Zusammenhang Nebennieren, Diabetes

05.07.14 09:25 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
Alle Drüsen bzw. -Achsen arbeiten zusammen. Schwächelt ein Teil dieser Drüsensyseme, beeinflußt das auch das Funktionieren der anderen Drüsen bzw. Achsen.

Nicht nur die Schilddrüse hat Einfluß auf den Blutzuckerhaushalt. Sondern alle anderen Drüsen auch, u.a. die Nebennieren:

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Adrenal Fatigue ist eine Ansammlung an Symptomen, die auftritt, wenn Euer Stresspegel (egal ob physisch, emotional, mental oder alles zusammen), die kompensatorischen Fähigkeiten des Körpers übersteigt.

Die Nebennieren sind zwei endokrine Drüsen, welche sich auf den Nieren befinden. Wenn Ihr unter Stress steht, produzieren die Nebennieren Adrenalin (auch Epinephrin genannt), Noradrenalin (Norepinephrin) und Cortisol. Diese Hormonreaktion ist auch bekannt unter dem Namen "Kampf- oder Flucht-Reflex (fight or flight)" und dient dazu, Euch für unmittelbare, physische Herausforderungen zu wappnen.
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Tests für Adrenal Fatigue

Hier ist eine kurze Anleitung für die geläufigsten Tests:

Speicheltest: Dr. James Wilson, Experte für Nebennierenerkrankungen, befürwortet diesen Test, da die Hormonspiegel im Speichel am ehesten denjenigen in der Zelle entsprechen, wo die meisten Hormonreaktionen ablaufen.
Dieser Test ist recht einfach zu bewerkstelligen – spuckt in ein Reagenzglas und Ihr seid bereit.
Bluttest: Man kann mit diesem Test auf Aldosteron und Cortisol prüfen, das Problem ist allerdings, dass nur die Menge getestet wird, welche im Blut zirkuliert, nicht die im Gewebe und den Zellen.
Haartest: Diese Methode wird von Dr. Larence Wilson propagiert. Er prüft verschiedene Mineralkonzentrationen im Haar, unter anderem Natrium, Kalium und Magnesium.
Ragland Test: Ein einfacher Test, den jeder zuhause durchführen kann. Legt Euch 3 bis 5 Minuten lang hin und messt danach im Liegen Euren Blutdruck. Setzt Euch nun auf und prüft ihn erneut. Falls Euer Blutdruck sinkt, ist das ein klassisches Zeichen für Adrenal Fatigue. Normalerweise sollte er steigen oder zumindest gleich bleiben.
Iris-Kontraktionstest: Dieser Test wurde 1924 von Dr. Arroyo beschrieben und ist ein weiterer, einfacher Test, den Ihr zuhause ausführen könnt. Leuchtet Euch kurz in beide Augen und lasst dann einen Helfer beobachten, wie sich Eure Pupillen weiten. Wenn Ihr unter Adrenal Fatigue leidet, werden Eure Pupillen im kontrahierten Zustand verweilen und wenn sie sich weiten, werden sie sich im Wechsel weiten und wieder zusammenziehen.
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Adrenal Fatigue beheben
Die gute Nachricht ist, dass sich das Problem teilweise durch Schlaf und die Ernährung beheben lässt. Die schlechte ist, dass Ihr unter Umständen etwas an Eurem Lebensstil ändern müsst und das ist oft einfacher gesagt als getan.
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Die Heilung für schwache Nebennieren

Cortisol, Stress und Nebennieren-Erschöpfung (Adrenal Fatigue) | Praxis für Naturheilkunde
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Hier wird der Zusammenhang (auf Englisch) deutlicher:

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The Optimal Function of Your Adrenal Glands

Your body has two adrenal glands, located just above each of your kidneys. As part of your endocrine system, your adrenal glands secrete more than 50 hormones, many of which are essential for life and include:

Glucocorticoids. These hormones, which include cortisol, help your body convert food into energy, normalize blood sugar, respond to stress and maintain your immune system’s inflammatory response.

Mineralocorticoids. These hormones, which include aldosterone, help keep your blood pressure and blood volume normal by maintaining a proper balance of sodium, potassium and water in your body.(3)

Adrenaline. This hormone increases your heart rate and controls blood flow to your muscles and brain, along with helping with the conversion of glycogen to glucose in your liver.
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Adrenal Depletion: The Most Commonly Missed Cause of Fatigue

Grüsse,
Oregano

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Geändert von Oregano (05.07.14 um 09:38 Uhr)

Zusammenhang Nebennieren, Diabetes

blunsi ist offline
Beiträge: 341
Seit: 14.05.14
Ich kenne das genau umgekehrt, nämlich dass eine Nebennierenschwäche zu Hypoglykämie (Unterzucker) führen kann.
Cortisol, Adrenalin, Schilddrüsenhormone usw. sind ja sog. Insulin-Antagonisten, schwächen also dessen Wirkung ab (in dem sie die Ausschüttung aus dem Pankreas hemmen usw.) und bewirken daher letztlich auch eine Hyperglykämie, bzw. führen sie so zu einem sog. sekundären Diabetes Mellitus.
D.h. also, dass man, genau umgekehrt also, bspw. auch beim Cushing-Syndrom, und nicht bei Nebennierenschwäche, einen sog. sekundären Diabetes bekommt.

Grüße blunsi

Geändert von blunsi (06.07.14 um 11:55 Uhr) Grund: Missverständliche Formulierung

Zusammenhang Nebennieren, Diabetes

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
Hallo blunsi,

hier wird das so, wie Du es auch schreibst, beschrieben:

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Während die Zellen Energie für die Erfüllung ihrer Aufgaben verbrauchen sinkt der Blutzuckerspiegel. Der Pankreas reguliert die dafür notwendige Menge Insulin. Arbeitet der Körper über einen längeren Zeitraum sinkt der Blutzuckerspiegel weiter und ab einem bestimmten Punkt verspüren wir Hunger. Andererseits sorgt Cortisol und Adrenalin für die Mobilisation gespeicherter Energie und damit für einen ansteigenden Blutzuckerspiegel. Es wird insbesondere dann benötigt, wenn dem Körper keine Nahrungsmittel mehr zur Verfügung stehen um den Energiebedarf zu decken. Die Nebennieren müssen verstärkt arbeiten um den Blutzucker aus den Reserven anzuheben.

Menschen mit Adrenal-Fatigue können die benötigte Menge Cortisol unter Umständen nicht mehr zur Verfügung stellen. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nicht innerhalb der engen Grenzen reguliert werden kann und er zu weit absinkt. Dies macht sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar. Als erstes verspüren wir Müdigkeit, da den Zellen keine Energieträger mehr bereitgestellt werden. Fällt der Blutzuckerspiegel weiter können Benommenheit und Schwindel auftreten. In stressigen Situationen wird diese Lage noch verschärft. Der Körper versucht schnell weitere Energie zu generieren und produziert Insulin, um den Zucker in die Zellen zu bekommen. Damit verschärft sich die vorhandene Hypoglykämie noch.

Meistens entsteht eine Unterzuckerung zwischen den Mahlzeiten um 10-12 Uhr und 15-16 Uhr. Als Resultat werden häufig schnell zugängliche Energieträger gegessen oder stimulierende Getränke wie Kaffee oder Cola getrunken, die die Nebennierentätigkeit anregen. Einfache Kohlenhydrate und Zucker eignet sich besonders um den Blutzuckerspiegel schnell anzuheben. Dabei entstehen Blutzuckerspitzen, die einen schnellen Energiegewinn ermöglichen und so einen Energieschub ergeben. Leider wirkt dieser nur eine relativ beschränkte Zeit. Nach ein bis zwei Stunden sinkt der Blutzuckerspiegel noch unter das alte Niveau ab. Wiederholt sich dies den ganzen Tag ist unser Körper am Ende total erschöpft.

Es ist daher wichtig einen Speiseplan einzuhalten der einen möglichst geringen glykämischen Index aufweist. Das bedeutet Nahrungsmittel zu bevorzugen, die Glucose nur langsam abgeben. Kontraproduktiv sind schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Nudeln, Brot und Zucker (daher auch keine Softdrinks!). Soweit Getreideprodukte verzehrt werden sollten es Vollkornprodukte sein. Ansonsten sind andere Nahrungsmittel vorzuziehen. Hochwertige Proteine (Fisch, Fleisch), tierische Fette, viel Gemüse und auch Rohkost sind zu empfehlen. Einige weitere Tipps zu einer angebrachten Ernährung.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung des Zuckerersatzstoffes Xylitol oder Xylit.
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Hypoglykämie | Nebennierenschwäche - Adrenal-Fatigue

Worauf in hinaus will: bei Problemen mit dem Blutzucker, aber auch bei Diabetes (vor allem Typ 2) sollten immer auch die Nebennieren angeschaut worden.
Nicht ohne Grund werden ja Diabetiker zur Vorsicht bei der Einnahme von Cortison gewarnt.

Grüsse,
Oregano
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Zusammenhang Nebennieren, Diabetes

Wallis ist offline
Beiträge: 17
Seit: 21.04.14
Es ist doch heute so, dass viele Menschen mittlerweile weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichten um Diabetes zu vermeiden. Aber auch, weil sie der Meinung sind, das der Verzehr von KH schnell zu einer Gewichtzunahme führen kann. Solche Menschen essen dann bevorzugt Gemüse und oft auch viel Fleisch, also häufiger eiweißhaltige Lebensmittel. Ich habe gelesen, dass eine sehr eiweißhaltige Ernährung aber ebenfalls zu Blutzuckererhöhung beitragen kann. In Anbetracht der Tatsache, dass das meiste Fleisch welches heutzutage verzehrt wird aus der Massentierhaltung stammt, also große Mengen an Hormonen erhält, kann man so eine Ernährung auch nicht gerade als gesund bezeichnen.

Liebe Grüße


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