Erste gerichtliche Anerkennung - Elektroallergie/Elektrosens.

15.03.12 18:06 #1
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Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Das wurde aber auch Zeit! Und in unserem Land muß dies endlich schnellstens ebenso kommen - selbstverständlich überall!

Daß eine biologische Wirkung durch Mikrowellenstrahlung "umstritten" sei, ist nicht wahr. Haufenweise Studien aus aller Welt liegen - teils seit Jahrzehnten - vor. Das wissen die Verantwortlichen, selbst dann leugnen sie noch (aus was für Gründen auch immer, meistens geht es um den hochgepriesenen Rubel, der zu verdienen ist).
Fakten sind einfach nicht von der Hand zu weisen.

Hier ein Zitat Schopenhauers:

»Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen.
Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt.
Dann wird sie bekämpft.
Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.«



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Hier der Text zu der Anerkennung, leichte Fehler drin, ist wahrsch. per Übersetzermaschine übersetzt worden:


Erste gerichtliche Anerkennung eines Falles von Elektroallergie/Elektrosensibilität
in Frankreich
Durch ein Gutachten von Dr. med. Hans-C. Scheiner


Ich, Villemot Jean-Jacques André, geboren am 23.09.1958 in Saint-Louis (Sénégal), ehemals Lehrer im 20-jährigen Angestelltenverhältnis beim Landwirtschaftsministerium und Beauftragter für die Erwachsenenbildung an der Universität Nantes, wohnhaft in 63890 St Amant Roche Savine, L´hopital Frankreich, bezeugt hiermit, auch schon an der Anerkennung meines Unverträglichkeitssyndroms gegenüber elektromagnetischen Feldern, allgemein als EHS (Elektrohypersensibilität) bekannt, Interesse zu haben, und damit meine Situation als Opfer der Banalisierung von Umweltbelastungen geltend zu machen.

Wohlwissend, dass diese Aussage vor Gericht zitiert werden kann und eine falsche Aussage (laut franz. Strafgesetzbuch) strafbar ist , verbürge ich mich persönliche für den Wahrheitsgehalt folgender Fakten:

Herr Dr. Hans Scheiner war der erste Arzt, der fähig war, die Pathologie meines jahrelangen Leidens im Rahmen der Konstultationen vom 16. Und 19. Januar 2006 zu diagnostizieren. Die Richtigkeit seines Ansatzes ermöglichte durch die umfassende und gründliche Vorgehensweise, die entscheidenden Ursachen meines Leidens aufzufinden.

Dr. Med. Hans Scheiner zeigte während den beiden Konsultationen vom 6. Und 7. Oktober 2009 eine hohe Effizienz und ein hohes Engagement in der medizinischen Versorgung. Da ich mich immer nur für eine Woche in Deutschland aufhalten konnte, zeigte er sich extrem entgegenkommend und verfügbar, indem er sich etwa auch persönlich für mich bei einem Kollegen der Zahnmedizin einsetzte, und dort einen Termin für den darauffolgenden Tag vereinbaren konnte.

Auf meinen ausdrücklichen Wunsch verfasste H. Dr. Scheiner ein Gutachten, das nicht weniger als 20 Seiten unfasst und bis heute Folgendes ermöglichte:

· Die Anerkennung meiner Behinderung bei der MDPH (Amt für Behinderung des Departement Vendée) und somit den Erhalt einer Beihilfe wegen Erwachsenenbehinderung. In der Tat bin ich einer der ersten Franzosen, der für diese umstrittene Erkrankung, und dies gleich beim ersten Antrag, die Anerkennung bekam;
· Die Beurlaubung durch den Arztausschuß des Departement Vendée ab dem 14. März 2008 und seit dem 2.11.2011 die Anerkennung der Berufsunfähigkeit, was meinen Arbeitgeber dazu verpflichete, mir eine Abfindung auszubezahlen;
· Ein Gerichtsverfahren gegen die Krankenkasse einzuleiten, um eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu erhalten.

Diese Fakten bringen mich zu der Bekundung, dass H. Dr. Hans Scheiner einer der seriösesten und kompetentesten Ärzte ist, die mir je begegnet sind.
Ausgestellt zu Amtzwecken
Jean-Jacques Villemot
am 27.02.2012

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Und wenn jemand noch mehr Interesse hat,
hier ein sehr guter Vortrag von Dr. Scheiner (auch mit Ulrich Weiner):


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Und hier noch ein sehr wichtiger Hinweis zu einer sehr guten Unterlage, die man dem Arzt oder wem auch immer zur Information vorlegen kann, um nicht - wie so manches Mal - wieder von Null anfangen zu müssen:

http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf

Aussschnitt:
ÄRZTEINFORMATION
Patienten mit chronischen Multisystemerkrankungen, wie SBS, MCS, EMS TE, FMS, CFS, werden
oft von ihren Ärzten nicht ernst genommen, weil für diese Krankheiten ein Informationsdefizit besteht.
Entgegen der Mehrheitsmeinung sind diese Krankheitsbilder anerkannte schwere organische Erkrankungen.
Sie sind medizinisch defi niert und besitzen eine ICD-10 – Klassifikation der WHO.
Die ICD-10-GM ist die nach dem Sozialgesetzbuch V der Bundesrepublick Deutschland vorgeschriebene
Diagnosenklassifi kation.


SBS, TE, EMS, CFS, FMS, MCS im ICD-10

Die ICD-10 Klassifikationen psychischer und psychiatrischer Erkrankungen
beginnen mit dem Buchstaben F.
Die Psychohypothese ist demnach eine fehlgeleitete Diskussion. In der Folge ist Depression
eine der häufi gsten Fehldiagnosen. Der wissenschaftliche Diskurs ist naturgemäß seit der
ICD-Klassifi kation weiter fortgeschritten. Sie zeigen aber bereits den engen Zusammenhang
aller Krankheitsbilder durch die Erschöpfungsproblematik. Die Ätiologie ist eng mit
systemischen Entzündungsprozessen verknüpft, die sich als Mitochondriopathie
manifestieren und auch über entsprechende Parameter quantifizierbar sind.

(...)

Diese Information soll Fehldiagnosen vermindern helfen, die Akzeptanz chronisch
Vergifteter bei ihren Ärzten erhöhen, die gängigen Psychohypothesen
endgültig unterbinden und das Vorurteil angehen, es handle sich um neue
„Phänomene“ und wissenschaftliches Neuland. Sie ist dringlich, weil die Prävalenz
zunimmt und die 10%-Marge bereits überschritten ist.
Die aufgelisteten Fakten stellen den anerkannten Stand der wissenschaftlichen
Erkenntnis dar, sind demnach rechtlich verbindlich und deshalb notwendiger
Bestandteil von Gutachten in Anerkennungsverfahren.

(...)

Elektrosensibilität (EMS)
WHO 2006 – ICD-10 Z58, Kapitel 21
Die Definition der Erkrankung wird in einer 2. Aufl age dieser Information ergänzt.

(...)

Herausgeber: Workshop Anerkennungsverfahren

Dr. rer. nat. Tino Merz
Sachverständiger für Umweltfragen
Frankenstraße 12
97292 Wüstenzell

Dr. med. Hans-Peter Donate
Facharzt für Allgemeinmedizin und Umweltmedizin
Dr.-Adam-Voll-Str. 1
93437 Furth im Wald

Dr. jur. Jochen Hofmann Hoeppel
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Allerseeweg 18
97204 Höchberg
__________________
Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

Geändert von Nischka (15.03.12 um 18:53 Uhr)

Erste gerichtliche Anerkennung - Elektroallergie/Elektrosens.

Casimire ist offline
Beiträge: 32
Seit: 28.11.11
Hallo nischka ,
endlich mal eine Erfolgsmeldung zum Thema "Elektrosensibilität" !!
Die Kopie "Ärzteinformation zum Thema Umwelterkrankungen" kann ich nur empfehlen, ich habe sie schon an etliche Ärzte weitergegeben, sie enthält alle wichtigen Infos/Hintergründe in Kurzform, ich habe sie auch schon an Behörden geschickt. Sie trägt dazu bei, diese Erkrankungen und Symptomatiken aus der Psychiatrisierung herauszuholen und vermittelt die Basisinfos, von denen die meisten Mediziner, die nicht mit der Fachrichtung Umweltmedizin vertraut sind - also die Mehrzahl der Ärzte - bislang keine Kenntnisse haben.
Liebe Grüße Casimire

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
mehr
Erste gerichtliche Anerkennung - Elektroallergie/Elektrosens.

Nischka ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo Casimire,
ja, die Ärzteinformation ist wirklich zu empfehlen!
Und ich bekomme gerade Nachricht - freu -, daß es eine "Schriftliche Erklärung" vom EU-Parlament gibt, hier ist sie:

SCHRIFTLICHE ERKLÄRUNG
eingereicht gemäß Artikel 123 der Geschäftsordnung
zur Aufnahme der multiplen Chemikalienunverträglichkeit (MCS) und der
Elektrohypersensibilität (EHS) in die Internationale statistische Klassifikation
der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD)


Das Europäische Parlament,

– unter Hinweis auf seine Entschließung vom 4. September 2008 zur Zwischenbewertung des Europäischen Aktionsplans Umwelt und Gesundheit 2004-2010 (2007/2252(INI), insbesondere Erwägung J,

– in Kenntnis des Beschlusses Nr. 1350/2007/EG über ein Zweites Aktionsprogramm der EU im Bereich der Gesundheit (2008-2013) und des Weißbuches „Gemeinsam für die Gesundheit: Ein strategischer Ansatz der EU für 2008-2013“ (COM(2007)630),

– unter Hinweis auf seine Entschließung vom 2. April 2009 zur Gesundheitsproblematik in Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern,

– gestützt auf Artikel 123 seiner Geschäftsordnung,

A. in der Erwägung, dass die gesundheitliche Ungleichheit zwischen den einzelnen europäischen Ländern beseitigt werden sollte;

B. in der Erwägung, dass Patienten mit multipler Chemikalienunverträglichkeit (MCS) anfällig für Umweltverschmutzung und Patienten mit Elektrohypersensibilität (EHS) anfällig für elektromagnetische Strahlung sind, und beide Bereiche mehrfache Risiken bergen, auf die die Patienten selbst keinen Einfluss haben, zum Beispiel die Luft, die sie einatmen, oder die Exposition gegenüber elektromagnetischer Strahlung;

1. empfiehlt den Mitgliedstaaten, die dies noch nicht getan haben, MCS und EHS in ihre ICD und in ihr auf der IAO basierendes Verzeichnis der Berufskrankheiten aufzunehmen; schlägt vor, dass die Versammlung der WHO MCS und EHS in ihre nächste ICD-11 aufnimmt;

2. fordert die Regierungen der Mitgliedstaaten mit Nachdruck auf, die geltenden Vorschriften über elektromagnetische Strahlung und Exposition gegenüber schädlichen Stoffen anzuwenden und das Vorsorgeprinzip mit effektiven Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit und Umwelt strikt anzuwenden, um die Betroffenen, deren Zahl exponentiell zunimmt, unmittelbar zu schützen;

3. schlägt eine Harmonisierung der Vorschriften über physikalische Einwirkungen oder schädliche Stoffe in den Mitgliedstaaten vor, die auf den strengstmöglichen geltenden Kriterien beruht, sowie eine Kontrolle der eingeführten Erzeugnisse;

4. beauftragt seinen Präsidenten, diese Erklärung mit den Namen der Unterzeichner dem Rat, der Kommission und den Parlamenten der Mitgliedstaaten zu übermitteln.


.................................................. .................................................. .................................................. .
Hier ist sie:
http://www.europarl.europa.eu/sides/...F%2bV0%2f%2fDE
__________________
Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

Erste gerichtliche Anerkennung - Elektroallergie/Elektrosens.

Casimire ist offline
Beiträge: 32
Seit: 28.11.11
Hallo nischka,
das ist endlich mal wieder eine gute Nachricht!!
Neulich erwähnte ein im Rechtsbereich Arbeitender zu eben dieser Thematik, daß es deutlich aussichtsreicher sei, über das EU-Parlament Veränderungen in Gang zu setzen, so daß sich über diesen "Umweg" auch in Deutschland letztendlich etwas bewegen könne. Ansonsten ist es derzeit NOCH sehr schwierig, hier in Deutschland z.B. für die EHS- Betroffenen eine Anerkennung oder gar Hilfestellung von behördlicher Seite zu erwirken.
Da aber die Zahl der sogenannt "Umwelterkrankten" stetig anwächst, wird man nicht mehr daran vorbeikommen, die Symptomatiken zu berücksichtigen.
Lieben Gruß Casimire


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