Belastung in Wohnhäusern

03.03.08 22:08 #1
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sonne55 ist offline
Beiträge: 73
Seit: 17.02.08
Hallo

Immer wieder lese ich,dass in deutschen Wohnhäusern,durch Messungen wegen den Leukämiestudien,kaum erhöhte Magnetfelder gefunden wurden.Der Durchschnitt immer unter 100nT,nachts sogar unter 50nT.Nur bei ganz wenigen Haushalten würde ein Wert von über 500nT gemessen.

Ich weiss nicht....da liegen doch so viele Menschen in Mehrfamilienhäusern an den Steigleitungen,im Keller oft ein Trafo.Viele wohnen in Städten direkt an der Bahn,oder S-Bahn.Wie viele haben Radiowecker,Heizdecken im Gebrauch und Wasserbetten,die nachts aufheizen.Wie viele Kinder werden mit Babyphon überwacht.

Kann das denn wirklich sein?

Und dann....Leukämierisiko immer nur bei Kindern?Was ist mit den Erwachsenen?Gibt es da keine Studien.

Ist das alles etwas zu aufgeputscht?Das Risiko für Leukämie sei bei nächtlichen Magnetfeldern ab 400nT um das Doppelte erhöht....aber auch beim Rauchen liest man,dass dieser Faktor (Leukämie) um das Doppelte erhöht sei.Und wie viele Jugendliche rauchen!Da müsste es ja mehr Leukämieopfer durchs Rauchen geben?

LG
sonne

Belastung in Wohnhäusern

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.698
Seit: 10.01.04
Hallo Sonne,
es gibt viele Risiken, die von Seiten der Betreiber meist so lange heruntergespielt werden, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Und selbst dann noch bleiben Fragen offen über das Wie und Warum und überhaupt...

Wenn Kinder in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, dann könnte das wahrscheinlich doch ein erhöhtes Blutkrebsrisiko für sie bedeuten. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Studie von Wissenschaftlern der Universität Oxford. Sie haben die statistischen Angaben von 29.000 krebskranken Kindern über einen Zeitraum von 30 Jahren ausgewertet. Die Zahlen ergaben einen Zusammenhang zwischen der Entfernung des Wohnortes der Kinder zu Hochspannungsleitungen. Die elektromagnetischen Felder der Stromleitungen sollen demnach sogar noch bei Distanzen zwischen 200 und 600 Metern Leukämiefälle verursacht haben. Allerdings betonen die Forscher, dass durch die rein statistische Auswertung auch bisher noch unbekannte Risikofaktoren einen Einfluss auf das Erkranken der Kinder gehabt haben können.
3sat.online

Eine Untersuchung eines möglichen Leukämierisikos für Kinder in der Nähe von Hochspannungsleitungen hat für Wirbel in den britischen Medien gesorgt. Forscher um Gerald Draper von der Universität Oxford hatten in Großbritannien 64 Fälle von Leukämie bei Kindern gezählt, die zum Zeitpunkt ihrer Geburt näher als 200 Meter an einer Freileitung gemeldet waren. In einer entsprechenden Kontrollgruppe lebten 39 Kinder innerhalb derselben Distanz zu Hochspannungsleitungen.

Die Forscher selbst räumen im Fachblatt "British Medical Journal" (Bd. 330, S. 1290) ein, dass dieser "Überschuss" von Leukämiefällen rein zufälliger Natur sein könnte. Es gebe "keine befriedigende Erklärung für die Ergebnisse im Hinblick auf magnetische Felder als Ursache", und die Befunde würden auch "nicht durch überzeugende Labordaten oder irgendeinen allgemein akzeptierten biologischen Mechanismus gestützt", schreiben sie.

Die genauen Auslöser von Leukämien im Kindesalter sind nicht umfassend geklärt.
3sat.online

Gruss,
Uta

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
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Belastung in Wohnhäusern

sonne55 ist offline
Themenstarter Beiträge: 73
Seit: 17.02.08
Hallo Uta

Man vermutet, dass die Luft durch die Hochspannung verändert wird (Ozonbildung und andere Veränderungen) und dass dadurch die Gesundheit der Menschen beeinträchtigt wird.
Das wäre auch eine Möglichkeit,denn bei 600m Entfernung von Hochspnnungsleitungen dürfte kein so starkes Magnetfeld mehr gemessen werden.

Zu vergleichbaren Werten in Ihrer Wohnung: Ein Radiowecker kann im Abstand von 30 cm ein magnetisches Wechselfeld von 5.000 nT erzeugen (abhängig vom Gerätetyp). Das ist 5 mal so viel wie unter einer durchschnittlichen Hochspannungsleitung. Im Abstand von 2 m messen sie von diesem Feld aber nichts mehr, weil sich die Strahlung quadratisch zum Abstand reduziert.
Das meinte ich eben:5000nT (!!!!) bei einem Radiowecker?
Man liest immer nur von Kinderleukämie und Hochspannungleitungen....
aber wie viele liegen nachts nah bei ihrem Radiowecker.Oder Baby`s bei ihrem Babyphon.

Allerdings wenn ich bedenke,dass ich auch jahreslang ca 30cm entfernt vom Radiowecker schlief und meine Mutter früher im Winter immer mit der Heizdecke ins Bett ging?
Und eben die vielen Hochhäuser in den Städten,wo Steigleitungen für sämtliche Haushalte an den Wänden hochgehen.
Da können doch niemals Werte von unter 100nT als Mittelwert für deutsche Haushalte gemessen werden.

Und wenn ich denke,dass von diesen Belastungen doch sehr,sehr viele Menschen betroffen sind(Wasserbetten sind in,Radiowecker in fast jedem Haushalt),dann müsste es doch einen enormen Anstieg von Leukämieerkrankungen geben?Das wäre doch statistisch längst eindeutig erkannt?Trotzdem wird immer noch nur vermutet und nie eindeutige Ergebnisse gefunden?

Und das Rauchen?Auch da ist ja das Risiko verdoppelt.Weiss man,wie viele der Kinder noch zusätzlich als Passivraucher mitbelastet wurden?

LG
sonne

Belastung in Wohnhäusern

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.698
Seit: 10.01.04
Das Leben ist eines der gefährlichsten ...

Aber im Ernst: es gibt heute durch viele äußere Umstände massenhaft Gefahren und Einflüsse, von denen wir wahrscheinlich noch nicht einmal alle kennen.
Soweit möglich, sollte man solche fraglichen oder eindeutig schädlichen Faktoren ausschalten. Wenn das aber nicht möglich ist, ist es sicher eine gute Strategie, trotzdem noch schöne Seiten des Lebens zu sehen und sie zu genießen. Sonst wird das ganze ja total deprimierend.

Gruss,
Uta


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