Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

02.07.08 21:35 #1
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Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Wieso dann das viele Fett? Das dient dann ja als Ersatz-Sattmacher, weil man KH und Eiweiß weglässt. Aber wäre es nicht sinnvoller, gleich nur auf viel Obst und Gemüse (eher mehr Gemüse als Obst) mit ein wenig Fett umzuschwenken. Sprich die Ernährung, mit der die Rohköstler so vioel Erfolg haben. Ich bin nicht sicher ob Rohkost so gesund ist weil alles roh gegessen wird, sondern einfach weil sowohl die Mengen an KH als auch an Eiweiß schlicht weggelassen werden.
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Liebe Grüße Carrie

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Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
carrie, deine leber braucht fett, um richtig funktionieren zu können.

Dr. Kuklinski: "Blutfette/Zuckerkrankheit/Mitochondrien

Rudi Ratlos ist offline
Beiträge: 2.071
Seit: 01.02.08
Zitat von Karolus Beitrag anzeigen
Das habe ich nicht ganz verstanden. Hat Dein HA noch was anderes diagnostiziert? Oder sollte wirklich Dr. Kuklinski noch was anderes bzw. weiteres diagnostiziert haben?
Hallo Karolus,
Dr. K. hat bei mir noch eine dritte Komponente meiner Erkrankung festgestellt. Deren Aufklärung ist jedoch noch nicht weit fortgeschritten, deswegen kann ich noch nichts darüber schreiben. Mir hat das jedoch gezeigt, daß er nicht monokausal denkt. Er hat akkurat reagiert, seine bisherige Therapie schnell angepaßt.
Mit meiner Bemerkung, er sei doch kein Hausarzt, meinte ich, daß ihn keine durchschnittlichen Patienten aufsuchen, sondern die, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in sein Spezialgebiet passen. Das er bei ihnen dann meist Mitochondrienschäden diagnostiziert, liegt daran, daß er gezielt von Patienten mit solchen Symptomen aufgesucht wird.
Einen Hausarzt habe ich schon lange nicht mehr.



Warum wenig Eiweiß? Bisher dachte ich, wir sollten viel Eiweiß essen.
Warum rohes Gemüse? Das mag ich ja gar nicht . Geht nicht auch Gedünstetes oder beinahe nur als Auflauf?
Salatköpfe haben doch - denke ich - viel Nitrat / Nitrit, was dann gerade nach Dr. Kuklinski ja gar nicht gut sein dürfte. Oder ist der Nitrat- bzw. Nitritgehalt nur im Winter so extrem hoch?
Eiweiß kann bei Kranken zu weiteren Problemen führen. Es ist schwerer verdaulich als Fett.
Zur Frage roh/gedünstet hat Erika schon geantwortet. Dr. K hat nichts gegen gedünstetes Gemüse. Er empfiehlt Suppen und Aufläufe, was für Kranke leichter zu verwerten ist. Doch Rohkost ist von den Nährstoffen her um Klassen besser und bringt dazu noch Mikroorganismen in den Darm, die bei Kochkost abgetötet werden. Ziel ist den Anteil an Rohkost, je nach Verträglichkeit, zu erhöhen. Dazu eignet sich alles, was zu Salaten zerschnipselt werden kann. Keiner braucht rohes Weißkraut oder Unmengen an Wurzeln zu essen. Alles aus BIO-Anbau, weil dort u.a. der Stickstoffdünger fehlt. Blattsalate sollten im Winter gemieden werden - aber einheimischen BIO-Blattsalat gibt es im Winter soundso nicht.
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Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

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Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
carrie, deine leber braucht fett, um richtig funktionieren zu können.
Ja schon klar, aber doch nicht solche Riesenmengen? Wieso muss man denn von einem Extrem wieder zum anderen übergehen?
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Liebe Grüße Carrie

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Rudi Ratlos ist offline
Beiträge: 2.071
Seit: 01.02.08
Zitat von Carrie Beitrag anzeigen
Wieso dann das viele Fett? Das dient dann ja als Ersatz-Sattmacher, weil man KH und Eiweiß weglässt. Aber wäre es nicht sinnvoller, gleich nur auf viel Obst und Gemüse (eher mehr Gemüse als Obst) mit ein wenig Fett umzuschwenken. Sprich die Ernährung, mit der die Rohköstler so vioel Erfolg haben. Ich bin nicht sicher ob Rohkost so gesund ist weil alles roh gegessen wird, sondern einfach weil sowohl die Mengen an KH als auch an Eiweiß schlicht weggelassen werden.
Hallo Carrie
KH müssen weg gelassen werden, weil die Verwertung der KH zu Energie bei einer Pyruvat-Stoffwechselstörung blockiert ist. Die KH, auch Fruktose, werden zu Laktat umgewandelt und vergiften den Körper.

Fett soll deswegen gegessen werden, weil die Fettverwertung nicht blockiert werden kann und das Fett mit Vitamin B1 und Biotin die Energie für die Zellen liefern muß.
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Gruß
Rudi

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Karolus ist offline
Beiträge: 1.937
Seit: 30.05.08
Hallo Rudi,

vielen Dank für der Erklärung der mir noch unbekannten Ernährungsbasics!

Viele Grüße
Karolus
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Schreibe nur von meinen Erfahrungen. Bin kein HP, Arzt oder Jurist!

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Männlich Bodo
Zitat von Rudi Ratlos Beitrag anzeigen
KH müssen weg gelassen werden, weil die Verwertung der KH zu Energie bei einer Pyruvat-Stoffwechselstörung blockiert ist. Die KH, auch Fruktose, werden zu Laktat umgewandelt und vergiften den Körper.
Hallo Rudi.

Woher bezieht der Körper dann die Stoffe, die er in Energie umwandelt?

Eine Ernährung, die gänzlich auf KH verzichtet (Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis usw.)
stelle ich mir problematisch vor.

Die KH werden doch gespalten, so dass die Muskeln Energie (Zucker) zugeführt bekommen.

Besteht nicht die Gefahr, dass bei komplettem Verzicht auf KH der Organismus
an sämtliche Fettreserven geht, diese verbrennt und letztlich eine Aufzehrung
bestehen könnte?

Welche Ernährungslösung ist bei genannter Pyruvat-Stoffwechselstörung diesbezüglich bewährt?


Viele Grüße, Bodo

Geändert von Bodo (07.07.08 um 12:38 Uhr)

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Wenn der Körper Fett zugeführt bekommt, geht er nicht an die eigenen Fettreserven, also kann er auch nicht ausgezehrt werden.
Über einen nicht so direkten Weg wie die Verwertung der KH in der ERnährung kann der Körper auch aus Fett Glukose bilden. Ich weiß nur nicht, wie.

Aus einem Forum:
das stimmt, dass der Körper aus Fett Glucose gewinnt und manchmal auch oft, jedoch nur unter einer Bedingung: Es muss Kohlenhydratmangel vorliegen (Bsp.: Diabetes, Magersucht, Hunger, etc). Begründung: Glucosebereitstellung für Erythrocyten und zentrale Nervensystem. Letztere würden ohne Glucose sterben und somit auch der Körper. Die Schritte sind: Abbau der Fettsäuren in der ß-Oxidation zu Acetyl-CoA. Ab da weiter zu Oxalacetat und dann mit Hilfe von Decarboxylierung und Energie (GTP --> GDP) zu Phophoenolpyruvat. Ab da Umkehrung der Glycolyse bis Glucose wobei 2 Reaktionsschritte nicht umkehrbar sind. Diese Schritte erfüllen leberspezifische Enzyme (Phosphatasen).
Bildung von Glucose aus Fett im Körper - Biologie & Biochemie - ChemieOnline Forum #5

Ich kann leider gar nicht beurteilen, was nun stimmt, denn in anderen Beiträgen dieses Threads heißt es, daß es nicht möglich ist, aus Fett Glukose herzustellen.

Aber vielleicht weiß ja hier jemand mehr?

Anscheinend wirkt eine ketogene Diät auch positiv bei épileptischen Anfällen, die auf Pharmaka nicht reagieren.
http://www.susanne-reidelbach.de :: Thema anzeigen - ketogene Diät

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (07.07.08 um 12:42 Uhr)

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Männlich Bodo
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Wenn der Körper Fett zugeführt bekommt, geht er nicht
an die eigenen Fettreserven, also kann er auch nicht ausgezehrt werden.
Über einen nicht so direkten Weg wie die Verwertung der KH in
der Ernährung kann der Körper auch aus Fett Glukose bilden.
Ich weiß nur nicht, wie.
Das ist mein Problem: Denn dies liefe bei entsprechendem Essverhalten m.E.
auf eine sehr einseitige Ernährung hinaus, die entsprechend fettlastig sein
müsste, um den KH-Verzicht energetisch zu kompensieren:

Also Milchprodukte, Fleisch , Öle usw. - und zwar überwiegend, mit jeweils
entsprechend hohem Fettgehalt.


Grüße, Bodo

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Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Klar kann der Körper aus Eiweiß und Fett Glucose machen. Aber das ist eben ein umständlicher Weg und viel mühsamer - eben ein Notprogramm. Wieso sollte man seinen Körper freiwillig auf so ein Notprogramm umstellen? Belastet das die Leber nicht viel mehr?
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Liebe Grüße Carrie


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