Der Einlauf

15.01.08 09:24 #1
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Der Einlauf

gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Hier sei ein anderes Thema angeschnitten: Es ist bekannt, daß für Krebszellen ein saures, damit übersäuertes Umfeld förderlich, dagegen eine basische Umgebung hinderlich ist. Damit sollte man mit regelmäßig durchgeführten Seifenwassereinläufen eine Vorsorge gegen Darmkrebs verwirklichen können. Allgemein gilt, daß für einen jeden Seifenwassereinlauf ausschließlich eine naturreine Seife (Kernseife, Olivenölseife) verwendet werden sollte.

Alles Gute!

Gerold
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

Der Einlauf

klysophil ist offline
Beiträge: 30
Seit: 17.10.11
Seifenwassereinsatz hat evtl.Zusatznutzen,
erfreuliche Botschaft für den bisher schon dieser Spülflüssigkeit geneigten Anwender. Neben isotonischer Kochsalzlösung gegen zu schnelles Aufsaugen im Darm ohnehin vorzugsweise eingesetzt. Schnell und billig herstellbar, ich nutze medizinische Seife zum Eintrüben.
Danke für die Nachricht und Weiterbildung.
sagt klysoiphil

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gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Zitat von klysophil Beitrag anzeigen
Seifenwassereinsatz hat evtl. Zusatznutzen,
erfreuliche Botschaft für den bisher schon dieser Spülflüssigkeit geneigten Anwender.
Warum sollte man nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden?

Alles Gute!

Gerold
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gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Nachdem es bei mir so ist, daß mir ein schwach dosierter Seifenwassereinlauf mit reiner Kernseife (beim Lösen der Seifen in der Einlauflösung ist diese gerade undurchsichtig geworden) besser bekommt als ein solcher mit bloßem warmem Leitungswasser frage ich, welche diesbezüglichen Erfahrungen andere Einlauf-Nutzer gemacht haben.

Alles Gute!

Gerold
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klysophil ist offline
Beiträge: 30
Seit: 17.10.11
Hallo Gerold,
wie sich die Erfahrungen gleichen. Meine ersten Versuche als Jugendlicher unternahm ich auch mit blankem Wasser. Ein Doktorbuch von 1935 war
dann die erste Wissensquelle. Die brauchbarste Angabe fand ich dann in einem Hebammenlehrbuch aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg: Man reibe die Kernseife solange im Klistierwasser, bis dieses bläulich schimmert...
So verfuhr ich dann in der Folgezeit und hatte mit diesem Medium ein wesentlich angenehmeres Gefühl, als mit Klarwasser.
Heute glaube ich, das die schnelle Resorption die Ursache ist, denn bei 0,9% Salzzusatz tritt der Effekt ja nicht auf.
Die vielbeschworene Reizwirkung der Seife spürte ich höchstens bei scharfer Wäschkernseife oder Nutzung überdimensionierter Seifenlauge, aber nie bei leichtem Zusatz nach o.g. empirischen Rezept.
Was man gut verträgt, soll man beibehalten.
So blieb ich all die Jahre dem "Bläulichen" treu und sehe es als optimales Gemisch für Gesundheits-Pflicht und Vergnügens-Kür an.
Andere Mischungen dienten nur Sonderfällen, auch der Neugier und fanden keine Dauernutzung.
Übrigens blieb in der langen Zeit des Einlaufgebrauchs das erträglich aufzunehmende Volumen bis heute gleich, Ein Hirschsprungsches Erweiterungscolon entwickelte sich also erfreulicherweise nicht.

Dir und den Hobbyfreunden immer Erfolg und Freude wünscht
Klysophil

Der Einlauf

gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Klysophil
Danke für Deine Anwort. Welches Einlaufvolumen hat sich bei Dir als sinnvoll erwiesen?

Vielen Dank!

Gerold
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klysophil ist offline
Beiträge: 30
Seit: 17.10.11
Einmal in der Woche zum "Großreinemachen" zwei Füllungen des 2l-Irrigators
passen anstandslos rein, sonst genügt mir weniger. Ungestörte Stunde muß dafür frei sein... Mengentoleranz aber nur 0,3l zum Grenzwert.
Wo hörst Du auf bei Tieffüllung?

Alles Gute
klysophil

Der Einlauf

gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Zitat von klysophil Beitrag anzeigen
Wo hörst Du auf bei Tieffüllung?
Bei mir gilt es zwei Ebenen zu unterscheiden: Einerseits entgifte ich seit 1992 meinen Körper systematisch durch die Einnahme von Rizinusöl, worüber sich hier im Forum zahlreiche Beiträge finden, und staune immer wieder neu, was sich bei mir nach dieser langen Zeit der Entgiftung auch heute noch völlig überraschend ereignet - die in den Fettgeweben deponierten Gifte lassen sich zuletzt über die Leber ausleiten -, andererseits nehme ich seit etwa 1961 regelmäßig Einläufe, wobei sich - wie gesagt - solche mit Seifenwasser für mich als besonders geeignet erwiesen haben. Vermochte ich zunächst nur 1 l aufzunehmen, habe ich dies später über 1,5 l auf 2,0 l steigern können. Heutzutage vermag ich problemlos normal 2,5 l aufzunehmen, gelegentlich - das hängt vom Darminhalt ab - auch 3,0 l; aber dann ist Schluß.

Alles Gute!

Gerold
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Der Einlauf

klysophil ist offline
Beiträge: 30
Seit: 17.10.11
Gerold,
obgleich selbst einst Hardwareentwickler, habe ich bei der Nutzung durch eine fast zwanzigjährige Netzabstinenz wenig Erfahrung bei der Anwendung.
So las ich lange im Forum mit, bevor ich mich äußerte.
Dabei erkannte ich bald, daß Du Wissensträger bist und zweigleisig echt Gesundheitsförderung betreibst. Der Gebrauch der Einlauftechnik war da nur der eine Weg zum Zweck.
Bei mir war die Neigung in der Kinderzeit durch einen Einlauf zur Madenwurmbekämpfung entstanden. Der Wunsch nach Wiederholung des wundervollen Einströmgefühls ließ mich nach Mitteln und Wegen zur Selbstbetätigung suchen. Als einfallsreicher Bastler fand ich die Dinge zum
Einspritzen und Einfüllen schon Ende der Kinderzeit und beschaffte mir dann das Wissen zum Fachgebiet von der Anatomie bis zum Aufbau des Sudabades. So lernte ich die meisten Verfahren und Geräte des Einbringens kennen und erprobte sie selbst. Mein erster Irrigator entstand z. B. aus einer amerikanischen Kaffeedose durch Anlöten eines kleinen Schlauchstutzens aus Weißblech und faßte 4,25 l. Das Arsenal wuchs seither beträchtlich...
Neben dem Vergnügen dienten Einläufe bei mir nur selten der Gesundheitspflege, so bei Verstopfung oder Fiebersenkung, auch zur Infektabwehr.
Als ich während des Studiums einst meiner späteren Gattin meine Sucht gestand, wählte ich die Bezeichnung Klysomanie dafür. Sie toleriert diese Neigung inzwischen mehr als 50 Jahre, ohne sie selbst zu teilen.
Die Spülsucht erwies sich im Rückblick bisher als nicht schädlich, mehr noch als gesundheitsfördernd und Lebensgefühl steigernd.
Das ist auch der Grund zur Offenheit an dieser Stelle.
Manche werden es als Ausdruck bizarren Verhaltens werten, für mich ist es so etwas wie Purismus, wenn nicht gar eine Art Katharsis.

So wünsche ich Dir und jedem, das geeignete Mittel zu finden, welches den Bedürfnissen, Hoffnungen und Wünschen am besten dient.
Sei es Rizinuß, Einlauf oder beides, vielleicht auch etwas ganz anderes - Hauptsache es hilft.

klysophil

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Felis ist offline
Beiträge: 5.449
Seit: 14.08.10
Zitat von klysophil Beitrag anzeigen
Bei mir war die Neigung in der Kinderzeit durch einen Einlauf zur Madenwurmbekämpfung entstanden. Der Wunsch nach Wiederholung des wundervollen Einströmgefühls ließ mich nach Mitteln und Wegen zur Selbstbetätigung suchen. Als einfallsreicher Bastler fand ich die Dinge zum
Einspritzen und Einfüllen schon Ende der Kinderzeit und beschaffte mir dann das Wissen zum Fachgebiet von der Anatomie bis zum Aufbau des Sudabades. So lernte ich die meisten Verfahren und Geräte des Einbringens kennen und erprobte sie selbst. Mein erster Irrigator entstand z. B. aus einer amerikanischen Kaffeedose durch Anlöten eines kleinen Schlauchstutzens aus Weißblech und faßte 4,25 l. Das Arsenal wuchs seither beträchtlich...
Neben dem Vergnügen dienten Einläufe bei mir nur selten der Gesundheitspflege, so bei Verstopfung oder Fiebersenkung, auch zur Infektabwehr.

Die Spülsucht erwies sich im Rückblick bisher als nicht schädlich, mehr noch als gesundheitsfördernd und Lebensgefühl steigernd.
Das ist auch der Grund zur Offenheit an dieser Stelle.
Manche werden es als Ausdruck bizarren Verhaltens werten, für mich ist es so etwas wie Purismus, wenn nicht gar eine Art Katharsis.
Hallo Einlaufpraktiker und auch Einlauferotiker (?!)...

(und evtll. mitlesende Eltern)

Ihr als Erwachsene dürft und sollt betreiben, wie es angenehm ist oder wohl sein muss.
Ich möchte aber kurz auf etwas hinweisen, das Eltern, die möglicherweise
geneigt sind ihren Kindern Einläufe zu verabreichen, bedenken sollten:
Was oben beschrieben steht, ist die klassische Fixierung eines Kindes mittels
gewisser Manipulationen an seinem/in seinem Körper.

Ob es aversiv wirkt oder eben fixierend dürfte von der Überredungsstrategie/Manipulationsstrategie des verabreichenden Erwachsenen abhängen.

Es ist und bleibt aber das Lenken eines Kindes in einen Bereich, den es sich nicht selbst ausgewählt hat und den ein Erwachsener festlegte.

Bitte geht, wenn aus Fiebergründen einmal ein Einlauf gemacht werden sollte wirklich vorsichtig mit euren Kindern um und achtet auf seine Grenzen.
Und liebe Eltern, wenn ihr eure Kinder mehrfach meint spülen zu müssen, dann bedenkt, dass jedes Mal dazu das Durchbrechen einer Körpergrenze (hier der Po samt Darm) nötig ist.
Ganz egal welche hohen gesundheitlichen Ziele ihr damit verfolgt.

Klysophil, das ist nichts gegen dich, du bist nun ein erwachsener Mensch.
Aber man sollte hier einmal inne halten dürfen und drüber nachdenken, dass mit gewissen Praktiken (ob nun wirklich aus "medizinischen" Gründen oder nur unter dem Vorwand es sei einer) der Grundstein für spätere Fixierungen gelegt werden kann.
Und genau das ist, was ich an Einläufen bei Kindern, vor allem wenn sie oft gemacht werden, verurteile.
Selbst wenn die Erwachsenen später eine Philosophie und einen genusshaften Inhalt darin empfinden mögen.
Es ist und bleibt Fixierung.
Ihr als Erwachsene sollt das leben, wie es euch beliebt.
Aber: Hände weg von Kindern.
Aus oben lesbaren Gründen.
Es gibt tausende solcher Geschichten.

Liebe Grüße von Felis

Geändert von Felis (16.08.15 um 07:22 Uhr)


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