Diabetes und Übergewicht: doch kein Risikofaktor?

06.10.12 07:03 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
Das Sterberisiko normalgewichtiger Menschen mit Diabetes mellitus ist doppelt so hoch wie von übergewichtigen Diabetes-Patienten, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Auf dieses „Adipositas paradox“ weist jetzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich einer Veröffentlichung amerikanischer Wissenschaftler hin. Auch bei schlanken Menschen sei es deshalb wichtig, einen Diabetes früh zu erkennen und entsprechend therapeutisch gegenzusteuern, so die DDG.
Nicht alle Menschen mit Typ-2-Diabetes sind übergewichtig. Etwa jeder zehnte hat ein normales Körpergewicht. Einer jüngst im Journal der amerikanischen Medizingesellschaft JAMA veröffentlichten Studie zufolge scheint dies zumindest beim Typ-2-Diabetes nicht von Vorteil. Die Analyse fasst die Ergebnisse aus fünf Langzeituntersuchungen zusammen.
Forscher untersuchten darin die Daten von 2625 Menschen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes. Während der beobachteten zwei Jahrzehnte kam es zu 449 Todesfällen. Doch anders als erwartet, war das Sterberisiko unter den schlanken Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht niedriger, sondern doppelt so hoch wie bei den Typ-2-Diabetes-Patienten an der Grenze zum Übergewicht und darüber.
...
Warum aber auch das Sterberisiko der schlanken „Zuckerkranken“ höher ist als bei übergewichtigen Menschen mit Diabetes, ist nicht bekannt.
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DDG: Adipositas paradox: Schlanke Typ-2-Diabetiker stärker gefährdet

Es gibt doch immer wieder Neues ...

Grüsse,
Oregano

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Diabetes und Übergewicht: doch kein Risikofaktor?

Rota ist offline
Beiträge: 2.594
Seit: 22.07.08
Hallo Oregano,


Adipositas paradox: Schlanke Typ-2-Diabetiker stärker gefährdet[/url]
Es gibt doch immer wieder Neues ...

Sehr interessantes Ergebnis.

Darüber habe ich schon öfter nachgedacht.

Mein Schwager ist vor Jahren am plötzlichen Herztod gestorben. Er hatte Diabetes und mußte, wenn er sich nicht richtig gehalten hat immer mal wieder als Notfall behandelt werden. Er hatte öfter mal Unterzucker, was offensichtlich schwerwiegender war, als der zu hohe Wert.

Er war zaunlattendünn und konnte keine Kinder zeugen.

Jetzt wäre echt interessant, ob und wie viele Todesfälle auf Unterzuckerung zurückzufühen waren. Denn wenn ihn dieser Zustand ereilt hätte, ohne daß Hilfe gegeben wurde, wäre er vielleicht schon früher gestorben.

Vielleicht könntest Du da noch einmal nachforschen?
Ich stelle mich dabei leider zu dumm an, ich finde immer nicht, was ich suche.

Liebe Grüße
Rota
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Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

Diabetes und Übergewicht: doch kein Risikofaktor?

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 62.515
Seit: 10.01.04
Hallo Rota,

in der Diabetes-Forschung tut sich einiges; trotzdem scheint Diabetes weiter ein ziemlich unbekanntes Gebiet zu sein, und zwar beide Typen: 1 und 2.

Jetzt nachträglich etwas zum Tod Deines Schwagers zu sagen, halte ich für so gut wie unmöglich. Es hängt ja auch davon ab, ob er Medikamente genommen hat, Insulin gespritzt hat usw. Die Gefahr von Unterzucker ist ja vor allem mit Insulin größer als bei manchen Medikamenten. Manche Medikamente, die Dein Schwager genommen haben mag, sind inzwischen vom Markt, es sind andere Insuline dazu gekommen usw.

Grüsse,
Oregano
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