Marcumar und Nattokinase - Thrombosen

18.11.12 14:44 #1
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Clematis
Hallo Ihr Lieben,

so genau kann ich nicht festmachen, wer oder welcher Tipp mir nun genau geholfen hat. Sicher ist aber, daß das Lesen verschiedenster Berichte und Anregungen, meine Aufmerksamkeit in diese und jene Richtung gelenkt haben, und ich begann das Problem aus einer anderen Warte zu betrachten. Selbst beim schreiben eigener Beiträge zu gestellten Fragen, wurde mir das Eine oder Andere bewußt. Therapeuten sagen ja allgemein, daß sie von ihren Patienten viel lernen...

Die lange Vorgeschichte will ich nur kurz darstellen: mit ca. 24 (1968) bekam ich die damals noch sehr starken Antibabypillen allein wegen Akne verschrieben. Erkrankte dann schwer, Lungenembolie und Thrombose im linken Bein. Nahm ca. 2 Jahre Marcumar, Kompressionsstrumpf. Dann war Ruhe. In den 1980ern weitere Thrombose im Bein und Leistenbereich, nach kurzer Behandlung keine weiteren Medikamente. Ende der 1990er nochmals Thrombose im gleichen Bein und diesmal wurde die Leiden IV, genetische Gerinnungsstörung festgestellt. 2 Jahre Marcumar, Kompressionsstrumpf. Seitdem lagere ich die Beine nachts um etwa 5-10 cm höher mittels verstellbarem Lattenrost. 2010 erwischte es mich schwer, mehretagen-Thrombose im anderen Bein und Leiste, 14 Tage Krankenhaus, Heparin, Marcumar, Kompressionsstrümpfe bis zur Leiste.

Die Thrombosen des linken Beins waren zu dem Zeitpunkt in soweit ausgeheilt, als sich neue Venen gebildet hatten, beziehungsweise kleine Venen zu größeren umgebildet hatten und somit die Durchblutung OHNE Beinschwellung sicher gestellt war.

Nach 2010 schwoll aber nicht nur das jüngst erkrankte Bein an, sondern ebenso massiv das linke abgeheilte. Zunächst dachte ich mir nichts weiter dabei. Ende 2011 kam mir das jedoch allmählich unheimlich vor. Wieso war das so, obwohl es nicht hätte sein dürfen?

Die Nebenwirkungen von Marcumar waren bei mir: schlechter Zustand der Haare, extrem brüchige Fingernägel, Abgeschlagenheit, zu nichts Lust, hohes Schlafbedürfnis, was auf eine massive Unterversorgung mit Nährstoffen hin deutete. Trinkgelatine (enthält fast alle Aminosäuren), Vitamine usw. halfen bei Haaren und Fingernägeln etwas. Das massive Anschwellen beider Beine besserte sich aber nicht, beim Gehen waren sie schwer wie Blei, das Gehen ermüdete stark. Schon nach einer halben Stunde auf den Beinen sahen sie aus wie ein Baumstamm, aber nicht wie Knie, Wade, Fessel. Mir wurde klar, daß Marcumar die Wassereinlagerung in den Beinen - also Ödeme - begünstigte, möglicherweise beeinflußt es die Nieren so, daß diese Wasser nicht mehr normal ausscheiden können oder sollen.

Ich begann nach Alternativen zu Marcumar zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt schien mir klar, daß Marcumar all diese Nebenwirkungen verursachte - denn sonst nahm ich keine Medikamente ein. Ich stieß auf Nattokinase, das sich auf den Fibrininhalt im Blut richtet. Fibrin ist der "Klebstoff" des Blutes schlechthin. Ist dieses zu aktiv oder zu sehr vertreten, kann das auch Blutgerinnsel begünstigen. Ich fand Studien, ausführliche Berichte zur Wirkweise, besprach es mit meiner Ärztin.

Anfang 2012 nahm ich dann Marcumar in reduzierter Dosis ein und gleichzeitig gering dosiert Nattokinase, da Naturheilmittel länger brauchen, bis sie ihre volle Wirkung entfalten. Nach drei Monaten setzte ich Marcumar ab, erhöhte bei Nattokinase auf die normale Dosis und aß konsequent einmal täglich eine große Portion Rohkostsalat.

Schon nach etwa 2-4 Wochen ereignete sich folgendes. Ich hatte die mir "verhaßten" Kompressionsstrümpfe ausgelassen, wie ich es öfter tat, wenn ich nicht viel auf den Beinen war und das Bein hoch lagern konnte. Ohne daran zu denken, wurde ich aktiv und war über vier Stunden auf den Beinen, treppauf und treppab, als mir einfiel, daß ich ja keine K-Strümpfe an hatte. Schaute erschrocken auf meine Beine - Überraschung: das linke Bein war fast normal, das rechte Bein nur leicht angeschwollen. Unter Marcumar wäre es so dick gewesen, daß die Fessel fast so dick wie die Wade gewesen wäre. Stattdessen war der Knöchelbereich noch fast schlank. Da wurde mir auch bewußt, daß meine Arbeitswut bedeutete, daß ich meine Lethargie ebenfalls verloren hatte.

Wie groß meine Freude war, könnt Ihr Euch sicher vorstellen! Seit über einem halben Jahr hält dieser Zustand nun an. Ich nehme Nattokinase und konnte die NEMs zum größten Teil absetzen. Wegen anderer Zipperlein nehme ich einige weiterhin. Wenn ich den ganzen Tag auf den Beinen bin, ziehe ich die K-Strümpfe vorsorglich weiter an, ebenso bei längeren Autofahrten usw. Doch sehr oft komme ich nun ohne sie aus, was auch der Haut gut tut (sie war richtig schuppig geworden), die nun mehr Luft bekommt. Keine bleischweren Beine mehr... Ich kann wieder längere Strecken laufen, ohne zu ermüden. Und es bessert sich weiterhin, langsam aber doch stetig.

Bevor jetzt aber jemand dies nach macht, eine WARNUNG: Den Arzt auf jeden Fall befragen, er muß diese Behandlung überwachen, und das kann nur ein Arzt, der holistischen, naturheilkundlichen Verfahren gegenüber aufgeschlossen ist. Siehe dazu auch meinen Beitrag hier:
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...ttokinase.html

Marcumar wird heute bei Blutgerinnungsstörungen, nach Bypass-Operationen, bei Herzkammerflimmern und weiteren Krankheitsbildern, meist auf Lebenszeit verordnet. Die Nebenwirkungen sind, gerade wegen der Langzeiteinnahme erheblich. Wenn Nägel und Haare leiden, bedeutet dies immer, daß der Körper einen LANGFRISTIGEN Nährstoffmangel aufweist - denn es dauert lange bis die Auswirkungen dort sichtbar werden. Ausgelöst wird er in diesem Zusammenhang von Marcumar. Dieser Nährstoffmangel zeigt sich bei Nattokinase NICHT, im Gegenteil: nach relativ kurzer Zeit hatte ich wieder gesunde, biegsame, feste Fingernägel, schöne glänzende Haare, gewann meine Arbeits- und Unternehmenslust zurück und mein Schlafbedarf verringerte sich wieder auf normal.

Gruß,
Clematis23


Marcumar und Nattokinase - Thrombosen

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Sehr interessant, danke für den Bericht!

Alles Gute weiterhin

Liebe Grüße
Datura

Marcumar und Nattokinase - Thrombosen

Rota ist offline
Beiträge: 2.547
Seit: 22.07.08
Hallo,
Schon länger denke ich darüber nach, ob nicht das Marcumar bei mir bestimmte Symptome auslöst. Vor 14 Jahren habe ich dieses Mittel das erste Mal verordnet bekommen. Es wurde mir sozusagen aufs Auge gedrückt, ohne mir die Chance zu geben mich anderweitig umzusehen.


Das Mittel M. ist, so habe ich gelesen eines der am aggressivsten beworbenen Arzneimittel in der Arztpraxis überhaupt und die ärztlichen Fortbildungen sind dementsprechend.

Inzwischen habe ich einmal Pause gemacht für 1/2 Jahr, es aber dann wieder eingeführt nach einer Operation. Wieder auf dringenstes Anraten der Ärzte dort. Die Qual mit den Gummistrümpfen im Krankenhaus war unaussprechlich und es gab einfach keine passenden Exemplare für mich bis oben hin. Über den Tag hinweg konnte ich mir die Strümpfe wieder zurechtrücken, aber in der Nacht verschlief ich manchmal aus Erschöpfung die Rutscherei und dann haben sich in der Früh schlimme Furchen am Unterschenkel gebildet, die sich zwar wieder erholt haben, aber bis heute schmerzhafte Stellen hinterlassen haben.

Im Frühjahr habe ich bei der Kur die Diagnose Lipödem bekommen, was sich ja auch auf die Ödeme an den Beinen bezieht. Solange ich Marcumar nehme habe ich aber auch seit 6 Jahren schon Ödeme, die nur selten über Nacht weggehen und wenn, dann sind sie innerhalb von 1 Stunde wieder drin in den Beinen.

Letztes Jahr hatte ich von einer Schürfwunde am Bein einen Ulkus bekommen, der einfach nicht weggehen wollte. Erst nach stetem Wickeln mit kunstreichen verschiedenen Lagen von Materialien, bekam meine Wundmanagerin die Sache in den Griff. Auf meine Frage hin, ob die schlechte Heilung vielleicht vom Marcuma kommen könnte, bekam ich die Antwort :JA.

Jetzt bin ich mal Schwarzseherin: Könnte es sein, daß die Hersteller des Mittels M genau wissen, daß es die Nachfrage nach weiterführenden Diagnosen und wieder anderen Mitteln garantiert?

Ich halte alles für möglich.

Ich möchte jetzt auf jeden Fall einmal mit meiner Ärztin reden wegen der Nattokinase, ob man vielleicht das M reduzieren kann, vielleicht reduzieren sich die Ödeme ja auf dem Weg.

Nur die Sache mit dem Vitamin K beschäftigt mich noch, In meiner Ernährung
muß ich sehr achten auf rohes Grünzeug, nicht zu viel und wenn, dann mit M nachregeln. Ist denn diese Nattkinase wirklich ein Mittel gegen zu schnelle Blutgerinnung und somit gegen Thrombosen? Daß man damit sein Allgemeinbefinden verbessern kann, das kommt mir sehr entgegen, denn ich habe auch ziemliche Antriebsschwächen.

Danke jedenfalls für die Info über Nattokinase, das klingt sehr interessant.

Liebe Grüße
Rota
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Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

Marcumar und Nattokinase - Thrombosen

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Rote, lies Dir bitte auch die Lin ks in Clematis' anderem Beitrag durch. Es scheint so zu sein, dass man auf keinen Fall M. und dieses Nattokinase zusammen nehmen darf, ohne engmaschige Kontrolle bzw. Reduktion von Marcumar und gleichzeitig niedrige Dosis Nattokinase.

Ja, es ist schon doll, was die mit uns machen. Sehr gut, dass Clematis hier berichtet hat, kann man nicht genug danken, hab mir aus dem Link was ausgedruckt und abgeheftet, man weiß nie, wozu genau das nochmal gut ist.

Datura

Marcumar und Nattokinase - Thrombosen

Rota ist offline
Beiträge: 2.547
Seit: 22.07.08
Hallo Datura,

ich rede erst mal mit meiner Ärztin, sie ist auch Fachfrau für Ernährung, da kommt die Sojabohne sicherlich auch vor

LG Rota
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Marcumar und Nattokinase - Thrombosen
Clematis
Themenstarter
Zitat von Rota Beitrag anzeigen
Schon länger denke ich darüber nach, ob nicht das Marcumar bei mir bestimmte Symptome auslöst. Vor 14 Jahren habe ich dieses Mittel das erste Mal verordnet bekommen. Es wurde mir sozusagen aufs Auge gedrückt, ohne mir die Chance zu geben mich anderweitig umzusehen.
Hallo Rota,

Marcumar bzw. der Wirkstoff Phenprocumon scheint noch der verträglichste zu sein, den die Medizin kennt. In den USA ist Warfarin der Renner, anderer Wirkstoff - warum auch immer. Beim Arzneitelegramm finden sich zu beiden verschiedene Berichte. Siehe:
atd


Das Mittel M. ist, so habe ich gelesen eines der am aggressivsten beworbenen Arzneimittel in der Arztpraxis überhaupt und die ärztlichen Fortbildungen sind dementsprechend.
Gut möglich - im Marketing ist Roche sehr erfahrungsreich. Sie stellen ja auch das Gerät her, das den INR mißt und an Patienten ausgehändigt wird. Kostet "nur" satte € 900,- plus ein paar Gequetschte...

Inzwischen habe ich einmal Pause gemacht für 1/2 Jahr, es aber dann wieder eingeführt nach einer Operation. Wieder auf dringenstes Anraten der Ärzte dort. Die Qual mit den Gummistrümpfen im Krankenhaus war unaussprechlich und es gab einfach keine passenden Exemplare für mich bis oben hin. Über den Tag hinweg konnte ich mir die Strümpfe wieder zurechtrücken, aber in der Nacht verschlief ich manchmal aus Erschöpfung die Rutscherei und dann haben sich in der Früh schlimme Furchen am Unterschenkel gebildet, die sich zwar wieder erholt haben, aber bis heute schmerzhafte Stellen hinterlassen haben.
Nach OPs sollte eigentlich Heparin eingesetzt werden, weil es sofort wirkt, was bei bettlägerigen Patienten die Thrombosen verhindern soll. Die Wirkung von Marcumar setzt aber frühestens erst nach 72 Stunden ein. Bei Thrombosebehandlungen wird daher zuerst mit Heparin behandelt, und dann neben Heparin Marcumar eingesetzt. Erst wenn letzteres wirkt, wird Heparin abgesetzt.

Die K-Strümpfe, die man mir anzog waren aus einem billigen synthetischen Material. Nach fünf Minuten riß ich mir die Dinger förmlich von den Beinen, so höllisch war der Juckreiz!

Im Frühjahr habe ich bei der Kur die Diagnose Lipödem bekommen, was sich ja auch auf die Ödeme an den Beinen bezieht. Solange ich Marcumar nehme habe ich aber auch seit 6 Jahren schon Ödeme, die nur selten über Nacht weggehen und wenn, dann sind sie innerhalb von 1 Stunde wieder drin in den Beinen.
Also genau wie bei mir. Damit die Beine wenigstens morgens schön schlank und ohne Ödeme sind: Fußende der Matratze erhöhen, dazu kann man einen Keil unterschieben, eine zusammen gefaltete Decke unterlegen oder ähnliches. Das entlastet und erlaubt dem Gewebe sich über nach wieder zusammen zu ziehen, es bleibt elastischer und wird nicht gar so sehr ausgeleiert.

Letztes Jahr hatte ich von einer Schürfwunde am Bein einen Ulkus bekommen, der einfach nicht weggehen wollte. Erst nach stetem Wickeln mit kunstreichen verschiedenen Lagen von Materialien, bekam meine Wundmanagerin die Sache in den Griff. Auf meine Frage hin, ob die schlechte Heilung vielleicht vom Marcuma kommen könnte, bekam ich die Antwort :JA.
Eigentlich logisch! Haare, Fingernägel leiden, dann bleibt das Immunsystem auch nicht ungeschoren. Meine normal sehr gute Heilfähigkeit hat auch gelitten - Schürfwunden heilten erheblich langsamer. Marcumar stellt offenbar noch einiges mehr mit dem Blut an als es nur fließfähiger zu machen.

Jetzt bin ich mal Schwarzseherin: Könnte es sein, daß die Hersteller des Mittels M genau wissen, daß es die Nachfrage nach weiterführenden Diagnosen und wieder anderen Mitteln garantiert? Ich halte alles für möglich.
Wenn Du hier mal in verschiedenen Threads schaust, wirst Du zahlreiche Belege für die Korruption der Pharma finden. HEIL-Mittel herstellen liegt nicht in ihrem Interesse, dann gingen ihnen bald die Kunden aus. Nebenwirkungsreiche Medikamente sind hingegen DAS gefundene Fressen, denn zu jeder Nebenwirkung muß eine weiteres Medikament verschrieben werden, das hat ebenfalls NW, noch ein Medi das wieder NW hat usw. Das ist der Grund warum Herzpatienten mindestens 5 verschiedene Medikamente schlucken müssen!

Ich möchte jetzt auf jeden Fall einmal mit meiner Ärztin reden wegen der Nattokinase, ob man vielleicht das M reduzieren kann, vielleicht reduzieren sich die Ödeme ja auf dem Weg.
Solange ich auch gering dosiert Marcumar nahm, ließen die Ödeme nicht nach. Das geschah erst etwa 2-3 Wochen nachdem ich M. GANZ abgesetzt hatte und nur noch Nattokinase nahm.

Nur die Sache mit dem Vitamin K beschäftigt mich noch, In meiner Ernährung muß ich sehr achten auf rohes Grünzeug, nicht zu viel und wenn, dann mit M nachregeln.
Das hat mich auch viel beschäftigt. Ich habe dann mal ganz bewußt viel Grünes, Kohl also viel K-haltiges gegessen und laufend überpüft, was der INR damit anfing. Die Veränderungen waren so unbedeutend, daß ich aufhörte auf die Ernährung zu achten. Habe es aber auch nicht übertrieben - etwa mit einem Pfund Sauerkraut auf einen Schlag - solange man von allem und recht ausgewogen ißt, kann man die Ernährung ganz normal halten. Ich halte das zum großen Teil für Panikmache - die Leute sollen Angst haben damit sie bei der Marcumar-Stange bleiben. Aber auch hier Vorsicht: andere könnten auf K-haltiges viel empfindlicher reagieren.

Es gibt drei Formen: K, K1 und K2 im Körper, sie arbeiten zusammen, so ähnlich wie LDL und HDL beim Cholesterin. Sie sorgen für eine Balance. Künstliche Formen als Medikament sind oft bedenklich und wirken anders. Weitere Infos dazu finden sich zahlreich im Netz.

Ist denn diese Nattkinase wirklich ein Mittel gegen zu schnelle Blutgerinnung und somit gegen Thrombosen?
Ja, das ist es. Wo Marcumar zu diesem Zweck ansetzt liegt ziemlich im Dunklen. Nattokinase setzt bei den Fibrinvarianten an. Fibrin ist u.a. das, was bei Verletzungen zum Gerinnen des Blutes führt. Bei kleinen Verletzungen seit alleiniger Nattoeinnahme konnte ich beobachten, daß diese Gerinnung ebenso etwas verlangsamt von statten geht wie unter Marcumar. Für mich ist das ein recht tragfähiger Beweis dafür, daß es als Thromboseprophylaxe wirkt.

Nun wünsche ich Dir Glück bei Deiner Ärztin, sonst müßtest Du Dir eine andere suchen...

Gruß,
Clematis23

Marcumar und Nattokinase - Thrombosen

Rota ist offline
Beiträge: 2.547
Seit: 22.07.08
Hallo Clematis,
danke für die links, ich bin noch am verdauen.

Gut möglich - im Marketing ist Roche sehr erfahrungsreich. Sie stellen ja auch das Gerät her, das den INR mißt und an Patienten ausgehändigt wird. Kostet "nur" satte € 900,- plus ein paar Gequetschte...
Inzwischen brauche ich meine Ärztin nur noch für ein paar wenige Sachen, aber ich würde sie nicht wechseln, weil sie eine sehr kompetente und vor allem herzliche Frau ist. Ich war noch nie nur 5 Minuten bei ihr und sie hat immer ein offenes Ohr für mich auch dann, wenn sie mir im Streß auf dem Gang von einem Behandlungsraum in den anderen, begegnet. Was noch sehr selten ist, sie macht Hausbesuche, ich habe sie aber zu dem Angebot noch nicht gebraucht.

Nach OPs sollte eigentlich Heparin eingesetzt werden, weil es sofort wirkt, was bei bettlägerigen Patienten die Thrombosen verhindern soll. Die Wirkung von Marcumar setzt aber frühestens erst nach 72 Stunden ein. Bei Thrombosebehandlungen wird daher zuerst mit Heparin behandelt, und dann neben Heparin Marcumar eingesetzt. Erst wenn letzteres wirkt, wird Heparin abgesetzt.
Das habe die Leute im KH schon richtig gemacht bei mir, alles so wie Du oben schreibst.

Also genau wie bei mir. Damit die Beine wenigstens morgens schön schlank und ohne Ödeme sind:..... Das entlastet und erlaubt dem Gewebe sich über nach wieder zusammen zu ziehen, es bleibt elastischer und wird nicht gar so sehr ausgeleiert.
Ja, das leuchtet mir ein.

Marcumar stellt offenbar noch einiges mehr mit dem Blut an als es nur fließfähiger zu machen.
.......Das ist der Grund warum Herzpatienten mindestens 5 verschiedene Medikamente schlucken müssen!
Rattengift eben


Solange ich auch gering dosiert Marcumar nahm, ließen die Ödeme nicht nach. Das geschah erst etwa 2-3 Wochen nachdem ich M. GANZ abgesetzt hatte und nur noch Nattokinase nahm.
Das steuere ich jetzt mal an.



Habe es aber auch nicht übertrieben - etwa mit einem Pfund Sauerkraut auf einen Schlag -
Haha letzthin hatte ich einen solche Heißhunger auf Sauerkraut, daß ich an zwei Tagen hintereinander 1 Pfund davon in mich hineiengestopft habe. Es war herrlich und mein Körper hat sich richtig bedankt dafür. Ich habe mich danach wieder richtig Jung gefühlt.

solange man von allem und recht ausgewogen ißt, kann man die Ernährung ganz normal halten. Ich halte das zum großen Teil für Panikmache - die Leute sollen Angst haben damit sie bei der Marcumar-Stange bleiben.
Das kann ich voll unterschreiben.

Als ich mich vor einigen Jahren mal selber aus dem KH entlassen habe, weil ich die Nase voll hatte, erklärte ich dem Arzt, daß ich zu Hause gleich zu meinem Hausarzt gehen würde, aber hier und jetzt kein Marcumar einschleichen lassen wolle sprach der Arzt die unheilschwangeren Worte: "Wenn Sies noch erleben"

Ich wollte mich eigentlich beschweren, hab es aber dann meinen Nerven zuliebe gelassen. Irgendwann bekommt so ein Mistkerl mal was auf die Schnauze, was ich ihm dann herzlich gönne.



Ja, das ist es. Wo Marcumar zu diesem Zweck ansetzt liegt ziemlich im Dunklen.
Da muß man mal die Tierärzte fragen, die wissen, wie das bei ihren Patienten wirkt. Rattengift wirkt bei Ratten erst, wenn sie "schon vergessen haben, was sie konsumiert haben. Diese Tiere sind nämlich Feinschmecker und merken sich, was ihnen nicht bekommt und vor allem sie reichen ihr Wissen weiter an ihre Artgenossen.

So wie wir Zwei es ja auch momentan praktizieren

LG Rota
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Marcumar und Nattokinase - Thrombosen
Clematis
Themenstarter
Zitat von Rota Beitrag anzeigen
danke für die links, ich bin noch am verdauen.
Wohl bekomms...

Hallo Rota,

habe bei Deinem Bericht gleich mehrmals laut lachen müssen

So eine Ärztin ist Gold wert. Meine ist leider jetzt in Pension gegangen und ihre Nachfolgerin kenne ich noch nicht. Da sie aber ihre Lehre bei meiner Ärztin gemacht hat, hoffe ich das Beste.

Interessehalber, was hat denn dein INR/Quick gesagt, nach einem Pfund Sauerkraut in zwei Tagen? Wenn die Angstmache stimmt, hätte der INR in den Keller und der Quick in dem Himmel schießen müssen, denn das war eine geballte Ladung Vit. K!

Auf die traditionelle Art eingelegt ist Sauerkraut sehr gesund. Als Jungbrunnen - muß ich mal probieren

Hmmm, Rattengift - die Viecher sollen ja verbluten, innerlich. Daher ist bei der Dosierung die Kontrolle ja so wichtig, damit es uns nicht ebenso geht. Daß vierteljährliche Laborkontrollen der Leber-, Nieren- und Blutwerte dabei Pflicht sind, sollte jedem ein ganzes Glockengeläut im Kopf klingen lassen! Wie lange halten Leber, Niere, Blut das aus?

"Wenn Sies noch erleben
Das bekommen alle Patienten zu hören, die sich von der Medizin abwenden. Dann tauchen Sie viele Jahre später putzmunter nochmal bei dem Arzt auf, der ihnen noch drei Monate gab und der macht große Augen! Das war dann natürlich eine "Spontanheilung", wie man gesund wurde interessiert die wenigsten dieser Zunft.

Ich wäre auch bei meiner letzten Thrombose nicht ins Krankenhaus gegangen, hätte es wie die Male zuvor abgelehnt, wenn ich nicht einen schweren Muskelriß im Oberschenkel gehabt hätte. Das schloß Selbsversorgung aus . Das Bein war plötzlich dick und steinhart geworden, hatte es im Liegen beim Lesen nicht bemerkt, sprang auf - die Belastung war zuviel und schon war der Riß da!

Kluge Ratten, aber wir lassen's mit uns machen!

Das Bild ist sehr schön. Dann wollen wir mal die Tiger sein und uns die Karnickel = Marcumar-Vertreter, zu Gemüte führen?

Noch etwas fiel mir ein: Wie spürt man, wenn sich eine Thrombose anbahnt? Dies sind wieder meine persönlichen Erfahrungen. Für gewöhnlich geht eine Venenentzündung (Phlebitis), jetzt auf die Beine bezogen, voraus, das führt dann zur Bildung von Gerinnseln, die sich irgendwo festsetzen, mit etwas Glück bleiben sie dafür zu klein oder kommen nicht weit - besonders schlimm ist es, wenn sie in die Lungen wandern.

Die Phlebitis erzeugt ein ganz leichtes Ziehen und/oder ein schwaches Muskelkater ähnliches Gefühl/Schmerz. In diesem Stadium kann man Gerinnsel noch verhindern und zwar ganz einfach mit Kastanienextrakt. Diesen sollte man sich selbst herstellen, denn die kommerziellen Pillen sind viel zu schwach dosiert, den Extrakt bekommt man kaum noch und wenn, ebenfalls zu stark verdünnt. Stündlich ein Teelöffel vom selbst gemachten Extrakt und am nächsten Tag ist der Spuk vorbei. Man kann das auch über mehrere Tage machen und etwas höher dosieren, wenn die Entzündung hartnäckiger ist. Kein Problem!

Ich habe mir einen Vorrat angelegt. Letzten Herbst gemahlene Kastanien besorgt mit Alkohol angesetzt und mit schwerem, süßem, spanischen Rotwein (Málaga Virgen) angereichert. Dann schmeckt die Mixtur gut, mehrmals ein kleiner Schluck und das Krankenhaus guckt in die Röhre! Kann auch zur Vorsorge gegen Phlebitis verwendet werden, etwa bei Flug- und Autoreisen.

Siehe dazu auch hier:
Rosskastanien-Tinktur
Rosskastanie

Die niedrigen Dosierungen in den kommerziellen Mitteln sind auf betreiben der Pharma festgelegt worden und nicht nur bei Kastanienextrakten, auch bei Vitaminen, Mineralien usw. usf. Die Pharma vertritt die Auffassung, daß wir alle so doof sind gleich 200 Tabletten auf einmal zu schlucken, deshalb sind Naturheilmittel dann hoch gefährlich und da die Pharma bei der EFSA (EU-Arzneimittelzulassungsbehörde) und bei der Codex Alimentarius Kommission fest im Sattel sitzt, kommt es zu diesen praktisch fast wirkungslosen Mitteln. Man tut alles, um uns daran zu hindern auf eigene Faust gesund zu werden.

Gruß,
Clematis23

Geändert von Clematis (19.11.12 um 22:31 Uhr)

Marcumar und Nattokinase - Thrombosen

Freesie ist offline
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Seit: 22.07.09
Hallo Clematis,

auch von mir ein rießen Dankeschön

Grüssle
Freesie
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Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. (indianische Weisheit)

Marcumar und Nattokinase - Thrombosen
Clematis
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Zitat von Freesie Beitrag anzeigen
auch von mir ein rießen Dankeschön - Grüssle, Freesie
Hallo Freesie,

ich glaube wir sind uns hier noch nicht begegnet, daher Salut!

Freut mich wenn's jemandem weiterhilft und nützlich erscheint.

Grüße,
Clematis23


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