Wichtige Nachrichten zum Thema Funktechnologien

21.10.11 12:51 #1
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Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Liebe Forum-TeilnehmerInnen,

die Initiative INFORMATION NATUR GESELLSCHAFT hat neue Kurzmeldungen "E-smogg / Mobilfunk" herausgegeben, die ich hier aufgrund ihrer Wichtigkeit für alle veröffentlichen möchte.

Die Themen sind:

1) Babyphone: Bedenklich viele Geräte strahlen

2) Mikrowellenöfen und Friteusen werden aus öffentlichen Schulen verbannt

3) Kochen mit Mikrowellen - das Patentrezept für Krebs

4) Elektrosmog ist Gift für hyperaktive Kinder

5) Mobilfunk: Wiener Ärztekammer protestiert gegen Desinformationskampagne an Wiener Schulen

6) Italien - Urteil zu Handy und Gehirntumor rechtskräftig

7) Parteispenden von Mobilfunk-Unternehmen


Hier die Seite:
E-Smogg / Mobilfunk - Kurzmeldungen - Oktober 2011 - www.initiative.cc

Und hier zwei Ausschnitte:

4. Elektrosmog ist Gift für hyperaktive Kinder

Hyperaktive Kinder reagieren auf Elektrosmog ähnlich wie auf Licht.
Zum einen konnte gezeigt werden, dass Menschen auf Elektrosmog im Schlafzimmer ähnlich reagieren wie auf Licht. Schläft man bei Licht, so wird dadurch die Bildung des Schlafhormons Melatonin in der Zirbeldrüse blockiert, so dass der tiefe, erholsame Schlaf ausbleibt und man unruhig und oberflächlich schläft.

Zum anderen erfolgt die Kommunikation zwischen unseren (Nerven-)Zellen über elektrische Felder, und Elektrosmog führt hier zu Störungen.
Zum Beispiel scheint es die sogenannte Blut-Hirn-Schranke durchlässig zu machen, die verhindern soll, dass Giftstoffe aus dem Körper ins Gehirn vordringen können.
Eine weitere Quelle von Störungen sind Leuchtstofflampen. Zu denen gehören Neonröhren ebenso wie die aktuellen Energiesparlampen. In der Regel haben sie einen mit dem Auge nicht sichtbaren Stroboskopeffekt, das heißt, sie flimmern.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen darüber, dass unser Körper dieses Flimmern sehr wohl wahrnimmt und mit Nervosität und Unruhe darauf reagiert. Überdies habe ich unter meinen Patienten einige Kinder, deren plötzlich aufgetretene Kopfschmerzen durch Ersetzen der Energiesparlampen durch konventionelle Glühbirnen wieder verschwunden sind.
5. Mobilfunk: Wiener Ärztekammer protestiert gegen Desinformationskampagne an Wiener Schulen

Für große Empörung bei vielen Ärztinnen und Ärzten sorgt derzeit eine Broschüre der Arbeiterkammer, in der unter anderem die potenzielle gesundheitliche Gefährdung durch Mobilfunkstrahlen pauschal in Abrede gestellt und in einem Kontext mit Esoterik genannt beziehungsweise mit Mythen wie "Mondkälbern" verglichen wird.

Damit noch nicht genug: Der Stadtschulrat für Wien hat die Broschüre bereits an alle allgemein bildenden Pflichtschulen in Wien geschickt, mit dem "Ersuchen an die Damen und Herren Schulleiter/Schulleiterinnen, den Inhalt dieser Studie im Rahmen einer Konferenz zu thematisieren".

"Hier lassen sich die Arbeiterkammer und der Stadtschulrat vor den Karren der Mobilfunkindustrie spannen, indem deren Beschwichtigungsversuche hinsichtlich der möglichen Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunkstrahlen unkritisch übernommen und an die Schüler kommuniziert werden", kritisiert der Referent für Umweltmedizin der Ärztekammer für Wien, Erik Huber.

Quelle und gesamter Artikel: www.diagnose-funk.org/gesundheit/aerzteschaft-a/mobilfunk-wiener-schueler-bewusst-desinformiert.php
Es ist in meinen Augen sehr dringlich, daß derlei Informationen zu Mobilfunk und anderen Niederfrequenz und Hochfrequenz ausstrahlenden Geräten sich verbreiten, viele sind immer noch un- oder desinformiert und tun sich und ihren Mitmenschen (weil diese Geräte andere auf viele Meter mitbestrahlen, auch durch Wände hindurch) damit nichts Gutes.

So viele Symptomberichte hier im Forum (Beschwerden körperlicher, geistiger und seelischer Art) können darauf schließen lassen, daß der/die Betroffene unter der Strahlung - von Handys, Schnurlostelefonen, WLAN, Energiesparlampen, Fernseh-Receivern, Babyphonen und Funkmasten etc. - leidet und von Pontius bis Pilatus läuft, um Hilfe zu bekommen - und der entscheidende Hinweis fehlt.

Lesenswert auch dieser Beitrag zur Therapieresistenz durch Elektrosmog: http://www.symptome.ch/vbboard/elekt...nz-e-smog.html

Insofern ist es umso wichtiger, darauf aufmerksam zu machen.

Hier im Forum und auf vielen Internetseiten (z. B. von Diagnose-Funk, von der Kompetenzinitiative, von der Bürgerwelle etc.) sind weitere Informationen zu bekommen.
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Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

Geändert von Nischka (21.10.11 um 13:15 Uhr)

Wichtige Nachrichten zum Thema Funktechnologien

Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hier kommt noch ein wichtiger Beitrag (eingestellt Anfang 2011) von einem Menschen aus Dänemark, unbedingt anhören (Viertelstunde)!
Deutsche Untertitel sind zu erhalten, wenn man auf cc klickt (am unteren Rand des Videos).

Titel: Was dein Handy mit Project Blue Beam, Haarp, Chemtrails etc. zu tun hat


Gefunden auf der Seite des Elektrohypersensiblen
Uli Weiner unter
"Bayrisches Innenministerium setzt “TETRA feindliche” Gemeinden unter Druck" - wenn das zu Ende gesehen ist, erscheint eine ganze Reihe von Videos, dann muß man auf das entsprechende Video klicken:

Ulrich Weiner
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Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hier ein neuer Beitrag von Diagnose-Funk:


Krebsgefahr: EUA mahnt zur Vorsorgepolitik
26.10.2011

Handy und Krebsgefahr


Die Europäische Umweltagentur greift in die Diskussion ein und mahnt zur Vorsorgepolitik

Pressemitteilung Diagnose-Funk

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte im Mai 2011 ihre Einschätzung, die nichtionisierende Strahlung von Handys und anderer Mobilfunkanwendungen sei möglicherweise krebserregend. Dadurch wurde weltweit eine heftige Debatte ausgelöst. Die Europäische Umweltagentur (EUA) nimmt nun dazu Stellung. In ihrer Erklärung vom 12.10.2011 wendet sie sich vor allem an die Entscheidungsträger in der Politik. Sie fordert sie auf, das Vorsorgeprinzip anzuwenden.

Das Papier der EUA ist geprägt von der Beobachtung, dass die Industrie zunehmend versucht, die WHO – Entscheidung zu verwässern oder rückgängig zu machen. Diese Entwicklung beobachtet auch Diagnose-Funk. In den letzten 3 Monaten erschienen Gefälligkeitsgutachten, deren Botschaft „Handys sind ungefährlich!“ durch die PR-Arbeit der Mobilfunkindustrie in der gesamten Weltpresse Eingang fand. Forschungsergebnisse, die auf die Gesundheitsschädlichkeit hinweisen, finden dagegen keine mediale Beachtung.

David Gee, Senior Chef der EUA für Wissenschaft, Politik und Risikoabschätzung, erklärt zur Krebsgefahr durch Handys: „Obwohl unser Wissen darüber bislang noch unvollständig ist, bedeutete dies im umgekehrten Falle jedoch nicht, dass sich die politisch Verantwortlichen davon abhalten lassen dürfen, hierfür geeignete Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.“

Peter Hensinger, Pressesprecher der Umwelt- und Verbraucherorganisation Diagnose-Funk, teilt die Ansichten der EUA: „In fast einstimmigen Beschlüssen haben sowohl das Europaparlament als auch der Europarat diese Vorsorgepolitik angemahnt.
Daher fordern wir die Politiker der EU-Mitgliedsstaaten und die Presse auf, die Warnungen der EUA ernst zu nehmen und sich nicht dem Druck der Mobilfunklobby zu beugen, sondern sich für die Gesundheit der Bevölkerung, besonders der Kinder und Jugendlichen einzusetzen.“

Die EUA weist darauf hin, dass Erkenntnislücken nicht zur Begründung der Ungefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung genutzt werden dürfen. Es braucht mehrere Jahre bis Jahrzehnte von der Entstehung bis zur Diagnose von Gehirntumoren. Mobiltelefone sind erst seit wenigen Jahren im massenhaften Einsatz. So wurden die Beweise, die eine Beziehung zwischen dem Rauchen oder Asbest und Lungenkrebs herstellen, erst Jahrzehnte später erbracht.

Die EUA wiederholt ihre Warnungen, indem sie auf wissenschaftlich fundierte Forschungen zur Gefährdung durch Mobiltelefone hinweist. Auf der anderen Seite erklärt sie, dass Erkenntnislücken nicht zur Begründung der Ungefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung genutzt werden dürfen, gerade angesichts der schweren und irreversiblen Wirkungsweise jeglicher Krebsformen.

Milliarden Menschen sind dieser Strahlungsart ausgesetzt, besonders gefährdete Gruppen sind Kinder und Jugendliche. Daher fordert die EUA die Aufklärung der Bevölkerung und Verbraucherschutzmaßnahmen. Den Handynutzern und insbesondere Kindern und Jugendlichen sollte empfohlen werden, ihre Handys nicht unmittelbar an den Kopf zu halten: SMS oder Freisprechanlagen/ Headsets verringern die Strahlenbelastung um das Zehnfache.

Die Regierungen sollten im Einklang mit der Entscheidung der WHO veranlassen, dass durch spezielle Aufkleber auf die Geräte die Nutzung von Mobiltelefonen als "möglicherweise krebserregend" gekennzeichnet wird, so die EUA. Darüber hinaus wäre ein deutliches Mehr an unabhängiger Forschung erforderlich. Die Kosten dieser Maßnahmen seien relativ gering, im Gegensatz zu den hierbei entstehenden möglichen Kosten als Preis der Untätigkeit, die um ein Vielfaches höher liegen könnten.


Hier zu finden:
http://www.diagnose-funk.ch/politik/...rgepolitik.php

Und hier zur Hauptseite von Diagnose-Funk:
http://www.diagnose-funk.ch/index.php
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Geändert von Nischka (30.10.11 um 11:44 Uhr)

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kopf
hey,

ich habe mein -schnurlos -strahlen- telefon- ausgestauscht .
Xo Media - Deutschland

es kostest im Saturn-Markt unter 20 €.
ein wechsel ist also ohne weiteres möglich und auch erschwinglich !
LG

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo kopf,
eine gute Maßnahme für Dich und Deine Mitmenschen!
Falls die Frage besteht: WLAN-Router kann man leicht austauschen gegen WLAN-freie Router. Gut ist der Speedport 500 V, den gibt es bei EBAY neu für unter 10 Euro. Hat garantiert kein WLAN drin!

Die kabelgebundenen Telefone gibt es mit vielen Angeboten auch bei EBAY.
Empfehlenswert ist z. B. das Siemens Euroset 5020. Es hat auch kein Extra-Netzteil, so daß man sich weiter wegbewegen kann (mit Telefonverlängerungsschnur) und nicht extra Strom in den Kopf leitet - außerdem geben Netzteile auch starke elektromagnetische Felder ab.
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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Nachtrag noch:

Ich erfuhr heute, daß der Speedport 500 V mit neueren technischen Geräten nicht mehr kompatibel ist.
Kabel Deutschland verfüge noch über alte Router ohne WLAN.
Wenn jemand noch weitere Tips dazu hat: Her damit

Und beim Siemens Euroset 5020 muß man genau hingucken, es gibt doch einige davon mit Netzteil, man muß also gucken, daß es keines hat.
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Brumm ist offline
Beiträge: 563
Seit: 06.02.09
Bei allen DSL-Routern, die ich kenne, kann man WLAN im Setupprogramm abschalten.
Der Haken daran ist:
Meist gibt es auf dem Router selbst einen WLAN- Schalter, kommt man
zufällig auf den Schalter, so schaltet sich das zuvor abgestellte WLAN wieder
ein.
So gesehen bei Speedport W701V, FritzBox..

Ausserdem kann man fast jeden Router an einer Zeitschaltuhr betreiben und ihm so nachtsüber den Strom abschalten.. fast jeder Router behält seine Daten... man muss nur sehen, dass man nicht das Telefon auch noch durch den Router benutzt, denn das Telefon ist dann vielleicht auch nachtsüber tot..
Wäre nicht so gut bei einen Notruf...


Also, solange das Telefon noch funktioniert, wenn der Router keinen Strom mehr hat, steht gegen einer Zeitschaltuhr nichts mehr dagegen... oder?

Alles Gute
Peter
__________________
RxTx.

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Eine gute Nachricht:
Der Heilpraktikerverband hat einen Ärzte- und Therapeutenbrief (vom Arbeitskreis Elektrosmog, Bremen) betreffs Elektrosmog bzw. Mikrowellenstrahlung auf die eigene Webseite gestellt:


Aktuelle Meldungen

Therapeutenbrief: Risiko Elektrosmog

Angesichts der zunehmenden Strahlenbelastung (Niederfrequenz und Hochfrequenz), der fehlenden offiziellen Aufklärung und Vorsorge sowie der Zunahme unabhängiger wissenschaftlicher Warnungen möchten wir Ihnen im Interesse Ihrer Patienten und Mitarbeiter folgenden Therapeutenbrief des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Landesverband Bremen ans Herz legen:

Diese Seite ist hier zu finden:
Therapeutenbrief: Risiko Elektrosmog - Verband Unabhängiger Heilpraktiker e.V.

Hier die pdf:
http://www.heilpraktikerverband.de/i...brief_bund.pdf

Ich finde den Brief sehr gut - kurz und bündig und prägnant.

Sicher ist es eine gute Aktion, den eigenen Ärzten und Therapeuten diesen Brief zukommen zu lassen, wer kann, auch hier und dort mal in einen Briefkasten stecken...
Es wird Zeit, daß Ärzte und Therapeuten über diese Problematik bescheidwissen, sonst stochern sie in angeblichen "Psychothemen" oder anderen vermuteten Ursachen herum, ohne je fündig zu werden - zum Leidwesen der Betroffenen.

Wie oft schon ist es vorgekommen, daß der entscheidende Hinweis (unvermutet) "Elektrosmog" war!
Kenne etliche Fälle, in denen jemand durch Bioresonanztests darauf aufmerksam gemacht worden ist, und es war der Treffer!

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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Auf Uli Weiners Seite gibt es Neuigkeiten:

Eine Talkrunde bei N24 mit Hans-Christoph Scheiner "Gefahr von Handys"

und ein Artikel

Tierwelt CH: “Elektrosensible sind ein Frühwarnsystem”

Zu sehen hier:
Ulrich Weiner
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Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hier ein neuer Artikel auf der Seite von DIAGNOSE FUNK:

Versorgung ohne Auftrag - Bestrahlung ohne Gesetz

Bernd Irmfrid Budzinski
Von der Versorgung ohne Auftrag zur Bestrahlung ohne Gesetz

- Warten auf die "lex Mobilfunk" -

Veröffentlicht in Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht - NVwZ -, Heft 19, 2011, S. 1165, Verlag C. H. Beck

I. Einleitung

Das Menschenrecht auf Achtung der Wohnung (Art. 8 I EMRK) gilt auch gegenüber den Immissionen des Mobilfunks - entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 2007. Die planmäßige und durchdringende Bestrahlung der Innenräume aller Wohnungen bedarf deshalb der gesetzlichen Rechtfertigung (Art. 8 I EMRK).
Doch kein Gesetz erlaubt sie. Denn die sogenannte Indoor-Versorgung ins Innere von Wohnungen, um auch dort Mobilfunkempfang zu ermöglichen, war nicht geplant, berichten die Pioniere des Mobilfunks. Diese stillschweigende Ausweitung des Versorgungskonzepts eröffnete abweichend von der ursprünglich nur im Freien erwarteten Strahlenbelastung nun pausenlos - so auch zu Hause und des Nachts - die „unkontrollierte Exposition der Bevölkerung“.
Dafür fehle die „allgemeine Rechtsgrundlage“ bzw. der gesetzliche „Entscheidungsrahmen der Legislative“, meinten das Bundesamt für Strahlenschutz und die Strahlenschutzkommission 2006. Ungeachtet dessen und der hinzukommenden Mahnung des Leiters des Ausschusses für nicht-ionisierende Strahlung der Strahlenschutzkommission 2007, wenigstens nicht ohne Tests zu den biologischen Auswirkungen ständig neue Funktechnologien einzuführen, wird das neue LTE-Netz nunmehr sofort flächendeckend und ohne diese Prüfung mit einer noch stärkeren Durchdringung der Häuser "bis in den Keller" aufgebaut; kommen neue Anwendungen (z.B. das funkgestützte Smart Meter) hinzu, die diese Intensität voraussetzen.

Die überfällige rechtliche Prüfung zeigt, dass der Mobilfunkbetrieb insoweit tatsächlich ohne ausreichende rechtliche Grundlage stattfindet.

Lesen Sie den ganzen Artikel als PDF

III. Zusammenfassung und Ausblick

1. Der gegenwärtige Mobilfunkbetrieb erfolgt mit der sog. Indoor-Versorgung schon wegen Art. 8 I EMRK ohne (ausreichende) Rechtsgrundlage, weil tatbestandlich ein bislang ungeregelter Eingriff in das Menschenrecht auf Achtung der Wohnung vorliegt (EGMR).

2. Allein diese Art der Versorgung führt zu einer 24-Stunden-Belastung mit Langzeitwirkung für die gesamte Bevölkerung. Das stellt wegen der nachweislichen Beeinflussung von Gehirn und Nerven sowie der nunmehrigen Krebswarnung der WHO (IARC) kein „vernachlässigbares Restrisiko“ dar, so dass Vermeidung geboten und Vorsorge „unabweisbar“ (BfS) ist.

3. Eine vorsorgliche Vermeidung und Minimierung dieser Exposition lässt sich weitgehend und ohne unzumutbare Einschränkung des Mobilfunkverkehrs durch eine eigene Innenraumversorgung des jeweiligen Nutzers mit den Mobilfunknetzen herbeiführen, sodass eine planmäßige und erzwungene Einstrahlung von Funknetzen durch die Hauswände von außen nach Art. 8 II EMRK nicht zu rechtfertigen ist, selbst wenn das Risiko gering wäre.

4. Die Gemeinden haben zum Schutz der Einwohner das Recht (Art. 28 II GG; § 6 26. BImSchV), die Indoor-Versorgung in Wohngebieten mit einem planerischen Mobilfunkkonzept auf diese Selbstversorgung zu beschränken und den dort einwirkenden Funkversorgungspegel so festzulegen, wie es für die Versorgung des betreffenden Gebiets im Freien ausreichen würde. Auch das neue digitale Fernseh- und Radionetz ist vorsorglich ohne Indoor-Versorgung zu betreiben.

5. Dem Wohnungsinhaber muss wegen Art. 8 I EMRK zumindest in einem Wohngebiet ein öffentlich-rechtlicher Unterlassungsanspruch zugebilligt werden, die allein zum Zwecke der Indoor-Versorgung hoch geregelte “Durchstrahlung” seiner Wohnung grundsätzlich zu unterbinden bzw. die Erteilung einer darauf hinauslaufenden Standortbescheinigung entsprechend zu modifizieren.

6. Das Smart-Meter-Mess-System ist vorrangig mit Kabelanschluss zu planen, d.h. umweltfreundlich und ohne Zweckentfremdung der knappen Ressourcen der mobilen Kommunikation für stationäre Nutzung. Der Anschlusszwang nach § 21i Abs. 4 des Gesetzes zur Neuregelung energiewirtschaftlicher Vorschriften v. 6.6.2011 wäre zudem rechtswidrig, wenn er mit der zwangsweisen Installation eines Funksenders im eigenen Haus verbunden werden sollte.

7. Die erst noch durch Gesetz zu treffende Entscheidung über die Zulassung der Indoor-Versorgung liegt nicht überall im “weiten Entscheidungsermessen” des Staates. Grundsätzlich ist zwischen Immissionen, die im öffentlich zugänglichen Raum zugemutet werden, und solchen, die auch in die eigene Wohnung oder wohnungsgleiche Einrichtungen eindringen (sollen), zu unterscheiden. Die Wohnung bietet gegenüber allen Störungen und auch Immissionen einen natürlichen Rückzugsraum, der grundrechtlich anerkannt und gesichert ist (Art. 8 I EMRK; Art. 13 GG). Das muss erst recht gegenüber nunmehr von der WHO ausdrücklich als potenziell kanzerogen eingestuften Strahlungen gelten.


Versorgung ohne Auftrag - Bestrahlung ohne Gesetz
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