Fördert SELEN die Entwicklung von Diabetes?

28.07.16 09:10 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 62.506
Seit: 10.01.04
...
Von den 600 Teilnehmern der Studie, die über im Durchschnitt 7,7 Jahre täglich 200 µg Selen erhielten und zu Beginn der Studie noch keinen Diabetes hatten, erkrankten 58 an einem Typ-2-Diabetes mellitus, gegenüber 39 von 602 Patienten im Placebo-Arm der Studie. Das entspricht einer Inzidenz von 12,6 Fällen/1000 Personenjahren gegenüber 8,4 Fällen/1000 Personenjahren oder einer Hazard-Ratio von 1,55 (95-Prozent-Konfidenzintervall). Bei den Teilnehmern, die zu Beginn bereits hohe Selenkonzentrationen (>121,6 ng/dl) im Serum hatten, betrug die Hazard Ratio sogar 2,70 (1,30-5,61).

Die regelmäßige Einnahme von Selen würde demnach das Diabetesrisiko fast verdreifachen. Einschränkend muss erwähnt werden, dass es sich um eine sekundäre Analyse einer älteren randomisierten kontrollierten Studie handelt, dessen Design aber keine Mängel aufweist. Die Diabeteserkrankung wurden nur erfragt und nicht von Ärzten bestätigt und die Patienten waren mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren älter als die meisten Konsumenten von Multivitamin/Multimineral-Präparaten.
...
Deutsches Ärzteblatt: Selen erhöht Diabetesrisiko

Auf jeden Fall sollte man immer wieder überprüfen lassen, ob der Selenspiegel im Normbereich ist oder zu hoch wird - wenn man Selen einnimmt, z.B. wegen Schilddrüsenproblemen.

Grüsse,
Oregano

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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Fördert SELEN die Entwicklung von Diabetes?

KarlG ist offline
Beiträge: 2.385
Seit: 22.01.11
Dazu fällt mir nur ein: Traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.
Mit dieser "Studie" hatte ich mich vor Jahren schonmal beschäftigt und auch ein bisserl nachgerechnet. Von Anfang an wurde ich das Gefühl nicht los, dass hier vorsätzlich versucht wird, dem Selen was anzuhängen. Aber von Anfang an:

1. Die (orginal-) Studie lief 12 Jahre verblindet und davon wurden nur 7,7 Jahre betrachtet
2. Die Teilnehmer (in beiden Gruppen ca. 5%) wurden vorher "ausgesiebt" anhand einer "valid baseline selenium value" - was immer das auch heißen soll.

During an average follow-up of 7.7 years (SD, 2.7), 97
new cases of type 2 diabetes were diagnosed overall, for an
incidence of 10.5 cases per 1000 person-years. This rate is
similar to that in other studies of largely white populations
(22, 23).
Leider gips keine Zahlen für die Männer/Frauen-Verteilung, aber wenn man mal die deutschen Zahlen und deren Verhältnisse zugrunde legt, ergeben sich aus den 10,5 "average" für 1000 Personenjahre ein Männeranteil von 13,7 und ein Frauenanteil von 7,7 (beide gerundet). Unter Berücksichtigung der Männer/Frauen-Verteilung in der Studie (~75/25%) also ein statistisches Diabetisrisiko von ca. 12,2 Fällen pro 1000 Personenjahren und somit eine statistische Erkrankungsrate von ca. 7,35 Personen von 601 pro Jahr oder in Summe 56,56 in 7,7 Jahren. Damit liegt die "Selengruppe" nahezu punktgenau auf dem statistischen Durchschnitt und die "Placebogruppe" deutlich drunter. Damit ist schonmal bewiesen, dass Placebo das Diabetesrisiko senkt.

Aber schauen wir mal weiter:

- Die "Selengruppe" ist durchschnittlich 0,4 Jahre älter - "muss" also statistisch 7,35 * 0,4 = 2,94 (3) Diabetiker mehr haben. Die ziehe ich mal von den 58 ab und somit steht es 55:39

- In der "Selengruppe" wird durchschnittlich 20% mehr Alkohol konsumiert. Das Rauchverhalten scheint nahezu identisch, ist es aber bei näherem hinsehen doch nicht, weil weniger Leute (ex- und aktive Raucher) mehr rauch(t)en. Damit ergibt sich zusätzlich eine Differenz von ca. 6%, woraus man locker schließen kann, dass die "Selengruppe" ungesünder lebt, als die "Placebogruppe", was man natürlich auch auf deren übrige Lebensweise (Ernährung, Bewegung usw.) übertragen darf.

Im Umkehrschluss könnte es durchaus sein, dass die "Selengruppe" in ihrem Lebenswandel weitgehend dem statistischen Durchschnitt entspricht und die "Placebogruppe" gesünder lebt und damit wären auch die Ergebnisse weitgehend erklärbar: Wenn man auf die 39 "Placebo"-personen 26% "Ungesundheitsaufschlag" raufrechnet, steht es 55:49.
Das ist nicht wissenschaftlich - ich weiß!

Nun behaupten ja böse Zungen (seriöse Wissenschaftler), dass schon die ursprünglich postulierten "Ergebnisse" keine Schlüsse zulassen, die irgendeine Aussagekraft hätten, aber spätestens hier kann von einem 1,5- oder gar 2,7-fachen Risiko aufgrund Selensupplementierung mitnichten die Rede sein.

Es gibt ja noch ein paar weitere interessante Punkte: Die Differenzen zw. beiden Gruppen bestehen (fast) ausschließlich aus rauchenden Männern mit einem unterdurchschnittlichen BMI. Wie das mit Selen korrelieren soll, kann ich mir nicht erklären und das wird auch nicht erklärt. Wenn das aber die gleichen Personen sind, die die 20% mehr Alkohol trinken und 6% mehr rauchen, wäre das zumindest logisch.

Keine Aussagen gibt es zur Altersverteilung beider Gruppen und der Erkrankten (was wesentlich ist).

Bis hier noch gar kein Selen im Spiel.

Jetzt schauen wir uns doch mal die Selenpegel an. Beide Gruppen hatten Startwerte von ca. 114 ng/ml. In Deutschland liegt der Durchschnitt bei ca. 70 (ref: 50-120). D.h.: Beide Gruppen waren (aus schulmedizinischer Sicht) bei Studienstart schon optimal versorgt und ganz sicher nicht im Mangel.
Orthomolekularmediziner definieren den "optimalen Korridor" bei ca. 120-160, den die "Placebogruppe" nahezu erfüllt, während die "Selengruppe" im Durchschnitt deutlich drüber ist (ca. 180-190). Auch das erklärt noch nix, weil es mehrere seriöse Studien gibt, die auch bei deutlich höheren Dauerpegeln keinen Zusammenhang zu Diabeteserkrankungen feststellen konnten. Im Gegenteil.

Was aber ebenfalls eine Rolle spielt, sind die abhängigen Prozesse, um das Selen verstoffwechseln zu können. Falls es überhaupt einen Zusammenhang mit dem Selen gibt, ist der imho hier zu suchen.
Bspw. bei den rauchenden und trinkenden Mangelwesen....

Geändert von KarlG (29.07.16 um 00:20 Uhr)

AW: Fördert SELEN die Entwicklung von Diabetes?

ichhabruecken ist offline
Gesperrt
Beiträge: 40
Seit: 17.06.14
Also wenn Ärzte solche Studien veröffentlichen, dann muss ich sagen entweder haben Sie keine Ahnung oder man will die Betroffenen Menschen für Blöd verkaufen, vielleicht auch vor Supplementierung abhalten, damit Sie Ihre medizinischen Geschäfte zu lasten Betroffener betreiben können.

Wer bei einem 65 jährigen Menschen nur rein Selen supplementiert, der hat einen an der Waffel. Es stellt sich doch erstens die Frage, ob die Entgiftungsenzyme bei einer Person die seit bestimmt über 10 Jahre das Problem Diabetes aufgebaut und zu einer Nährstoffschieflage geführt hat, mit nur Selen wieder zu aktivieren sind. Wenn ich etwas zuführe muss die Entsorgung im System Mensch funktionieren.

Warum sage ich das, weil ich es einfach aus eigener Erfahrung bei mir getestet habe. Es gibt den Flor Essence Tee. Weltweit einer der besten Tee's was die Entgiftung fördert. Ich habe den Tee verwendet und nach 2 Stunden lag ich im Bett wie gelähmt. Körper- und Nackenschmerzen das war eine wahre Freude. Ich lag mehr als einen halben Tag sowas von fertig im Bett.

Inzwischen habe ich andere Tee's zur Aktivierung der Entgiftungsenzyme getrunken und siehe da, jetzt kann ich den Flor Essence Tee trinken ohne Probleme. Wer Selen einnimmt der will ja etwas bewirken. Da Selen die Schilddrüse blockieren kann, ist es sicherlich nicht förderlich ohne die Substituion des Betroffenen genau zu kennen, in einem solchen Alter eine Einzelsupplementierung anzuwenden. Dass man mit 65 Jahren eine Ernährungschieglage hat ist doch nicht überraschend.

Mir haben Ärzte wegen meiner Krämpfe in den Beinen immer geraten nehmen Sie Magnesium. Ja dann nehmen Sie Magnesium Verla. Ja dann sollten Sie Limpar versuchen. Also gab ich 27 Euro für Limpar aus Wirkung gleich Null.

Wenn man einen Biofilm im Darm hat dann wird Magesium nicht mehr verwertet sondern ausgeschieden wie man es zuführt. Nächster Punkt ich habe mir Borax besorgt und siehe da in 2 Wochen waren die Krämpfe weg. Als ich das meinen Hausarzt gesagt habe, war seine erste Frage. wo haben Sie das Borax her.

Borax ist ja in D verboten. Wenn der Mensch einen Mikronährstoffmangel an Bor hat dann wird kein Magesium und Calcium verstoffwechselt. Dass man mit Bor auch noch Pilze bekämpft und positive Auswirkungen in Sachen Prostatakrebs erreichen kann das sagt kein Arzt, sondern die verordnen einem die falschen Medikamente.

Und dann findet man auf einem Prostatakrebsportal eines von Ärzten veröffentlichtes Dokument http://www.prostatakrebse.de/informa...rum_zu_Bor.pdf

Im Detail sich mit Studien auseinderzusetzen ist vielleicht gerade gut für die Information. Studien sind doch nur Aktivitäten von hochbezahlten Angestellten an unseren Uni's, die damit ihre Daseinberechigung für Ihr gutversorgtes Leben gerechtfertigen. Also ich setze mich nicht mehr mit Studien auseinander. Wäre einfach viel interessanter, mehr die wahren Erfahrungen von Patienten erfahren, wie und was die Ärzte in Wirklichkeit für eine Arbeit leisten.

Geändert von ichhabruecken (29.07.16 um 23:15 Uhr)


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