Rund um die Süße (Zucker, KH)

02.11.07 19:40 #1
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Rund um die Süße (Zucker, KH)

santa ist offline
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Ich finde es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich Süsses in einem Apfel geniesse, oder einen Löffel Zucker zu mir nehme ...

Der Apfel hat zwar Fructose, aber sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe und gesunde Nährstoffe, Vitamine, Mineralien. Ich denke so eine Kombination ist für den Körper eher wertvoll als Schädlich.

Ich denke alle raffinierten Zucker, einschliesslich Rohrzucker ist eben ein pures Zuckerkonzentrat und somit nicht gesundheitsförderlich.

Wobei ich denke, das da auch die Dosis entscheidend ist, die einen krank macht ... !

Lieber Gruss
Karin

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Da hast Du sicher Recht, santa .

Aber auch Äpfel sind nicht gleich Äpfel:

Gilt nicht mehr: An apple a day keeps a dentist away

Die britische Zahnärztevereinigung warnt vor dem berühmte täglichen Biss in den Apfel.

Klassische Apfelsorten haben einen natürlichen Fruchtzuckergehalt von etwa 10 % und sind für die Zähne weitgehend unschädlich. Da das Verbraucherverhalten sich geändert hat und neuere Züchtungen den sauren Apfelgeschmack immer mehr verdrängen, ist auch der Zuckergehalt gestiegen und kann bis zu vier Teelöffeln Zucker pro Apfel betragen!

Unsere britischen Kollegen empfehlen ein Spülen mit einer neutralen Flüssigkeit!
NEUIGKEITEN AUS DER WELT DER KIEFERCHIRURGIE UND ZAHNHEILKUNDE

Gruss,
Uta

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Fructose (Fruchtzucker)
Mit Fruchtzucker gesüßte Produkte begegnen dem Verbraucher im Supermarkt des Öfteren. Auf Grund ihrer hohen Süßkraft wird Fructose z. B. vielen Erfrischungsgetränken zugesetzt. Welche Rolle spielt Fructose bei der Ernährung von Diabetikern? Sind mit Fruchtzucker gesüßte Produkte eine gesündere Alternative zu Produkten mit Haushaltszucker? Begünstigt ein hoher Fructosekonsum eine Gewichtszunahme?

In diesem Beitrag finden Sie
- Vorkommen
- Eigenschaften
- Verdauung und Stoffwechsel
- Diätetik
- Empfehlungen für den Verbraucher
- Mehr zu diesem Thema
www.vis.bayern.de/ernaehrung/fachinformationen/lebensmittel/gruppen/fructose_fruchtzucker.htm

wissenschaft.de - Fruchtzucker macht schneller dick

Uta

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Wie der Name sagt, kommt Milchzucker in Milchprodukten vor. Trinkmilch hat zum Beispiel einen Milchzuckergehalt von 4,8 Prozent. Eine Tabelle mit dem Milchzuckergehalt von Lebensmitteln kannst du dir bei was-wir-essen.de downloaden (56 KB).

Milchzucker hat einen Baustein mit Kristallzucker gemeinsam. Er ist ein Zweifachzucker aus Traubenzucker (Glukose) und Galaktose. Milchzucker wird aus Molke gewonnen, einem Nebenprodukt bei der Käseherstellung. Durch spezielle Trocknungsverfahren kristallisiert Milchzucker als weißes süßes Pulver aus. Milchzucker schmeckt weit weniger süß als Haushaltszucker, seine Süßkraft beträgt ungefähr ein Viertel von der seines gängigeren Verwandten.
Milchzucker wird vorwiegend in industriell hergestellten Lebensmitteln, z.B. in Light- oder Fertigprodukten eingesetzt. Zum Kochen und Backen wird es im privaten Haushalt eher sehr selten eingesetzt.

Milchzucker – für manche schlecht verträglich
Rund 15 Prozent der Deutschen sind laktoseintolerant....

Ist Milchzucker gesünder als der aus Zuckerrohr- oder -rüben gewonnene Haushaltszucker?

Fazit: Er hat etwas andere Eigenschaften als dieser, aber per se gesünder ist er nicht.
Verbraucherschutz : Ernährungswissen : Talking Food - Jugend is(s)t aufgeklärt!

Hier kann man den Laktosegehalt von Milch- und Milcherzeugnissen nachlesen: http://www.was-wir-essen.de/download/Laktosegehalt.pdf

Gruss,
Uta

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Von A wie Aspartam bis Z wie Zucker informiert das Heft umfassend über die Warenkunde der wichtigsten Süßungsmittel. Es beleuchtet ihre Herstellung, erklärt Sortenunterschiede, diskutiert die Bedeutung für die Ernährung und gibt Tipps zur Verwendung. Dabei räumt es auch mit gängigen Vorurteilen über Zucker und Süßstoffe auf, erläutert die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Süßungsmitteln und der Zahngesundheit und zeigt, woran man zuckerhaltige Lebensmittel beim Einkaufen erkennt. Zahlreiche Tabellen fassen die Unterschiede zwischen Zuckeraustausch- und Süßstoffen übersichtlich zusammen. Da letztere nicht ohne wissenschaftliche Prüfung auf den Markt dürfen, informiert das Heft auch über den aktuellen Stand der Zulassungen für Süßstoffe.
aid MedienShop - Details zum Artikel



Uta

Rund um die Süße (Zucker, KH)
Binnie
Ein gutes Buch über Zucker und die Machenschaften der und rund um die Zuckerindustrie soll auch noch das von Dr. Max Bruker "Zucker, Zucker" sein: Buchhandlung Hugendubel - Zucker, Zucker . . .

„Zucker, Zucker" — Krank durch Fabrikzucker
Von süßen Gewohnheiten, dunklen Machenschaften und bösen Folgen für unsere Gesundheit
Eine kurze Zusammenfassung des Buches von Dr. med. M. O. Brucker
Dieses Buch ist beinahe wie ein Krimi zu lesen! Dr. Bruker hat in seiner ärztlichen Praxis festgestellt, daß der Fabrikzucker in mehrfacher Hinsicht an der Entwicklung der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten beteiligt und außerdem ein wesentliches Hindernis bei Behandlung und Heilung dieser Erkrankungen ist. Er wies in Schriften auf diese Zusammenhänge hin.
Doch Dr. Bruker wurde angegriffen. Z.B. die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker gab ihm zu verstehen, daß sie nicht bereit sei, weitere Hinweise auf die Gesundheitsgefährdung durch Fabrikzucker zu dulden. Sie forderte ihn auf, diese Tätigkeit in Zukunft zu unterlassen.
„Schon vor vierzig Jahren packte mich die Wut, wenn ich sah, mit welcher Unverfrorenheit die Zuckerindustrie Werbung machte", sagte Dr. Bruker. Nicht einmal von Seiten der Ärzteschaft erfolgte eine Reaktion. Verglichen mit den heutigen Werbepraktiken der Süßwarenindustrie war es allerdings noch harmlos.
Wer Unrecht schweigend hinnimmt, heißt es, macht sich mitschuldig. Auch nach jahrzehntelanger Erfahrung mit dem süßen Stoff ist Bruker nicht bereit, die damit verbundene weltweite Gesundheitsgefährdung sehr vieler Menschen und die gewissenlose Vorgehensweise der Zuckerindustrie hinzunehmen. Er muß reden; denn die praktischen Auswirkungen sind wesentlich schlimmer, als wissenschaftliche Forschungen vermuten lassen.
Leider werden angehende Ärzte an der Universität über Krankheitsursachen nur sehr unzureichend ausgebildet. In der etablierten Medizin wird also vorwiegend eine symptomatische Linderungsbehandlung statt einer ursächlichen Heilbehandlung betrieben. Alle Krankheiten haben aber Ursachen! Zucker zaubert — sagt die Industrie. Zucker zaubert Krankheiten herbei, erklärt Dr. Bruker. Zucker ist nicht nur süß, sondern auch gefährlich!
Wir sollten unterscheiden: Zucker ist ein Stoff, den die Natur uns gibt; Pflanzen z. B. produzieren Zucker, Eiweiß, Stärke, Fett. Fabrikzucker ist der Stoff aus dem Labor; er ist ein Isolat. Es ist sicher ganz interessant zu hören, welche Sorten Fabrikzucker neben dem bekannten weißen Zucker die Zuckerindustrie produziert. Um nur einige zu nennen: Brauner Zucker, Dextrose, Fruchtzucker, Gelierzucker, Hagelzucker, Invertzucker, Kandis, Karamel, Lactose, Maltose, Melasse, Milchzucker, Puderzucker, Raffinade, Rübensirup, Traubenzucker, Zuckercouleur.
Es ist kaum zu glauben, was durch die meist versteckte, verschleierte Werbung alles angerichtet wird! Die Zuckerlobby ist eine Weltmacht; sie beherrscht Presse und Medien. Leider liegt die Aufklärung der Bevölkerung über Ernährungsfragen fast ausschließlich in der Hand der Nahrungsmittelindustrie. Hier werden Forschungsaufträge von Firmen vergeben, nicht von Einzelpersonen.
Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker und der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie spielen sich als Leibwächter der Nation auf. Da hört man z.B.: Solche Sendungen — gemeint ist der ZDF-Film Süß und gefährlich, herausgegeben von der GGB — führen zu Verunsicherung und Angst beim Umgang mit einem Nahrungsmittel, dessen Unbedenklichkeit außer Zweifel steht! Und eine unterschwellige Drohung wird ausgesprochen, wohin man käme, wenn Werbung für Süßwaren in Zukunft unterbliebe.
In dem Augenblick, in dem die Vitaminforschung klar nachgewiesen hat, daß vermehrter Zuckergenuß gleichbedeutend mit erhöhtem Bedarf an bestimmten Vitaminen der B-Gruppe ist, und daß der erhöhte Aneurinbedarf des westeuropäischen Menschen nicht ausgeglichen wird, wäre eigentlich eine Aufrüttelung aller Menschen über die vielseitigen Gefahren durch Aneurinmangel überaus wichtig.
Dr. Bruker zeigt uns in seinem Buch gar manche eigenen klinischen Erfahrungen mit fabrikzuckerfreier Ernährung und Krankheitsfälle aus seiner Praxis, wo sogenannte unheilbare Krankheiten stark gebessert oder sogar geheilt wurden.
Nun taucht die Frage auf: Womit darf man überhaupt noch süßen? In geringen Mengen, am besten wie Medizin, kann Honig verwendet werden. Honig kann aber auch Karies erzeugen, also Vorsicht!
Frische Früchte, der Jahreszeit entsprechend, und Trockenobst sind immer angebracht. Bei Verwendung einer vegetarischen Vollwertkost wird sehr häufig kein zusätzliches Verlangen nach Süßem bestehen.
Die Kostform der Zukunft ist für Gesunde und Kranke gleichermaßen ohne Ausnahme die vitalstoffreiche vegetarische Vollwerternährung. Nur damit besteht die Aussicht, die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten (mit über 50 Milliarden DM Kosten jährlich) noch einzudämmen.
Am Ende des Buches werden einige Grundregeln aufgestellt, welche beim Übergang auf vollwertige Heilnahrung auf jeden Fall beachtet werden sollten.
Meine Ausführungen beinhalten nur einen ganz kleinen Teil dessen, was Dr. Bruker in seinem Zucker-Buch geschrieben hat, doch ist es gar nicht möglich, auf so wenigen Seiten über ein ganzes Buch ausführlich zu berichten. Ich hoffe jedoch, wenigstens einen Einblick in die interessanten Darstellungen Dr. Brukers gegeben zu haben. Wer mehr wissen möchte, besorge sich das Buch am besten selbst beim emu-Verlag in Lahnstein. Ruthild Liebe
Quelle: Zucker, Zucker - Krank durch Fabrikzucker

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santa ist offline
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@ Uta zu obigem Posting # 12: generell sollte man nach jeder Mahlzeit seinen Mund mit Wasser nachspülen, um Essensreste zu entfernen.

Lieber Gruss
Karin

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Oregano ist gerade online
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Stevia ist ja inzwischen im Naturkostladen und schon länger im Internet zu haben.

Hier eine Seite zu Stevia, in der u.a. steht, daß man auch die fermentierten Stevia-Blätter als Tee trinken kann. Dieser Tee wird von der antioxidativen Wirkung her als noch besser als der grüne Tee beschrieben.

Stevia - natürlich Süßen

Stevia rebaudiana ist in verschiedenen Formen im Handel:


Stevia-Blätter ...gibt es als ganze Blätter, geschnitten und zu grünem Pulver vermahlen

Steviosid .. ist ein Steviol-Glykosid, also ein Inhaltsstoff von Stevia rebaudiana als weißes, kristallines Pulver.
(Beachten Sie, dass reines Steviosid etwa die 200-300-fache Süsskraft unseres Haushaltszuckers hat. Nur 50g Steviosid entspricht etwa 12,5kg Zucker!!


Beim Umgang mit Steviosid sollten Sie alle Speisen (auch Kuchenteig) abschmecken, statt umzurechnen und abzuwiegen, denn die Süßkraft von Stevia / Steviosid ist von vielen Faktoren abhängig, wie Temperatur, pH-Wert, Konzentration und natürlich davon, was Sie süßen wollen. Stevia/Steviosid verhält sich in der Anwendung nicht gleich zu Zucker.
Dosieren Sie gering, denn bei höheren Mengen tritt ein bitterer Beigeschmack in den Vordergrund. (siehe geschmackliche Eigenschaften von Steviol-Glykosiden)

Rebaudiosid-A ... ist ein Steviol-Glykosid, also ein Inhaltsstoff von Stevia rebaudiana als weißes, kristallines Pulver.
Rebudiosid-A ist geschmacklich angenehmer als Steviosid. Ansonsten gelten die gleichen Hinweise wie bei Steviosid.
Reines Rebaudiosid-A gibt es nicht im Handel, aber Produkte mit einem hohen Anteil.


Stevia-Liquid und
Stevia-Fluid
...sind flüssige Tafelsüße als klare bis grüne Flüssigkeit. Sehr praktisch auch für unterwegs - oft genügen 2 Tropfen für ein Getränk. Die Dosierung ist sehr einfach.
Alkohol oder Glyzerin machen diese Produkte haltbar.

Stevia-Instant ...ist eine Sprühtrocknung aus einem wässrigen Stevia-Auszug. Alle Inhaltstoffe sind hier noch enthalten.
Stevia-Packets ...sind Briefchen mit einem Inhalt aus Steviosiden und pflanzlichen Balaststoffen. Die geschmackliche Akzeptanz ist meist optimal. Stevia-Packets werden oft von asiatischen Airlines angeboten.

Anwendung: Stevia-Blätter können einem Tee oder einer Teemischung zugesetzt werden. Beim Überbrühen gibt Stevia seine Süsse ab. Danach werden die Blätter abgesiebt. Besonders Gesundheitstees können so geschmacklich aufgewertet werden.

Bei vielen Kleinkindern sind die Zähne durch den dauernden Genuss von Zucker-Tees und Säften bereits angegriffen. Es ist erstaunlich, wie einfach und schnell diese Kinder auf Stevia-Süße umgestellt werden können. Hibiskusblüten, Hagebutte, ein wenig Fenchel und Stevia sind nicht nur gesundheitlich wertvoller, als ein gezuckerter Früchte-Tee aus dem Filterbeutel mit synthetischen Aromastoffen, es schmeckt auch tausendmal besser.

Für Kuchen, Gebäck und Süßspeisen kann das geschmacksneutrale Steviosid mit Erfolg eingesetzt werden. Vorsichtig dosieren!!
Schmecken Sie besser ab. Wenn sie zu viel nehmen schmeckt ihre Speise bitter.
In allen Rezepten (Koch- und Backbücher für Diabetiker) bei denen ein Zuckerersatzstoff aufgeführt wird, kann statt dessen Steviosid verwendet werden. Leckereien wie Quarkspeisen, Pudding und selbst Gummi-Bärchen lassen sich mit Steviosid kreieren. Da Zucker zum Gelingen von Biskuitkuchen notwendig ist, muss Steviosid hier leider passen.

Nicht nur für jene unter uns, die Zucker meiden wollen, Übergewicht reduzieren wollen .....
************************************************** ***

Hier wird über die Hintergründe des Verbots von Stevia in der EU berichtet

Rühlemann's Kräuter und Duftpflanzen (122).

Grüsse,
Uta

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Oregano ist gerade online
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Mal abgesehen davon, daß Süßstoffe vom Ernährungsstandpunkt her eigentlich unnötig sind, gehen die Meinungen, wie sie wirken, auseinander.

Süßstoffe: Dickmacher ohne Kalorien
von Dr. Andrea Schmelz, Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind"

In der Europäischen Union sind sechs Süßstoffe zugelassen. Sie werden vom Organismus nicht verstoffwechselt, sondern unverändert wieder ausgeschieden. Da möchte man doch meinen, dass ihre Verwendung hilft, Übergewicht zu bekämpfen.

Der Körper lässt sich nicht so leicht austricksen
Süßstoffe enthalten selbst zwar keine bzw. kaum Kalorien, doch regen sie den Appetit an. Melden die Geschmacksknospen der Zunge etwas Süßes, bedeutet das für den Körper: Gleich kommt eine Portion Zucker! Damit der Zuckerspiegel im Blut konstant bleibt, schüttet die Bauchspeicheldrüse innerhalb von 90 Sekunden Insulin aus. War es jedoch „blinder Alarm" und kommt statt Zucker nur kalorienfreier Süßstoff, stürzt sich das Insulin auf den noch vorhandenen Zuckergehalt im Blut und senkt damit den Blutzuckerspiegel. Das wiederum bedeutet für den Körper: Hunger, sofort etwas essen! Der Körper merkt also, dass er beschummelt worden ist, und fordert die gesparten Kalorien an anderer Stelle wieder ein. Prof. Dr. Volker Pudel, Leiter der Ernährungsphysiologischen Forschungsstelle in Göttingen, stellte deshalb fest, dass mit Süßstoffen in der Tagesbilanz keine einzige Kalorie gespart werden könne. Denn Heißhungergefühlen durch übermäßigen Süßstoff-Verzehr kann auf die Dauer niemand widerstehen. Statistiken aus den USA belegen diesen Mechanismus, denn in den vergangenen Jahrzehnten stieg dort der Süßstoff-Konsum ständig an, genauso wie die Zahl der übergewichtigen Amerikaner.

Eine kürzlich durchgeführte amerikanische Studie an Ratten belegt eindrucksvoll, wie Süßstoffe die Appetitregulation aushebeln ......
MySpace.com Blogs - Emanuel MySpace Blog

Das leuchtet ein.

[quote]Was sind Zuckeraustauschstoffe?

Zuckeraustauschstoffe sind kalorienhaltige süße Substanzen wie z. B. der in allen Obstsorten vorkommende Fruchtzucker (Fruktose). Sie finden sie häufig in fertigen Diätprodukten, z.B. in Gebäck, Süßwaren, Bonbons und Schokolade. Sie können ähnlich wie Haushaltszucker, z.B. beim Backen von Kuchen, verwendet werden. Der Körper wandelt Fruchtzucker langsam in Traubenzucker um, was den Blutzucker aber nur wenig beeinflusst. Allerdings muss der Energiegehalt von 4 kcal/g beachtet werden, weshalb sich Fruktose nicht zum Abnehmen eignet. Fruktose ist zirka 1,4-mal so süß wie Haushaltszucker und ähnlich schädlich für die Zähne.

Zuckeralkohole (Isomalt, Lactit, Maltit, Mannit, Sorbit, Xylit) enthalten ebenfalls Kalorien, lassen den Blutzucker aber kaum steigen. Bei Mengen von 10–20 g auf einmal können Blähungen und Durchfälle auftreten. Produkte mit Zuckeralkoholen müssen deshalb den Hinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ tragen. Sorbit, Mannit und Isomalt haben die halbe, Xylit und Maltit die gleiche Süßkraft wie Haushaltszucker. Produkte, die mit Zuckeralkoholen (Energiegehalt: 2,4 kcal/g) gesüßt sind, dürfen laut Gesetz als „zuckerfrei“ bezeichnet werden.
......
Werden 12 Gramm Zuckeraustauschstoff gleich 1 BE berechnet und mit der üblichen Dosis an Insulin, Sulfonylharnstoffen oder Gliniden abgedeckt, droht Unterzucker. Denn die Zuckeraustauschstoffe beeinflussen den Blutzucker kaum (siehe Kasten oben). ....
www.diabetes-deutschland.de - Leitlinienbasiertes Informationssystem zum Diabetes mellitus

Künstliche Süßstoffe
Süßstoffe sind künstlich hergestellte Substanzen, die eine vielfach höhere Süßkraft als Zucker besitzen (z.B.: Saccharin, Cyclamat, Aspartam). Sie bewirken keinen Blutzuckeranstieg und enthalten kaum Kalorien. Im Handel sind Süßstoffe als Tabletten, in streufähiger oder flüssiger Form erhältlich.
Durch den ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) ist jene Menge an Süßstoff definiert, der täglich ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufgenommen werden kann. In Tagesdosen von ca. 20 Süßstofftabletten (Saccharin, Cyclamat) bzw. 100 Aspartamtabletten gelten künstliche Süßstoffe als unbedenklich.
Zuckeraustauschstoffe
Dazu gehören Fruchtzucker, Sorbit, Xylit, Mannit, Palatinit u.a. - es sind zuckerähnliche Substanzen, die einen langsameren Blutzuckeranstieg bewirken. Trotzdem müssen sie wie alle anderen verwertbare Kohlenhydrate berechnet werden und können nicht zusätzlich genossen werden. Zuckeraustauschstoffe werden hauptsächlich beim Süßen von Diabetikerback- oder Süßwaren verwendet. In größeren Mengen genossen kann es je nach individueller Verträglichkeit zu Blähungen kommen, bei manchen Menschen wirken diese Zuckeraustauschstoffe auch abführend und sind prinzipiell zum Süßen nicht geeignet.....
www.diabetiker-linz.at/ernaehrung_bei_diabetes_mellitus_2.htm

Nix Genaues weiß man nit .

Uta

Rund um die Süße (Zucker, KH)

Oregano ist gerade online
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Das klingt auf jeden Fall so schrecklich, daß Aspartam nicht zu meiner Ernährung gehört. Sicher ist sicher !

Hier wird auch noch einmal beschrieben, was Aspartam alles anrichten können soll:
Süssstoff Aspartam und seine Nebenwirkungen
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++++++

Es finden sich - wie könnte es anders sein - aber auch andere Darstellungen zu Aspartam:


19.07.2007; letzte Änderung:06.09.2007

Aspartam: Unseriöse Panikmache per Mail
Entwarnung


Derzeit werden Warnungen vor dem Süßungsmittel Aspartam per Ketten-E-Mail verbreitet. Wir geben Entwarnung: Es handelt sich um unseriöse Panikmache. .....

Modernes Schauermärchen
Viele Konsumenten haben von Freunden oder Bekannten E-Mails mit einem PDF-Attachment erhalten. Darin heißt es drohend: „Aspartam ist es eine der gefährlichsten Substanzen, die jemals als Lebensmittel auf die Menschheit losgelassen worden ist.“

Panik ist unbegründet

Die Liste der Krankheiten, die Aspartam angeblich verursacht, ist schier endlos und reicht von Alzheimer über Impotenz bis zur Umnachtung. Stammen soll dieses Machwerk angeblich von der seriösen amerikanischen F.D.A. (Food und Drug Administration), der Lebensmittel- und Arzneibehörde. Mehrere besorgte Konsumenten haben uns danach gefragt. Panik ist unbegründet: Hier handelt es sich um eine so genannte „Urban Legend“. Darunter versteht die Sozialwissenschaft moderne Sagen. Sagen – also mündlich überlieferte Erzählungen - über Basilisken, böse Riesen oder Drachen haben unsere Vorfahren einander mit wohligem Erschauern erzählt. Schließlich gab es damals noch keine Fernsehkrimis.

Doch auch heute sind Sagen nicht ausgestorben. Aber die Inhalte haben sich gewandelt. Heute handeln sie von der „Spinne in der Yuccapalme“ (so der Titel einer einschlägigen Sammlung) oder vom Dackel, der seinen Besitzern im Chinarestaurant schön dekoriert als Mahlzeit serviert wird. Und Sagen werden heute oft über E-Mail und im Internet verbreitet.

Süßstoff wird verteufelt
Die TU-Berlin hat eine eigene Website, die diesem und anderen Phänomenen auf den Grund geht: [ TU-Berlin: www.hoax-info.de]. Der Aspartam-Saga hat man dort sogar ein eigenes Info-Blatt gewidmet: [ TU-Berlin - Warnung vor Aspartam ]

Diese Sage kursiert schon seit längerem. Wahrer wird sie deswegen aber auch nicht.

Aspartam ist ein chemisch hergestelltes Süßungsmittel. Es handelt sich um ein so genanntes Dipeptid, das aus den beiden Aminosäuren L-Aspargin und Phenylalanin besteht. Die drei wesentlichen Bestandteile, in die Aspartam durch Enzyme und Peptide abgebaut wird, sind die Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure sowie Methanol. Dies dürfte der Anlass für die Panik sein, die immer wieder in Bezug auf Aspartam verbreitet wird. Denn, wie auch chemisch Halbgebildete wissen, ist Methanol, auch Methylalkohol genannt, eine Substanz, die toxisch wirkt, wenn größere Mengen davon eingenommen werden. Doch die beim Verzehr von Aspartam entstehenden Mengen von Methanol sind so gering, dass sie auf die Körperfunktionen keine Auswirkungen haben und auch nicht giftig sind. Methanol bildet sich übrigens auch, wenn man Frucht- oder Gemüsesäfte trinkt – ebenfalls in vernachlässigbaren Mengen.

Gut untersucht und im allgemeinen harmlos
Der vom wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU (SCF) festgelegte ADI-Wert (ein Wert, der die akzeptable, unschädliche tägliche Zufuhr über ein Leben lang bestimmt) liegt für Aspartam bei 40 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht. Der ADI-Wert steckt lediglich einen Rahmen ab, geringfügige Verzehrsüberschreitungen gelten als vertretbar. Der ADI-Wert errechnet sich aus der Dosis eines Stoffes, der im Tierversuch noch keine schädlichen Wirkungen zeigt, und zwar dividiert durch den Sicherheitsfaktor 100, welcher bei Vorliegen besonderer Gründe auch verschärft werden kann.

Nur für wenige Menschen gefährlich
Eine Personengruppe gibt es, die Aspartam und aspartamhaltige Lebensmittel und Getränke meiden soll, nämlich Menschen, die an Phenylketonurie (PKU) leiden. Das ist eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung. Aus diesem Grund schreibt die Süßungsmittelverordnung vor, das aspartamhaltige Süßungs- und Lebensmittel mit dem Hinweis „enthält Phenylalanin“ oder „enthält eine Phenylalaninquelle“ gekennzeichnet werden müssen. Die Betroffenen wissen darüber Bescheid. Aber wer die Hintergründe nicht kennt, verfällt womöglich in (unbegründete) Panik.
:: KONSUMENT.AT- Aspartam: Unseriöse Panikmache per Mail ::
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ +++++

Wie immer bei solchen gegensätzlichen Darstellungen bleiben ein paar Fragezeichen stehen .

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (10.12.07 um 00:00 Uhr)


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