesterin ist der Baustein des Lebens und ist wichtig fuer das Immunsystem und an dem hängt Alles.Statine sind sehr gefährlich und sind vollkommen unnuetzlich bei Lchf,weil das metabole Syndrom-das fuer Gefässerkrankung (und damit Aderverkalkung,hohem Blutdruck,Stroke) sowie Diabetes2,Uebergewicht und Krebs verantwortlich ist-verschwindet.(Statine sind entzuendungshemmend-das ist der einzige (unvorhergesehene) Nutzen damit).Ich bin seitdem bei bester Gesundheit, habe nebenher 9kg in den ersten 4 monaten verloren(jetzt seit 5 Monaten ca 78 kg/190 cm),meine Schlafapne und Schnarchen ist weg,Blähungen auch, der Darm funktioniert bestens ohne nennenswert mit Fibern (viel gesättigtes Fett ist wichtig dabei-ca 75%),mein vieljähriger Nagelpilz wird vom Immunsystem zurueckgedrängt und ist wohl weg in ca 4-6 Monaten (Medikamente haben immer versagt),ich schlafe jetzt besser und weniger,fruehere Prostataprobleme sind weg,mehr Energie und Kraft...Nichts Negatives ist eingetroffen ausser dem sozialen Unverständnis.Diese Erfahrung teile ich mit anderen "Bekehrten" und da wende ich mich an andere Gleichgesinnte die offene Sinnen haben.Wer neugierig ist kann im Forum unter Lchf oder Ketogene Ernährung suchen.Lchf ist der in Schweden angewandte Begriff.Was wichtig ist :Man kommt vollkommen ohne irgendwelche Zuschuesse und Artzneimittel zurecht. Gruss Ulf
(Gewisse Begriffe sind frei aus dem Schwedischen uebersetzt-bin vor fast 50 Jahren ausgewandert)


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