Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

02.07.08 21:35 #1
Neues Thema erstellen

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
http://www.dr-kuklinski.info/publika.../blutfette.pdf

Hier spricht Dr. K. von der kohlenhydratarmen Ernährung, die aber fettreich ist mit viel Butter und Sahne, die an Eintöpfe und Wok-Gerichte gegeben werden.
Eine solche Ernährung kann eine Insulinbehandlung verhindern oder wenigstens aufschieben. Außerdem muß man bedenken, daß Insulin schon in kleinen Dosen lipogen ist (= die Fettsynthese steigernd).

Bei einer Mitochondriopathie hemmt Zucker die Mitochondrien und wird in Fett umgewandelt. Eine Analyse des Laktats (Milchsäure) und Pyruvats (Benztrauensäure) zeigt eine mitochondriale Dysfunktion, weil das VErhältnis der beiden auf >20:1 ansteigt.

Hier kann helfen:
- Muskalaktivität steigern
- weniger Kh aufnehmen
- hochdosiert Vitamin B1 nehmen
- mehr tierisches Fett als Energiequelle für die Mitochondrien konsumieren

Diese Kohlehydratverwertungsprobleme bewirken, daß das Hirn ständig Energiemangel hat. Es kommt zu Funktionsstörungen:

- nur noch eine Tätigkeit ist möglich, und zwar ungestört (nix Multitasking)
- höhere Empfindlichkeit auf Licht, Lärm, STress
- motorische Störungen
- Augen- und Nackenmuskeln ermüden schnell (hier finden sich viel größere Mitochondrien als in der peripheren Muskulatur)
- Vitamin B12-Bedarf b zw. -Mangel mit Folge-Störungen

Es gibt weitere Folgeerkrankungen durch erhöhte Stickstoffmonoxid-Freisetzung:
- Refluxösophagitis (STickstoffmonoxid öffnet den Mageneingang)
- DArmentzündung
- Bluthochdruck
- Blutfettsteigerung
- Arteriosklerose

Dr. K. spricht weiter über die Gefahr, bei NO-Stress bestimmte Medikamente zu verordnen. z.B. lassen Beta-Blocker die NO-Synthese ansteigen, ebenso wie Antihypertonika (z.B. Enalapril). Vorsicht auch bei der Gabe von Antibiotika, z.B. gegen den Helicobacter: chronisch nitrosativer Stress wird ausgelöst.


Uta

Geändert von Oregano (03.07.08 um 09:03 Uhr)

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Angie ist offline
Beiträge: 3.390
Seit: 18.04.08
Danke Uta

Sehr interessanter Beitrag!

Liebe Grüße

Angie

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Hier noch ein Text von Dr. Kuklinski:

http://www.dr-kuklinski.info/publika...hrungsfett.pdf

"Nahrungsfett, metabolisches Syndrom, mitochondriale Zytopathie"

Zunächst bezieht Dr. K. sich auf das WHO-Monica-Projekt und spricht von der "Nullhypothese von Cholesterin als Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit"
[Die Nullhypothese (H0) sagt aus, dass es keine Beziehung zwischen zwei oder mehreren Variablen gibt ("Es besteht kein Unterschied zwischen zwei Methoden/Interventionen"). ]


Er spricht von einer weiteren Erkenntnis, nämlich, daß bei festgestellten Koronarerkrankungen eine Kost mit gesättigten Fetten diese bremst, während hohe Kohlehydrataufnahme sie fördert.
Das bedeutet also eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index und wenig Kohlehydraten + gute Öle/Fette einschl. der tierischen Fette wie Butter und Sahne.
(Er bezieht sich dabei auf die Heilmeyer-Studie in der Reha-Klinik Überruh: http://www.prologi.org/_data/Heilmeyer-Studie.pdf).

"Diabetis mellitus, Adipositas, Lipidämien sind überwiegend mitochondriale Zytopathien... Klinisch finden sich zu 80% ei Diabetes mellitus Typ 2 pathologisch hohe Pyruvatkonzentrationen oder Laktazidosen, mit einem pathologisch hohen Verhältnis von Laktat : Pyruvat von 20:1." Hier kann Vitamin B1 oder alpha-Liponsäure helfen. Aber das funktioniert nicht immer und hängt vom Grad der Mitochondriopathie ab usw. usw.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ +++++++

... Die Trendanalysen in der MONICA-Studie ergaben, dass die Infarktraten in den meisten Ländern (28 von 37 Studienpopulationen bei Männern, 22 von 35 Populationen bei Frauen) tatsächlich rückläufig sind (im Durchschnitt um - 2,7% pro Jahr bei Männern und - 2,1% bei Frauen). Vor allen in Ländern mit bislang besonders hohen Infarktraten (Finn-land, USA) war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Zunehmende Raten waren in den osteuropäischen Populationen und in China zu beobachten. Ähnliches war für die Letalität des Herzinfarkts zu beobachten. Der Rückgang der Sterblichkeit an Herzinfarkt schien im Durchschnitt zu etwa einem Drittel auf die Abnahme der Letalität, zu zwei Dritteln auf eine Abnahme der Infarktrate zurückzugehen. ...

Einführung in die Epidemiologie für Mediziner

Uta

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

margie ist offline
Beiträge: 4.658
Seit: 02.01.05
Hallo Uta,

also ich habe diese "Erkenntnisse" von Kulinski überflogen. Mein Eindruck ist, dass dieser Arzt alle Krankheiten die man so kennt, auf die "NO-induzierte Mitochondropathie" zurückführt.

Man soll mehr tierische Fette essen, weniger Kohlenhydrate. Klingt für mich unlogisch, denn die meisten Menschen essen doch eher zuviel tierische Fette und Eiweiße.
Ich selbst wohl auch und in meiner letzten Dysbiose-Untersuchung waren die Fäulnisbakterien (Clostridien und Klebsiellen), vielleicht als Folge davon, stark vermehrt. Jedenfalls schrieb das Labor, dass die Vermehrung von Fäulnisbakterien die Folge eines hohen tierischen Fett- und Eiweißkonsums sei und dass man mehr Kohlenhydrate essen solle. Ich esse in der Tat viel tierische Fette (viel Milchprodukte) und wenig Kohlenhydrate, so dass ich mir vorstellen kann, dass an dieser These des Labors etwas dran ist.

Mit der von Kulinski propagierten Ernährung würde ich mir also noch mehr Chlostridien und Klebsiellen züchten, wenn die Erkenntnis des Labores stimmt. Diese Fäulnisbakterien wiederum erzeugen biogene Amine (also Histamin ->eines meiner Probleme) und Ammoniak (->macht ganz sicher Hirnleistungsstörungen, vgl. Erkenntnisse zur hepatischen Enzephalopathie), wenn es stimmt, was die Labor dazu schreiben.

Was soll man denn da noch glauben?


Wie ich eingangs schon schrieb, führt Kulinski alle Störungen/Krankheiten auf diese Mitochondropathie zurück. Mich erinnert dies an Dr. D. der alle Störungen/Krankheiten auf das Amalgam zurückführt und mich erinnert das an Dr. Ka.....g der alle Störungen/Krankheiten auf KPU zurückführt.
Gehe ich zu Kulinski dann habe ich sicher eine Mitochondropathie, bei Dr. D. war ich bereits, der war sicher, bei mir kommt alles vom Amalgam und ginge ich zu Dr. Ka......g dann hätte ich wohl KPU.

Ich will nicht sagen, dass nicht alle diese Ärzte ein wenig Recht haben können, aber mein Eindruck ist, dass sich evtl. auch eine gewisse "Betriebsblindheit" bei ihnen eingestellt hat.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Ich glaube, das Problem ist, dass alle immer gleich zu extremen neigen. Der eine verteufelt KH, der andere Eiweiß usw. Weder Low Carb noch Low Protein noch Low Fat ist die Lösung sondern Low Quantity, dafür High Quality. Ist natürlich die schwierigste Lösung von allen
Ich merke auch, wenn ich Low Carb esse, geht es mir Candida-technisch gut und ich hab keine Heißhungerattacken...ist sicher gut fürs Insulin. Aber ich hab Verstopfung und esse zuviel Eiweiß. Esse ich dann wieder KH krieg ich wieder Probleme mit Candida und Blutzucker.
Ich glaube die gesündesten Menschen essen von allem etwas, aber dafür kleine Portionen.
__________________
Liebe Grüße Carrie

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Hallo Margie,

Er spricht von einer weiteren Erkenntnis, nämlich, daß bei festgestellten Koronarerkrankungen eine Kost mit gesättigten Fetten diese bremst, während hohe Kohlehydrataufnahme sie fördert.
Das bedeutet also eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index und wenig Kohlehydraten + gute Öle/Fette einschl. der tierischen Fette wie Butter und Sahne.
(Er bezieht sich dabei auf die Heilmeyer-Studie in der Reha-Klinik Überruh: http://www.prologi.org/_data/Heilmeyer-Studie.pdf).
Wenn diese Erkenntnis stimmt, und es scheint immer mehr Stimmen zu geben, die dafür sprechen, dann ist das etwas ganz Wichtiges in Bezug auf die Ernährung! Egal, ob nun Dr. K. immer wieder von den Zytopathien spricht: eine geänderte Ernährung wäre demnach ein Rad, an dem jeder Mensch selbst drehen kann - u.a. Diabetiker und Herzkranke.
Das gleiche gilt für die "Nullhypothese" von Cholesterin: wenn das so ist, dann muß die ganze Verschreiberei von Cholesterinsenkern überdacht werden und dann wird sich durchsetzen, daß Ärzte sich einen Cholesterinwert von 260 anschauen können, ohne gleich den Rezeptblock zu zücken.
Auch das halte ich für sehr wichtig!
Das bezog sich jetzt auf Beitrag #3.

In Beitrag #1 geht es auch hauptsächlich um die Ernährung, nur wird mehr Bezug auf Mitochondriopathien genommen.
Aber auch hier geht es darum, dem Patienten eine Möglichkeit an die Hand zu geben, die er selbst ausprobieren kann.
Außerdem nennt er eine Möglichkeit herauszufinden, ob nun jemand eine Mitochondriopathie hat:
Eine Analyse des Laktats (Milchsäure) und Pyruvats (Benztrauensäure) zeigt eine mitochondriale Dysfunktion, weil das VErhältnis der beiden auf >20:1 ansteigt.
Wenn das Verhältnis der beiden Werte tatsächlich (mehrmals) so hoch ist, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, daß u.a. mit der Ernährung versucht werden sollte, etwas zu bewirken.

Daß die ganze Forschung um NO, nitrosativen STress und weitere Stoffwechselmarker noch nicht so ausgereift ist, scheint klar. - Gerade deshalb ist ja der Ansatz von Dr. K. so interessant: er versucht, viele bisherigen Ungereimtheiten unter einen Hut zu bringen und nicht nur einzelne Parameter zu betrachten und dort therapeutisch anzusetzen.
Daß er damit vielleicht manchmal über das Ziel hinausschießt, mag sein.

Außerdem habe ich diese beiden Artikel ganz bewußt in die Rubrik "Diabetes" gestellt, weil ja gerade Diabetiker mit der Ernährung besonders gefordert sind.

Gruss,
Uta

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Rudi Ratlos ist offline
Beiträge: 2.071
Seit: 01.02.08
Zitat von Carrie Beitrag anzeigen
Ich glaube die gesündesten Menschen essen von allem etwas, aber dafür kleine Portionen.
Hallo Carrie,
das stimmt sicherlich, doch hier wirst du von diesen Menschen keinen antreffen. Wir sind so zusagen eine "negative Auslese an Patientengut" (Dr. K.). Gerade solche Leute gehen natürlich zu Dr. Kuklinski, er ist schließlich kein Hausarzt.
Der meint übrigens "Man kann Läuse und Flöhe haben, zur gleichen Zeit" und kann also auch andere Erkrankungen diagostizieren. Bei mir hat er das gerade getan (neben der mitochondialen Zytopathie).

LOGI-Kost würde Dr. K. sicher auch Gesunden empfehlen, aber wirklich Kranken verordnet er eine Diät, die mit LOGI nicht mehr viel gemein hat. Die fettreiche Ernährung (kaum Kohlenhydrate und ACHTUNG: wenig Eiweiß) ist eine Diät für seine Patienten. Denen verordnet er neben dem Fett jeden Tag einen Salat(kopf). Das Fett ist für die Verdauung wirklich eine herbe Zumutung und benötigt zwingend viel (rohes) Gemüse, um die Darmflora nicht kippen zulassen.
__________________
Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 30.05.08
Lieber Rudi,

das sind ja wieder viele neue Infos für mich in Deinem Posting:



Zitat von Rudi Ratlos Beitrag anzeigen
Gerade solche Leute gehen natürlich zu Dr. Kuklinski, er ist schließlich kein Hausarzt.
Der meint übrigens "Man kann Läuse und Flöhe haben, zur gleichen Zeit" und kann also auch andere Erkrankungen diagostizieren. Bei mir hat er das gerade getan (neben der mitochondialen Zytopathie).
Das habe ich nicht ganz verstanden. Hat Dein HA noch was anderes diagnostiziert? Oder sollte wirklich Dr. Kuklinski noch was anderes bzw. weiteres diagnostiziert haben?

Zitat von Rudi Ratlos
Die fettreiche Ernährung (kaum Kohlenhydrate und ACHTUNG: wenig Eiweiß) ist eine Diät für seine Patienten. Denen verordnet er neben dem Fett jeden Tag einen Salat(kopf). Das Fett ist für die Verdauung wirklich eine herbe Zumutung und benötigt zwingend viel (rohes) Gemüse, um die Darmflora nicht kippen zulassen.
Warum wenig Eiweiß? Bisher dachte ich, wir sollten viel Eiweiß essen.
Warum rohes Gemüse? Das mag ich ja gar nicht . Geht nicht auch Gedünstetes oder beinahe nur als Auflauf?
Salatköpfe haben doch - denke ich - viel Nitrat / Nitrit, was dann gerade nach Dr. Kuklinski ja gar nicht gut sein dürfte. Oder ist der Nitrat- bzw. Nitritgehalt nur im Winter so extrem hoch?

Viele Grüße
ein bezüglich der Ernährung nach Kuklinski noch laienhafter Karolus
__________________
Schreibe nur von meinen Erfahrungen. Bin kein HP, Arzt oder Jurist!

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo,

Zitat von Margie
Man soll mehr tierische Fette essen, weniger Kohlenhydrate. Klingt für mich unlogisch, denn die meisten Menschen essen doch eher zuviel tierische Fette und Eiweiße.
Das ist gar nicht unlogisch. Die meisten Menschen essen massenweise tierisches Eiweiß und Kohlehydrate in Form von Nudeln, Brot, Kartoffeln, Reis usw., insbesondere Nudeln, aber kaum Obst und Gemüse (5mal am Tag werden in Deutschland für Gesunde empfohlen, Kranke, Gestresste, alte Menschen, Heranwachsende brauchen mehr). Und genau das ist der Knackpunkt. Um tierisches Eiweiß gut verarbeiten zu können, die Darmflora o.k. zu halten, braucht man reichlich Obst und Gemüse. Kuklinski empfiehlt die LOGI-Kost, bei der man mindestens 5 mal Obst und Gemüse essen soll. Insbesondere Gemüse ist wichtig. Von Obst rät er einigen sehr Kranken zunächst auch ab.

Wie ich eingangs schon schrieb, führt Kulinski alle Störungen/Krankheiten auf diese Mitochondropathie zurück. Mich erinnert dies an Dr. D. der alle Störungen/Krankheiten auf das Amalgam zurückführt und mich erinnert das an Dr. Ka.....g der alle Störungen/Krankheiten auf KPU zurückführt.
Gehe ich zu Kulinski dann habe ich sicher eine Mitochondropathie, bei Dr. D. war ich bereits, der war sicher, bei mir kommt alles vom Amalgam und ginge ich zu Dr. Ka......g dann hätte ich wohl KPU.
Dr. Kuklinski sieht meines Erachtens über den Tellerrand, er sieht die Gesamtzusammenhänge, was ich bei Experten, die alles auf Amalgam oder KPU zurückführen, nicht so erkennen kann. Bei Dr. K. kommt alles vor. Er ist bei weitem nicht der einzige mit seiner Sichtweise. In seinem Buch gibt er ganz viele Quellen an. Die LOGI-Kost hat er sich auch nicht ausgedacht. Sie kommt von der Harvard-Medical-School in Boston.

Zitat von Uta
Daß er damit vielleicht manchmal über das Ziel hinausschießt, mag sein.
Das finde ich ganz und gar nicht. So unausgereift sind seine Erkenntnisse übrigens nicht. Auf einigen Vorträgen und Kongressen, die ich bisher besucht habe, wird Ähnliches berichtet - ohne dass von Dr. Kuklinski gesprochen wird.

Zitat von Karolus
Warum rohes Gemüse? Das mag ich ja gar nicht
Weil da noch die meisten Vitamine und Enzyme drin sind.

Viele Grüße
Erika

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

margie ist offline
Beiträge: 4.658
Seit: 02.01.05
Hallo,

Uta schrieb:
Außerdem nennt er eine Möglichkeit herauszufinden, ob nun jemand eine Mitochondriopathie hat:

Zitat:
Eine Analyse des Laktats (Milchsäure) und Pyruvats (Benztrauensäure) zeigt eine mitochondriale Dysfunktion, weil das VErhältnis der beiden auf >20:1 ansteigt.
Diese Werte korrekt zu bestimmen, schaffte nicht mal das Labor, als ich zuletzt dort war. Werde sie aber hoffentlich mal korrekt gemessen bekommen.
Aber hat man als Leberkranker nicht automatisch eine Mitochondriopathie?
Und wenn es von einer Leberkrankheit käme, die genetisch bedingt ist, wie "mein" M. Wilson, kann man doch kaum viel mit Ernährung daran ändern.


Uta schrieb:
Das gleiche gilt für die "Nullhypothese" von Cholesterin: wenn das so ist, dann muß die ganze Verschreiberei von Cholesterinsenkern überdacht werden und dann wird sich durchsetzen, daß Ärzte sich einen Cholesterinwert von 260 anschauen können, ohne gleich den Rezeptblock zu zücken.
Auch das halte ich für sehr wichtig!
Ich nehme seit kurzem einen Cholesterinsenker, weil bei mir seit kurzem Arteriosklerose festgestellt wurde, d. h. Plaques in Arterien und weil ich seit mehr als 10 Jahren erhöhtes Cholesterin (bis ca. 305) habe und erhöhtes LDL-Cholesterin. Beides ist offenbar sehr gekoppelt mit meinen Leberwerten (M. Wilson), denn je höher die Leberwerte sind, umso höher das Cholesterin bei mir. Einen Einfluss der Ernährung sehe ich bei der Höhe meines Cholesterins kaum.
Mein Vater, alles andere als gesundheitsbewußt lebend, hat ein niedriges Cholesterin und meine Mutter auch.
Wenn also Plaques auch vom erhöhten Cholesterin kommen können, dann würde dies bei mir passen. Ich gehe davon aus, dass für Plaques aber nicht nur das Cholesterin eine Rolle spielt, sondern vielleicht auch Bakterien (ich habe pos. Ak auf Chlamydien pneum. ohne wirklich eine akute Infektion damit zu haben, wenn dann eine leichte latente und chronische).


Nur ist mein (weiteres) Problem, dass ich extrem viele Fäulnisbakterien habe, die viele negative Folgen bei mir anrichten und wenn es stimmt, dass diese durch Fette und Eiweiße in der Nahrung sich vermehren und durch Kohlenhydrate sich vermindern, dann muss ich meine Ernährung auf viele Kohlenhydrate ändern.
Ist vielleicht bei mir auch besser, weil ich Fette wegen meiner Pankreasinsuffizienz eher meiden sollte (nehme allerdings Enzyme ein).

Und die Menschen, die nach Kulinski leben, also viele Fette (und Eiweiße) essen, die werden wohl Bekanntschaft mit den Fäulnisbakterien machen, d. h. ein Problem lösen und das nächste sich "einfangen"?

Man kann nicht nur ein Problem isoliert sehen, wenn man ißt, d. h. ich kann nicht nur auf Arteriosklerose etc. allein achten beim Essen und meine anderen Probleme einfach ignorieren.

Ich denke auch, eine ausgewogene Kost mit hochwertigen Bestandteilen und von allem nicht zuuu viel, das kann ein Mittelweg sein.

Erika schrieb:
Die meisten Menschen essen massenweise tierisches Eiweiß und Kohlehydrate in Form von Nudeln, Brot, Kartoffeln, Reis usw., insbesondere Nudeln, aber kaum Obst und Gemüse (5mal am Tag werden in Deutschland für Gesunde empfohlen, Kranke, Gestresste, alte Menschen, Heranwachsende brauchen mehr).
Obst und Gemüse ist, je älter und kränker man wird, umso schwerer verdaulich in frischer Form und in gedünsteter auch nicht in großen Mengen. Ich habe damit sehr große Probleme und könnte 5 Mal am Tag Obst und Gemüse nicht essen. Wenn ich mal mehr davon aß, nimmt mein Durchfall stark zu und die damit verbundenen Beschwerden wie Blähungen, Blubbern, Rumoren im Darm.
Ich denke, dass die Verdauungsorgane vor allem bei Kranken nicht sehr belastbar sind, d. h. Obst und Gemüse dann in großen Mengen Probleme auch bei anderen machen.
Es mag bei Gesunden anders sein, dazu kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


Optionen Suchen


Themenübersicht