MooDFOOD Studie Essen gegen Depression

07.09.16 06:57 #1
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Juliane50 ist offline
Beiträge: 775
Seit: 31.01.12
MooDFOOD ist ein europäisches Forschungsprojekt, das die Rolle der
Nahrungszusammenstellung, der Ess- und Ernährungsgewohnheiten, sowie
des Übergewichts bei der Entstehung von Depression untersucht

Die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig beteiligt sich an dem Europäischen Forschungsprojekt. Insgesamt wird die Studie an vier Studienzentren in Europa durchgeführt.

Mood Food“ hat insgesamt 1000 Teilnehmer.
Alle Studienteilnehmer haben einen Body Mass Index über 25.

Bei der Studie werden Nahrungsergänzungsmittel verwendet, weil
Einnahme und Dosierung leichter zu überprüfen ist, als die tägliche
Ernährung. Enthalten sind zum Beispiel Omega 3 Fettsäuren, Vitamin D
und B sowie Selen und weitere Nährstoffe.

Eine Gruppe der Teilnehmer erhält ein Jahr lang nur Nahrungsergänzungsmittel, die
andere nur Placebo. Die Dritte, Nahrungsergänzungsmittel plus
Ernährungsberatung. Die Vierte Placebo plus Ernährungsberatung

SWR Video

Ernährungspsychologie: Mood Food – Nahrung für die Psyche | Startseite | SWR odysso | SWR.de

http://www.moodfood-vu.eu/trial?lng=de

EU-geförderte Forschungsnetze - Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie - Universitätsklinikum Leipzig

https://www.google.de/#q=studie+mood+food+leipzig


MooDFOOD Studie Essen gegen Depression

ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 7.820
Seit: 04.02.09
Der Psychotherapeut glaubt, dass die richtige Kost seine übergewichtigen Patienten vor Depressionsrückfällen schützen kann.
das bei übergewichtigen personen ,die warum auch immer kein „normal“ gewicht haben/bekommen /halten können , können sicherlich emotionelle tiefpunkte bekommen/haben,womöglich/eventuell auch vereinzelt depressiv werden .

das eine depression eine sehr ernst zu nehmende erkrankung ist ,steht außer frage .
allerdings wenn bedacht wird ,wie schnell heutzutage ein mensch als depressiv eingestuft wird und das , gerade bei essstörungen (vor)schnell die diagnose depression gefällt wird ,ist schon erschreckend. DSM-5: Das neue Handbuch für psychische Störungen und Diagnosen - SPIEGEL ONLINE und es kann einem ganz anders werden .

somit kann/muss oder sollte dies::
Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass die Depression bis zum Jahr 2020 weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein wird.

Jedes Jahr sind rund 20 Millionen Menschen in Europa betroffen.

Umso wichtiger ist es ein Mittel zur Prävention zu finden.

Nahrungsergänzungsmittel könnte eine Möglichkeit sein,

zwischen Diagnose und Behandlung, auch selbst etwas zu tun. „Die Wartezeiten in Deutschland auf einen Psychotherapieplatz dauern im günstigsten Fall drei Monate im schlechtesten Fall sechs Monate oder noch länger, in vielen Fällen wird eine Depression zu spät oder nicht erkannt.“
http://www.swr.de/odysso/mood-food-n...m7n/index.html
mit anderen gedanken/gefühlen begutachtet werden .

"der verkauf von nahrungsergänzungsmitteln steht hier mMn mal wieder total im vordergrund".

fg ory
__________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

Geändert von ory (07.09.16 um 10:21 Uhr)

MooDFOOD Studie Essen gegen Depression

Oregano ist offline
Beiträge: 61.279
Seit: 10.01.04
Diese Studie läuft ja weiter.

Hier ein paar Rezepte und Informationen über Nahrungsmittel zum Mood Food: Lebensmittel, die die Stimmung positiv beeinflussen:

Mood Food: Diese Lebensmittel machen Stimmung - Alles rund um Marathon, Laufen, Joggen, Abnehmen, Ernährung

Das klingt doch gut!?:
...
Chili Mousse au Chocolat
Für 4 Personen:

2 Avocados
2 EL Kakaopulver
5 EL Kakao-Nibs
1 TL Vanillepulver
2 EL gehackte dunkle Schokolade
10 Datteln
2 EL Kokosblütenzucker
Eine halbe rote Chili

Zubereitung:
Datteln für 30 Minuten in Wasser einweichen. Avocado schälen und entkernen und gemeinsam mit den Datteln und den Kakao-Nibs in einem Mixer fein pürieren. Bei Bedarf etwas von dem Einweich-Wasser hinzugeben.

Kakao, Chili, Kokosblütenzucker und Vanillepulver hinzufügen und erneut pürieren. Die Masse auf Dessertschälchen verteilen, mit gehackter Schokolade garnieren und zwei Stunden kühlen. ...
Wenn ich mir dieses Rezept so ansehe, finde ich diesen Einwand gegen MoodFood nicht unberechtigt:

... "Nur in Kombination mit Kohlenhydraten kann man einen Effekt erzielen", so Daniela Krehl. Beste Beispiele sind Milch mit Honig, Nudeln mit Parmesan, Datteln oder reife Bananen. Doch Vorsicht, diese Art von "Mood Food" hat es auch kalorisch in sich. Und Übergewicht macht dauerhaft auch nicht glücklicher. ...
Gibt es Nahrungsmittel für die Seele? - Verbraucherzentrale Bayern

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (03.03.17 um 13:26 Uhr)

MooDFOOD Studie Essen gegen Depression

Tarajal ist offline
Beiträge: 4.373
Seit: 12.05.13
Jo, bei solchen Zucker geladenen Knaller Rezepten frage ich mich auch allen Ernstes, wer diese ach-so-tolle Studie bezahlt (man folge am besten immer mal der Spur des Geldes...)

Auf gerade mal zwei Avocados (die ja auch schon reichlich Fett enthalten und eigentlich alleine rechnen sollten)...
kommen noch

5 EL Kakao Nibs (ist ganz besonders dringend zu empfehlen wenn jemand übergewichtig ist ),

1 TL Vanillepulver (enthält ja nur massenweise hochkalorische Stärke und künstliches Aroma, dass es nur so kracht)

2 EL gehackte, dunkle Schokolade
(jau denn ma tau, soll ja schließlich gesund sein ),

10 Datteln (am besten noch die mit Glucose versauten, die knallen dann neben der ohnehin schon sehr starken Natursüße noch mal richtig rein )

2 El Kokosblütenzucker (echt, nur zwei EL, jetzt bin ich aber wirklich zutiefst enttäuscht, ich hatte schon so sehr mit "darfs a bisserl mehr sein..." gerechnet ).

Ganz ehrlich Leute, da haut die halbe Chilischote auch echt nix mehr raus.

Die vielen leckeren Zutaten ergeben mehr Gewicht als die Avocados selber.

Das ist keine seriöse Studie, sondern ein Zuchtprogramm für die "Gewichterhaltung" und einem Diabetiker würde es glatt ins Koma fallen lassen.

Irgendwie kriege ich gerade den bitteren Beigeschmack nicht aus dem Mund, dass es eine totale Verarscherpseudostudie ist, die sich auf diese Weise nur einen Touch von Seriösität verpassen und in Wirklichkeit ihre NEMs vertreiben will.

Ach ja, und was die Depressionen angeht, nur weil man kakaohaltige Produkte und Vanillepulver dazu nimmt geht der BMI nicht runter.

Für die Depressionen ist das Bauchhirn oder auch "Der Darm IQ" (enterisches Nervensystem mit Sitz in den Wänden von Dünn- und Dickdarm) mit ausschlaggebend, genau so wie für Nahrungsmittelintoleranzen, denn diese werden in Zusammenarbeit mit den Darmbakterien vom Bauchhirn ausgerufen.

https://www.amazon.de/Darm-IQ-Bauchh.../dp/3778792512

Liebe Grüße Tarajal

Geändert von Tarajal (04.03.17 um 09:47 Uhr)

MooDFOOD Studie Essen gegen Depression

Kayen ist offline
Beiträge: 4.496
Seit: 14.03.07
Das Rezept ist für 4 Personen ausgelegt und so ähnlich ernähre ich mich auch und bin keinesfalls übergewichtig.

Allerdings würde ich hier das Vanillepulver durch echte Vanille ersetzen und vielleicht erstmal nur Kakao ohne dunkle Schoki ausprobieren, ob der Geschmack so evtl. schon ausreichend ist, denn die Avocado transportiert sehr gut die einzelnen Geschmackskomponenten. Bevor noch extra Kokosblütenzucker hinzugegeben wird, könnte man probieren, ob nicht die Süsse der 10 Datteln schon ausreicht. z.B. sind die arabischen Datteln herrlich karamellig süss.

Ansonsten finde ich das Rezept super, würde es ausprobieren, jedoch ist zurzeit erstmal Schoki gestrichen, leiderrrr.

Grüsse von Kayen
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Alles verändert sich - dahinter ruht ein Ewiges

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.373
Seit: 12.05.13
Also Du würdest Kakao Nibs und dieses schnuckelige Rezept für Leute empfehlen, die ohnehin schon übergewichtig sind?

Ich ganz ehrlich nicht.

Es geht ja in dieser Studie schließlich nicht um Normal gewichtige Personen, sondern um Leute, die einen ohnehin schon hohen BMI haben.

Liebe Grüße Tarajal

MooDFOOD Studie Essen gegen Depression

Kayen ist offline
Beiträge: 4.496
Seit: 14.03.07
Yepp, würde ich bei übergewichtigen depressiven Personen empfehlen
mit dem Hinweis den Kokosblütenzucker evtl. zu überdenken.
Wichtig für mich wäre, dass der glykämische Index nicht unnötig in die Höhe getrieben wird.

Kakaonibs Natürliches Antidepressivum

Kakao gilt längst als natürliches Antidepressivum. Es enthält viele, die Stimmung verbessernde Wirkstoffe. Die Bildung von Wohlfühlstoffen im Gehirn, etwa Dopamin und Serotonin, wird nachweislich angeregt. Auch die kognitive Leistung profitiert von der Einnahme von Rohkakao.
Liebe Grüße von Kayen
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Geändert von Kayen (04.03.17 um 10:30 Uhr)

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.373
Seit: 12.05.13
Und die Datteln wären auch zu überdenken, weil die den Glykämischen Index schneller in die Höhe schießen lassen, als Du messen kannst, ebenso wie das Vanillepulver plus Schokolade plus Kokosblütenzucker.

Ehrlich, das ist wirklich allenfalls sehr nachlässig und halbgar durchdacht.

Bei den Kakao-Nibs wäre auf jeden Fall darauf zu achten, dass man die ungesüsste Form nimmt, was mich in Anbetracht des obigen Rezeptes aber echt zweifeln lässt...

Liebe Grüße Tarajal

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Kayen ist offline
Beiträge: 4.496
Seit: 14.03.07
Hier wären dann ca. 2 Datteln pro Person zu überdenken bei vorher vergleichsweise Unmengen von raffiniertem Zucker.
Die Menschen sind übergewichtig und depressiv, deswegen wäre hier eine absolute Strenge schon nicht angebracht, sondern eher ein langsames Heranführen an die gesunde Ernährung.
Dies könnte dauerhaft viel zielführender sein, als radikal sofort massive Einschränkungen vorzunehmen.
Man muss ja nicht sofort alle Kilos "schmeissen"
Davon abgesehen, dass Datteln, neben der vielen Mineralien, noch viele weitere gute Eigenschaften besitzen. Mittlerweile mache ich mir meine Datteln auch als Süssungsmittel zurecht, also Dattelsirup, zur Eindämmung aller aggressiven Bakterienstämme im Darm.

Nach nur sechs Stunden zeigte der Dattelsirup seine volle bakterienhemmende Wirkung. Damit wirkte der süsse Sirup deutlich schneller als der ähnlich wirksame Manuka-Honig.

Zur Überraschung der Mediziner wurde das Wachstum bei allen aggressiven Bakterienstämmen massiv eingedämmt, darunter Staphylococcus aureus (z. B. eitrige Hautinfektionen), pathogene Escherichia coli (z. B. Darminfekte), pathogene Enterococcus spp. (z. B. systemische Entzündungen) und Pseudomonas aeruginosa (z. B. Wundinfektionen).

Forschungsstudent Hajer Taleb und Studienleiterin Dr. Ara Kanekanian machen vor allem die in der Dattel enthaltenen antioxidativ wirksamen sekundären Pflanzenstoffe (Polyphenole) für diesen Effekt verantwortlich.
https://www.zentrum-der-gesundheit.d...150000026.html


Eine zusätzliche Darmpflege mit Datteln, könnte dann auch gegen Depressionen und Übergewicht helfen


Liebe Grüsse von Kayen
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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.373
Seit: 12.05.13
Kayen,

natürlich setzte ich mal voraus, dass Du dafür Naturdatteln nimmst, also diejenigen, die ausnahmsweise mal nicht mit Glucosesirup versaut sind.

Die gibt es nämlich frisch nur zu den Erntezeiten und selbst dann hauen sie noch richtig rein.

Aber ehrlich gesagt, sollen sie ihre Pseudostudie ruhig weiter machen, da kommt wirklich nichts gescheites bei raus und der Glyx ist oft noch nicht mal so entscheidend wie die Glykämische Last GL.

https://jumk.de/glyx/

Liebe Grüße Tarajal


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