Der Einlauf

15.01.08 09:24 #1
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Der Einlauf

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Den mach ich und zwar rückwarts mit Schraube ; )

Danke, DerProf! Werd das mal versuchen.
Ach was macht man nicht alles.

"Ein sogenannter 'gesunder' Mensch ist nur noch nicht gründlich genug untersucht worden."
Kennt man natürlich auch.
Leider alles so trefflich und wahr.

Einen hab ich noch (dürfet der Gemeinde hier jedoch schon bekannt sein):

Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit, b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Hier gibts noch ein paar weitere:
Humor

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

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DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
Hallo Rübe,
danke für den schönen Link!
Und viel Erfolg mit dem Darmrohr.

Der Einlauf

Prema ist offline
Beiträge: 753
Seit: 11.01.10
Heute ist es mir gelungen mit einem normalen Klisitiergerät mit 2l Wasser den Einlauf zu machen. Die Reaktion war dann genauso wie nach 1l-Kaffee-Einlauf: der Druck oder das Ziehen über der Leber war momentan weg, kam aber nach einer 1/2-1 Stunde wieder. Kann man jetzt wohl daraus schließen, dass die Ursache im Dickdarm liegt? Ich vermute mal dass ein Einlauf mit Wasser nicht so schnell und unmittelbar einen Einfluss auf die Leber haben kann? Leider muss ich feststellen dass ich wirklich den EIndruck habe, Einläufe bringen bei mir natürlich zwar momentan eine Erleichterung, aber langfristig trocknen sie den Darm bei meinen Typus aus, wie mir der erfahrene Ayurveda-Arzt versichert hatte. Leider hab ich auch kein Öl-Dekokt für Einlauf gestern im Ayurveda-Laden bekommen. Ich habe ja die letzten zwei Monate kein Chlorella, keine Kohle genommen, nur in den letzten beiden Wochen hie und da mal Zeolith oder Heilerde zum abbinden von (Neuro)toxinen. Ich fürchte das tendiert genauso zu Verstopfung?

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Prema ist offline
Beiträge: 753
Seit: 11.01.10
Zitat von DerProf Beitrag anzeigen
könnte da ein Mißverständnis vorliegen? Soviel ich weiß, versteht man unter Meteorismus wandernde Gasansammlungen im Darm.
Hallo, ja in meinem Befund fand sich neben dem Begriff des Meteorismus noch der der Koprostase. Letzteres habe ich gemeint (Kotansammlung im Dickdarm). Ich hatte mit dem ersteren Begriff die Assoziation von so etwas wie "Brocken", die da auf dem Ultraschall-Screen in den Dickdarm-Kurven zu sehen waren. Interessant dass man Blähungen auf einem Ultraschall-Bild überhaupt sehen kann...
Schöne Grüße
Prema

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DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
Zitat von Prema Beitrag anzeigen
Kann man jetzt wohl daraus schließen, dass die Ursache im Dickdarm liegt? Ich vermute mal dass ein Einlauf mit Wasser nicht so schnell und unmittelbar einen Einfluss auf die Leber haben kann?
Die Ursache liegt nach meiner Einschätzung sicher nicht in der Leber, denn die hat, wenn ich mich richtig erinnere, gar keine Schmerznerven. Diese Schmerzfreiheit ist auch der Grund, warum Patienten Lebererkrankungen erst so spät bemerken, dass es oft für eine Vollheilung zu spät ist.

Der zurückkehrende Schmerz dürfte eine erneute Gasblasenbildung sein. Wenn nämlich Dein Dickdarm so im Bauch angeordnet ist, dass der Knick zwischen dem aufsteigenden Ast (der vom Blinddarm kommt) und dem quer verlaufenden Dickdarmteil den höchsten Punkt des Dickdarmes bildet, dann wird sich an genau dieser Stelle - wie bei der Zentralheizung - immer wieder zuerst eine Gasblase bilden, sobald Du aufrecht stehst oder gehst.

Wie schon einmal beschrieben, könntest Du versuchen, mit einem langen Darmrohr bis in diese Blase vorzudringen und zu entlüften oder nacheinander mehrere Einläufe mit 1, 2, 2 1/2 und bis zu 3 Litern in rechter Seitenlage und mit möglichst warmer isotonischer (9 g Kochsalz pro Liter) Lösung zu machen, die bis in den aufsteigenden Dickdarm gelangen müssen.

Von Ayurveda verstehe ich nichts, aber manchmal helfen auch so einfache Mittel zum Einnehmen wie Lefax, Simethicon o.ä., die die Gase im gesamten Verdauungstrakt binden können.

Was verstehst Du übrigens unter einem "normalen Klistiergerät"? Hat das kein Darmrohr? Denn ich glaube schon, dass für Deine Probleme ein möglichst langes Darmrohr wichtiger ist als die Art des Irrigators oder Clysos. Allerdings solltest Du während des Einlaufs nicht aufstehen und nachfüllen müssen, und wenn Lageveränderung, dann von der linken Seite über Rückenlage bis auf die rechte Seite.

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Prema ist offline
Beiträge: 753
Seit: 11.01.10
Zitat von DerProf Beitrag anzeigen
- immer wieder zuerst eine Gasblase bilden, sobald Du aufrecht stehst oder gehst.
Dann ist das vermutlich der Grund, warum der Druck morgens jeweils verschwunden ist (?) Wenn ich Blähungen oder Winde verspüren würde, hätte ich den Leberdruck wohl nicht, weil sich die Gase (hinaus-)bewegten. Allerdings fühle ich mich insgesamt recht aufgeblasen in den Gedärmen und wundere mich, dass sich dann nichts an Gasen (hinaus-)bewegt. Ich nehme u.a. seit etlichen Wochen ein balaststoffreiches Darmreinigungsprodukt mit Flohsamen.
Aber dann muss ich wohl die Ursache für die Gasbildung finden... Mir fällt dazu ein, dass ein HP in den letzten Jahren aus dem Stuhl mal einen hohen Skatol-Wert gemessen hat, obwohl ich schon lange Vegetarierin war und glaube zu dem Zeitpunkt auch kaum Milchprodukte konsumiert zu haben. Über die Ursache habe ich gerätselt. Welche Tests könnte man noch machen, um die Ursache zu finden?
Der Darmflora-Test hat letzten Winter, als ich diesen Druck auf der Leber schon hatte, zu viel Candida gezeigt, sonst kaum Dysbiose (Bifido könnten mehr sein). Solange ich jetzt höher dosiert Probiotika nehme und Colostrum und Fermentiertes, wird das Problem vermutlich nicht verschwinden, während die "Bösen" hoffentlich absterben.

Ich habe nur einen 1l-Becher, und die beiden zugehörigen Darmrohre sind ca. 12-20cm lang. Der 1l-Becher macht mit Magensonde wohl auch nicht wirklich Sinn? Wenn aber der Druck für bis zu einer Stunde nach dem Einlauf verschwindet , dann verstehe ich aber nicht, wozu ich überhaupt mit einem Darmrohr bis zur Gas-Blase vorstoßen müsste? Wenn der Druck verschwindet, würde ich annehmen, dass die Blase verschwunden ist, sich später aber neu bildet.
Grüße
Prema

Geändert von Prema (07.07.14 um 02:18 Uhr)

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DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
Zitat von Prema Beitrag anzeigen
obwohl ich schon lange Vegetarierin war und glaube zu dem Zeitpunkt auch kaum Milchprodukte konsumiert zu haben. Über die Ursache habe ich gerätselt.
Eine für Dich wohl eher unangenehme Nachricht könnte sein, dass Deine Darmflora vegetarische Ernährung, vor allem Rohkost, nicht mag.
Es ist nämlich bekannnt, dass sich seit Beginn der Kampagne "5 am Tag" (Gemüse und Obst) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung die Zahl der Patienten mit Beschwerden wie Du nahezu verdoppelt hat.
Dr.med. Gunter Frank berichtet in seinem Buch "Schlechte Medizin" von vielen Patienten, die mit Beschwerden wie Du zu ihm kommen, und bei denen sich dann herausstellte, dass diese Beschwerden begannen, als sie sich auf "gesunde Ernährung" umgestellt hatten. Nach Rückumstellung ging es diesen Patienten dann wieder besser.
In diesem Zusammenhang empfehle ich auch die Bücher von Udo Pollmer.

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Prema ist offline
Beiträge: 753
Seit: 11.01.10
...gehe ich "d'accord"..meine fleischlose Ernährung habe ich nicht aus gesundheitlichen Gründen verfolgt, und Rohköstlerin war ich sicher nie. Ich liebe einfach Obst und arbeite daran mir abzugewöhnen dieses später abends zu verspeisen, da klar ist dass das Darm und Leber nicht gut tut. Auf meine (grünen) Smoothies bin ich nicht bereit zu verzichten, auch wenn mir Ayurveda erzählt, dass mein Typ gar nichts roh essen sollte Aber immerhin ist es ja schon mal eine gute Sache, zu erkennen, dass nicht jedem dasselbe gut oder schlecht tut. Ich muss mich nur noch schlau machen, welche Labortests einem erzählen könnten, was ich momentan gut oder schlecht verdaue (Fette, Proteine, Carbos), falls es mir nicht selber bald klar wird.
Vielleicht ist die Umstellung auf "gesunde Ernährung" bei so manchen einfach auch nur zu schnell erfolgt, oder v.a. hätte der Darm vorher aufgebaut werden müssen.

Geändert von Prema (08.07.14 um 01:05 Uhr)

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DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
Zitat von Prema Beitrag anzeigen
auch wenn mir Ayurveda erzählt, dass mein Typ gar nichts roh essen sollte Aber immerhin ist es ja schon mal eine gute Sache, zu erkennen, dass nicht jedem dasselbe gut oder schlecht tut. Ich muss mich nur noch schlau machen, welche Labortests einem erzählen könnten, was ich momentan gut oder schlecht verdaue (Fette, Proteine, Carbos), falls es mir nicht selber bald klar wird.
Ayurveda hin oder her, Rohkost hat zwei Probleme:
1. enthalten alle Pflanzen im rohen Zustand jede Menge "eigener" Gifte, die sie im Laufe der Evolution gegen "Fressfeinde" (das sind Tiere, die nicht zur Verbreitung der jeweiligen Samen geeignet sind) entwickelt haben, und der Mensch ist eben auch ein solcher Fressfeind. Zum Glück wirken diese Gifte bei ihm in der Regel (aber häufiger als man denkt) nicht tödlich, aber sie können unser Nerven- und Verdauungssystem schon arg plagen. Das bedeutet z.B. dass die "verdauungsfördernde Wirkung" oft nichts anderes ist als der Versuch des Körpers, das Zeug so schnell wie möglich wieder los zu werden. Zu den häufig nicht vertragenen Inhaltsstoffen von Pflanzen und vor allem Obst gehört der Fruchtzucker, gegen den so etwa ein Viertel bis ein Drittel der Bevölkerung leicht oder stark intolerant ist, was sich auch häufig in Verdauungsbeschwerden äußert. Übrigens soll der in größeren Mengen über längere Zeiten auch zu Fettleber führen (wovon man selbst kaum etwas merkt, nur der Arzt im Ultraschall).
2. besteht bei Rohkost, die man nicht selbst sehr gründlich gereinigt hat, die Gefahr durch anhaftende Bakterien, z.B. ist die seinerzeitige Epidemie in zahlreichen Heimen und Krankenhäusern durch Noro-Viren in Tiefkühlerdbeeren entstanden. Wo die Erdbeeren aus der gleichen Lieferung erhitzt worden sind, hat es keine Krankheitsfälle gegeben. Auch die EHEC- Infektionen sind aus "natürlich" (d.h. mit tierischen Ausscheidungen) gedüngten Bio-Sprossen entstanden. Aus diesem Grund ist z.B. eine Massenverpflegung mit Rohkost z.B. in Kindergärten, Pflegeheimen, Krankenhäusern etc. eine Hochrisiko-Angelegenheit, wenn es zu Schäden und Haftungsfragen kommt.

Diese Erfahrungen hat mal jemand auf den Punkt gebracht:
Rohkost ist essbar, aber nicht gesund.
Und das gilt natürlich auch für Deine grünen Smoothies.

Die schon seit Jahrhunderten in der (tropischen) Welt herumgereisten Engländer haben aus ihren Erfahrungen mit rohen Früchten und Gemüsen den heute noch für alle Reisenden geltenden Ratschlag geprägt:
Cook it, peel it or forget it.

Bei aller Freude z.B. an rohem Obst (zum Glück habe ich da keine Allergien oder Unverträglichkeiten und esse es gerne) muss man schon anerkennen, dass die Idee der frühen Menschen, das Feuer zur Nahrungszubereitung zu benutzen, der Gesundheit sehr zuträglich war, weil es viele der von den Pflanzen selbst erzeugten Gifte für den Menschen unschädlich und manche Bestandteile sogar erst durch chemische Reaktionen beim Garen für die Verwendung durch das menschliche Verdauungssystem aufgeschlossen hat.

Wenn Du Zeit hast, stöbere mal in Startseite - Europäisches Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V.

Der Einlauf

DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
P.S. Was man verträgt, kann man zuverlässig nur selbst ausprobieren, da gibt es keine wissenschaftlichen Testverfahren. Wer so etwas anbietet, kann nicht seriös sein, sondern nur an unser Geld wollen. Aber das wollen wir doch nicht.


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