Der Einlauf

15.01.08 09:24 #1
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Der Einlauf

Remy ist offline
Beiträge: 287
Seit: 19.06.09
Bei uns in der Schweiz ist ja die Sch.. doppelt Sch... nein - sorry, lassen wir die Fäkalsprache. Aber es ist ja so, dass in D die Toiletten noch eine "Zwischenstufe" haben - also man kann dann wenigstens noch Einblick nehmen in das Gemachte, und den so inspizieren, wie so die Beschaffenheit ist. Bei uns plummst das direkt ins Wasser, und ist nachher schwer untersuchbar.

Also die andere Möglichkeit ist, jeden Morgen in den Wald gehen - und beim Vögelzwitschern zu pullern. Also das ist doch schon sehr romantisch - da in der Nähe gibts genügend Wald.

Aber eine Schüssel ist natürlich auch möglich. Aber was genau für eine. Und das nacher putzen ist vielleicht ja doch nicht so angenehm..

Gruss Remy

Der Einlauf

gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Für viele sind Einläufe allein deshalb unangenehm, weil beim Fließen der Einlaufflüssigkeit in den Dickdarm dort vorhandene Darmgase für Beschwerden sorgen. Diese lassen sich auf folgende Weise vermeiden: In einer jeden Apotheke, auch in einer Internet-Apotheke, vermag man Magensonden 80 cm CH 30 (= 10 mm) zu bestellen: PZN 09447787. Schmiert man eine solche über die ganze Länge sowie den Anus sorgfältig mit Gleitgel ein, vermag man diese während des Einfließens der Einlaufflüssigkeit langsam vollständig in den Dickdarm einzuführen. Diese geht durch alle etwa im Dickdarm vorhandenen Gasansammlungen hindurch, wodurch die oben beschriebenen Beschwerden während eines Einlaufs entfallen. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, daß für Einläufe nur ein Darmrohr bzw. eine Magensonde mit einem möglichst großen Durchmesser verwendet werden darf, um eine Verletzung der Darmwand zu vermeiden.

Alles Gute!

Gerold
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

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Prema ist offline
Beiträge: 753
Seit: 11.01.10
Hallo Gerold,
die Magensonde hat aber vermutlich kein Gefäß dran? Wie macht man das denn dann praktisch am besten, (wenn man keine Hilfe hat) - v.a. wenn man 2l Flüssigkeit einlaufen lassen möchte?
LG Prema

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gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Prema:
Hallo Gerold,
die Magensonde hat aber vermutlich kein Gefäß dran? Wie macht man das denn dann praktisch am besten, (wenn man keine Hilfe hat) - v.a. wenn man 2l Flüssigkeit einlaufen lassen möchte?

Ganz einfach, indem man sich wie sonst auch, eines geeigneten Irrigators von 2 l bedient, um sich während des Einlaufens der Flüssigkeit behutsam statt eines Darmrohres die Magensonde in den Anus einzuführen.

Alles Gute!

Gerold
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DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
Zitat von Prema Beitrag anzeigen
(Mein Arzt, ein Mayr-Arzt, ist etwas darauf fixiert, dass das Druckgefühl oder Ziehen unter den Rippen von Darm-Verstopfung (Meteorismus) kommt, was ich nicht glaube).
LG Prema
Hallo Prema,
könnte da ein Mißverständnis vorliegen? Soviel ich weiß, versteht man unter Meteorismus wandernde Gasansammlungen im Darm.
Wenn dann von unten die Einlaufflüssigkeit dazu kommt, kann das zu Schmerzen führen. Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten zur Abhilfe:
1. Einführen eines langen Darmrohres bis zur Gasblase quasi "zur Entlüftung". Meine Frau hat so etwas früher als Kinderkrankenschwester in der Klinik bei Kindern mit schmerzhaft aufgeblasenem Bauch öfter gemacht.
2. Ein hoher Einlauf mit mindestens 2 Litern von 39 bis 40 Grad, ohne Zusätze, mit einem möglichst langen Darmrohr, um das Wasser "hinter" die Gasblase zu transportieren, damit sie dann mit dem Einlaufwasser zum Darmausgang wandert. Wenn man beim Einlauf Gasblasen "erwischt" hat, ist das ja bei der Entleerung nicht zu überhören.

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gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Genau so ist es: Indem man während eines Einlaufs ein längeres Darmrohr wie oben beschrieben vorsichtig in den Darm einführt, geht dieses durch die meist im Sigma vorhandenen Gasansammlungen hindurch, wodurch der Dickdarm von oben her ausgespült wird. Nach meiner Erfahrung ist dies die angenehmste Weise, einen hohen Einlauf zu nehmen.

Alles Gute!

Gerold
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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Zitat von gerold Beitrag anzeigen
Genau so ist es: Indem man während eines Einlaufs ein längeres Darmrohr wie oben beschrieben vorsichtig in den Darm einführt, geht dieses durch die meist im Sigma vorhandenen Gasansammlungen hindurch,
Der Mast-/Enddarm macht ja zum Übergang in den Sigma einen Knick.
Kann man da nicht evtl. mit so einer Magensonde etwas "kaputt" machen?
Bisher mach ich meine EL immer nur mit einem ca. 15cm langen Darmrohr und ca. 1L Wasser (bzw. mit 100ml Brottrunkzusatz).
Reicht es nicht aus, wenn man ein paar Verrenkungen macht (so halber Kopfstand, hin und herrollen, usw), um das Zeugs auch etwas höher in den Darm zu bringen?

Gruß
Rübe
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Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

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DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
Meiner Meinung nach reicht das nicht aus.
Neuerdings werden beim Kauf von Irrigatoren im Internet sogenannte "Einführungshilfen" mitgeliefert, das sind 40 cm lange und etwa 7 mm dicke flexible Kunststoffdarmrohre mit einer gerundeten Spitze und zwei Öffnungen in der Nähe der Spitze (können auch separat bei amazon oder ebay bestellt werden). Die werden normal z.B. auf die übliche Irrigator- Garnitur aufgesteckt. Wenn man das vordere Drittel gut gleitfähig macht (bei Kunststoff ist, im Gegensatz zu Gummidarmrohren, auch Vaseline erlaubt) und mit dem Rest Gleitmittel am Finger auch noch die Einführungsöffnung schmiert, etwa ein Drittel einführt und dann nach Öffnen des Hahns das Darmrohr vorsichtig vollständig einschiebt, gibt es nach meiner Erfahrung keine Probleme, "um den Knick" zu kommen. Wichtig ist, dass das verwendete Darmrohr nicht zu dick und steif ist (bei 12 mm und dicker ist der Knick deutlich zu spüren) und auch nicht zu dünn, damit es nicht knickt und sich unkontrolliert verknäulen und dabei evtl. die Darmwand beschädigen kann.
Ein langes Darmrohr hat gegenüber einem kürzeren oder gar einer normalen Klistier-Spitze den Vorteil, gerade bei Knie-Ellenbogen-Position, dass die Flüssigkeit weit entfernt vom Enddarm einläuft und dadurch lange Zeit der sonst übliche Entleerungsreiz (der unmittelbar vor dem Schließmuskel entsteht) vermieden wird. Deswegen kann man auch einen solchen hohen Einlauf oft länger behalten als ein Klistier.

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DerProf ist offline
Beiträge: 45
Seit: 07.05.14
Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
Rübe
Von Deinem Motto kenne ich eine andere Version:

"Ein sogenannter 'gesunder' Mensch ist nur noch nicht gründlich genug untersucht worden."

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Kathy ist offline
Beiträge: 3.365
Seit: 06.03.07
Reicht es nicht aus, wenn man ein paar Verrenkungen macht (so halber Kopfstand, hin und herrollen, usw), um das Zeugs auch etwas höher in den Darm zu bringen?
Den doppelten Salto nicht vergessen!
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Die Flöte des Unendlichen wird ohne Ende gespielt und ihr Ton ist Liebe. (Kabir)


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