Stromleitungen beeinflussen Schlafhormon

22.09.15 08:25 #1
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Juliane50 ist offline
Beiträge: 816
Seit: 31.01.12
Magnetische Wechselfelder haben durchaus einen Einfluss auf die Gesundheit. Dieser ist jedoch deutlich komplexer als bisher angenommen.
Forscher der Universität Duisburg um Hynek Burda sind der Melatonin-Hypothese genauer nachgegangen

Effect of exposure to extremely low frequency magnetic fields on melatonin levels in calves is seasonally dependent
Effect of exposure to extremely low frequency magnetic fields on melatonin levels in calves is seasonally dependent : Scientific Reports

Stromleitungen beeinflussen Schlafhormon
Elektromagnetische Felder wirken sich auf den Hormonhaushalt von Kühen aus

scinexx | Stromleitungen beeinflussen Schlafhormon : Elektromagnetische Felder wirken sich auf den Hormonhaushalt von Kühen aus - Stromleitung, Hochspannungs-Leitung, elektrische Felder - Stromleitung, Hochspannungs-Leitung, elektrische Felder, elekt


Stromleitungen beeinflussen Schlafhormon

Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Für den Versuch wurden 30 Tage alte Kälber in einem Versuchsstall für 35 Tage einem elektromagnetischen Feld von 50-60 Hertz und der Stärke von 0,4 Mikrotesla ausgesetzt.
Ich kann mir unter 0,4 Mikrotesla in Verbindung mit Hochspannungs-Leitungen leider nichts vorstellen.

Hochspannung nennt man es schon ab 1.000 Volt (1 kV), eher bekannt vielleicht Leitungen mit den entsprechenden Masten und 220 kV oder 380 kV, was nach dem wikipedia-Artikel schon Höchst-Spannung genannt wird und sogar bis zu 700 und 1.150 kV gehen kann.

Werden da irgendwo solche Spannungsangaben bzw Abstände zu Hochspannungs-Leitungen genannt? Darunter könnte ich mir mehr vorstellen.

Nach dieser Tabelle Hochspannungsleitungen hat man 0,3 µT im Abstand von ungefähr 60-65 m bei einer 380 kV-Leitung gemessen.

Interessant dabei vielleicht auch ...
Während das elektrische Feld praktisch unabhängig vom Strom durch die Hochspannungsleitung ist, ändert sich die magnetische Feldstärke mit den tageszeitlichen Schwankungen des Strombedarfs.
Ich denke mal, das bezieht sich auf die (wechselnde) Stromstärke (in Ampere), bin aber nicht sicher.
Wie Messungen ergeben haben, kann die Stromstärke im Tagesverlauf um den Faktor 3 schwanken.
In der nachfolgenden Tabelle sieht man, dass auch die magnetische Flussdichte sich entsprechend um das 3-fache ändern kann im Tagesverlauf.

Hm, ganz schön kompliziert.

Gruß - Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

Geändert von Gleerndil (22.09.15 um 15:40 Uhr)

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
mehr
AW: Stromleitungen beeinflussen Schlafhormon

Juppy ist offline
in memoriam
Beiträge: 1.494
Seit: 07.11.09
Hallo,
wobei 0,4µ Tesla 400nT sind.
Ein nicht so extrem hoher Wert.
Das vor dem Haus liegende Erdstromkabel sind der Tageszeit abhängig in ca. 3m Entfernung im Haus Werte zwischen 50nT bis 200nT messbar.
Wird für mansch einer eine Erklärung für sein schlechtes Schlafverhalten sein.
Noch schlechter sind die betroffen, die direkt an einer Bahnlinie wohnen.
Wobei bis 50nT ein Wert ist ,der gesundheitlich nicht ins Gewicht fällt.
Kaum wird man in der Stadt Werte unter 50nT finden.
Da muss man schon in den Wald gehen.

Gruss
Juppy

Stromleitungen beeinflussen Schlafhormon

paule ist offline
Beiträge: 1.060
Seit: 01.02.10
Zitat von Gleerndil
Ich kann mir unter 0,4 Mikrotesla in Verbindung mit Hochspannungs-Leitungen leider nichts vorstellen.
zum Vergleich die Stärke des Erdmagnetfeldes aus Wikipedia:
"Am Äquator hat das Magnetfeld eine Stärke von ca. 30 µT = 30.000 nT. An den Polen ist der Betrag doppelt so groß. In Mitteleuropa sind es ca. 48 µT, wobei ca. 20 µT in der horizontalen und ca. 44 µT in der vertikalen Richtung auftreten."

Wobei man das nicht direkt vergleichen kann!
Es kommt noch auf die Frequenzen an.

Zitat von Gleerndil
Werden da irgendwo solche Spannungsangaben bzw Abstände zu Hochspannungs-Leitungen genannt? Darunter könnte ich mir mehr vorstellen.
Das Magnetfeld wird vom Strom erzeugt, d.h. die Spannung ist für die Bestimmung des Magnetfeldes egal.
Die Spannung ist bei den Hochspannungsleitungen, wie auch bei der Netzspannung, immer gleich. Je mehr Leute gleichzeitig Waschmaschine, Herd, etc. anwerfen, desto mehr Strom muss fliessen -> höheres Magnetfeld.
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Gesundheit zu finden sollte die Aufgabe des Arztes sein. Krankheit finden kann jeder. [A. T. Still]

Stromleitungen beeinflussen Schlafhormon

Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Okay, danke paule und auch Juppy, das kann ich so ganz gut verstehen und besser einordnen.

Was ich vorher schon gelesen/verstanden hatte, dass die hohen Spannungen erzeugt werden, also 380.000 Volt und mehr, um die Leitungsverluste geringer zu halten. Und ich hätte gedacht, dass auch DAS was mit dem Magnetfeld zu tun hat ... also das nicht (wir hatten keinen so spannenden Physiklehrer).

Mit Frequenzen meinst du dann wahrscheinlich die Wechselstrom-Frequenz, oder? Wechselt dabei auch das entstehende Magnetfeld die "Richtung", oder wie man das in dem Fall nennt? Das Magnetfeld der Erde ist dagegen vermutlich eher gleichförmig, denke ich mir.

Gruß - Gerd
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