Das Metabolische Syndrom/ Insulinresistenz

02.03.08 13:13 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
("Metabolismus" = "Stoffwechsel")

Alle sprechen vom Metabolischen Syndrom, aber keiner kann es genau definieren, meint Dr. Dieterle: "Im Grunde geht es um eine Kombination von verschiedenen Faktoren, die eng mit der Lebensweise zusammenhängen. Dazu gehören Zuckerstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht. Treten diese gemeinsam auf, spricht man vom Metabolischen Syndrom. Weil es keine eindeutige und einheitliche Definition gibt, lässt sich auch nicht sagen, wie viele Leute davon betroffen sind. Man muss jedoch davon ausgehen, dass 20 bis 30 Prozent der Deutschen ein Metabolisches Syndrom entwickeln."
Diabetes: Grunderkrankung oder nicht?

Nach der alten Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht beim Metabolischen Syndrom die Zuckerstoffwechselstörung (Insulinresistenz und/oder erhöhter Nüchternblutzucker) im Vordergrund. Es ist aber (je nach Definition) auch möglich, dass ein Metabolisches Syndrom vorliegt, ohne dass der Betroffene an einem Diabetes leidet.

Diagnose nach IDF:Es gibt einige Definitionen für ein Metabolisches Syndrom. Dr. Dieterle: "Wir verwenden bei uns am Diabeteszentrum die aktuelle IDF (International Diabetes Federation)-Definition. Hierbei muss der Bauchumfang erhöht sein, sowie zwei weitere Faktoren vorliegen":
  • Bauchumfang: Männer >94 cm, Frauen >80 cm
  • Triglyzeride: >150 mg/dl
  • HDL-Cholesterin: Männer <40 mg/dl, Frauen <50 mg/dl
  • Blutdruck: >130/85 mmHg
  • Nüchternblutzucker: >100 mg/dl
http://www.s-hennebach.de/PDF2/BR-online%20-%20MTS.pdf
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gesundheit.de - Metabolisches Syndrom
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Uta

Geändert von Oregano (10.03.08 um 13:36 Uhr)

Das Metabolische Syndrom

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Uta,

freut mich einen Artikel zu Prof Dieterle zu sehn . Leider kann ich den Link nicht öffnen.Er ist ein äußerst angesehener, geachteter und beliebter Chefarzt bei uns im KH gewesen. Ein Mensch + Arzt trifft man selten in einer Person. Leider ist er vor einigen Jahren in Pension gegangen.

Das Metabolische Syndrom

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
Bei mir funktionieren die zwei Links auch nicht mehr. Ich habe jetzt einen anderen gesetzt, der in Ordnung sein müßte.

Uta

Das Metabolische Syndrom/ Insulinresistenz

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
Als Insulinresistenz wird die herabgesetzte Fähigkeit der Körperzellen bezeichnet, auf Insulin so zu reagieren, dass der Blutzuckerspiegel sinkt. Da Insulin verschiedene Wirkungen entfaltet, die zur Blutzuckersenkung beitragen, hat man wahrscheinlich auch verschiedene Mechanismen zu gewärtigen, die zu einer Insulinresistenz beitragen. Zentral liegt eine Störung der Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die peripheren Körperzellen vor. Der wichtigste Mechanismus bei der Regulation des Blutzuckers scheint eine Abnahme des insulinabhängigen Glukosetransports aus dem Blut in die Zellen der Muskulatur zu sein.
Auswirkungen
Eine Erhöhung des Blutzuckers (Glukose) führt zu einer Insulinausschüttung aus den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse ins Blut. Das Insulin bewirkt eine Senkung des Blutzuckers durch Erhöhung der Glukoseaufnahme in die peripheren Körperzellen. Wenn dieser Vorgang wegen einer Resistenz der Zellen auf Insulin nur abgeschwächt abläuft, steigt der Blutzuckerspiegel an. Dies macht sich zunächst unter Zuckerbelastung nach Mahlzeiten bemerkbar. Der Glukosebelastungstest erlaubt daher eine frühe Diagnose.
Die Insulinresistenz nimmt unbehandelt im Laufe der Monate und Jahre zu und führt schließlich zu einer dauerhaften Zuckererhöhung im Blut auch bei Nüchternheit; damit hat sich ein manifester Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) entwickelt - mit allen Komplikationsmöglichkeiten und Spätfolgen.
Insulinresistenz - MedicoConsult

Gruss,
Uta

Das Metabolische Syndrom/ Insulinresistenz

ulfpohl ist offline
Beiträge: 280
Seit: 12.12.08
Uta!
Zum Thema Diabetes Mellitus oder Typ 2.Vor 2 Jahren habe ich von Dr.Mercola erfahren woher das kommt.Es hat mit der Nahrung zu tun.Zu viel Kolhydrat under langer Zeit gibt andauernd zu hohen Zuckerhalt im Blut,erzwingt hohen Insulinausstoss,ermuedet und verringert die Anzahl der Receptoren in den Zellen sodass sie mehr Insulin anfordern-bis dass System zusammenbricht.In der Lage ist die Krankheit unmittelbar heilbar,max. 1 Woche,unter der Vorraussetzung von radikaler Kolhydratreduktion.Diese Erkenntnis fuehrte in Schweden zu Lchf. Mittlerweile hat sich gezeigt dass diese Kost ueberhaupt zu allgemeiner Gesundheit fuehrt.Mehr kompliziert ist das nicht.
LG Ulf

Das Metabolische Syndrom/ Insulinresistenz

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
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Das metabolische Syndrom ist durch Übergewicht, Bluthochdruck, einen gestörten Fettstoffwechsel und eine Insulinunempfindlichkeit der Körperzellen charakterisiert. Menschen, die an dem „tödlichen Quartett“ leiden, erkranken häufiger an Diabetes, Herz-Kreislauf- sowie bestimmten Krebs-Erkrankungen. Wie Wissenschaftler um Natalia Rudovich und Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung nun zeigen, lässt die Geschwindigkeit, mit der die Leber Insulin abbaut, sehr frühzeitig auf das Risiko für ein metabolisches Syndrom schließen - und zwar unabhängig von anderen Faktoren. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Diabetes Care*.

Um mehr über die Stoffwechselprozesse zu erfahren, die dem metabolischen Syndrom und seiner wohl wichtigsten Folgeerkrankung, dem Typ-2-Diabetes, zu Grunde liegen, führten die Potsdamer Wissenschaftler eine große Bevölkerungsstudie** in der Region Berlin/Potsdam durch. Die Forscher untersuchten die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen, den Insulinabbau in der Leber sowie die Insulinsekretion der Probanden. Darüber hinaus erhoben sie Daten zum Alter, Geschlecht, Taillenumfang, Blutdruck, Blutzuckerspiegel und Fettstoffwechsel.

Übereinstimmend mit früheren Untersuchungen belegen die Studienergebnisse, dass ein verminderter Insulinabbau in der Leber in engem Zusammenhang mit verschiedenen Komponenten des metabolischen Syndroms steht, wie beispielsweise der Insulinausschüttung. Wie die Potsdamer Forscher zudem zeigen, weist ein verringerter Insulinabbau in der Leber unabhängig von Übergewicht und Alter der Probanden sehr vorzeitig auf ein beginnendes metabolisches Syndrom sowie eine beginnende Störung des Zuckerstoffwechsels hin.
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Insulinabbau in der Leber lässt auf das Risiko für Stoffwechselerkrankungen schließen

Das ist im Prinzip ja nicht wirklich neu. Aber es zeigt, daß die Ernährung, die Pflege der Leber und noch einmal die Ernährung wichtig sind, wenn man daran denkt, Risikofaktoren für eine Diabetes-Typ2-Erkrankung zu mindern.
Und es macht darauf aufmerksam, daß die Entwicklung einer Fettleber ein Vorzeichen von Diabetes sein kann.

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.


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