Rund um die Süße (Zucker, KH)

02.11.07 18:40 #1
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Rund um die Süße (Zucker, KH)
Binnie
Ich denke die Dosis macht das Gift und die Verbindung mit anderen Schadstoffen. Also nicht die einmalige Dosis, sondern das was man insgesamt so über all die Jahre an Giften aufnimmt. Ich habe früher beispielsweise auch Zeiten gehabt, wo ich täglich mindestens so an die 3 – 4 Flaschen Cola Light getrunken habe. Unmittelbar danach hatte ich nichts Negatives bemerkt. Irgendwie ist mein Körper damals mit den ganzen Sachen noch zurecht gekommen. Aber das ist halt auch ein Teil vom Giftfass. Eine Amalgamplombe alleine haut einen ja normalerweise auch nicht gleich um. Aber wenn noch andere Belastungen hinzukommen, dann reicht vielleicht auch schon eine Plombe. Also ich verzichte in Zukunft lieber auf alle unnötigen Gifte! Das Beispiel von den US-Soldaten veranschaulicht dieses Zusammenwirken ja auch sehr anschaulich:

Viele Grüße
Sabine

Geändert von admin (09.01.08 um 10:24 Uhr)

Rund um die Süße (Zucker, KH)

Oregano ist gerade online
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Seit: 10.01.04
Ja, so sehe ich das auch. Und das schöne daran ist: Auf Aspartam kann man im allgemeinen sehr gut verzichten!

Gruss,
Uta

Rund um die Süße (Zucker, KH)

Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 62.158
Seit: 10.01.04
Ich habe diesen Artikel schon unter "Gluten-Intoleranz" reingestellt. Aber hier passt er auch sehr gut:

Nehmen wir als Beispiel die Modekrankheit Zöliakie. Es ist dies eine Störung im Dünndarm, die dazu führt, daß der Dünndarm ''glatt'' wird, also seine Fähigkeit verliert, die Nahrung zu verarbeiten. Unumstößliches Dogma der strenggläubigen Zöliakie-Betroffenen ist, daß ihre ''Krankheit'' durch eine Gluten-Unverträglichkeit ausgelöst ist. Und der Lebensinhalt besteht dann auch vordergründig darin, eine möglichst glutenfreie Ernährung zu ritualisieren. Dabei gibt es das Heilmittel für Zöliakie bei Aldi: Eine Tüte Haushaltszucker für 39 Cent.

Was nämlich in Vergessenheit geraten ist: Zucker ermöglichst erst die Premukose. Aber viele ''moderne zuckerfreie Heilpraktiker'' kennen nicht mal dieses Wort. Gemeint ist Mukos - die Schleimhaut und unter Premukose versteht man die Aufnahme von Stoffen durch die Schleimhaut.
... Zitatende
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~

Ein Artikel, der vieles total über den Haufen wirft, was im allgemeinen über Zöliakie und Zucker überhaupt (nicht nur im Zusammenhang mit Zöliakie) gesagt wird. Lesen sollte man ihn auf jeden FAll.
www.altameda.de/cms/artikel/1903050827.html


Uta

Zuckermythen

Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 62.158
Seit: 10.01.04
Die Schädlichkeit von Zucker in vielerlei Beziehung wird immer wieder angeprangert.

Diese Sendung im Bayer. Rundfunk beschäftigt sich mit "Zucker-Mythen". Eine davon:


2. Zucker macht dick
Nach einer Auswertung der Daten aus 85000 Ernährungstagebüchern von Männer und Frauen zeigte sich: Es sind zum einen nicht die Frauen, die den meisten Zucker verzehren, sondern die Männer - und diese sind darüber hinaus schlank. Die Untersuchung hat ergeben, dass es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem Zuckerkonsum und Übergewicht gibt. Im Gegenteil: Ausschließlich kohlehydrathaltige Nahrung reduziert das Gewicht. Was also macht an Süßigkeiten dick ? Es hat sich gezeigt, dass dicke Menschen mehr Fett verzehren, als Normalgewichtige. Und genau das ist der Punkt: Oft ist Süßes mit Fett verbunden und damit machen die Naschereien letztendlich doch dick.
Die Sprechstunde - "Der Reiz des Süßen - Wie viel Zucker ist erlaubt?"

Gruss,
Uta

Rund um die Süße (Zucker, KH)
Binnie
Hier noch ein Artikel zur Geschichte und zur Zulassung von Aspartam:
Durch die vielen Warungen seitens der Wissenschaftler und die offensichtlichen Machtspielchen bei der Freigabe von Aspartam hat sich aber langsam wenigstens ein bemerkbarer öffentlicher Widerstand gegen den Stoff gebildet. Es gibt einige Verbände von Ärzten, die gegen den Stoff Front machen.
Sichtbarster Widerstand gegen Aspartam ist ein Dokumentarfilm, ‘Sweet Misery: A Poisoned World’, in dem ein Aspartamopfer Interviews mit dutzenden von Ärzten, Anwälten und anderen Opfern führt. Dabei ist auch Jim Turner. Ein Anwalt, der Donald Rumsfeld damals beraten hat, als es um die Zukunft von Aspartam ging. Einen Ausschnitt von dem Interview mit Turner kann man sich hier runterladen.

Es sieht also ganz so aus als wäre Aspartam ein Vorzeigebeispiel dafür, dass die Menschen auf der Welt und ihre Gesundheit wenig zählen, wenn es um Geld und Macht geht. Schon lange ist klar, dass Donald Rumsfeld keinen Respekt vor dem menschlichen Leben hat, und Moral ihm ein Fremdwort ist. Es sollte niemand verwundern, dass er wissentlich dafür gesorgt hat, das eine giftige Chemikalie in unsere Lebensmittel geraten darf, nur um seiner Firma Profit zu sichern. Genauso sollte klar sein, dass Coca-Cola und Co sich genausowenig um die Gesundheit ihrer Klientel scheren, solange diese weiterhin Lightprodukte zu sich nehmen, weil sie Angst davor haben dick zu werden.

Quelle: Politblog.net Aspartam - ein hochgiftiger Süßstoff, den wir Donald Rumsfeld zu verdanken haben
Irgendwo gehen viele "Schweinereien" doch immer wieder auf die Konten der selben Personen...
Von 1977 bis 1985 arbeitete er sich bei der G.D. Searle & Company zum Vorstandsvorsitzenden hoch und sanierte das Unternehmen grundlegend. So wurden durch die Sanierungsmaßnahmen 60% der Arbeitsplätze gestrichen und das Unternehmen damit in die gewinnbringende Zone gebracht. Auch erhielt die Firma in diesem Zeitraum eine Zulassung für den umstrittenen Süßstoff Aspartam (NutraSweet), der sich zu einem gewinnbringenden Produkt entwickelte.
Quelle: Donald Rumsfeld – Wikipedia

Rund um die Süße (Zucker, KH)

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Uta,

Der zitierte Artikel widerspricht langjähriger ärztlicher Erfahrung. Ich kommentiere ihn mal aus meiner Sicht.

> Nehmen wir als Beispiel die Modekrankheit Zöliakie.

Zöliakie ist keine Modekrankheit, sondern eine degenerative Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, die mit deutlich steigernder Prävalenz weltweit in 'zivilisierten' Ländern auftritt.

> Es ist dies eine Störung im Dünndarm, die dazu führt, daß der
> Dünndarm ''glatt'' wird, also seine Fähigkeit verliert, die Nahrung zu
> verarbeiten.

So kann man die Degneration des Dünndarmepithels natürlich auch euphemistisch beschreiben...

> Unumstößliches Dogma der strenggläubigen Zöliakie-Betroffenen ist,
> daß ihre ''Krankheit'' durch eine Gluten-Unverträglichkeit ausgelöst ist.

Was aber genau genommen korrekt ist, denn das Gluten ist tatsächlich Auslöser der Beschwerden. Es ist aber nicht Ursache der Krankheit. Die Zöliakie wird durch den langjährigen Verzehr raffinierter Kohlenhydrate (Fabrikzucker und Auszugsmehle) bzw. generell vitalstoffarmer Nahrung verursacht. Das wußte man früher sehr gut, als die Krankheit noch "Mehlnährschaden" hieß.

> Und der Lebensinhalt besteht dann auch vordergründig darin, eine
> möglichst glutenfreie Ernährung zu ritualisieren.

Da die Ursachen der Zöliakie in der Medizin leider meist nicht bekannt sind, hat der Betroffene keine Wahl und muß sich mit der Linderung der Symptome begnügen. Auch wenn die Krankheit ursächlich behandelt wird, muß das Gluten zunächst(!) gemieden werden.

> Dabei gibt es das Heilmittel für Zöliakie bei Aldi: Eine Tüte
> Haushaltszucker für 39 Cent.

Das ist ein sehr schlechter Rat, denn hier empfiehlt der Artikel genau das, was letztendlich die Krankheit verursacht hat.

> Was nämlich in Vergessenheit geraten ist: Zucker ermöglichst
> erst die Premukose.

Da der Begriff Premukose scheint eine Erfindung des Autors zu sein, in der Medizin ist dieser Begriff unbekannt - zumindest weiß der Pschyrembel damit nichts anzufangen.

> Gemeint ist Mukos - die Schleimhaut und unter Premukose versteht
> man die Aufnahme von Stoffen durch die Schleimhaut.

Dann könnte man auch den allgemein üblichen Begriff der Resorption verwenden..

Wenn Zuckerstoffe an Resorptionsprozessen in der Dünndarmschleimhaut beteiligt sind, dann darf man diese Zuckerstoffe auf keinen Fall mit Fabrikzucker gleichsetzen. Es ist ein enormer Unterschied, ob man dem Organismus den Zucker im organischen Verbund (ein Apfel bspw.) zuführt oder das isolierte und konzentrierte Kohlenhydrat.

In keinem Fall - und das zeigt die ärztliche Praxis - darf man Fabrikzucker als Heilmittel bezeichnen. Fabrikzucker ist ein Schadstoff und fördert eine Zöliakie.

Daß die Idee, man könne eine Zöliakie mit Fabrikzucker heilen, nicht stimmen kann, sieht man bereits daran, daß diese Krankheit vor Einführung der raffinierten Kohlenhydrate in die menschliche Ernährung vor ca. 120 Jahren paktisch nicht existierte. Sie begann mit der Einführung des Fabrikzuckers und der Auszugsmehle, weshalb sie zunächst ja auch Mehlnährschaden genannt wurde.

Die Zöliakie ist eine ernährungbedingte Zivilisationskrankheit, die ursächlich nur durch Abstellen der Krankheitsursachen behandelt werden kann.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

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pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Joachim

Du sagst:
Die Zöliakie wird durch den langjährigen Verzehr raffinierter Kohlenhydrate (Fabrikzucker und Auszugsmehle) bzw. generell vitalstoffarmer Nahrung verursacht.
Wie lässt sich Zöliakie dann bei kleinen Kindern erklären?
Der Junge, den ich meine, war damals ca. 5 Jahre alt, hatte 2 gesunde, jüngere Geschwister und die Familie hat sich bestimmt nicht "schlecht" ernährt.

Liebe Grüsse
pita

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Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Ich möchte noch kurz etwas zur Ausgangsfrage sagen:

> Es wird ja immer wieder gesagt, daß Zucker ein Vitamin-B-Räuber
> wäre. Laut diesem Artikel stimmt das so nicht:

Der Artikel beschreibt zwar einen korrekten Zusammenhang, zieht aber bewußt die falschen Schlüsse daraus, um den Zucker zu entlasten.

Es ist korrekt, daß zum Abbau der Kohlenhydrate (u.a.) Vitamin B1 benötigt wird und dieses Vitamin auch wieder zum Teil resorbiert wird. Das Problem liegt jedoch nicht im angeblichen Verbrauch des Vitamins, sondern in der zum Abbau benötigten Menge.

Die Menge des frei verfügbaren B1 im Organismus ist nicht sehr groß. Wenn wir einen Apfel essen, dann müssen wir ihn abbeißen, kauen, schlucken - der enthaltene Zucker wird dabei langsam freigesetzt und der Organismus hat keine Probleme die dafür nötigen B1 Mengen zu mobilisieren, zumal der Apfel selbst noch B1 und andere wichtige Vitalstoffe mitbringt.

Extrahiert man den Zucker nun aber aus dem Apfel, dann hat man ein Konzentrat hergestellt, daß herstellungsbedingt auch noch praktisch frei von Vitalstoffen ist. Verzehrt man diesen Fabrikzucker, dann führt man dem Organismus in sehr kurzer Zeit sehr große Mengen reiner Kohlenhydrate zu und darauf ist der Organismus nicht ausgelegt. Es kommt zwangsläufig zu einem schlagartigen Mangel an B1, weil einfach nicht genügend davon vorhanden ist und auch nicht in der nötigen Menge mobilisiert werden kann. Es ensteht eine relative Hypovitaminose - ein relativ zur Kohlenhydratzufuhr massiver Vitaminmangel, der etliche Stoffwechselstörungen zur Folge hat, da das B1 an vielen anderen Stellen des Organismus dringend benötigt wird - so bspw. für die korrekte Funktion des Nervensystems. Wer einmal gesehen hat, wie ansonsten ruhige Kinder nach Süßigkeitenverzehr 'abdrehen' können, hibbelig und unkonzentriert werden, hat eine der sichtbaren Folgen dieses relativen Mangels vor Augen. Ein Großteil der ADHS Fälle dürfte auf diese Problematik zurückzuführen sein.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

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Binnie
Zitat von pita Beitrag anzeigen
Hallo Joachim

Du sagst:


Wie lässt sich Zöliakie dann bei kleinen Kindern erklären?
Der Junge, den ich meine, war damals ca. 5 Jahre alt, hatte 2 gesunde, jüngere Geschwister und die Familie hat sich bestimmt nicht "schlecht" ernährt.

Liebe Grüsse
pita
Hi Pita,

ich tippe mal u.a. insbesondere auf Schwermetallbelastung durch die Mutter. Schwermetalle sollen auch die Dünndarmschleimhaut verändern. Außerdem zerstört bspw. Quecksilber auch die Verdauungsenzyme für Gluten und Casein. Dadurch können Makromoleküle in den Körper gelangen, die normalerweise nicht durch die Dünndarmschleimhaut kommen.

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Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Zitat von pita Beitrag anzeigen
Wie lässt sich Zöliakie dann bei kleinen Kindern erklären?
Der Junge, den ich meine, war damals ca. 5 Jahre alt, hatte 2 gesunde, jüngere Geschwister und die Familie hat sich bestimmt nicht "schlecht" ernährt.
Hallo Pita,

Es ist leider bei allen ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten so, daß sie sich über die Generationen hinweg entwickeln. Wir starten also gesundheitlich gesehen nicht bei Null, sondern erben die Ernährungsfehler unserer Vorfahren in Form einer entsprechenden Konstitution. Kinder kommen daher bereits mit einer Vorbelastung zur Welt, ein Effekt der sich darin zeigt, daß alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten mit jeder Generation früher auftreten. Da nicht die Krankheit selbst vererbt wird, sondern nur die 'Anfälligkeit' des Organismus, entwickelt sich auch nicht bei jedem zwingend die gleiche Krankheit. Zudem spielt natürlich die Ernährung nach der Geburt eine wesentliche Rolle. Bei gleicher Konstitution wird ein Stillkind weniger wahrscheinlich an Zöliakie erkranken, als ein mit Fertignahrung aufgezogenes Kind.

Wir sind mittlerweile ja etwa die fünfte Generation, die sich falsch ernährt und das wirkt sich leider auf den Gesundheitszustand deutlich aus. Wenn du andere ernährungsbedingte Krankheiten betrachtest, bspw. Rheuma oder Herzinfarkt, dann zeigt sich dort das gleiche Bild. Vor 100 Jahren war ein Herzinfarkt noch so selten, daß Ärzte hunderte von Kilometern fuhren, um sich so etwas mal anzusehen - heute haben schon Kleinkinder Arteriosklerose. Rheuma war früher eine 'Alterskrankheit' - heute sind bereits Kinder betroffen. Gallensteine waren früher - wenn überhaupt - ein Problem der älteren Menschen. Heute werden Jugendliche wie auf dem Fließband operiert..
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)


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