Insulinresistenz - heilbar? Alternative Behandlungsmöglichkeiten?

30.04.10 19:48 #1
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Insulinresistenz - heilbar? Alternative Behandlungsmöglichkeiten?

ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Hallo Ulf,

kennst Du Diabetes?

Hast Du schon Menschen gesehen denen die Beine verfaulten, trotzdem sie sich ohne Kohlenhydrate ernährten. Die 15 und mehr Stents hatten wegen ihrer Arterienverkalkung. die eine Neierenersatztherapie brauchten ( ca 35%)?

peter
Knutpeter! Wir reden an einander vorbei.Was hat das mit der Sache zu tun.
Ich weiss (wie auch viele Andere) was Diabetes2 verursacht und was man dagegen tun kann.
Ulf

Insulinresistenz - heilbar? Alternative Behandlungsmöglichkeiten?

gpsbiker ist offline
Beiträge: 525
Seit: 26.11.08
Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Hallo Ulf,

kennst Du Diabetes?

Hast Du schon Menschen gesehen denen die Beine verfaulten, trotzdem sie sich ohne Kohlenhydrate ernährten. Die 15 und mehr Stents hatten wegen ihrer Arterienverkalkung. die eine Neierenersatztherapie brauchten ( ca 35%)?

peter
Ich habe solche Leute gesehen.
Keiner von ihnen war Diabetiker.............
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"Die verhängnisvolle Neigung der Menschen, über etwas, was ihnen nicht mehr zweifelhaft scheint, nicht länger nachzudenken, ist die Ursache der Hälfte aller Irrtümer." (John Stuart Mill)

Insulinresistenz - heilbar? Alternative Behandlungsmöglichkeiten?

ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Zitat von gpsbiker Beitrag anzeigen
Ich habe solche Leute gesehen.
Keiner von ihnen war Diabetiker.............
Gpsbiker!

Danke!

LG Ulf

Insulinresistenz - heilbar? Alternative Behandlungsmöglichkeiten?

rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
@Peter,

Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Hast Du schon Menschen gesehen denen die Beine verfaulten, trotzdem sie sich ohne Kohlenhydrate ernährten. Die 15 und mehr Stents hatten wegen ihrer Arterienverkalkung. die eine Neierenersatztherapie brauchten ( ca 35%)?
ich hab sowas gesehen - mein einer Onkel ist so gestorben. Auch er war kein Diabetiker - aber er hatte das familiäre vitamin D-problem. was bei mir (wohl durch magnesiumreiche ernährung und sonstige voreinstellungen) in einen allgemeinen mangel entartete, ist bei ihm durch letztlichen calcitriolmangel und "gutes essen" in eine schwere arteriosklerose entartet.

und ich kenne gleich mehrere diabetiker, die es schon lange sind und mit dem LOGI-ansatz (=insulin-diät) ganz ohne medikamente auskommen und gute werte haben. da muss ich ulf recht geben.

@Froschkönigin

im übrigen hab ich grad mit einer älteren diabetikerin zu tun (70 jahre), deren blutwerte sich signifikant verändert haben durch bessere VD-werte - sie mußte jetzt die medis ganz absetzen, weil sich ihre insulinresistenz so verbessert hat, dass sie immer öfter unterzuckert war.

rosmarin
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ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Rosmarin!
Interessant zu hören das mit der 70jährigen Diabetikerin.Ich hab selbst einen 56jährigen Diabetiker unter "Einfluss",allerdings Typ1,was die Sache etwas schwieriger macht. Immerhin-mit Uebergang zu beinahe ketogenischer Kost (hierzulande Lchf benannt) kam eine dramatische Veränderung.In 2 Wochen verschwanden 4 Kg und der Langzeitblutzucker sank von ca 15 auf 8 Einheiten (Zielreferenz 4-6),Verbrauch von Mahlzeitinsulin von 4 auf 3 Einheiten/Tag. Er bezeugte dass er sich in den letzten 10 Jahren nie so wohl gefuehlt hatte wie jetzt nach nur 2 Wochen Kostveränderungen.Sein geliebtes Bier hatte er opfern muessen-aber das war es wert. Ein (uebergehendes) Problem ist dass der Körper sich falsche Referensen angewöhnt hat und die nur langsam justiert.Ein Wert unter 6 wird als Unterzuckerung gedeutet und damit wird Adrenalin ausgestossen.Das passierte ihm auch,aber er verstand worum es sich handelte und macht weiter.Offentsichtlich hat er noch etwas eigenes Insulin da eine Scheibe Brot keinen Ausschlag gibt wenn er sich im Uebrigen ganz animalisch ernährt.Sein Insulin reicht dann aus fuer Proteine und (sehr) wenige Kolhydrate.Damit gehört er wahrscheinlich zu den 20% bei denen das der Fall ist.Da kann man einiges hoffen.Immerhin-man muss langsam vorgehen.
Gruss Ulf

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rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Zitat von ulfpohl Beitrag anzeigen
Ich hab selbst einen 56jährigen Diabetiker unter "Einfluss",allerdings Typ1,was die Sache etwas schwieriger macht. Immerhin-mit Uebergang zu beinahe ketogenischer Kost (hierzulande Lchf benannt) kam eine dramatische Veränderung.In 2 Wochen verschwanden 4 Kg und der Langzeitblutzucker sank von ca 15 auf 8 Einheiten (Zielreferenz 4-6),Verbrauch von Mahlzeitinsulin von 4 auf 3 Einheiten/Tag. Er bezeugte dass er sich in den letzten 10 Jahren nie so wohl gefuehlt hatte wie jetzt nach nur 2 Wochen Kostveränderungen.Sein geliebtes Bier hatte er opfern muessen-aber das war es wert.
Das klingt gut!

Ein (uebergehendes) Problem ist dass der Körper sich falsche Referensen angewöhnt hat und die nur langsam justiert. ... Immerhin-man muss langsam vorgehen.
Es hat damit zu tun, dass länger anhaltende Mangelzustände sich auch in der Genexpression diverser Rezeptoren niederschlagen (Stichwort: Epigenetik). Durch radikale anhaltende Änderungen sind solche "Voreinstellungen" im Schnitt innerhalb von drei Monaten änderbar - das ist ein Zeitraum, der immer wieder auftaucht - die Uni Toronto hat bei diesem Thema (Modifikation epigenetischer Stoffwechseleinstellungen) ganz interessante Ergebnisse...

Ein Wert unter 6 wird als Unterzuckerung gedeutet und damit wird Adrenalin ausgestossen.Das passierte ihm auch,aber er verstand worum es sich handelte und macht weiter.Offentsichtlich hat er noch etwas eigenes Insulin da eine Scheibe Brot keinen Ausschlag gibt wenn er sich im Uebrigen ganz animalisch ernährt.Sein Insulin reicht dann aus fuer Proteine und (sehr) wenige Kolhydrate.Damit gehört er wahrscheinlich zu den 20% bei denen das der Fall ist.Da kann man einiges hoffen.
Hast du eigentlich mal nach dem VD-Spiegel geschaut?
Ggf. ist der auch zu niedrig (gibts auch als konstitutionelles Problem ). Da die Bauspeicheldrüse eine ganze Menge VD-Rezeptoren hat, die die Insulinausscheidung beeinflussen, kann es sein, dass selbst in einem solchen Fall VD die Insulinproduktion erhöht.

rosmarin
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ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Rosmarin!
Danke fuer Deine Kommentare. Nun mal eine kurze Frage:VD-Spiegel/Receptoren sagt mir nichts (habe seit 1959 nicht mehr in Deutschland gewohnt)
LG Ulf

Geändert von ulfpohl (20.10.10 um 17:27 Uhr)

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rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Es geht um Vitamin D (= VD hier im Forum ).
Vitamin-D-Rezeptoren (= VDR) sind in vielen Organen/Geweben vertreten und gelten als Hinweis darauf, dass diese u.a. Vitamin-D-abhängig sind.

Daher bei meiner Bekannten der Zusammenhang mit Vitamin D.

rosmarin
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gpsbiker ist offline
Beiträge: 525
Seit: 26.11.08
Auch wenn`s das Thema nur indirekt betrifft und ich mich immer scheue eine einzelne Substanz hochzuloben, so ist Rosmarins Hinweis einer mit herausragender Bedeutung. Ich persönlich würde meinen Calcidiol-Spiegel (25-OH-D3) bestimmen lassen (am besten direkt im Labor zur Blutabnahme) und eine Aufsättigung auf 40 - 60 ng/ml vornehmen. Gerade gegen den Typ 2 (aber auch gegen Entstehung des Typ I ) Diabetes, hat Vitamin D nach aktueller Studienlage ein überproportionales Schutzpotential.
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Geändert von gpsbiker (20.10.10 um 18:08 Uhr)

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Beagv ist offline
Beiträge: 39
Seit: 04.11.08
Hallo,
auch ich war auf dem besten Wege zur Diabetikerin. Vater/Schwester insulinpflichtig, meine Werte ebenfalls grenzwertig. Seitdem ich sehr auf meine Ernährung achte, KH nur über Gemüse und wenig Obst und vorzugsweise Walnüsse (viel Omega3) zu mir nehme, auf den Verzehr von viel hochwertigen Ölen achte, mageres Fleisch - eher Pute und Huhn esse, auf einen ausreichenden Eiweißkonsum achte und mich regelmäßig bewege - keine Spur mehr von auffälligen Werten. Als Einstieg hat mir derzeit die LOGI-Methode hervorragend geholfen und ich fühle mich pudelwohl - mit meinen unterdessen 56 Jahren.
Viele Grüße
Beagv
Beagv


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