Ein Gedicht: Das Kopftuch

19.06.09 08:03 #1
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Brumm ist offline
Beiträge: 563
Seit: 06.02.09
Hallo Leute,
Danke an Wahrnehmer, für dieses Gedicht:


Kopftuch für alle

Hei, wie fies die Leute sind,
wenn es geht um Nachbars Kind,
dessen Vater früh und spät,
schaut, dass es mit Kopftuch geht.

Hinter Scheiben, hinter Händen,
sieht man Mäuler, die fast schänden,
so ein junges Menschenkind,
dabei macht es doch nicht blind,
so ein Kopftuch aufzusetzen.
Laß die Leute doch ruhig schwätzen,
denn die Blinden die die sind,
sehns nicht: Du bist brav mein Kind.

Schon vor 15, 16 Jahren,
war es nötig, das Gebaren,
Kopftuch auf und zwar rasant.
Es war nämlich ganz brisant,
sich vor manchem Blitz zu schützen,
der von oben durch die Ritzen
rein in deinen Kopf gestrahlt,
und dann hast du noch geprahlt,
dass du schon Besitzer bist
von dem neuen Handymist.

Strahlen raus und Strahlen rein,
Nerven haben starke Pein,
denn der Streß den dieses macht,
lässt die Nerven über Nacht,
nicht mehr gut zur Ruhe kommen
und es würde manchmal frommen,
wenn der Schläfer eine Nacht,
mit nem Kopftuch zugebracht.

Auf der Straße, in den Schulen,
sieht man die Betreiber buhlen,
um den restlichen Verstand,
mancher Leute in dem Land
das scheints nicht vermeiden kann
seine Kinder dann und wann
in dies Chaos reinzuschicken -
in den Schulen sie dann nicken
von dem Streß her dauernd ein,
das macht auch dem Lehrer Pein.

Auch das Simseln ist im Nuh,
eine Räuberin der Ruh
die sich jemand ausgedacht,
der den Lehrplan hat gemacht.
Kinder sind leicht abzulenken
von dem dauerhaften Denken,
sie wolln lieber schnell mal lachen
über Scherze die die machen,
die am andren Ende sind,
doch das ist nichts für das Kind,
hat kein Stressabwehrsystem,
ist fürs Köpfchen zu extrem,
dauernd dieses auszuhalten.

Auch nicht gscheiter sind die Alten,
denn sie machens auch nur so
Jeden Tag das gleiche – Oh –

Leute, werdet endlich schlauer,
Nerven sind nicht lang von Dauer,
wenn sie stets von „Presslufthämmern“
schon beim ersten Morgendämmern,
bis spät in die Nacht hinein
angedonnert werden - nein.
So was läßt sich die Natur
nicht lang bieten, nur -
wer will schon die Wahrheit wissen,
ob es gut ist auch beim P…
sich per Handy anzurufen,
oder noch auf Schlittschuhkufen,
Knochen hin und Knochen her,
so als gäb es sonst nichts mehr,

Irgendwann, Ihr werdet sehn,
wird man dazu übergehn
dass sein Kind man nun ermahnt
„zieh dein Kopftuch auf“- man ahnt,
dass das Kopftuch ist die Chance
für das Kind, das rundum Ganze.
Besser ist es einzubinden
dass die Strahlen nicht mehr finden
dieses arme Kinderhirn.
Zugebaut bis an die Stirn

So gesehen ist der Mann,
der sein Kind verhüllen kann
gut beraten allezeit,
denn es kommt bestimmt soweit,
dass in Jahren oder Tagen
alle müssen Kopftuch tragen.

Stell man sich das nur mal vor,
Hund und Katz und Damenchor
In der U-Bahn, auf dem Fest,
in dem kleinen Vogelnest
überall man glaubt es kaum,
Kopftuch auf, in jedem Raum

Nun, was meint ihr, könnt das Denken
vielleicht alles anders lenken?
Wollen wir in Zukunft dann
tuchlos bleiben dann und wann?
oder machen alle Leut
sich den Kopf kaputt schon heut.
Dann brauchts gar kein Kopftuch mehr
Bruder Hein freut sich dann sehr.

2005 Wahrnehmer
__________________
RxTx.

Ein Gedicht: Das Kopftuch

Brumm ist offline
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Noch ein Gedicht von Wahrnehmer,
Auch hier nochmals Vielen Dank...






Jedem das Seine

Landflucht wars, worüber klagen,
viele schon seit alten Tagen.
Aber Stadtflucht, das ist neu,
letztre trifft mich, denn ich scheu,
neuerdings die Einkaufsmeilen,
und ich muß mich sehr beeilen,
daß ich alles kauf zum Essen,
und ja nichts dabei vergessen.


Denn Elektromagnetismus
der stört meinen Körperrhythmus.
Muß ich wirklich mal hinein,
macht mir das erheblich Pein.
Was da in der Luft rumschwirrt
viele Leute scheints nicht stört,
Doch mir macht das Stadtgewühle
Nur noch Übelkeitsgefühle.

Hab ich dann genug genossen,
Teufelstechnikartgenossen,
find ich mich, man glaubt es kaum
unter meinem Apfelbaum,
dicht an einer lauten Straße,
gibt es unsere Oase.
Fünfundzwanzigmeterfichten
mich beflügeln hier beim Dichten.

Wenn ich mir das so besehe,
und befürchte daß die Nähe,
einer Telefonmastsäule,
mir mein Paradies vergräule,
müßte ich, ich muß gestehn,
aus der schönen Stadt hier gehen.
Nur das Fühlen mit den Kindern,
kann an diesem Schritt mich hindern.

Gott verhüt es alle Zeit,
daß es jemals kommt so weit,
und wir könnten nie mehr sehn,
Münchens Fernsehturm dort stehn.

Wahrnehmer 2005
__________________
RxTx.

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