Diabetes

07.06.07 21:13 #1
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Diabetes

Oregano ist offline
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Hier noch eine ausführliche Seite zum Diabetes I und II:
Diabetes mellitus - MedicoConsult

Gruss,
Uta

Diabetes

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Ascorbinsäure = Vitamin C ist bei Diabetes nicht unbedingt zu empfehlen:

Vitamin C bei Diabetes
Zu große Mengen gefährden das Herz
Vitamin C ist nicht immer gesund, das gilt zumindest für einige Patienten. Nach den Ergebnissen einer langjährigen Studie sind besonders ältere Frauen mit Diabetes gefährdet. Sie nahmen in der Studie zusätzlich zur Nahrung regelmäßig Vitamin C-Präparate. Bei den Frauen, die 300 Milligramm pro Tag und mehr einnahmen, verdoppelte sich das Herztodrisiko fast. Das meldet die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker.
Die Studie, an der knapp 2 000 Frauen teilnahmen, dauerte insgesamt 15 Jahre. Es zeigte sich, dass die Diabetikerinnen, die die höchsten Vitamin C-Mengen einnahmen, am stärksten gefährdet waren. Für Frauen ohne Diabetes hatte die Einnahme des Vitamins keine schädlichen Folgen für Herz und Kreislauf.
Gerade Menschen mit Diabetes sind oftmals sehr um ihre Gesundheit besorgt und greifen häufig zu Vitamin C-Präparaten – in der Hoffnung, hohe Dosen des Vitamins könnten einer Arterienverkalkung und einem Herzinfarkt vorbeugen. Und schaden könne das Vitamin auf keinen Fall, so bisher die allgemeine Meinung, da überschüssige Mengen des wasserlöslichen Stoffs vom Körper problemlos ausgeschieden werden.
Das gilt auch weiterhin für Vitamin C aus frischem Obst und Gemüse, wo die gefäßschädigende Wirkung des Vitamins offenbar durch andere in den Pflanzen enthaltene Stoffe ausgeglichen wird. Vitamin C aus solchen natürlichen Quellen ist nach wie vor zur Vorbeugung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu empfehlen. Kritisch ist dagegen die – vor allem in der orthomolekularen Medizin propagierte - Hochdosiseinnahme von Vitamin C als Pulver oder Kapseln zu betrachten.
STIFTUNG WARENTEST - Vitamin C bei Diabetes: Zu große Mengen gefährden das Herz - Meldungen - Medikamente im Test

Uta

Diabetes

mikado ist offline
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Seit: 11.10.06
hallo,
meine grossmutter ist 1948 an diabetis 1 gestorben.es gab da noch kein insulin in D.
eine tochter hat sehr frueh diabetis 1 bekommen,ist trotz insulin mit 60 gestorben.
sie hatte 2 soehne,beide diabetis 1.
der erstgeborene hatte mit 20 diabetis 1. kurz nach amputation beider beine ist er mit 50 gestorben.
bei dem zweitgeborenen ist kurz nach der geburt diabetis 1 festgestellt worden.er ist jetzt 60 ,lebt noch.
er geht ein oder zweimal im jahr fuer 3 wochen in eine klinik, nimmt sein fahrrad mit und laesst sich auf genaue esswerte und zeitmaessiges fahrradfahren einstellen.fuer seine manchmal offenen fuesse besorgt er sich kuenstliche haut und eine besondere heilsalbe.er ist sehr schlank.
das war vaeterlicherseits, also meine cousins.
mutterlicherseits bin ich mit diabetis 2 belastet.
meine mutter war zuerst dick, durch diaet und tabletten vielen die blutzuckerwerte,aber nicht in die gute spalte.
dann ploetzlich als sie ein annehmbares gewicht hatte ,schlugen die zuckerwerte um,sie musste spritzen und nahm rapide weiter ab.
ein regelrechtes dilemma war es wenn sie morgens spritzen musste.
doc sagt : erst spritze , dann essen. stimmt wohl in der theorie, und jedesmal gab es nach der ersten spritze morgens , ganz egal ,ob es nun lind oder normal war einen ohnmachtsanfall.wohl das letzte bischen vom vorhandenen zucker weggespritzt und der zwischenraum zur nahrungsaufnahme zu lang.mit einem grossen schluck cola kam sie meistens schnell aus der ohnmacht raus.
das ging so , nase zuhalten in den mund schuetten , aufpassen , dass sie nicht stickte sondern schluckte.
und dann war ich es satt.
hab ihr zuerst essen gegeben und dann gespritzt. grosses gezeter zuerst , weil onkel doc anders wollte, ihm fiel sie ja aber nicht jeden morgen ohnmaechtig in die arme.
um 75 rum wurden ihre augen schlecht und es sollte noch ein bein amputiert werden, sie ist aber mit 76 kurz darauf gestorben.
mir hat man all mein leben lang erzaehlt du bekommst diabetis, fing in den entwicklungsjahren an. dann waerend beiden schwangerschaften, dann waerend der wechseljahre.
ich bin jetzt 76 und anscheinend " the one who got away".

beide unsere kinder haben KEIN diabetis, wir alle aber haben ueber die jahre gelernt was es da so zu lernen gibt.
in unserer familie liegen bei den meisten die eisenwerte hoch und die blutgruppe RH-negativ ist stark vertreten.
fazit , diabetis benimmt sich so unterschiedlich wie es unterschiedliche menschen gibt.
gruss
mikado

Geändert von Oregano (04.03.08 um 00:48 Uhr)

Diabetes

Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Diabetes gibt es in zwei Ausgaben:
1. Diabetes Typ !: Da stellt der Pankreas keinerlei Insulin her; also muß es immer gespritzt werden. (Insuiln-Tabletten gibt es nicht, weil die im Verdauugnstrakt unwirksam würden).

2. Diabetes Typ II:
Hier stellt die Bauchspeicheldrüse noch Insulin her, aber entweder nicht genügend oder in schlechter Qualität. Oder: es besteht eine "Insulin-Resistenz", die bedeutet, daß das Insulin (es ist der Schlüssel für den Zucker für die Zelle) die Zellen nicht öffnen kann und deshalb der Zucker aus der Nahrung / Leber nicht in die Zellen kann. Das bedeutet: der Zucker bleibt im Blut und hat entsprechende Folgen.

Wird ein solcher Diabetes festgestellt, dann kann zunächst mit Tabletten versucht werden, gute Zuckerwerte zu erhalten. Aber: Typ 2-Diabetiker produzieren immer noch eine gewisse Menge Insulin, so daß über die Ernährung und evtl. Gewichtsabnahme noch eine Menge erreicht werden kann.
1. Metformin als Wirkstoff:
Es soll verhindern, daß die Leber nachts Zucker freisetzt, damit der Blutzuckerspiegel nicht zu tief sinkt. (Deshalb kommen die meisten Unterzuckerungen nachts vor). Um 2 Uhr nachts ist der Blutzuckerspiegel am tiefsten, danach sorgt die Leber dafür, daß er ansteigt. Steigt er zu stark an, sind die Nüchternblutwerte dann morgens hoch, obwohl sie nacht niedrig waren.
Bei solchen Diabetikern wird dann zum Teil ein Langzeitinsulin abends zwischen 22 - und 23 Uhr gespritzt, um den morgendlichen Wert tief zu halten.

2. Tabletten, die die Bauchspeicheldrüse dazu anregen, mehr Insulin auszuschütten.Eines der ältesten Mittel auf diesem Gebiet ist Euglucon (u.a.). Es wird kontrovers diskutiert, ob diese Methode sinnvoll ist, weil letztlich die Bauchspeichseldrüse dadurch erschöpft wird.

3. Insulin wird dann gespritzt, wenn der Pankreas erschöpft ist oder parallel zu Tabletten, dann eben in geringerer Dosis.

Gruss,
Uta

Chrom bei Diabetes

Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Aus Naturheilkunde Nr. 9/2007, S. 24

[QUOTE]Chrom ist Bestandteil des Glukose-Toleranzfaktors, der dafür zuständig ist, daß Insulin an die Rezeptoren der Zellmembran andocken kann. Es aktiviert und verstärkt die Wirkung von Insulin und sorgt auf diese Weise dafü, daß Glukose von den Zellen verwertet werden kann. Bei Mangel [an Chrom] können ähnliche Symptome wie bei Eisenmangel auftreten: Müdigkeit, Trübsinn, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche und Unruhe bis zu gereiztem Verhalten. Chrom kann den Blutzuckerspiegel wieder normalisieren. Empfehlenswert sind täglich 200 Mikrogramm für den Gesunden, um den Zuckerspiegel normal zu halten, und 1000 Mikrogramm für den Diabetiker, um den Zuckerspiegel zu senken. Industriezucker ist ein Chromräuber. .....[/QUOTE]

Allerdings wird Chrom nicht viel nützen, wenn der Diabetiker sich in seiner Nahrung nicht zurückhält mit Kohlehydraten...

Gruss,
Uta

Aufgaben der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in Bezug auf Zucker

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
... eine rein hormonelle Aufgabe. Die von dem Arzt und Forscher Paul Langerhans entdeckten zwei verschiedenen Inselzellgruppen (hormonaktive Zellen) erlauben der Bauchspeicheldrüse die innere Sekretion (endokrin). Die so genannten B-Zellen bilden das Hormon Insulin; die A-Zellen erzeugen ein Insulinsteuerungshormon, das wir unter dem Namen Glukagon kennen.

Durch Insulin wird der Zuckergehalt des Blutes gesteuert.
Ein Mangel an Insulin erzeugt die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Weiterhin ist Insulin für die gesamte Ernährung der Zellen unerläßlich (Transportfunktion). Insulin ist das einzige Hormon im Körper, das in der größeren Masse neben Glukose auch Aminosäuren, Fette und Elektrolyte in die Zellen einschleusen kann. Der Freisetzungsreiz zur Abgabe von Insulin ist ein Anstieg des Blutzuckerspiegels. Glukagon dagegen veranlaßt die Lberzellen, ihre Glkogenvorräte wieder zu Glukose umzubauen und ins Blut abzugeben. Der Freisetzungsreiz ist ein Absinken des Glukosespiegels im Blut.
Glukagon und Insulin sind Gegenspieler!
..........
Die Bauspeicheldrüse hat ihre höchste Funktionskraft vormittags zwischen 9 und 11 Uhr. Sie produziert Pankreassaft und versorgt uns für das Mittagessen mit den wichtigsten 'Verdauungsenzymen Lipase, Trypsinogen, Chymotrypsin und Amylase......"
Aus Naturheilkunde 9/2007, S. 52.
Autorin Angelika Gräfin Wolffskehl


Uta

Diabetes

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Erika schreibt im Zusammenhang mit ADHS:

Wenn die Bauchspeicheldrüse erst einmal den Geist ganz aufgegeben hat, bleibt wohl nur noch die Möglichkeit Insulin. Sobald Insulin gespritzt wird, produziert die Bauchelspeicheldrüse weniger, weil ihr die Arbeit abgenommen wird.
Es ist richtig, daß bei zu geringer bzw. gar keiner Insulin-Produktion Insulin ersetzt werden muss, damit der Blutzucker in Grenzen gehalten werden kann.

Es ist aber heute so, daß oft schon angefangen wird mit Insulin (Langzeitinsulin gegen die morgendlichen erhöhten Nüchternblutzuckerwerte), obwohl die Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert. Und zwar genau, um die Bauchspeicheldrüse zu schonen und die Restproduktion von Insulin zu erhalten.

Das Verflixte am Diabetes (vor allem vom Typ 2) ist ja, daß viele ihn erst durch Zufall entdecken, weil hohe Blutzuckerwerte im Prinzip keine Probleme bereiten. Oft ist es dann bei z.B. einem HBA1C-Wert von 13 zu spät für diatätische Maßnahmen, und es muss erst einmal mit Tabletten und/oder Insulin dafür gesorgt werden, daß dieser Wert sich zum Normalbereich senkt.

www.medizin-netz.de/icenter/diabetes.htm

Uta

Geändert von Oregano (21.10.07 um 13:34 Uhr)

Inkretin-Mimetika - Neues Mittel bei Diabetes

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Viele Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes könnten in Zukunft von einem neuen, intelligenten Wirkstoff profitieren.

Name: Exendin-4 (Exenatide).
Fundort: im Speichel der seltenen, nordamerikanischen Krustenechse Gila Lizard.
Entdecker: Dr. John Eng, ein Endokrinologe aus New York.
....

Inkretin-Mimetika haben für Menschen mit Diabetes Vorteile, die bislang keine anderen Diabetesmedikamente bieten konnten. Sie kurbeln die Insulinproduktion nur dann an, wenn der Blutzucker erhöht ist. Bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel bleibt die Stimulation der Insulinausschüttung aus. Inkretin-Mimetika verzögern einerseits die Magenentleerung, andererseits hemmen sie den Appetit. Darüber hinaus kann die neue Wirkstoffklasse zur Gewichtsreduktion beitragen, die bei Menschen mit Typ-2-Diabetes oft nötig wird. Studien zeigten, dass Patienten unter Gabe von Exenatide mit oralen Antidiabetika innerhalb von 30 Wochen zwischen 1,6 und 2,8 Kilogramm abnahmen(1).
Inkretin-Mimetika: Neue Behandlungsmöglichkeit bei Typ-2-Diabetes
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Weil es die Wirkung von Darmhormonen, den Inkretinen, nachahmt, zählen Mediziner Exenatide zu den so genannten Inkretin-Mimetika (das griechische Wort „Mimesis“ bedeutet „Nachahmung“). Eine neuartige Klasse von Diabetes-Medikamenten, die künftig durch das in Entwicklung befindliche Liraglutid Zuwachs bekommt. Mediziner freuen sich über den innovativen Behandlungsansatz, doch Heilmittel sind die Inkretin-Mimetika nicht, machen auch die bisherigen Therapien nicht überflüssig. Sie ersetzen kein Insulin, können aber die Behandlung damit hinauszögern – allerdings nur unter der Bedingung, dass der Körper selbst noch Insulin bildet. Bei Typ-1-Diabetikern ist das bekanntlich gar nicht der Fall, und bei Typ-2-Diabetikern stellt die Bauchspeicheldrüse im fortgeschrittenen Krankheitsstadium die Insulinproduktion ein. Für diese Patienten sind Inkretin-Mimetika folglich ungeeignet. Außerdem sind die Medikamente nicht zur Alleinbehandlung (Monotherapie) zugelassen, sondern werden in Kombination mit Blutzucker senkenden Tabletten verschrieben sofern diese selbst hochdosiert den Blutzuckerspiegel nicht in den Griff bekommen.


Keine Unterzuckerungsgefahr

Der Vorzug von Exenatide: Es regt die Bauchspeicheldrüse nur bei hohem Blutzuckerspiegel an, Insulin auszuschütten; ansonsten bleibt die Stimulation aus. Mithin geht von dem Mittel keine Unterzuckerungsgefahr aus; man kann sich folglich sparen, vor der Injektion den Blutzucker zu messen und es auch bei immer der gleichen Dosis belassen. Wird der Wirkstoff hingegen mit einem Sulfonylharnstoff-Präparat kombiniert, sollte dieses niedriger dosiert werden als üblich, um keine Unterzuckerung und damit eine plötzliche Ohnmacht und Verletzungen zu riskieren. Zur Vorsicht sollte Traubenzucker griffbereit sein.
......
Zu den unerwünschten Wirkungen zählen u. a. Erbrechen, Kopfschmerz, Schwindel, Blähungen und Sodbrennen. All dies gibt sich aber wieder, sobald der Körper sich an das Medikament gewöhnt hat. Da das Mittel hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, ist es für Nierenkranke tabu, insbesondere für jene, die auf Blutwäsche (Dialyse) angewiesen sind. Im Tierversuch schädigte der Wirkstoff die Leibesfrucht, beim Menschen fehlen diesbezügliche Erfahrungen. Vorsichtshalber wird schwangeren und stillenden Frauen von der Anwendung abgeraten.
Hoffnung für Zuckerkranke - Wie wirken Inkretin-Mimetika? - im Ratgeber Wellness und Gesundheit
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Nachdem jetzt gerade das Insulin zum Inhalieren wieder zurückgezogen wurde, ist das nun ein neues Angebot auf dem Markt. Mal schauen, ob es sich hält.

Uta

Diabetes

Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
.....Eine Messung des Insulinspiegels ist dann sinnvoll, wenn der Diabetiker mit Tabletten nicht gut eingestellt ist und die Frage zu beantworten ist, ob der richtige Zeitpunkt für den Umstieg auf Insulinspritzen gekommen ist (Medikamente). Ist der Insulinspiegel an der unteren Normgrenze oder darunter, dann sollte eine Insulintherapie in Erwägung gezogen werden. Ist der Insulinspiegel aber noch normal oder gar zu hoch, dann würde mit der Insulinspritze die Insulinresistenz eher noch verstärkt. In dieser Phase darf kein Insulin gespritzt werden, vielmehr gilt es, die Insulinresistenz ursächlich anzugehen! Leider fangen die meisten Diabetiker in dieser Phase, in der sie ihren Zucker noch erfolgreich behandeln könnten, mit dem Spritzen an – natürlich fast immer, ohne dass der Arzt vorher den Insulinspiegel gemessen hat. Wenn Ihr Arzt Sie von Tabletten auf Insulin umstellen will, dann bestehen Sie auf eine vorherige Insulinmessung!
Kann man denn auch noch die Insulineigenproduktion messen, wenn bereits Insulin gespritzt wird? Ja, aber hier dürfen wir nicht das Insulin bestimmen, denn dann wissen wir ja nicht, welches gespritzt wurde und wie viel der Körper selbst produziert hat. Vielmehr müssen wir den C-Peptid-Wert messen. Was ist das C-Peptid? Der Körper wandelt eine Vorstufe des Insulins in das eigentlich wirksame Insulin um. Dabei schneidet ein Enzym einen Teil der Insulinvorstufe ab – nämlich das C-Peptid. Da gespritztes Insulin kein C-Peptid enthält, bei der Entstehung körpereigenen Insulins aber immer C-Peptid anfällt, ist der C-Peptid-Wert ein sehr genauer Marker für die körpereigene Insulinsynthese.

Erstaunlicherweise haben viele Diabetiker, die Insulin spritzen, völlig normale, nicht selten sogar erhöhte C-Peptid-Werte. Trotz Zufuhr von außen produziert die Bauchspeicheldrüse genauso viel Insulin (oder noch mehr!) wie bei einem Stoffwechselgesunden – es wird aber nicht richtig verwertet. Diese Patienten dürften eigentlich gar kein Insulin spritzen, vielmehr müssten sie ihre Insulinresistenz vermindern. Ist das C-Peptid jedoch unterhalb des Normbereichs, dann ist die Bauchspeicheldrüse tatsächlich in die Erschöpfungsphase gekommen, eine Insulingabe ist jetzt wirklich unumgänglich.

Leider wird diese für die Frage „Insulin – ja oder nein?“ entscheidende Messung nur äußerst selten durchgeführt. Ich rate keinem Diabetiker dazu, Insulin zu spritzen, bevor diese Frage nicht geklärt ist. Jedem Diabetiker, der bereits Insulin spritzt und ein hohes C-Peptid aufweist, kann ich die berechtigte Hoffnung machen, dass er vom Insulin herunter kommt – wenn er es wirklich will und bereit ist, daran mitzuarbeiten.

Normalwerte: Insulin 5-25 mIU/l, C-Peptid 0,33-1,2 nmol/l.

Niedrigere Werte: Erschöpfung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse

Höhere Werte: Deutliche Insulinresistenz

Messhäufigkeit: Meist reicht es einmal aus, um die Frage „Insulin – ja oder nein?“ zu beantworten, ggf. nach einigen Jahren Wiederholung, wenn sich die Frage erneut stellt. .....
Rationale Diagnostik - fordern Sie eine rationale Diagnostik und Therapie ein

Sehr guter Artikel zum Thema Diabetes. Gerade die Frage der Messung von Insulin bzw. C-Peptid wird bei der üblichen Behandlung von Diabetes in einer Schwerpunktpraxis ganz selten gestellt.

Gruß
Uta

Geändert von Oregano (02.03.08 um 12:02 Uhr)

Diabetes

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Coldpacks - für Diabetiker zu kalt
01.09.07.


Foto: Shutterstock
Diabetiker sollten Sportverletzungen nicht mit Coldpacks behandeln, “Vor allem dann, wenn sie die Coldpacks direkt aus dem Tiefkühlfach nehmen”, warnt Professor Dr. Dietrich Hepp, Diabetologe aus München, im Apothekenmagazin “Diabetiker Ratgeber”. Eine Folge der Zuckerkrankheit ist oft die Neuropathie: Die Nerven sind geschädigt, und die Empfindung für Kälte ist herabgesetzt. “Die Haut kann Kälteschäden wie bei einer leichten Erfrierung davontragen”, erklärt Hepp. Da bei Diabetes häufig auch die Hautdurchblutung gestört ist, erhöht dies die Anfälligkeit für Kälteschäden. “Vermeiden Sie Coldpacks also nach Möglichkeit”, rät Hepp, “und verwenden Sie besser kühle Umschläge.”
Coldpacks - für Diabetiker zu kalt

Uta


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