Wirkung von Elektrosmog auf Menschen

01.10.07 18:51 #1
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Wirkung von Elektrosmog auf Menschen
Clematis
Hallo,

um nochmal zu verdeutlichen, wie gefährlich Funkstrahlung, u.a. WLAN, DECT usw. ist, stelle ich hier einen Nachruf über einen Betroffenen ein, der sich viele Jahre gegen Mobilfunk u.ä.m. engagierte:

Diesen Nachruf als pdf-Datei: http://www.buergerwelle-schweiz.org/...hruf_PhHug.pdf

Den offiziellen französischsprachigen Nachruf der ARA-Vorstandes
als pdf-Datei: http://www.buergerwelle-schweiz.org/...iamPhHug_f.pdf

Philippe Hug †
29.4.1956 – 22.4.2010

Der unermüdliche Kämpfer gegen die krankmachende Mobilfunkstrahlung und für eine lebenswerte Welt, Philippe Hug, ist nicht mehr unter uns. Am 22. April 2010 hat seine Seele unerwartet früh, wenige Tage vor der Vollendung des 54. Altersjahrs, den irdischen Leib verlassen. Seine letzten sieben Lebensjahre hatte er der selbst gewählten Aufgabe gewidmet, das Bewusstsein seiner französischsprachigen Mitbürger über die schleichende Zerstörung des Lebens durch das stete Anwachsen der elektromagnetischen Strahlung zu fördern.

Philippes temperamentvolle Alarmrufe entsprangen seinem unmittelbaren leidvollen Erleben. Vor sechs Jahren musste er das erste Mal fliehen, weil im nahen Kirchturm seines waadtländischen Dorfes Mobilfunkantennen installiert worden waren. In einem andern Dorf an der Landesgrenze zu Frankreich fand er eine Wohnung mit sehr wenig Strahlung. Er erholte sich zusehends. Doch einige Monate später wurde auf der nahen Turnhalle der erste Sendemast im Dorf errichtet. Von einem Tag auf den anderen setzten die bekannten Beschwerden wieder ein. Eine aufwändige, gemeinschaftlich montierte Abschirmung seiner Wohnung brachte Erleichterung, konnte aber das Unabwendbare nur hinauszögern: Nach einem Jahr verliess er auch diesen Ort, nachdem in den Nachbarwohnungen zunehmend installierte DECT-Funktelefone und WLAN-Anlagen eine weitere Verstärkung seiner Symptome bewirkten.

In einem abgelegenen Weiler derselben Gemeinde fand Philippe Hug seine dritte Wohnung, weitab von allen Antennen. Und das Leben kehrte zurück! Er schöpfte wieder Hoffnung, konnte die aufreibende Arbeit immer besser bewältigen: Das Sichten zahlloser wissenschaftlicher Studien über Strahlungseffekte und der rege Austausch innerhalb einer weltweiten Gemeinschaft unabhängiger Wissenschaftler; die oftmals frustrierende Korrespondenz mit Verantwortlichen in Behörden und Organisationen; der Verkehr mit andern Betroffenen, mit interessierten Ärzten, mit Rechtsanwälten wegen strahlungsbedingten Gerichtsfällen; die Arbeit für den von ihm gegründeten Verein, die ARA – Association Romande pour la non-prolifération d'Antennes émettrices, dont de téléphonie mobile, und manches andere.

Vor zwei Jahren jedoch war es mit der Strahlungsruhe plötzlich zu Ende: In der Nachbarwohnung begann während einzelner Tageszeiten, zuweilen auch nachts, das „mobile Internet“ zu senden. Die Beschwerden kamen zurück, stärker denn je: Die Schmerzen, die organischen Funktionsstörungen, die Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, die depressiven Stimmungen, massiv gestörter Schlaf...

Dazwischen gab es eine relativ ruhige Phase; die Nachbarin war während Monaten abwesend. Fahrten in die verstrahlten Städte waren zwar weiterhin und zunehmend eine Qual, aber zu Hause konnte Philippe in dieser Zeit wieder besser arbeiten. Wissenschaftler waren ihm dankbar für seine Übersichten und Auswertungen von Studien – die Ergebnisse mühevoller Literatursucharbeit. Ein Dokumentarfilm der Télévision Suisse Romande zum Thema Mobilfunkstrahlung wurde seiner Person in anerkennenswerter Weise gerecht. Die Zeitungen begannen ihn ernst zu nehmen, Journalisten fragten ihn um seine Meinung.

Plötzlich merkte er, dass wieder Strahlung aus der Nachbarwohnung herauf zu dringen begann. Der Verzweiflung nahe, erkundigte sich Philippe nach Erfahrungen mit Abschirm-Baldachinen am Schlafplatz. Er konnte sein Vorhaben nicht mehr durchführen. Nach einem Zusammenbruch wurde er ins Krankenhaus gebracht. Wenige Tage später starb er.

Peter Schlegel, Bürgerwelle Schweiz
Mai 2010
Quelle: www.buergerwelle-schweiz.org/Betroffene.297.0.html
Diese französisch-sprachige Gruppe "ARA – Association Romande pour la non-prolifération d'Antennes émettrices, dont de téléphonie mobile" dürfte auch einigen Einfluß darauf gehabt haben, daß in französischen Behörden, öffentlichen Gebäuden, Bibliotheken und Schulen WLAN inzwischen verboten und mit verkabelten Geräten ersetzt wurde, nachdem sich dort nach der WLAN-Einführung der Krankenstand drastig erhöht hatte. Die Korrelation von Installationsterminen und erhöhtem Krankenstand war so deutlich, daß WLAN als einzige Ursache in Frage kam. Der Gesundheitszustand verbesserte sich nach Abstellen von WLAN ebenso eindeutig.

Und hier noch ein weiterer nützlicher Hinweis aus gleicher Quelle:

WLAN = Wireless Local Area Network heissen die privaten oder öffentlichen Netzwerke für den drahtlosen Internet-Zugang. Der WLAN-Router (Access Point) sendet andauernd Einzelimpulse mit einer Frequenz von 10 Hertz (10 Impulse pro Sekunde), solange er eingesteckt oder eingeschaltet ist. Die Frequenz der Alpha-Gehirnwellen des Menschen beträgt 8-12 Hertz. Die WLAN-Strahlung in Wohnungen und Büros erweist sich in der Praxis immer deutlicher als eine besonders aggressive Strahlungsart. Achtung: Bei der Lieferung einer Einrichtung für DSL-Internet (Starterkit für Neukunden) gehört WLAN heute oft zur Standardausrüstung, auch wenn man den Computer nur mit Netzwerkkabel anschliessen will. Im Lieferzustand ist die WLAN-Strahlung aktiviert! Sie muss extra deaktiviert werden (Provider anrufen).

www.buergerwelle-schweiz.org
02.03.09
Hier ein Bericht aus dem Tagebuch von Philippe Hug mit Ergänzungen von der Buergerwelle:

Aus dem Tagebuch eines Elektrosensiblen:
Tortur wegen mobilem Internet

diesen Bericht als pdf-Datei
Die Vorgeschichte: Zweimal Flucht vor Antennen

Oft sind die Begründer mobilfunkkritischer Organisationen selber hochgradig elektrosensibel, so auch Philippe Hug. Im Jahre 2003 musste er das erste Mal fliehen, weil im nahen Kirchturm Mobilfunkantennen installiert worden waren. In einem Juradorf an der Landesgrenze fand er eine neue Wohnung mit sehr wenig Strahlung. Er erholte sich zusehends. „Vor dem 3. Oktober 2005 hatte ich wieder einen leidlich guten Gesundheitszustand erreicht“, notierte er. Die Messwerte betrugen im Schlafzimmer weniger als einen Tausendstel des Schweizer Grenzwertes, der für die Strahlung einer einzelnen Mobilfunk-Sendeanlage gilt.

Doch im August-September 2005 wurde auf der nahen Turnhalle der erste Sendemast im Dorf errichtet. Der Probebetrieb wurde aufgenommen. „Am 25. Oktober Arztvisite. Nach der Rückkehr setze ich mich an die Arbeit. Da, plötzlich der Schmerz an der rechten Schläfe, den ich so gut kenne. Ich eile zum Messgerät: Die Antennen sind eingeschaltet worden! Am Abend grosse Einschlafschwierigkeiten. – Vom 26. auf den 27. bin ich sechsmal aufgewacht. Am 27. plötzliche Zunahme meines Ohrenpfeifens; Kopfschmerzen. ES FÄNGT WIEDER AN!“

Am 28. flieht er zu einem Freund jenseits der Grenze und bleibt dort bei nahezu Null Strahlung, nachdem dieser ihm zuliebe sein Funktelefon durch das alte Schnurtelefon ersetzt hat. „Welch ein GLÜCK! Jede Nacht acht bis neun Stunden perfekter Schlaf. Ich träume wieder. Ich habe viel weniger Augenprobleme, obwohl ich zehn Tage lang nichts als lese. Nach 4 bis 5 Tagen ist mein Ohrenpfeifen auf ein derart tiefes Niveau abgesunken, wie ich es bisher nicht kannte. Keine Hüftschmerzen mehr trotz einem 3 km langen Fussmarsch.“

Aber dann muss er zurück in seine Wohnung. Und schon beginnen wieder Kopf- und Unterleibsschmerzen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, starkes Ohrenpfeifen, Sehstörungen, Jucken in der Nasenschleimhaut, Nierenschmerzen, Schmerzen in der Lebergegend, eins nach dem andern. „Ab dem 13. November Müdigkeit. Ich kriege die Gedanken nicht mehr zusammen. Gegen das Ende des Tages verschwimmt die Tastatur.“ Es folgen Gleichgewichtsstörungen beim Aufstehen, verstärkte Eingeweideschmerzen, schlechter Schlaf ohne Erholung, keine Träume mehr. „Ab dem 16. November Momente völligen Gleichgewichtsverlustes, sogar Sturz nach hinten. Nase verstopft, Lippen rissig. Reizbarkeitsgefühl. Starker Nachtschweiss.“ Dann Konzentrations- und Augenprobleme, heftiger Kopfschmerz an der rechten Schläfe, Jucken an verschiedenen Stellen, Appetitverlust, Übelkeit, Depressivitätsgefühl, Augenstechen. „Am 27. noch längerdauernde und heftigere Kopf- und Augenschmerzen. Ich fahre weg über die Grenze. Erst nach 4 Stunden lassen die Schmerzen nach. Zurück in der Wohnung sind die Symptome bald wieder da. Es ist eine wahre Tortur. Ich kann nicht mehr recht arbeiten, keinen zusammenhängenden Gedanken fassen. Um 18.30 falle ich halbtot ins Bett.“

Im Dezember 2005 wird die Strahlung im Schlafzimmer gemessen. Die Messung ergibt einen hundert Mal höheren Strahlungswert als vor dem Bau der nahen GSM900-Antenne. Zwar liegt dieser Strahlungswert immer noch bloss bei einem Zwanzigstel des gesetzlichen Grenzwertes von 4 Volt pro Meter. Aber es ist exakt der Strahlungswert, ab dem – gemäss den baubiologischen Richtwerten – für empfindliche Menschen nur eine sofortige Sanierung oder der Wegzug in Frage kommt, nämlich 0.2 V/m.

Mittels 60 m2 Abschirmgewebe (mit versilberten Kupferfäden verwobene, baumwollene Textilbahnen, Wert rund Fr. 3'000.-) an Decke und antennenseitigen Wänden der Wohnung kann der Strahlungswert um den Faktor fünf auf knapp 0.04 V/m reduziert werden. Das ist zwar gemäss den baubiologischen Richtwerten immer noch zu hoch für Beschwerdefreiheit. Aber man kann hoffen, dass eine gewisse Erholung doch wieder möglich sein wird.
Tatsächlich bessert sich der Gesundheitszustand allmählich. Aber die Symptome verschwinden nicht ganz. Es bleibt ein täglicher Kampf um gedankliche Konzentration in der anspruchsvollen Arbeit des Sichtens wissenschaftlicher Studien über Strahlungsauswirkungen, des Schreibens von Briefen an Verantwortliche, des Vorbereitens von Referaten, des Verkehrs mit Ärzten, Rechtsanwälten und Gerichten in Bezug auf den eigenen Fall und als Hilfe für andere Betroffene...

Den Ausschlag zum Entschluss, auch von diesem Ort wiederum wegzuziehen, geben schliesslich in den Nachbarwohnungen zunehmend installierte DECT-Funktelefone und WLAN-Anlagen. Diese haben eine erneute, fast unerträgliche Verstärkung der Symptome zur Folge.

In einem abgelegenen Weiler derselben Gemeinde findet Philippe Hug seine dritte Wohnung, weitab von allen Antennen. Und das Leben kehrt zurück! Er schöpft wieder Hoffnung, kann die aufreibende Arbeit immer besser bewältigen.

Mobiles Internet: Die Katastrophe

Bis Mitte 2008 ein Anruf kommt. „Jetzt haben wir die Katastrophe. Hör mal...“, und er hält den Lautsprecher seines Messgerätes an den Telefonhörer: Starke GSM-Mobilfunkstrahlung! Der bekannte 217 Hertz-Ton der Handys, diesmal jedoch mit einer den Funkwellen zusätzlich aufgeprägten 8⅓ Hertz-Pulsung – innerhalb der Alpha-Gehirnwellenfrequenz von 8 bis 12 Hertz! Dieselbe Pulsung, welche aus der Presse durch die im bayrischen Oberammergau bei Antennenanwohnern verursachten, schweren Gesundheitsprobleme bekannt geworden ist. Er misst Strahlungswerte bis zu 0.7 V/m, und das ist für Elektrosensible nicht auszuhalten. Woher plötzlich diese Strahlung in dieser Stärke?

Der Grund ist bald gefunden: das von den Mobilfunkbetreibern anfangs 2008 auf den Markt geworfene „mobile Internet“. Man steckt ein kleines Zusatzgerät an den Laptop-Computer und kann nun überall, wo immer man sich befindet, drahtlose Internet-Verbindung aufnehmen. Die Verbindung wird automatisch über jenes Netz aufgebaut, das gerade die beste Übertragungsqualität bietet: GSM (GPRS oder EDGE), UMTS, eventuell WLAN.

Das also ist die Ursache: Der mittels mobilem Internet-Zusatz zur „Strahlungsbombe“ gewordene Laptop-Computer der Wohnungsnachbarin, etwa eine Stunde jeden Tag...

Philippe Hug schreibt über seine neue Erfahrung am 26. Juli 2008. Jetzt lässt er das Messgerät dauernd eingeschaltet. Den Messgeräte-Lautsprecher stellt er so ein, dass man die weit entfernten, schwach einstrahlenden Antennen gerade nicht mehr hört. Aber das mobile Internet der Nachbarin lässt den Lautsprecher sogleich aufheulen: „Sobald das Gerät Lärm macht, fliehe ich sofort in die Küche“ – die Nachbarin arbeitet in ihrer Wohnung direkt unter seinem Arbeitszimmer, und wenn er sich der Strahlung durch Flucht augenblicklich entzieht, kann er das Schlimmste abwenden – „aber ich kann nicht mehr arbeiten. Welche Qual [quel calvaire]... Zusätzlich zu den 217 Hertz ist da ein trockenes tac-tac-tac, nicht immer, aber das mir ans Lebendige geht. – Meine Symptome variieren je nach Sendeleistung, Übertragungssystem und Expositionszeit. Zusammengefasst: Kopfschmerzen, Schmerzen um eine Augenhöhle herum, Schlafstörungen, sich verstärkendes Ohrenpfeifen, Nachtschweiss, Harndrang, Blähungen, verstopfte Nase und blutiges Nasensekret, Husten und Atemnot, Sehstörungen, schwitzende Handinnenflächen (ich muss mir immer wieder die Hände waschen), Tendenz zu Durchfall, depressive Stimmung, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Ehrlich, ich weiss nicht mehr weiter. Heute früh hat die Nachbarin ihr mobiles Internet von 7.30 bis 8.30 Uhr betrieben. Und ich bin für den Rest des Tages erledigt. – Ach ja, ein weiteres schreckliches Symptom: wenn ich mich ans Essen setze, schliesst sich die Speiseröhre nach dem ersten Bissen und schmerzt manchmal sehr. Dann muss ich 10 bis 20 Minuten lang Speichel spucken. Es ist abscheulich. Ich verliere unglaublich viel Zeit bei meiner Arbeit... Wahrhaftig, es ist kein Leben... Mein Advokat sagt, wenn ein Arzt in der Zeitung lügt [Anspielung auf einen Zeitungsartikel, der die Existenz von Elektrosensibilität bestreitet], so kann man nichts machen. Schöne Aussichten! – Ist das bald das Ende?“

Die schwierige Frage nach dem Sinn dieses Leidens

Quel calvaire... Ja, ein Kreuzesweg. Viele elektrosensible Menschen erleben es so. Manche sprechen auch von dauernder Folter. Sie gehen mit ihrem Leiden sehr unterschiedlich um. Zwischen Resignation, Hader, Depression, Suizidgedanken auf der einen Seite und mutigem, tatkräftigem Versuch der Bewältigung dieses Schicksals auf der anderen Seite gibt es alle Lebenshaltungen – wie bei jedem Leiden.

Nur: die meisten anderen Leidensursachen – anerkannte Krankheiten, Behinderungen, Naturkatastrophen, Krieg – sind öffentlich oder gesamtgesellschaftlich anerkannt. Sie erregen Mitleid und lösen Spende- und Helferwillen aus. Nicht so das Leiden am Elektromagnetismus, vor allem nicht dasjenige an der Mobilfunkstrahlung. Elektrosensible erfahren im Alltag fast immer Unglauben, Ablehnung, Misstrauen, ja sogar Hohn und Spott und Aggression. Diese Reaktionen der „Anderen“ haben einen ganzen Komplex von Ursachen:

Man kann mit seinen äusseren Sinnen die Strahlungen und Felder nicht wahrnehmen.
Als vermeintliche Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit wird missverstanden, wenn Elektrosensible die drahtlosen Kommunikationsmittel nicht nutzen oder gar davor fliehen.
Viele Leute haben Angst, man wolle ihnen etwas wegnehmen, was ihnen bequem oder nötig scheint oder ohne das sie nicht mehr leben zu können meinen – denken wir nur daran, dass manche, vor allem auch Jugendliche, es ohne Handy kaum mehr aushalten.
Andere wiederum können oder wollen einfach nicht glauben, dass der Staat uns in Bezug auf die gesundheitlichen Auswirkungen einer der wichtigsten modernen Technologien völlig schutzlos lässt.
Nicht zuletzt wird von den Mobilfunkbetreibern die Meinung verbreitet und leider immer noch von einem grossen Teil der Ärzteschaft mitvertreten, Beschwerden infolge Mobilfunkstrahlung gehörten in den Bereich der Psychiatrie; anders gesagt, das Leiden der Elektrosensiblen sei bloss eingebildet oder allenfalls psychosomatisch bedingt.

Im alltäglichen Erleben solcher Reaktionen Anderer ziehen sich viele Elektrosensible von ihrer Umwelt zurück. Sie rechnen schon gar nicht mehr damit, ernst genommen zu werden. Sie verschliessen sich ganz oder versuchen zumindest, ihr Leiden nach aussen zu verbergen. Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist ebenfalls ein häufiger Grund für das Schweigen.

Zur körperlichen Belastung kommt die seelische hinzu, und diese gleich mit dreifacher Ursache: Depressive Stimmungen entstehen erstens unmittelbar durch die Einwirkungen der Strahlung auf das Gehirn (oft wie „von aussen angeworfen“ empfunden); zweitens als Folge des nie enden wollenden, täglichen und vor allem nächtlichen Leidens; drittens durch die soziale Ausgrenzung, die ein elektrosensibler Mensch oft erfährt.

Es gibt aber Elektrosensible – ich habe selber solche kennengelernt – die ihren Weg positiv annehmen und im Alltagsleben zu bewältigen suchen. Zuweilen sprechen sie sogar von einer gewissen Dankbarkeit dem Schicksal gegenüber, wenn sie ihre Elektrosensibilität nicht bloss als Last und Leidensursache empfinden können, sondern eine Chance sehen in der erweiterten Wahrnehmungsfähigkeit, die ihnen zu einem umfassenderen Bewusstsein verhilft. Mit Hochachtung steht man vor einer solchen Haltung. Aktives Annehmen des eigenen Schicksals als Chance – ist das nicht eine der grossen und oftmals schweren Aufgaben eines Menschenlebens?

Aber auch dort, wo Menschen dieses Schicksal nicht akzeptieren und in mutigem Ringen zu bewältigen suchen, sondern in innerer Auflehnung leiden oder resignieren, ist nichts anderes angebracht als Verständnis und Hilfe. Doch diese Hilfe ist manchmal nicht leicht zu geben. Die Wirkung von Abschirmungen reicht für Beschwerdefreiheit nicht immer aus. Der Rat wegzuziehen lässt die Betroffenen oft ratlos, weil sie nicht mehr wissen wohin.

Immerhin kann Erleichterung geschaffen werden, wo es nach einer orientierenden Strahlungsmessung gelingt, in den umliegenden Wohnungen die Schnurlostelefone zu eliminieren und die Besitzer eines WLAN-Routers zu überzeugen, diesen zumindest bei Nichtgebrauch abzuschalten oder – besser – durch eine Kabel-Internetverbindung zu ersetzen. Es braucht jedoch nur einer der Nachbarn dabei nicht mitzumachen, und der Erfolg ist in Frage gestellt. Oft fühlen sich elektrosensible Menschen indessen durch die messtechnische Bestätigung, dass ihre Beschwerden einen realen Grund haben und nicht eingebildet sind, wirksam gestützt. Das durch diese Bestätigung wiedergewonnene Selbstvertrauen ist die Grundlage, mit den Nachbarn Kontakt aufzunehmen und zuversichtlicher an die Bewältigung der täglichen Anforderungen zu gehen.

Die gesellschaftlich-politische Dimension der Elektrosensibilität

Die Elektrosensiblen sind nur die Spitze des zum grössten Teil unter der Wasseroberfläche verborgenen Eisbergs. Sie sind gewissermassen ein „Frühwarnsystem“ für unser Gesundheitswesen. Statt sie auszugrenzen, sollten wir sie ernst nehmen und ihnen sogar dankbar sein. Ihr Leiden warnt uns vor den Gesundheitsrisiken, die durch die immer schneller anwachsenden elektromagnetischen Felder und Strahlungen einem immer grösseren Teil der Bevölkerung drohen.

Diese Warnung sollte uns zur Aktivität veranlassen. Als Bürger haben wir die Aufgabe, im zwischenmenschlichen Alltag und wo irgend möglich auch öffentlich für eine Änderung der Zustände zu wirken. Das ist indessen gerade auf dem Gebiet des „Elektrosmogs“ besonders schwer. Denn wer sich in dieser Richtung einsetzen will, sieht sich bald konfrontiert mit einer Bevölkerungsmehrheit, die sich die faszinierenden drahtlosen Annehmlichkeiten, welche ihr die Industrie mit listenreicher Werbung aufdrängt, nicht mehr nehmen lassen will und deshalb die Beteuerungen von Industrie und Behörden, dass Mobilfunk unschädlich sei, willig glaubt.

In diesem schwierigen Umfeld versucht Philippe Hug erneut und mittlerweile verzweifelt, bei den Behörden Gehör für seine Situation zu finden – die Situation Tausender allein in der Schweiz! Unter anderem schreibt er in einem Offenen Brief vom 22. Oktober 2008 an den Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartementes DSAS im Kanton Waadt:

„... Dennoch habe ich in unserem Rechtsstaat das Recht auf Achtung meines Wohnsitzes, meines Privatlebens und meiner körperlichen Unversehrtheit. Die schädlichen Immissionen müssen daher als Einbruch in meine Wohnstätte betrachtet werden, auch wenn es gesetzlich erlaubt ist. Deshalb, und weil ich nicht dauernd von den für mich gefährlich gewordenen Orten fliehen kann, ersuche ich Ihre Behörde, mir eine vor den elektromagnetischen Feldern geschützte Wohnung zu verschaffen, wie es zum Beispiel in Schweden gemacht wird. Da die Elektrosensibilität in der Schweiz als solche anerkannt ist, muss für die Opfer dieser neuartigen, in steter Zunahme begriffenen Umweltbelastung unverzüglich eine Lösung gefunden werden...“.

Da liegt der Kern des Problems. Bezüglich der Auswirkungen der Strahlung ist unser Rechtsstaat durch die rasend schnelle Entwicklung der drahtlosen Techniken zum Unrechtsstaat geworden, weil er – beeinflusst von der mächtigen Mobilfunkindustrie – dieser Entwicklung tatenlos zuschaut oder sie gar stützt. Noch keine Beachtung, geschweige denn Nachahmung hat bei uns das Vorbild Schwedens gefunden, wo Elektrosensible vom Staat als Behinderte anerkannt werden. Diese Anerkennung wäre für Tausende eine grosse Hilfe in ihrem immer schwieriger werdenden Leben, je stärker sich der „Elektrosmog“ verdichtet. Ist sie aber nicht bloss eine Notlösung? Denn wenn zugleich die Industrie unbehindert ihre Mobilfunknetze weiter ausbauen und die Drahtlosgeräte verkaufen kann, wird diese Anerkennung nutzlos, denn es gibt in bewohnbaren Gebieten unseres Landes bald keine „Funklöcher“ und auch keine unbelasteten Räume in Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln mehr. Noch ist kaum bekannt, dass zahlreiche Elektrosensible heute nicht mehr mit der Bahn fahren können.

Menschen wie Philippe Hug brauchen also raschen und wirksamen Schutz und Hilfe, damit sie in der heutigen Funkwelt menschenwürdig leben oder gar überleben können. Doch das genügt nicht. Es führt kein Weg am drastischen Abbau der für immer mehr Menschen unerträglich werdenden Funkbelastung vorbei. Und da der Staat, statt die Einwohner zu schützen, die Erhöhung dieser Belastung duldet, ja sogar dazu beiträgt, müssen wir uns selber wehren. „Wir“, das sind die Betroffenen und alle, die erkannt haben, was hier vorgeht.

Peter Schlegel
Advent 2008

Anhang:
Offener Brief von Philippe Hug vom 22.10.08 an Herrn P.-Y. Maillard,
Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartementes DSAS, Kanton Waadt, hier: http://www.buergerwelle-schweiz.org/...ug_an_DSAS.pdf
Dieser offene Brief könnte mit kleineren Änderungen an entsprechende Institute in Deutschland und Österreich als Vorlage verwendet werden, sogar ohne Änderungen von den Schweizern, wenn man selbst als Betroffener oder Mobilfunkgegner aktiv werden möchte.

Gruß,
Clematis23

Geändert von Clematis (21.07.11 um 21:18 Uhr)

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen
Clematis
Hallo,

hier noch ein weiterer Beitrag von der Buergerwelle.ch:
Energiesparlampen als besondere Belastungsquelle für Elektrosensible:

Elektrosmog von Sparlampen:
Ein weiterer Erfahrungsbericht

Mail an die Bürgerwelle Schweiz
28.10.2008

„Ich stand letzen Freitag nichts ahnend an einem Schalter und fühlte plötzlich einen Druck-Schmerz im Kopf. Diese Art Schmerz kenne ich gut. Er stammt regelmässig von Energiesparlampen. Draussen schien die Sonne. Ich konnte also wirklich nicht wissen, dass in diesem öffentlichen Raum wenige Sparlampen eingeschaltet waren. Auf diese wurde ich wie immer durch meinen Schmerz im Kopf aufmerksam. Erst jetzt schaute ich hinauf und stellte einmal mehr fest: Elektrosmog ist keine Einbildung!

Ich frage mich nur, welche Lampen ich künftig kaufen kann!

Verena Berger, Wettswil“


Kommentar der Bürgerwelle Schweiz:

Es mag erstaunen, dass hier eine bestimmte Art von Beschwerdesymptomen einer bestimmten Ursache – hier den Sparlampen – zugeordnet werden kann. Für messtechnisch arbeitende Baubiologen ist das jedoch nichts Ungewöhnliches. Oftmals trifft man auf elektrosensible Menschen, die aufgrund ihrer Erfahrung anhand der Art einer plötzlich auftretenden Beschwerde die verursachende Feld- oder Strahlungsquelle „blind“ und recht zuverlässig identifizieren können. Denn zuerst ist jeweils die Wahrnehmung da, zu der nachher in der Umgebung die Quelle gesucht wird.

Dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass es sich bei solchen Beschwerden in der Regel nicht um einen psychisch bedingten sogenannten Nocebo-Effekt, sondern um physiologische Wirkungen handelt. Der individuelle Organismus antwortet auf unterschiedliche Feld- und Strahlungseigenschaften (niederfrequente Pulsung; Struktur der Einzelsignale) in individuell-charakteristischer Weise.

Bürgerwelle Schweiz: • Start / Aktuell
18.11.08
Drei weitere Beispiele:

Gesundheitsprobleme wegen Energiesparlampen: Drei Fallbeispiele

die drei Fallbeispiele als pdf-Datei
5. Mai 2007

Guten Tag Herr Schlegel

Mit grossem Interesse las ich Ihr Interview im K-Tipp über die Strahlung von Sparlampen.

Mein Sohn (21) hatte bis anhin eine Tischleuchte mit Sparlampe. Er klagte oft über heftige Kopfschmerzen, unausstehliche Migräne und starkes Augenleiden. Die Distanz zur Tischleuchte betrug ca. 30 cm.

Wir wussten natürlich nichts über die starken Strahlungen, welche solche Lampen von sich geben und sandten ihn daher zum Augenarzt, welcher nur eine minime Korrektur für die Brillengläser verschrieb. Selbst hatte der Arzt keine Erklärung. Unser Sohn erlebte wirklich alle Symptome, die Sie im Artikel beschrieben haben.

Nun haben wir ihm eine neue 230 Volt-Halogen-Tischlampe gekauft – und sämtliche Beschwerden sind vorbei.

Dieter Aeppli, 8117 Fällanden


3. Juli 2007

Sehr geehrter Herr Schlegel

Zu Ihrem Artikel über die Energiesparlampen habe ich Ihnen schon vor längerem folgendes mitteilen wollen.

Seit Jahren rate ich den Eltern meiner Schulkinder, keine Sparlampen im Lernbereich zu verwenden. Denn in der Nähe einer Sparlampe lässt mein Gehirn beim konzentrierten Arbeiten alle 10-15 Minuten eine Sequenz der totalen Dunkelheit entstehen, d.h. ich sehe für einen Augenblick überhaupt nichts, obwohl die Lampe eingeschaltet ist. „Sequenz“ heisst einen Augenblick lang, ganz kurz, Bruchteil einer Sekunde, doch es unterbricht einen Gedankengang, bringt den Arbeitsfluss zum Stocken. Wenn dies 3-4mal pro Stunde geschieht, so ist ein konzentriertes Arbeiten nicht möglich.

Das habe ich festgestellt vor ca. 4-5 Jahren. Ob das bei jeder Sparlampe der Fall ist, kann ich nicht sagen, denn ich meide sie seither. Diese Sequenzen der Dunkelheit sind ein Unfallrisiko und ein Unruhefaktor beim Lernen.

Danke für Ihre Arbeit.

Jana Siegfried

10. Juli 2007

Sehr geehrter Herr Schlegel!

Mit Enthusiasmus hatte ich Energiesparlampen gekauft in der Absicht, wenigstens einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Leider musste ich, obwohl ich es lange nicht wahrhaben wollte, feststellen, dass ich mich mehr und mehr schlecht fühlte, wenn ich abends unter der Stehleuchte mit Sparlampe las. Meine Augen wurden bleischwer, ich konnte samt Brille kaum mehr sehen. Im Nacken fröstelte es mich und gleichzeitig schwitzte ich. Nachher lag ich todmüde im Bett, aber konnte nicht schlafen. Hinzu kam eine nie gekannte „Gedankenleere“.

Ich bin zwar 70 Jahre alt, aber dennoch selbstkritisch genug, um nicht wegen jedem „Bobo“ zu hyperventilieren, finde es aber nicht in Ordnung, Menschen, die unerklärliches Unwohlsein äussern, das so oft auch mit Ängsten verbunden ist, mit der Sensibilität eines Traktors zu „überfahren“.

Irgendwann habe ich (versuchsweise) die Sparlampen wieder gegen normale Glühbirnen ausgetauscht – und mein Befinden normalisierte sich wieder! Das war noch bevor ich den Artikel über Energiesparlampen im „Bund“ vom 21. Juni 2007 las.

Mit freundlichen Grüssen

J. Kolberg-Juen, Dipl. Krankenschwester, CH-1700 Fribourg

(Aus dem Alltag der Bürgerwelle Schweiz)
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß Augenbrennen auch bei mir eintrat, wenn ich mit einer Energiesparlampe gelesen habe. Die Vollspektrumleuchten, die dem Tageslicht gleichgestellt werden, waren noch schlimmer - sie zerstörten meinen Schlafrhythmus! Solange diese eingeschaltet waren, wurde ich nicht müde, sondern blieb selbst nächtelang hellwach!

Gruß,
Clematis23

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen

Nischka ist offline
Beiträge: 1.516
Seit: 02.01.11
Hallo Clematis,
danke, daß Du diese Beiträge hier eingestellt hast! Das ist so wichtig!
Viele haben immer noch keinerlei Vorstellung (oder nur vage), wie sehr diese elektromagnetischen Felder in unsere Gesundheit eingreifen können. Vielleicht weil wir so auf Materialismus getrimmt sind und so wenig über nicht-sichtbare Dinge mitbekommen, also so wenig geübt sind und entsprechend dem ganzen zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Bleibt nur nochmal zu wiederholen: Die Auswirkungen durch elektromagnetische Felder sind vergleichbar mit denen durch Radioaktivität, siehe Heyo Eckel.

Eine Frau, die ich kenne, hat auch richtig "gute" und teuere Tagesspektrumlampen gekauft und ist genau dadurch, jedenfalls hauptsächlich (sonst noch: der Sicherungskasten in ihrer Wohnung), elektrosensibel geworden. Na danke!

Viele Grüße!
__________________
Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen
Clematis
Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Eine Frau, die ich kenne, hat auch richtig "gute" und teuere Tagesspektrumlampen gekauft und ist genau dadurch, jedenfalls hauptsächlich (sonst noch: der Sicherungskasten in ihrer Wohnung), elektrosensibel geworden. Na danke!
Hallo Nischka,

ich hatte überall Sparlampen und habe sie, wegen Augenbrennen und Quecksilberanteil, dann alle zum Sondermüll gebracht und die drei Vollspektrumleuchten gleich mit. Da ist eine Menge Geld direkt in den Müll gewandert. Bevor es keine Glühlampen mehr gab, habe ich mir in verschiedenen Wattstärken je 100 Stück zugelegt. Das dürfte für meinen Lebensbedarf reichen. Wahrscheinlich werden Glühlampen aber wieder zugelassen, ist zwar noch nicht sicher, aber da läuft wohl noch einiges bei der EU...

Gruß,
Clematis23

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen
Clematis
Hallo,

auf der nachstehenden Seite findet man viele Informationen zu Elektrosmog, Handy, DECT, WLAN usw. Interessant ist auch die Linkliste sowie eine Liste von Schutzmaßnahmen mit aufrufbaren Gutachten zu deren Wirksamkeit. Es scheint als handele es sich hier um eine Industrie-unabhängige Seite, denn die Linkliste warnt u.a. vor jenen Links, die nicht unabhängig sind.

www.elektrosmog.com/de/links/

www.elektrosmog.com/de/produkt_verzeichnis/schutz_bei_schnurlosen_telefonen__handys__computer n__wlan_u_ae_/

Und hier ein Handbuch zu EMF:
http://www.der-mast-muss-weg.de/pdf/...20Komplett.pdf

Ein Film mit Dr. Grün: die physikalisch meßbare Strahlung ist etwas anderes als die biologisch wirksame und krankmachende Strahlung. Hochinteressant: so wie man Handys, DECT, Router entstören kann, so kann man auch die Mobilfunksender entstören!!! Siehe dieses Video:

Elektrosmog - Problem und Lösung

Gruß,
Clematis23

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen

Nischka ist offline
Beiträge: 1.516
Seit: 02.01.11
Hier eine pdf von Dipl.-Ing. Reiner Gebbensleben, er schreibt: "Elektrosmog ist Hyperschall".

Elektrosmog – was wirklich dahinter steckt

1. Einleitung
2. Die Entstehung von Elektrosmog
3. Die physikalischen Eigenschaften von Elektrosmog und seine Wirkung auf den Menschen
4. Die Hyperschallabstrahlung von Atomkraftwerken, atomaren Zwischen- und Endlagern
5. Die wirksame Bekämpfung von Elektrosmog

Ein Satz daraus:

Alle Energiesparlampen emittieren extrem starke Hyperschallfelder.
Hier der Link:
http://www.novertis.com/wpress/wp-co...lektrosmog.pdf
__________________
Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen
Clematis
Hallo an alle,

Bei der Argumentation mit anderen fehlen uns oft eindeutige Belege bzw. Beweise und das Verständnis wie Mobilfunkstrahlen auf den menschlichen Organismus wirken, zu welchen Fehlfunktionen und körperlichen Schäden sie führen. Auch Betroffene kommen bei ihren Beschwerden vielfach gar nicht darauf, daß ihre Probleme von diesen Strahlen herrühren oder von ihnen mit verursacht werden könnten.

Deshalb möchte ich hier allen diese Broschüre wärmstens ans Herz legen:
"Zellen im Strahlenstress, Warum Mobilfunkstrahlung krank macht. Eckpunkte internationaler Mobilfunkforschung", Herausgeber: Verein zum Schutz der Bevölkerung vor Elektrosmog e.V., Bismarckstr. 63, D-70197 Stuttgart, Mai 2009.
Der Mast muss weg! Bürgerinitiative Bismarckstraße 57, Stuttgart West. Aktuelles
info@der-mast-muss-weg.de.

Dieses Heft erklärt in für Laien verständlicher Sprache die medizinischen Vorgänge, die auf den verschiedenen Ebenen des Organismus bei Gesunden und bei Funkstrahlenbelastung ablaufen. Den Ablauf dieser Reaktionskaskaden zu verstehen ist insoweit wichtig, als man dann auch verstehen kann, welcher Art die Symptome sind und wie sie entstanden sind. Zahlreiche Studien werden allgemein verständlich in Kurzform erläutert, Krankheiten geschildert und in manchen Fällen mögliche Hilfsmaßnahmen.

Hier Stichworte aus dem Inhaltsverzeichnis zu dem, was durch diese Strahlung in uns geschädigt wird:

Zellschädigung, Hemmung des DNA-Reparaturmechanismus, Schwächung des Immunsystems, erhöhte Krebsgefahr, verminderte Melatonin-Produktion, Blut-Hirn-Schranke wird durchlässig, Gefährdung der Fruchtbarkeit, Embryotoxität, Zelltod durch Bestrahlung, Bildung freier Radikaler und Verminderung der natürlichen Reparaturmechanismen, EMF macht die Zellen wehrlos, Hemmung der ATP-Produktion in den Mitochondrien, EMF-Wirkung auf die zelluläre Atmungskette, EMF löst durch die Erzeugung von Oxidativem Stress eine krankmachende Spirale aus, die Energiethese als Ablenkung von den tatsächlichen Schädigungsmechanismen, Wechselwirkungen zellschädigender Mechanismen ausgelöst durch EMF und zuletzt '"wie man sich schützen kann".
Diese Daten führen dazu, daß erkennbar wird, daß EMF und andere Strahlen mit weiteren in diesem Forum diskutierten Krankheitsbildern in einem engen Zusammenhang stehen können - als Ursache oder als verschlimmerndes Element bei:

-Oxidativen/Nitrosativen Stress
-Neurostress
-Herz-Kreislauferkrankungen
-Hormonelle Störungen
-ADS/ADHS
-Demenz, Alzheimer - langfristig
-Depressionen
-Kopfschmerzen
-Krebs - langfristig
-Lebensmittelintoleranzen - induziert durch Fehlverarbeitung im Organismus
-Rheuma, Arthritis
-Infektionen durch Viren usw. - geschwächtes Immunsystem

Das natürliche elektromagnetische Spektrum umfaßt:
a) ionisierend:
Höhen-, Gamma-, Röntgen-, Infrarot-, UV-Strahlung, sichtbares Licht
b) nicht-ionisierend:
VLF-Atmospherics, Schumannresonanzen, elektrisches Gleichfeld, Erdmagnetfeld
Bei Tierversuchen hat sich gezeigt, daß eine vollständige Abschirmung gegen diese natürlichen Strahlen zu schweren Erkrankungen führt. D.h. daß auch der Mensch diese Hintergrundstrahlung benötigt um gesund zu bleiben, denn wir sind elektromagnetisch funktionierende Organismen, man denke nur an EEG, EKG, Nervenleitfähigkeit usw.

Die technisch erzeugte Strahlung umfaßt:
a) ionisierend:
Gamma- und Röntgenstrahlung
b) nicht-ionisierend:
GSM, DECT, UMTS, WLAN, Radar und Richtfunk im Bereich von ca. 1 bis 10 GHz. UMTS ist dabei die bisher gefährlichste, in Städten benötigt sie alle 300m einen Funkturm! Gepulst!
UKW, VHF, UHF, LW, MW, KW, Monitore, Energiesparlampen usw. im Bereich von ca. 10 kHz bis 1 GHz. Gepulst oder nicht? Weiß ich leider nicht.
50 Hz mit Oberwellen, 16,7 Hz (Bahn) im Bereich von 1 Hz bis 10 kHz. Gepulst!
Seite 21 der Broschüre:
(Die) Organismus-eigene Strahlung konnte evolutionär etabliert werden, weil keine andauernd wechselnde größere Außenstrahlung störte. Die gleiche Hochfrequenzstrahlung, die für die Technik der Kommunikation genutzt wird, ist in reichem Maße auch in unserem Körper verwirklicht. Er benötigt sie ebenfalls für Aufgaben der Kommunikation; für die biologische Kommunikation durch funktionelle Eigenschwingungen unserer Moleküle. Solange keine Störstrahlung von außen kommt, kann der Organismus die ihm eigenen Frequenzen für seine Selbstorganisation nutzen" (Warnke 2007).
Tiere und Pflanzen haben ein ähnliches Kommunikationssystem...

Die technisch erzeugte Strahlung wirkt auf Mensch, Tier und Pflanze wie ein STÖR-Sender, der die Kommunikation verhindern soll...

Gruß,
Clematis23

Geändert von Clematis (13.08.11 um 19:56 Uhr)

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen

mellie ist offline
Beiträge: 178
Seit: 05.07.11
Hallo zusammen,

Ein kurzer Tipp:

Probleme mit Elektrosmog bei der Beleuchtung? = Kein Problem!

Die Beleuchtung in der Wohnung umzustellen ist recht einfach, hierzu eine kurze Anleitung:

Man nehme, 12V Halogenlampen oder noch besser LED Lampen, diese lassen sich problemlos mit Gleichstrom betreiben.

Dazu nehme man:
Ein oder mehrere Computernetzteile, keine Sorge diese Netzteile sind gut abgeschirmt, trotz der Verwendung von Schaltnetzteilen ist hier nicht bzw. nur sehr geringfügig mit Elektrosmog zu rechnen. Zudem weisen diese Netzteile ein Wirkungsgrad von etwa 90% auf!

Passt nur auf, dass ihr die Dinger mit min. 20 W belastet, sonst ist der Wirkungsgrad zu schlecht.

Und ja nicht auf den Gedanken kommen, neue teure Netzteile zu kaufen, alte und ausgediente sind genauso gut.

Hier ist eine Anleitung zur Anschlussbelegung:

PC-Netzteil

Wie schalte ich das Netzteil ohne PC ein?

ACHTUNG! DAS NETZTEIL NICHT OHNE LAST BETREIBEN!

Dazu legt man die „Power ON Leitung“ (bei ATX Netzteilen meist der grüne Draht) auf Masse (irgend ein schwarzer Draht) und da bleibt diese, wenn man jetzt ein Schalter dazwischen legt, kann man das Netzteil ein und aus schalten!

Wo liegen die 12V an?

Plus 12 V (+12V) liegen an den gelben Drähten an und die schwarzen Drähte sind die Masse

Am besten alle schwarzen Drähte zusammen löten und alle gelben zusammen löten und dann die Leitungen zu den Lampen an den Drähten anlöten.

ACHTUNG:
NIEMALS MEHRERE NETZTEILE MITEINANDER VERBINDEN!
UNBEDINGT AUF DIE LEISTUNG DER NETZTEILE ACHTEN (Typenschild: Hier 12V)

Verwendet zu den Lampen 2,5mm², bei längeren Leitungen 4mm², dicken Draht.

Gruß Mellie

Bei dieser Anleitung entziehe ich mich jeglicher Haftung, die Anwendung geschieht auf eigene Gefahr!

Geändert von mellie (13.08.11 um 22:07 Uhr)

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen
Clematis
Hallo Mellie,

dein Ratschlag ist zwar sehr gut gemeint, doch scheint mir diese Lösung eher etwas für den Elektriker zu sein.

Irgendeinen schwarzen Draht als Masse? Verlegung der Leitungen zwischen Netzteil und Lampen sparst du aus usw. Bestenfalls hat man Glück, oder es kommt zu einem Kurzschluß, verschmorten Kabeln oder weniger schön man bekommt einen elektirschen Schlag gewischt bei hoffentlich isoliertem Schuhwerk...

Bei den vielen Kabeln eines PC-Netzwerks - wie soll man in dem Salat die richtigen Kabel finden, wenn man deren Funktion nicht kennt? Ähnlicher Salat findet sich unter dem Armaturenbrett eines Autos - da würde ich auch nicht drin herum fummeln.

Und was soll das bringen eine vorhandene LED/Halogen-Lampe, die ihr eigenes Netzteil im Fuß hat, auf dem Umweg über ein weiteres PC-Netzteil zu betreiben, statt direkt an der Steckdose?

Gruß,
Clematis23

Geändert von Clematis (14.08.11 um 15:58 Uhr)

Wirkung von Elektrosmog auf Menschen

mellie ist offline
Beiträge: 178
Seit: 05.07.11
Hallo Clematis,

Ich hatte folgendes vergessen: Sehr wichtig!

Zitat von Clematis23 Beitrag anzeigen
Hallo Mellie,
dein Ratschlag ist zwar sehr gut gemeint, doch scheint mir diese Lösung eher etwas für den Elektriker zu sein.

Gemäß DIN VDE 1000-10 müssen Installationen dieser Art der Elektrofachkraft überlassen werden.

Vielmehr sollte diese Beschreibung auch an Personen gerichtet sein, die eine entsprechende Ausbildung mitbringen!

Allerdings müsste das auch heißen, dass der Betrieb von Elektro- Spielzeugeisenbahnen auch diesen Fachpersonal zu überlassen ist. Denn die arbeiten auch mit 12V!

Irgendeinen schwarzen Draht als Masse? Verlegung der Leitungen zwischen Netzteil und Lampen sparst du aus usw. Bestenfalls hat man Glück, oder es kommt zu einem Kurzschluss, verschmorten Kabeln oder weniger schön man bekommt einen elektrischen Schlag gewischt bei hoffentlich isoliertem Schuhwerk...
Ein gefährlicher Strom der bei 12V Betriebsspannung durch die Haut des Menschen fließt ist unwahrscheinlich, zwar könnte dieser wenn nur vom Körperwiederstand (600Ohm) ausgegangen wird, durchaus bei 20mA liegen.

Aber ich gehe mal davon aus, dass die stromführenden Leitungen nicht Intravenös verabreicht werden!

Dann käme der Hautwiederstand noch hinzu, dieser liegt bei mir mit feuchten Fingern bei 80k Ohm, wir ziehen da mal eine Toleranz ab, dann sind wir bei 10k Ohm.
Bitte nur als Spaß verstehen (die Toleranz)!

Dann hätten wir 1,2mA. Also ungefährlich!
ACHTUNG wir gehen von 12V aus!

Zur Erklärung der schwarzen Kabel, schwarzes Kabel 1 = Masse, schwarzes Kabel 2 = Masse, schwarzes Kabel 3 =.Masse, usw.

Schwarzes Kabel 1 ist im Netzteil mit schwarzen Kabel 2 verbunden, die schwarzen Kabel 1 und 2 sind wiederum mit den schwarzen Kabel 3 und ... verbunden, usw.

Kurz gesagt, alle schwarzen Kabel sind sowieso miteinander verbunden!

Und was soll das bringen eine vorhandene LED/Halogen-Lampe, die ihr eigenes Netzteil im Fuß hat, auf dem Umweg über ein weiteres PC-Netzteil zu betreiben, statt direkt an der Steckdose?
Die hier verwendeten Netzteile sind teilweise auch Schaltnetzteile, allerdings unzureichend oder gar nicht abgeschirmt.

Beispiel:
Ich hatte mal ein Badezimmerspiegel mit 12V Halogenbeleuchtung, hinter dem Spiegel befand sich das Schaltnetzteil.
Eigene Messungen haben ergeben, das dieser Spiegel nicht nur leuchtete sondern auch strahlte.
Seine Frequenz betrug ca. 40kHz.

Gruß Mellie


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