Der Einlauf

15.01.08 09:24 #1
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Der Einlauf

Daimor ist offline
Beiträge: 194
Seit: 11.03.10
Was geht denn hier ab, Rizinusöldesaster, Backwaren... o.O
Möcht mal dran erinnern das es in diesem Thread eigentlich um Einläufe gehen soll

Mich würde mal intressieren wer denn überhaupt noch (regelmässig vll) Einläufe macht?
Ich bin damit ja bisschen zurückgegangen, richtige Einläufe mache ich nurnoch alle paar Monate zurzeit, wenn ich denn mal "lust" habe, also das Gefühl habe ich könnte es jetzt brauchen, und eben auch die Zeit dazu mir nehmen kann.

Wie sieht das bei euch aus?

Der Einlauf

ioeides ist offline
Beiträge: 29
Seit: 07.02.12
Zitat von Daimor Beitrag anzeigen
Was geht denn hier ab, Rizinusöldesaster, Backwaren... o.O
Möcht mal dran erinnern das es in diesem Thread eigentlich um Einläufe gehen soll

Mich würde mal intressieren wer denn überhaupt noch (regelmässig vll) Einläufe macht?
Ich bin damit ja bisschen zurückgegangen, richtige Einläufe mache ich nurnoch alle paar Monate zurzeit, wenn ich denn mal "lust" habe, also das Gefühl habe ich könnte es jetzt brauchen, und eben auch die Zeit dazu mir nehmen kann.

Wie sieht das bei euch aus?
Seit ich vor rund 50 Jahren zum ersten Mal beim Auspressen zu harten Stuhls eine Blutung verursachte, habe ich immer für die "erste Hilfe" einen Klistierball zur Hand, daheim wie auf Reisen. Einige Jahre später hat mir ein Arzt bestätigt, dass ich in der Analschleimhaut eine Schwachstelle habe, die zur Analfissur führen kann.
Sobald ich spüre, dass sich vor dem Darmausgang ein harter Pfropfen befindet - was oft schon der Fall nach mehr als einem Tag "Pause" ist - spritze ich zum Aufweichen warmes Wasser ein, manchmal mit, manchmal ohne Seife. Seitdem kommt es nur noch ganz selten zu Blutungen.
Wenn sich die Tage mit zu hartem oder spärlichem Stuhl häufen, mache ich einen hohen 2-Liter-Einlauf mit Gummidarmrohr, danach geht es meistens für einige Wochen besser und "weicher".
Da ich immer schon einen leeren Darm als positiv und angenehm empfunden habe, sind die Klistiere und Einläufe für mich angenehme Wohltaten, auf die ich ungern verzichten würde.

Der Einlauf

rizinola ist offline
Beiträge: 41
Seit: 18.02.13
Bitte diese Frage nicht falsch verstehen, aber hast du schon einmal versucht, ursächlich etwas gegen zu harten oder zu spärlichen Stuhl zu tun? Dann wäre diese Art Einlauf nämlich komplett überflüssig. So kommt es mir ganz nach klassischer Symptombekämpfung vor, für deren Beendigung diese Website ja eingerichtet wurde, wenn ich es richtig verstanden habe.

Bester Gruß von rizinola

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ioeides ist offline
Beiträge: 29
Seit: 07.02.12
Zitat von rizinola Beitrag anzeigen
Bitte diese Frage nicht falsch verstehen, aber hast du schon einmal versucht, ursächlich etwas gegen zu harten oder zu spärlichen Stuhl zu tun? Dann wäre diese Art Einlauf nämlich komplett überflüssig. So kommt es mir ganz nach klassischer Symptombekämpfung vor, für deren Beendigung diese Website ja eingerichtet wurde, wenn ich es richtig verstanden habe.

Bester Gruß von rizinola
Hallo rizinola,
im Prinzip völlig richtig, aber dann hätte ich fast mein ganzes Leben lang irgendwelche abführenden Dinge zu mir nehmen müssen, um eine lokale Verhärtung von ca 5 cm vor dem Ausgang des Rektum zu vermeiden, die sporadisch und offenbar unabhängig von dem auftritt, was ich gegesen habe. Oberhalb dieser Verhärtung ist der Stuhl völlig "normal". Als Ingenieur und Naturwissenschaftler ist es für mich am plausibelsten, die Verhärtung lokal dort zu beseitigen, wo sie unmittelbar zugänglich ist, und das ohne Nebenwirkungen und ohne in das gesamte Verdauungssystem einzugreifen.
Ein Klistier mit 100 bis 250 ml lauwarmem Wasser wirkt besser als ein Glyzerinzäpfchen, wie ich es auf Reisen im Falle eines Falles alternativ benutze.

Der Einlauf

ioeides ist offline
Beiträge: 29
Seit: 07.02.12
Zitat von ioeides Beitrag anzeigen
Hallo rizinola,
im Prinzip völlig richtig, aber dann hätte ich fast mein ganzes Leben lang irgendwelche abführenden Dinge zu mir nehmen müssen, um eine lokale Verhärtung von ca 5 cm vor dem Ausgang des Rektum zu vermeiden, die sporadisch und offenbar unabhängig von dem auftritt, was ich gegesen habe. Oberhalb dieser Verhärtung ist der Stuhl völlig "normal". Als Ingenieur und Naturwissenschaftler ist es für mich am plausibelsten, die Verhärtung lokal dort zu beseitigen, wo sie unmittelbar zugänglich ist, und das ohne Nebenwirkungen und ohne in das gesamte Verdauungssystem einzugreifen.
Ein Klistier mit 100 bis 250 ml lauwarmem Wasser wirkt besser als ein Glyzerinzäpfchen, wie ich es auf Reisen im Falle eines Falles alternativ benutze.
P.S.
Es kann sein, dass "es" einen ganzen Monat lang gar nicht passiert und dann plötzlich täglich mehrere Tage hintereinander. Häufiger tritt es auf nach längeren Reisen oder wenn ich wenig gegessen habe, auch Obst und Gemüse scheinen eher "kontraproduktiv" zu sein, aber mal so mal so.
Meine Methode erfordert keine großen Rituale und ist so schnell erledigt wie Zähneputzen. Und, das ist mir wichtig: ich brauche nicht zu befürchten, dass irgendwann zu einem ungünstigen Zeitpunkt ein Drang entsteht wie nach dem Einführen eines Zäpfchens oder Einnahme eines Abführmittels.

Der Einlauf

rightnow ist offline
Beiträge: 49
Seit: 22.02.13
Gut ists ja einfahc wenn man sich selbst kennt und einschätzen kann und wenns mittels kleiner Rituale klappt, eh gut.

Meine Einlauferfahrugn

koerpersprache ist offline
Beiträge: 156
Seit: 24.02.13
Hallo, habe mich extra für diesen Thread registriert und möchte meine Erfahrungen zum Besten geben.

Ich bin aus Wien und habe vor 3 Monaten mit den Einläufen begonnen. Von meiner Heilpraktikerin nach unbekämpfbarer Verstopfung empfohlen.

Ich hatte als Kind nie Probleme mit dem Stuhlgang, bis auf eine schlimme Darmgrippe, die mit Antibiotika bekämpft wurde, danach war Schluss (so mit 11 Jahren). Verstopfung, sehr hartnäckig. Bin jetzt 40 geworden, hatte also fast 30 Jahre mit Verstopfung zu kämpfen. Manchmal bis zu 8 Tage keinen Stuhlgang, danach Hämorriden, Blutungen, Stuhlknollen.

Dann Gallen-OP, Blinddarm-OP, Amalgam Ausleitung, Leberentgiftung usw auch keine großen Erfolge hinsichtlich Stuhlgang.

Dann habe ich mit Einläufgen begonnen. Hab mir einen Reise Irrigator zugelegt und zuerstmal mit normalem Leitungswasser begonnen. Es kam gleich sehr viel Stuhl raus. Die Therapeutin hat mir Kaffeeeinläufe für die Leberentgiftung empfohlen, die ich dann 4 Wochen, so 3mal in der Woche gemacht habe. Hat mir gut getan, ich war sauber, wach und recht fit. Das Koffeein hab ich nicht weiters gemerkt.

Jetzt habe ich auf Salzwassereinläufe umgestellt, bin aber nicht so zufrieden, es ist nicht so entleerend wie der Kaffeeeinlauf, deswegen werde ich es auch mit Seifenwasserlösung probieren.

Nachdem ich hier 50 Seiten durchgelesen habe, dürfte das für mich auch passen.

Eines ist mir nach den 11 Wochen aufgefallen. Mein Darm stellt sich um, es tut sich was. Manchmal habe ich Krämpfe oder sehr sehr laute Blähungen, Windentleerungen, die ich so nicht kenne. (Ohne Geruch)

Ich glaube, das ist eine Umstellung, der Darm hatte ja zuvor 30 Jahre Verstopfung.

Ich werde in jedem Fall mit den Einläufen weitermachen, allerdings bin ich mir unsicher ob ich das jetzt ein Leben lang so machen kann, soll? Ein normaler Stuhlgang geht bei mir anscheinend nicht mehr richtig. Höre ich mit den Einläufen auf ist wieder Ruhe.

Geändert von koerpersprache (24.02.13 um 12:41 Uhr)

Meine Einlauferfahrugn

ioeides ist offline
Beiträge: 29
Seit: 07.02.12
Zitat von koerpersprache Beitrag anzeigen
Hallo, habe mich extra für diesen Thread registriert und möchte meine Erfahrungen zum Besten geben.

Ich bin aus Wien und habe vor 3 Monaten mit den Einläufen begonnen. Von meiner Heilpraktikerin nach unbekämpfbarer Verstopfung empfohlen.

Ich hatte als Kind nie Probleme mit dem Stuhlgang, bis auf eine schlimme Darmgrippe, die mit Antibiotika bekämpft wurde, danach war Schluss (so mit 11 Jahren). Verstopfung, sehr hartnäckig. Bin jetzt 40 geworden, hatte also fast 30 Jahre mit Verstopfung zu kämpfen. Manchmal bis zu 8 Tage keinen Stuhlgang, danach Hämorriden, Blutungen, Stuhlknollen.

Dann Gallen-OP, Blinddarm-OP, Amalgam Ausleitung, Leberentgiftung usw auch keine großen Erfolge hinsichtlich Stuhlgang.

Dann habe ich mit Einläufgen begonnen. Hab mir einen Reise Irrigator zugelegt und zuerstmal mit normalem Leitungswasser begonnen. Es kam gleich sehr viel Stuhl raus. Die Therapeutin hat mir Kaffeeeinläufe für die Leberentgiftung empfohlen, die ich dann 4 Wochen, so 3mal in der Woche gemacht habe. Hat mir gut getan, ich war sauber, wach und recht fit. Das Koffeein hab ich nicht weiters gemerkt.

Jetzt habe ich auf Salzwassereinläufe umgestellt, bin aber nicht so zufrieden, es ist nicht so entleerend wie der Kaffeeeinlauf, deswegen werde ich es auch mit Seifenwasserlösung probieren.

Nachdem ich hier 50 Seiten durchgelesen habe, dürfte das für mich auch passen.

Eines ist mir nach den 11 Wochen aufgefallen. Mein Darm stellt sich um, es tut sich was. Manchmal habe ich Krämpfe oder sehr sehr laute Blähungen, Windentleerungen, die ich so nicht kenne. (Ohne Geruch)

Ich glaube, das ist eine Umstellung, der Darm hatte ja zuvor 30 Jahre Verstopfung.

Ich werde in jedem Fall mit den Einläufen weitermachen, allerdings bin ich mir unsicher ob ich das jetzt ein Leben lang so machen kann, soll? Ein normaler Stuhlgang geht bei mir anscheinend nicht mehr richtig. Höre ich mit den Einläufen auf ist wieder Ruhe.
Hallo Koerpersprache,

gut, dass Du Deinen Weg aus der Verstopfung gefunden hast.
In einem anderen Forum (zity.biz), wo u.a. das Thema Einlauf unter etwas anderen Aspekten behandelt wird, gibt es zahlreiche Berichte von Teilnehmern 60+. die jahrzehntelang Einläufe, z.T. tägliche, gemacht und keine nachteiligen Effekte festgestellt haben. Ich kann das meinerseits auch nur bestätigen, denn seit ich vor mehr als 40 Jahren meinen ersten hohen Einlauf von meiner Frau bekommen und festgestellt habe, was da selbst nach einer normalen Darmentleerung noch rauskommen kann, mache ich immer wieder große Einläufe, wenn mein Problem mit dem harten Stuhl überhand nimmt. Daher halte ich die Warnungen von manchen Ärzten für Stimmen von Leuten, die keinerlei eigene Erfahrungen auf dem Gebiet haben.
Irgendein Naturarzt soll dagegen mal gesagt haben, dass die regelmäßige Reinigung der unteren Körperöffnung genauso "natürlich" sei wie Zähneputzen oder Nasenspülungen oder Ohr-Reinigung. Ich glaube, da ist was dran.
Manche sagen auch, dass sie durch regelmäßige Einläufe weniger oft von Infekten befallen werden als andere. Die amerikanische Schauspielerin Mae West soll ihre bis ins höhere Alter jugendliche Haut auf tägliche Einläufe zurück geführt haben.

Einlauferfahrung und Angst

koerpersprache ist offline
Beiträge: 156
Seit: 24.02.13
Hallo und danke fürs Willkommen heissen

Ja, ich glaube es war höchste Zeit, dass ich mit den Einläufen beginne, ich helfe meinem Darm / Körper unglaublich bei der Entgiftung. Es ist zwar sehr traurig, dass er es nicht von alleine schafft, aber wir nehmen ja auch gerne mal Schmerzmittel oder Antibiotika, das ist noch mehr Hilfe von aussen

Da wirklich eigentlich keine Ärzte oder Heilpraktiker davon sprechen und das Thema sehr unter den Tisch gekehrt wird, schwingt bei mir aber schon immer etwas Angst mit. Was tut der Einlauf wirklich?

Aber no Risk no Heilung? Ist ja bei jeder Alternativmedizinmethode so. Denn einfach Kräuter nehmen oder eine Leberentgiftung ist ja auch nicht ohne.

Mich freut, dass es eigentlich nur positive Berichte gibt und es auch teilweise sehr sehr lange betrieben wird ohne Schäden.

Ich werde mich jetzt mal auf die Seifenmethode stürzen und mal sehen ob mir das auch gut tut.

Meine Einlauferfahrugn

gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Zitat von ioeides Beitrag anzeigen
Irgendein Naturarzt soll dagegen mal gesagt haben, dass die regelmäßige Reinigung der unteren Körperöffnung genauso "natürlich" sei wie Zähneputzen oder Nasenspülungen oder Ohr-Reinigung. Ich glaube, da ist was dran.
Manche sagen auch, dass sie durch regelmäßige Einläufe weniger oft von Infekten befallen werden als andere. Die amerikanische Schauspielerin Mae West soll ihre bis ins höhere Alter jugendliche Haut auf tägliche Einläufe zurück geführt haben.
Hierzu konkret: Es handelt sich um Prof. Dr. med. Alfred Brauchle, der seinen Studenten in der Vorlesung über allgemeine Naturheilkunde stets gesagt hat: "Wer die Meinung vertritt, der tägliche Einlauf schade und sei widernatürlich , der solle dasselbe auch vom Zähneputzen und Mundspülen behaupten."
Quelle:
Werner Tiegel: Naturheilanwendungen zu Hause - 2. Aufl. / Mannheim: Verlagsgenossenschaft der Waerland-Bewegung EGmbH, 1968, S. 74.


Alles Gute!

Gerold
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.


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