Induktionsherde

29.10.07 20:51 #1

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Sternchen ist offline
Beiträge: 1.231
Seit: 09.11.04
Als Zwischengang: Energie-Ersparnis und Warnungen

Die kürzere Ankochzeit des Induktionsherds bedeutet einen geringeren Energiebedarf. Allerdings beschränkt sich das rein auf die Ankochzeit und je nach Modell und Ausführung verbrauchen die Induktionsgeräte auch im Standby-Modus Strom. "Aus diesen Gründen können durch diese Energie-Ersparnis die höheren Anschaffungskosten für einen Induktionsherd auch nach vielen Jahren nicht wieder reingeholt werden", bilanziert Wolfgang Kessel.
Der baubiologische Messtechniker aus Bargteheide ist in die Kochschule eingeladen worden, um auch das zu erfassen, was die Köche an ihren Herden nicht sehen können: elektromagnetische Streufelder. Diese können dann stärker auftreten, wenn zu kleine Töpfe verwendet werden, die nicht die gesamten Magnetfelder von den Spulen bündeln können. Allgemein empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz zumindest all jenen, die einen Herzschrittmacher haben, sich mit dem eigenen Arzt kurzzuschließen, um mögliche Gefahren auszuschließen.
Wolfgang Kessel dagegen rät sogar allgemein von Induktionsgeräten in der Küche ab. "Ein Induktionsherd strahlt eine solche Bandbreite an hohen Frequenzen ab, dass ich als Baubiologe vor allem Familien mit kleinen Kindern, Schwangeren und Männern im zeugungsfähigen Alter mit Kinderwunsch davon nur abraten kann", so Kessel. "An diesem Induktionsherd habe ich dreimal so hohe Frequenzwerte gemessen, wie sie unter einem Hochspannungsmast zu finden sind", erläutert der Messtechniker.
Als Fazit: Vorteile, Nachteile und Gefahren


Beim Kochkomfort schneidet der Induktionsherd im Vergleich zum Elektroherd deutlich besser ab. Sobald der Koch den Bogen mit der rasanten Geschwindigkeit heraus hat, überwiegen die Vorteile wie Zeitersparnis, Reinigungsfreundlichkeit und Sicherheit durch die an sich hitzefreie Kochplatte.
Bei den Kosten machen sich aber auch Nachteile bemerkbar. Die Energie-Ersparnis durch die kürzere Ankochzeit kann die höheren Anschaffungskosten (im Durchschnitt etwa ein Drittel mehr) nicht aufwiegen. Zudem sind in manchen Haushalten neue Töpfe und Pfannen nötig, wenn das vorhandene Kochgeschirr nicht magnetisierbar ist. Allerdings ist induktionsgeeignetes Kochgeschirr mittlerweile ab rund zwanzig Euro je Teil erhältlich.
Als ein deutlicher Nachteil kann jedoch die mögliche Gesundheitsgefahr gewertet werden. Zwar bestehen noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkung von elektromagnetischen Strahlen auf den Körper, dennoch raten manche Experten ganz von Induktion ab - erst recht am Arbeitsplatz, also für Berufsköche.
NDR Fernsehen - Induktionsherde: Die heiße Sache mit der kalten Platte
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LG
Sternchen

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phil ist offline
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Seit: 25.01.05
Leider wird sich auch hier die (Brot- und Lakaien)Wissenschaft nicht wirklich dazu äussern wollen, bis sie selbst unter der sich dann angehäuften Beweislast überrollt zu werden droht.

Wie lange sind Deine Arme, damit Du beim Kochen genügend Distanz zum Herd hast? Wo liegt der Unterschied, wenn der Stromfluss das Fleisch in der Pfanne zum Brutzeln bringt oder Dein eigenes?

Aber Spass bei Seite. Erkundige Dich mal, wie weit die Strahlung des Induktionsherdes im Raum feststellbar ist... Übrigens wird auch der schwangeren Frau dringend davon abgeraten, sich in der Nähe des Induktionsherdes aufzuhalten...

Induktionsherde

Sternchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.231
Seit: 09.11.04
Ich habe gar keinen Induktionsherd
Dachte nur es währe interessant, da ja die viele Mensche von der neuer
Technik ohne nachzudenken begeistert sind.

Ich habe den Fernsehbericht im übrigen auch im KIWU-Forum eingestellt.
Da kam nur eine Antwort so nach dem Motto "man kann es auch übertreiben".
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LG
Sternchen

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HolgerF ist offline
Beiträge: 17
Seit: 21.09.09
Zitat von phil Beitrag anzeigen
Leider wird sich auch hier die (Brot- und Lakaien)Wissenschaft nicht wirklich dazu äussern wollen, bis sie selbst unter der sich dann angehäuften Beweislast überrollt zu werden droht.

Wie lange sind Deine Arme, damit Du beim Kochen genügend Distanz zum Herd hast? Wo liegt der Unterschied, wenn der Stromfluss das Fleisch in der Pfanne zum Brutzeln bringt oder Dein eigenes?

Aber Spass bei Seite. Erkundige Dich mal, wie weit die Strahlung des Induktionsherdes im Raum feststellbar ist... Übrigens wird auch der schwangeren Frau dringend davon abgeraten, sich in der Nähe des Induktionsherdes aufzuhalten...
Lieber Phil,
ohne für Induktionsherde Reklame zu machen: Der Stromfluss bringt nicht das Fleisch zum Brutzeln, sondern erwärmt den Pfannenboden, der magnetisch ist.

Anders ist es bei den Mikrowellen: undichter Herd = Katastrophe

Also nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten.
Übrigens: Auch bei einem normalen E-Herd fließen ordentliche Ströme! Allerdings mit 50 Hz, während ein Induktionsherd höhere Frequenzen hat.

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phil ist offline
Beiträge: 1.700
Seit: 25.01.05
Ändert aber trotzdem nichts daran, dass der Induktionsherd mehr als nur den Kochtopf zu erwärmen vermag.

Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat die „Magnetfeldexposition durch Induktionskochherde“ in einer Expositionsstudie auf Einhaltung der ICNIRP-Grenzwertempfehlungen untersucht. Demnach können die Felder menschliches Gewebe geringfügig erwärmen, wodurch jedoch bisher keine gesundheitlichen Folgen nachgewiesen werden konnten. Der ICNIRP-Grenzwert liegt mit 6.25 Mikrotesla gemessen auf 30 cm Distanz zum Kochfeld so tief, dass eine Reaktion des menschlichen Körpers auf das Magnetfeld (beispielsweise durch Zucken der Muskeln) um den Faktor 50 unterschritten wird. Gemäß der Grenzwerte aus der 26. BImSchV liegen die von Induktionsherden ausgehenden magnetischen Wechselfelder bei sachgemäßer Anwendung innerhalb der Grenzwerte. Dennoch wird ein Mindestabstand von 5 bis 10 cm zur Vorderkante des Herdes empfohlen
Und das betrifft ausschliesslich jenen Anteil des Feldes, der mit technischen Mitteln messbar ist. Die biorelevanten Aspekte wiederum entziehen sich wissenschaftlicher Messtechnik, da leider lediglich wahrnehm, jedoch nicht messbar.

Du sagst
Auch bei einem normalen E-Herd fließen ordentliche Ströme!
. Das ist so. Allerdings, wird ein Elektroherd von Wechselstrom auf Gleichstrombetrieb umgebaut, so verändert sich der Geschmack des Kochgutes spürbar, vergleichbar dem Unterschied zwischen auf einem Chuscht (Holzherd) und einem auf einem herkömmlichen Elektroherd gegarten Essen.

Wenn auch subjektiv, so dennoch spürbar.

Gruss - Phil
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herzlichst aus Trollhalden!

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HolgerF ist offline
Beiträge: 17
Seit: 21.09.09
Zitat von phil Beitrag anzeigen
...Ändert aber trotzdem nichts daran, dass der Induktionsherd mehr als nur den Kochtopf zu erwärmen vermag..
...wiederum entziehen sich wissenschaftlicher Messtechnik, da leider lediglich wahrnehm, jedoch nicht messbar...

Du sagst . Das ist so. Allerdings, wird ein Elektroherd von Wechselstrom auf Gleichstrombetrieb umgebaut, so verändert sich der Geschmack des Kochgutes spürbar, vergleichbar dem Unterschied zwischen auf einem Chuscht (Holzherd) und einem auf einem herkömmlichen Elektroherd gegarten Essen.

Wenn auch subjektiv, so dennoch spürbar.

Gruss - Phil
zur Induktion:
Es wäre ungünstig, z. b. mit einem Metallarmband in die Nähe der Platte zu kommen - es würde sich erwärmen. RICHTIG funktioniert ein Induktionsherd jedoch mit ferromagnetischem Material.

zum Geschmack:
Das klingt ja sehr interessant. Dann müßte das Essen in den USA ja anders schmecken als in Europa, weil die dort 60 Hz haben und wir 50 Hz.

Dass bestimmte Dinge nicht gemessen werden können ist auch eine relative Aussage. Wer sich etwas mit moderner Messtechnik beschäftigt und wir von hier aus feststellen können, ob an einem Auto in Australien einer der Scheinwerfer defekt ist - dann meine ich, dass wir MEHR messen können als wir spüren.

Trotzdem: Die Magnetfelder auch eines "normalen" E-Herdes, die z. B. direkt auf der Platte zu messen sind, hängen davon ab, wie der Heizdraht gewickelt ist. Wenn er einfach wie eine Rolle Klopapier gewickelt ist sind die Felder deutlich größer als in dem Fall, in dem der Heizdraht doppelt gewickelt angeordnet ist (als in der Mitte geknickt und dann von innen nach außen aufgewickelt) und zu jeden Stück "hin" auch ein nahe montiertes Stück "zurück" zu finden ist. In diesem Falle löschen sich die Felder benachbarter Leiterstück fast vollständig aus.

Die Beobachtung mit dem Geschmack muss daher auch noch von der Bauart des E-Herdes abhängen.

Ich möchte auch nicht abstreiten, dass Essen vom Holzherd anders schmeckt, doch zu bedenken geben, dass ja der Holzherd alleine Gerüche und Aromen ausströmt, die sich aufs Essen übertragen.

Und noch etwas: Beim Umbau auf Gleichstrom werden die Ströme insgesamt nicht kleiner, auch hier ist für die Stärke des Magnefeldes von Bedeutung, wie der Herd gewickelt ist.

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HolgerF ist offline
Beiträge: 17
Seit: 21.09.09
...ach ja, und noch noch etwas: Beim Gleichstrom sind nicht nur die Ströme gleich, sondern auch die Magnetfelder, nur dass sie halt nicht zeitlich veränderlich sind.

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phil ist offline
Beiträge: 1.700
Seit: 25.01.05
...und was sich eben der direkten technischen Messung entzieht ist die Bio-Relevanz, bzw. die Verträglichkeit des einen gegenüber des anderen bei der davon betroffenen Person.

Da gibt es nur noch indirekte Messungen, beispielsweise mit jenen Geräten, welche den sich verändernden ohm'schen Wiederstand am Körper messen.

Und damit sind wir nicht mehr in der Elektrotechnik, sonder in der Heilkunde angelangt.

Nach wie vor gehe ich davon aus, dass der Herd für mich da zu sein hat, und nicht ich für den Herd. Und er hat sich als für mich als verträglich zu erweisen und nicht umgekehrt, ich für ihn.

Ich glaube, wir täten alle gut daran, uns mehr daran zu halten... Oder was meinst Du?

Gruss - Phil
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HolgerF ist offline
Beiträge: 17
Seit: 21.09.09
Zitat von phil Beitrag anzeigen
...und was sich eben der direkten technischen Messung entzieht ist die Bio-Relevanz, bzw. die Verträglichkeit des einen gegenüber des anderen bei der davon betroffenen Person.

Da gibt es nur noch indirekte Messungen, beispielsweise mit jenen Geräten, welche den sich verändernden ohm'schen Wiederstand am Körper messen.

Und damit sind wir nicht mehr in der Elektrotechnik, sonder in der Heilkunde angelangt.

Nach wie vor gehe ich davon aus, dass der Herd für mich da zu sein hat, und nicht ich für den Herd. Und er hat sich als für mich als verträglich zu erweisen und nicht umgekehrt, ich für ihn.

Ich glaube, wir täten alle gut daran, uns mehr daran zu halten... Oder was meinst Du?

Gruss - Phil
Klar, die Technik ist für uns da und nicht wir für die Technik. Ich will auch nicht Werbung für die Herde machen. Im Gegenteil: Ich hatte mal einen billigen von der Metro und habe dort Griesbrei gekocht. Dabei ging ich davon aus, dass die Temperaturegelung feinfühlig genug ist, die Milch gerade so bei 90 Grad zu halten. Doch weit gefehlt. Das ganze kochte doch über und es gab Flecken auf der Platte, die nicht mehr wegzubekommen waren.

Also ein großer Reinfall - und zurück in den Laden!

Trotzdem: Sobald bei uns ein Gerät auf den Markt kommt, sind auch schon die ersten zur Stelle, die dann über Bio-Verträglichkeit reden und eine große Angst vor den Magnetfeldern haben. Und die dann eine ganze Latte von Symptomen an den neuen Geräten festmachen.

Ähnliche Ströme wie beim Herd (Induktion oder Normal ist hier mal egal) fließen, wenn wir uns in der Früh die Haare föhnen!

Und dabei haben wir den Föhn direkt in der Hand und das stromführende Kabel ist nur ca. 1 cm von unserer Hand entfernt. Und mit dem ganzen Gerät fuchteln wir uns am Kopf herum, in Gehirnnähe.

Wenn wir also mal eine Liste machen, welche Magnetfelder uns so den ganzen Tag über gegenüberstehen, dann wird der Föhn vielleicht mit das stärkste sein, was uns so angeboten wird. Doch von Beschwerden wegen Felder von Haartrocknern habe ich noch nie etwas gelesen. Gibt es die nicht?
Wo sind hier die Berichte der Bio-Sensiblen?
Nein, es ist vielmehr so, dass der Föhn zur Standardausrüstung des Haushaltes gehört und uns daher viel vertrauter ist als so ein neumodischer Induktionsherd, der zugegebenermaßen etwas geheimnisvoll funktioniert.

Ich bin also sehr dafür, dass man allen Berichten und Vermutungen nachgeht, dabei aber die Logik nicht völlig über Bord wirft und seine Aussagen stets mit anderen Sachverhalten abgleicht, die ähnlich gelagert sind.

Ähnlich wird die Diskussion zu Handy-Masten geführt. Der Mast wird als störend empfunden, doch das eingeschaltete Handy tragen die Leute in der Brusttasche. Eine einfache Rechnung zeigt, dass die Sendeleistung des eigenen Handys am Ort des Herzens viele 1000 mal größer ist als die Sendeleistung des Mastes, der ja weit weg ist.

Insofern wäre ein erster Schritt, das eigene Handy in einer größeren Entfernung zu stationieren (es gilt ein umgekehrt quadratisches Gesetz) und dann zu sehen, ob sich das Befinden ändert oder nicht.

Nur wenn wir hier eine Systematik reinbringen, kann man letzten Endes auch Schlussfolgerungen ziehen, oder?

Induktionsherde

Juliette ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 23.04.06
Im letzten Ökotest-Heft wurde über die Induktionsfelder ein Bericht geschrieben, leider nichts positives. Ich war erstaunt, über das was ich da las.

Ich glaube der Unterschied zwischen dem Haareföhnen und dem Kochen sind die Zeitunterschiede. Zum Haareföhnen braucht man nur ein paar Minuten, zum Kochen jedoch rund eine halbe, bis eine Stunde, oder sogar länger.

Ich persönlich finde diese Herde jedoch aus anderen Gründen unpraktisch. Ich besitze neben meinen Eisentöpfen, auch Glastöpfe und auf die ich nicht verzichten wollte.

Grüsse von Juliette


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