Energiesparlampen und Leuchtstofflampen gesundheitsschädlich?

01.02.17 18:51 #1
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Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
https://www.energie-lexikon.info/ene...chaedlich.html

Vor ein paar Jahren hieß es, daß Kalttonlampen evtl. schädlich für die Augen sein könnten, weil sie eine Makuladegeneration fördern könnten.

Davon ist in diesem Artikel keine Rede; - im Gegenteil: wenn ich das richtig verstehe, wird entwarnt:
...
− Makuladegeneration durch blaues Licht ?
Ist der Blauanteil von Energiesparlampen schädlich für die Augen?

Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhaut, die eine allmähliche Erblindung verursachen kann, wobei vor allem der zentrale Bereich des Gesichtsfelds betroffen ist, in dem sonst das schärfste Sehen möglich ist. Diese Erkrankung tritt fast nur nach dem 50. Lebensjahr auf und wird durch diverse Risikofaktoren wie Rauchen, hohen Blutdruck und vermutlich auch genetische Faktoren gefördert. Es kann sein, dass auch eine übermäßige Belastung des Auges mit blauem Licht eine Makuladegeneration begünstigt – eventuell verstärkt bei Patienten mit einer künstlichen Augenlinse, die UV-Licht weniger absorbiert als die natürliche Linse.

Schädliche Wirkungen von kurzwelligem Licht sind durchaus möglich – bei intensivem Sonnenlicht allerdings weitaus wahrscheinlich als mit Kunstlicht, da dieses in aller Regel viel schwächer ist.

Hier liegt nun die Verbindung zu Energiesparlampen: Manche von diesen, nämlich die Kalttonlampen, erzeugen verglichen mit Glühlampen einen höheren Anteil blauen Lichts, während Warmtonlampen eher sogar weniger blaues Licht als Glühlampen aussenden. Im Vergleich mit dem Sonnenlicht ist der Blauanteil bei Kalttonlampen relativ gesehen zur gesamten Lichtintensität grob vergleichbar, während die gesamte Beleuchtungsstärke, also auch die absolute Menge blauen Lichts, in der Regel sehr viel geringer ist. Sollte also blaues Licht tatsächlich eine Makuladegeneration fördern, so wäre Sonnenlicht bei Weitem am gefährlichsten, viel weniger das Licht von Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren. Man müsste dann insbesondere den Aufenthalt im Freien bei strahlend blauem Himmel meiden. Die meisten Warmtonlampen (die in Wohnungen bevorzugt eingesetzt werden) wären sogar weniger bedenklich als Glühlampen.
...
Hier wird dagegen gewarnt:

...
LED-Lampen bieten grundsätzlich die Möglichkeit, kontinuierliche Strahlungsspektren unterschiedlicher Farbe zu entwickeln. Ausgangspunkt ist dabei immer ein hoher Violett- und Blauanteil. Gerade dieser, auch „blue hazard“ oder „blue light hazard“ genannt, ist ein Risikofaktor, der an der über 20 Jahre dauernden, „stummen“ Entwicklung der Makuladegeneration mitwirkt. Man muss also das Abstrahlungsspektrum bis hin zum Rot in der erforderlichen Intensität erweitern.
...
Gastbeitrag: Netzhaut-Risiko „blue hazard“ bei LED-Licht – Fastvoice-Blog

Was stimmt nun? Oder verstehe ich das falsch?
Hintergrund meiner Frage ist: wir wollen bei uns solche kleinen Spot-Lämpchen, die sehr viel STrom verbrauchen, gegen LED-Spots austauschen, weil die wenig verbrauchen. Ich möchte aber nicht unbedingt zwar Geld sparen beim Strom, mir aber stattdessen schädigende Lämpfchen einhandeln.

Grüsse,
Oregano

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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Energiesparlampen und Leuchtstofflampen gesundheitsschädlich?

vigesimo ist offline
Beiträge: 91
Seit: 14.09.09
Hallo Oregano,
wieviel Energie verbrauchen deine Spots?

Ich habe 3 Spots im Korridor zu je 12V/20W. Sie brennen weniger als 1 Stunde am Tag:

60W * 1h * 365d = 21,9 kW im Jahr

21,9kW * 0,35Euro = 7,67 Euro im Jahr bzw. 0,64 Euro im Monat

Im Winter und in der Übergangszeit trägt die abgegebene Wärme der Lampen zur Raumheizung bei, so dass an anderer Stelle eine minimale Menge an Heizenergie eingespart wird.

Nun zu Augenschäden durch Beleuchtung:

Der Mensch hat Rezeptoren für folgendes Licht:
420 nm blau
534 nm grün
564 nm rot
498 nm türkis (schwarz/weiss)

Alle diese Farben sind für das Auge normal, verursachen also keine Schäden. Das beste Licht ist die Farbe des Pflanzengrüns.
Wenn eine Lichtquelle nur blaues Licht abgibt, dann strengt es das Auge etwas mehr an. Das kann zu Kopfschmerzen führen, ist unangenehm und man fühlt sich nicht wohl. Aber blaues Licht ist energiereicher und grenzt an den UV-Bereich (A: 380-315 nm, B: 315-280 nm). Die energiereichere UV-Strahlung kann das Auge schädigen, in dem die Linse bzw. der Glaskörper vernetzt (also trübe wird). Die Linse hält die UV-Strahlung zurück, so dass die Netzhaut nicht erreicht wird und daher auch nicht beschädigt werden kann.
Beispielsweise haben Neon-Röhren und Energiesparlampen (mit Hg) einen höheren UV-Anteil. Und LEDs mit hohem Blauanteil an der Grenze zu den UV-Strahlen, bewirken möglicherweise bereits eine schwache Vernetzung der Linse.

Meines Erachtens sind die Infrarot-Strahlen gefährlicher. Während Wärmestrahlen vom Körper als angenehm empfunden werden und unschädlich sind, schädigen Mikrowellen die Netzhaut. Die Iris kann auf diese Strahlen nicht reagieren, so dass sie bis zur Netzhaut gelangen und diese schädigen. Daher bitte nicht allzulange auf die Antennen der Mobilfunkanlagen sehen (oder nur durch eine Brille).
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Viele Grüsse Detlef

Geändert von vigesimo (13.06.17 um 17:01 Uhr)

Energiesparlampen und Leuchtstofflampen gesundheitsschädlich?

vigesimo ist offline
Beiträge: 91
Seit: 14.09.09
Noch eine Ergänzung:
In wikipedia gibt es eine Tabelle zur Kontrolle auf Makuladegeneration:

https://de.wikipedia.org/wiki/Amsler-Gitter

Damit habe ich gerade mein Sehvermögen getestet und alles ist einwandfrei (bin 73, keine Brille). Soviel zur "altersbedingten" Makuladegeneration. Dafür gibt es andere Ursachen, z.B. Fetteinlagerungen aus den unnatürlichen gehärteten Fetten. Eventuell ist auch ein Mangel an Cu dafür mitverantwortlich (siehe Artikel von Wallach).
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Viele Grüsse Detlef


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