Die "Insulinmast"

13.10.12 07:04 #1
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Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Bei Diabetikern, die Insulin spritzen, sieht man manchmal Bäuche, die an Schwangerschaften im 8./9. Monat erinnern. Vor allem bei Männern. Diese Männer mögen mit ihrer Ernährung schlampen, aber ganz sicher spielt das Insulin - ein Wachstumshormon - dabei auch eine große Rolle.
In der "Schweinemast" wird teilweise auch Insulin eingesetzt, um schnellere Schweinebäuche zu züchten - so in etwa ... .

weil ich's grad hier mal wieder in einem Beitrag gelesen hab, Insulin gilt als Dickmacher - nicht zuletzt seit es als Masthormon eingesetzt wurde (hier in D) oder in Teilen der Welt vielleicht auch noch wird. Was ist dran?
Insulin alleine bringt nicht 1 Gramm. Und wer etwa als Typ1, der ja immer welches braucht, auch wenn er nicht isst, Insulin so spritzt, dass sein BZ im grünen Bereich verläuft, und eben nicht isst, kann absolut nicht zunehmen.


Zunehmen kann man immer nur dann, wenn man sich mehr Energie einverleibt, als man verbraucht. Und dabei hilft Insulin. Das ist der Trick bei der Insulin-Mast. Wenn die Viecher eigentlich rund rum vollgefressen sind, macht ihnen das Insulin ne Hypo, und ne Hypo zwingt nun mal zum Fressen, auch uns Menschen, und auch schon in dem Stadium, in dem auch die feinfühligsten unter uns noch gar nicht mitgekriegt haben, dass sie nahe an ner Hypo sind.

Wir mit Diabetes machen uns unser Mästen mit Insulin vor allem mit 2 Missverständnissen. Erstens richten wir uns mit unserem Futterinput nach Tabellen, die heute alle recht großzügig sind. Viele Studien zeigen, dass die TeilnehmerInnen erst anfangen abzunehmen, wenn sie sich deutlich weniger als 3/4 der Kalorien einverleiben, die ihnen tabellarisch zustehen.

Und zweitens stellen wir uns vor und sagen das ja auch häufig so, dass wir uns den Blutzucker "abspritzen". Das ist natürlich falsch, auch wenn es sogar Ärzte und Fachärzte so sagen. Denn der Zucker, der ja pure Energie ist, gelangt mit dem Insulin lediglich aus dem Verteilsystem Blutkreislauf in die einzelnen Zellen. Und zwar in die, die gerade Energie brauchen, und was gerade nicht gebraucht wird, wird größtenteils in Fett umgewandelt und eingelagert. Auch weil Fettzellen sehr viel mehr Insulinrezeptoren haben, als Muskelzellen.
...
Insulin - was daran macht dick? | Forum Diabetes | Onmeda: Medizin & Gesundheit

Die Insulinmast wurde zunächst als therapeutische Maßnahme bei Kachexie eingesetzt.[1] Die Verabreichung von Insulin an Gesunde und damit das künstliche Erzeugen eines Hyperinsulinismus ist im Leistungssport bekannt und als Dopingmaßnahme verboten.[2]
Insulinmast

... Der Teufelskreis der inneren »Insulinmast«.
Lange Zeit ist also zuviel Insulin da, der Fachmann spricht
hier von einer Hyperinsulinämie (altgriechisch »hyper« = übergroß
bzw. zu viel, »Insulinämie« bedeutet Insulin im Blut).
Die Nüchternblutzuckerwerte sind in diesem Zustand meist
noch normal, teilweise sogar zu niedrig. Die Bauchspeicheldrüse
liefert den überhöhten Insulinbedarf so lange, das
heißt über Jahre oder Jahrzehnte, bis sie erschöpft bzw.
»ausgebrannt« ist. Erst dann aber liegt ein Insulinmangeldiabetes
vor. Bereits lange vorher, im Vorstadium der
Diabeteskrankheit – dem so genannten Prädiabetes – aber
kommt es zu teils schweren Schäden an Blutgefäßen und
(lebens)wichtigen Organen. Die Probleme liegen in einer
regelrechten inneren »Insulinmast«, die in einen Teufelskreis
mündet. Die hohen inneren Insulinausschüttungen
sind Hungerattacken außerordentlich förderlich. Ein hierdurch
nach Kräften »gefüttertes« Übergewicht wiederum
nährt die Insulinresistenz bzw. den immer höheren Insulinbedarf...
http://www.w-heinle.de/essentrinken/...etesbrosch.pdf

Grüsse,
Oregano

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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.


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